Karl Deisseroth

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Karl Deisseroth (* 18. November 1971 in Boston, Massachusetts[1]) ist ein US-amerikanischer Psychiater, Neurobiologe und Bioingenieur an der Stanford University.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Deisseroth erwarb 1992 an der Harvard University einen Bachelor in Biochemie. 1998 erwarb er bei Richard Tsien an der Stanford University einen Ph.D. in Neurowissenschaften und 2000 einen M.D. ebendort. Bis 2004 arbeitete er als Assistenzarzt in der Inneren Medizin und vor allem in der Psychiatrie, außerdem arbeitete er als Postdoktorand bei Robert Malenka. 2006 erwarb Deisseroth den Facharzt für Neurologie und Psychiatrie. 2005 wurde er Assistant Professor für Bioengineering und Psychiatrie an der Stanford University, 2009 Associate Professor, 2012 erhielt er eine ordentliche Professur. Seit 2009 forscht Deisseroth zusätzlich für das Howard Hughes Medical Institute (HHMI).

Deisseroth gilt als einer der Begründer der Optogenetik. Bei dieser Methode werden lichtabhängige Proteine – Channelrhodopsine – in bestimmten Nervenzellen exprimiert, womit diese Zellen gezielt durch verschiedenfarbiges Licht im zeitlichen Bereich von Millisekunden elektrisch aktiviert oder inaktiviert werden können.[2] Durch die Methode, die von tausenden Arbeitsgruppen weltweit übernommen wurde, ergeben sich zahlreiche neue Ansätze zur Erforschung neurologischer und psychiatrischer Erkrankungen sowie des Verhaltens.

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Kerri Smith: Method man: Karl Deisseroth is leaving his mark on brain science one technique at a time, in: Nature, Vol 497, 30 May 2013, S. 550

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Karl Deisseroth CV (Stand 2004) bei der Stanford University (stanford.edu); abgerufen am 31. August 2012
  2. Karl Deisseroth: Optogenetics, in: Nature Methods, Band 8 (2011), S. 26–29
  3. Outcome Evaluation of the National Institutes of Health (NIH) Director’s Pioneer Award (NDPA), FY 2004–2005 (PDF, 3,2 MB) bei den National Institutes of Health (nih.gov); abgerufen am 31. August 2012
  4. IOM Class of 2010 beim Institute of Medicine (iom.edu); abgerufen am 31. August 2012
  5. Deisseroth wins four awards for seminal work on optogenetics bei der Stanford University (stanford.edu); abgerufen am 31. August 2012
  6. Zülch-Preis 2012 für die Begründer der Optogenetik beim Informationsdienst Wissenschaft (idw-online.de); abgerufen am 31. August 2012
  7. Richard Lounsbery Award bei der National Academy of Sciences (nasonline.org); abgerufen am 5. Januar 2013
  8. Karl Deisseroth bei der Grete Lundbeck European Brain Research Foundation (thebrainprize.org); abgerufen am 12. März 2013