Kerzers

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BW

Kerzers
Wappen von Kerzers
Basisdaten
Staat: Schweiz
Kanton: Freiburg
Bezirk: Seew
Gemeindenummer: 2265i1f3f4
Postleitzahl: 3210
UN/LOCODE: CH KEZ
Koordinaten: 581525 / 20281146.976117.195835450Koordinaten: 46° 58′ 34″ N, 7° 11′ 45″ O; CH1903: 581525 / 202811
Höhe: 450 m ü. M.
Fläche: 12.23 km²
Einwohner: 4598 (31. Dezember 2010)[1]
Website: www.kerzers.ch
Karte
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Kerzers (französisch Chiètres) ist eine politische Gemeinde im Seebezirk des Kantons Freiburg in der Westschweiz. Die Gemeinde liegt am Ostrand des Grossen Mooses, der grössten Gemüseanbaufläche der Schweiz.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Wirtschaft

Die Landwirtschaft gab lange Zeit der Bevölkerung Arbeit und Brot, heute hat es noch 48 Bauernbetriebe. Der grösste landwirtschaftliche Betrieb mit ca. 100 ha ist derjenige der SGG (Schweiz. Genossenschaft für Gemüsebau), ein grosser Teil der Produkte wird an die COOP Schweiz Genossenschaft verkauft. Das Gewerbe und die Industrie sind heute die grössten Arbeitgeber.

[Bearbeiten] Geschichte

Zur Zeit der Römer an der wichtigen Strasse von Aventicum (Avenches) nach Salodurum (Solothurn) gelegen trug der Ort den Namen «ad Carcerem», was unter anderem «Umzäunung», «Kerker» bedeutet. In alten Urkunden tauchen folgende Schreibweisen auf: Chartris Villa (926), Kercers (1153), Chiertri (1228), Kerzers (1276) und Chiertres (1285). Die frühburgundische Königin Bertha schenkte 961 dem Kloster Payerne die Kirche.

Am 9. Oktober 1392 vermachte Burri Schaffer von Kallnach dem Frauenkloster zu Kappelen ein Gut zu Kerzers unter der Bedingung einer jährlichen Feier zu Ehren seiner und seiner Vorfahren Jahrzeit. Besiegelt wurde die Urkunde von Otto von Bubenberg, Schultheiss zu Bern.[2]

Die Reformation, stark gefördert durch Bern, wurde 1530 angenommen. Während des Laupenkrieges, 1339, wurde Kerzers in Schutt und Asche gelegt. Bis zur Eroberung des Murtenbietes durch Berner und Freiburger, 1475, war Kerzers dem Grafen von Savoyen untertan. Als gemeine Herrschaft wurde das Murtenbiet von Freiburg und Bern regiert.

Als die Truppen Karl des Kühnen 1476 Murten belagerten, ging das Dorf in einer Feuersbrunst unter. Mit dem Einmarsch von Napoleon Bonaparte 1798 in die Schweiz endete die gemeine Herrschaft und im Jahr 1803, nach dem Ende der Helvetischen Republik, wurde Kerzers endgültig dem Kanton Freiburg zugeteilt.

[Bearbeiten] Entwicklung

Dank einer verkehrstechnischen und geographisch ausgezeichneten Lage verdankt Kerzers seine kontinuierliche wirtschaftliche und bevölkerungsmässige Entwicklung. Diese Entwicklung wurde maßgeblich durch folgende Ereignisse gefördert:

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

Papiliorama
Schienenkreuz Kerzers
Bahnhofsgebäude Kerzers
  • Gemüselehrpfad: Per Velo oder zu Fuss die Kulturlandschaft zwischen Kerzers, Ins und Siselen entdecken. Von Mai bis Oktober führt Sie ein beschilderter "Radweg" durch das Grosse Moos. Der Radweg ist zwischen 27 km und 38 km lang und Sie lernen dabei viel über das hier angepflanzte Gemüse.
  • Das einzige normalspurige Schienenkreuz schweizweit.[3] Hier kreuzen sich die Bahnlinien Lyss-Payerne und Bern-Neuenburg. Das Schienenkreuz befindet sich am südwestlichen Ende des Bahnhofs Kerzers. An der gleichen Stelle befindet sich ebenfalls das 1901 gebaute und in Betrieb genommene Museums-Stellwerk. Sein Aussenbereich ist öffentlich zugänglich.

[Bearbeiten] Sport

  • Kerzerslauf: Jedes Jahr im März treffen sich Läufer aus dem In- und Ausland. Die Laufstrecke von 15 km ist lang.

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

[Bearbeiten] Literatur

  • Dieter Knapke: Das Chorgericht von Kerzers. Ein Beitrag zur Geschichte des Dorfes. Kerzers 1984.

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Kerzers – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter
  2. Die Regesten der Archive der Schweizerischen Eidgenossenschaft, Bd. 1, Abschnitt S.41
  3. stellwerk-kerzers.ch: Schienenkreuz, Zugriff am 12. März 2010
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