Konstantin von Notz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Konstantin von Notz vor dem Bundestag in Berlin Oktober 2009

Konstantin von Notz (* 21. Januar 1971 in Mölln) ist ein deutscher Jurist und Politiker (Bündnis 90/Die Grünen). Er ist seit 2009 Mitglied des Deutschen Bundestags.

Biografie[Bearbeiten]

Konstantin von Notz wuchs in Hamburg und Frankfurt am Main auf, wo er 1981 bis 1991 die Freiherr-vom-Stein-Schule besuchte und dort 1991 sein Abitur ablegte. Von 1991 bis 1992 leistete er seinen Zivildienst in der Bahnhofsmission am Frankfurter Hauptbahnhof ab.

Er studierte 1993 bis 1998 Rechtswissenschaft an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und legte dort 1998 das erste Staatsexamen ab. 2001 bis 2004 war er Rechtsreferendar am Landgericht Lübeck und legte 2004 das zweite Staatsexamen ab. 2002 wurde er in Heidelberg mit einer Dissertation über Lebensführungspflichten im evangelischen Kirchenrecht zum Dr. jur. promoviert. Bis zu seinem Einzug in den Bundestag war er Rechtsanwalt in Mölln.

Er ist seit 2009 gewähltes Mitglied des Deutschen Bundestags. In der 17. Wahlperiode war er Mitglied des Bundestags-Innenausschusses und gehörte als Obmann der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen der Enquete-Kommission Internet und digitale Gesellschaft an. Er war stellvertretendes Mitglied im Rechtsausschuss und im Unterausschuss Neue Medien und vertrat die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen im Gremium nach § 23c Absatz 8 des Zollfahndungsdienstgesetzes und der IuK-Kommission, einer Unterkommission des Ältestenrates des Deutschen Bundestages. In der 18. Wahlperiode ist er erneut ordentliches Mitglied im Bundestags-Innenausschuss sowie Obmann im NSA-Untersuchungsausschuss sowie im Ausschuss "Digitale Agenda". Stellvertretendes Mitglied ist er im Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz sowie im Wahlausschuss.

Im Februar 2013 übernahm er im Rahmen des Programmes „Parlamentarier schützen Parlamentarier“ des Bundestagsausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe eine Patenschaft für den kubanischen Dissidenten Antonio Rodiles.[1]

Sein Bruder Börries ist ebenfalls Anwalt und war von 2008 bis 2013 geschäftsführender Direktor des Jüdischen Museums Berlin und ist seit Februar 2014 Vorstand der Stiftung Historische Museen Hamburg.[2]

Partei[Bearbeiten]

Seit 1995 gehört er der Partei Bündnis 90/Die Grünen zunächst in Heidelberg und seit 2004 im Kreisverband Herzogtum Lauenburg an. Er vertritt sie seit 2004 im Stadtrat von Mölln. Seit 2005 gehört Konstantin von Notz dem Parteirat Bündnis 90/Die Grünen in Schleswig-Holstein an. 2009 wurde er in den 17. Deutschen Bundestag gewählt. 2013 zog er erneut über den zweiten Platz der schleswig-holsteinischen Landesliste in den Deutschen Bundestag ein. Konstantin von Notz war in der 17. Wahlperiode innen- und netzpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen. In der 18. Wahlperiode wurde er zum stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden und Koordinator des Arbeitskreises 3 (Bürgerrechte und Demokratie, Rechts- und Gesellschaftspolitik) sowie erneut zum netzpolitischen Sprecher seiner Fraktion gewählt. Notz ist der Obmann seiner Partei im NSA-Untersuchungsausschuss.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Einsatz für einen inhaftierten kubanischen Blogger. In: Webseite des Bundestags vom 13. August 2013, abgerufen am 5. November 2013
  2. Börries von Notz wird neuer Vorstand der Stiftung Historische Museen Hamburg

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Konstantin von Notz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien