Kerzers
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| Kerzers | |
|---|---|
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| Basisdaten | |
| Kanton: | Freiburg |
| Bezirk: | See/Lac |
| BFS-Nr.: | 2265 |
| PLZ: | 3210 |
| UN/LOCODE: | CH KEZ |
| Koordinaten: | (581525 / 202811)46.976117.195835450Koordinaten: 46° 58′ 34″ N, 7° 11′ 45″ O; CH1903: (581525 / 202811) |
| Höhe: | 450 m ü. M. |
| Fläche: | 12.23 km² |
| Einwohner: | 4416 (31. Dezember 2007)[1] |
| Website: | www.kerzers.ch |
| Karte | |
Kerzers (französisch Chiètres) ist eine politische Gemeinde im Seebezirk des Kantons Freiburg in der Westschweiz. Die Gemeinde liegt am Ostrand des Grossen Mooses, der grössten Gemüseanbaufläche der Schweiz.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Wirtschaft
Die Landwirtschaft gab lange Zeit der Bevölkerung Arbeit und Brot, heute hat es noch 48 Bauernbetriebe. Der grösste landwirtschaftliche Betrieb mit ca. 100 ha ist derjenige der SGG (Schweiz. Genossenschaft für Gemüsebau), ein grosser Teil der Produkte wird an die COOP Schweiz Genossenschaft verkauft. Das Gewerbe und die Industrie sind heute die grössten Arbeitgeber.
[Bearbeiten] Geschichte
Zur Zeit der Römer an der wichtigen Strasse von Aventicum (Avenches) nach Salodurum (Solothurn) gelegen trug der Ort den Namen "ad Carcerem", was unter anderem "Umzäunung", "Kerker" bedeutet. In alten Urkunden tauchen folgende Schreibweisen auf: Chartris Villa (926), Kercers (1153), Chiertri (1228), Kerzers (1276) und Chiertres (1285). Die frühburgundische Königin Bertha schenkte 961 dem Kloster Payerne die Kirche.
Die Reformation, stark gefördert durch Bern, wurde 1530 angenommen. Während des Laupenkrieges, 1339, wurde Kerzers in Schutt und Asche gelegt. Bis zur Eroberung des Murtenbietes durch Berner und Freiburger, 1475, war Kerzers dem Grafen von Savoyen untertan. Als gemeine Herrschaft wurde das Murtenbiet von Freiburg und Bern regiert.
Als die Truppen Karl des Kühnen 1476 Murten belagerten, ging das Dorf in einer Feuersbrunst unter. Mit dem Einmarsch von Napoléon Bonaparte 1789 in die Schweiz endete die gemeine Herrschaft und im Jahr 1803, nach dem Ende der Helvetischen Republik, wurde Kerzers endgültig dem Kanton Freiburg zugeteilt.
[Bearbeiten] Entwicklung
Dank einer verkehrstechnischen und geographisch ausgezeichneten Lage verdankt Kerzers seine kontinuierliche wirtschaftliche und bevölkerungsmässige Entwicklung. Diese Entwicklung wurde maßgeblich durch folgende Ereignisse gefördert:
- 1876 Bau der Eisenbahnlinie "Broyetallinie" von Palézieux nach Lyss.
- 1868-1888 Abschluss der ersten Juragewässerkorrektion und mit der damit verbundenen Melioration und Urbanisierung des Mooses wurde nach 1900 ein intensiver Gemüseanbau möglich.
- 1901 Bau der Eisenbahnlinie von Bern nach Neuchâtel.
- 1981 Anschluss an die Autobahn A1 (Bern - Lausanne).
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
- Papiliorama - Swiss Tropical Gardens: Das Dschungel-Erlebnis in der Region der 3-Seen. Die faszinierende Welt der Tropen mit über 50 Arten von Schmetterlingen, Vögeln und Flughunden. Einheimische Schmetterlinge können im Sommer im Schmetterlings-Garten bewundert werden. Entdecken Sie im Nocturama das Reich der nachtaktiven Tiere aus den Wäldern Süd- und Zentralamerikas.
- Gemüselehrpfad: Per Velo oder zu Fuss die Kulturlandschaft zwischen Kerzers, Ins und Siselen entdecken. Von Mai bis Oktober führt Sie ein beschilderter "Radweg" durch das Grosse Moos. Der Radweg ist zwischen 27 km und 38 km lang und Sie lernen dabei viel über das hier angepflanzte Gemüse.
- Das einzige normalspurige Schienenkreuz europaweit. Hier kreuzen sich die Bahnlinien Lyss-Payerne und Bern-Neuenburg. Das Schienenkreuz befindet sich am südwestlichen Ende des Bahnhofs Kerzers. An der gleichen Stelle befindet sich ebenfalls das 1901 gebaute und in Betrieb genommene Museums-Stellwerk. Sein Aussenbereich ist öffentlich zugänglich.
[Bearbeiten] Sport
- Kerzerslauf: Jedes Jahr im März treffen sich Läufer aus dem In- und Ausland. Die Laufstrecke von 15 km ist der erste Gradmesser der kommenden Saison, deshalb ist dieser Lauf bei Profis und Amateuren sehr beliebt.
- Gebrüder Laciga: Seit 1994 beherrschen Paul und Martin, die Schweizer Beachvolleyball-Szene. 1998 und 2000 Europameister, 1999 Vize-Weltmeister, 5. Platz an den Olympischen Spielen 2000 in Sydney, 7. Platz 2004 in Athen.
[Bearbeiten] Einzelnachweise
[Bearbeiten] Literatur
Dieter Knapke; Das Chorgericht von Kerzers. Ein Beitrag zur Geschichte des Dorfes. Kerzers 1984.
[Bearbeiten] Weblinks
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