Kreosot

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Wikipedia:Redaktion Chemie/ausgeblendete Strukturformel

Allgemeines
Name Kreosot
Summenformel nicht angebbar da Stoffgemisch
CAS-Nummer 8021-39-4
Kurzbeschreibung

farblose bis schwach gelbliche Flüssigkeit mit charakteristischem Geruch[1]

Eigenschaften
Molare Masse nicht angebbar da Stoffgemisch
Dichte

1,09 g·cm−3[2]

Siedepunkt

200−220 °C[2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
05 – Ätzend 06 – Giftig oder sehr giftig 08 – Gesundheitsgefährdend

Gefahr

H- und P-Sätze H: 301​‐​311​‐​314​‐​331​‐​335​‐​341Vorlage:H-Sätze/Wartung/mehr als 5 Sätze​‐​373​‐​412
P: 261​‐​273​‐​280​‐​301+310​‐​305+351+338​‐​310Vorlage:P-Sätze/Wartung/mehr als 5 Sätze [2]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [3][2]
Giftig
Giftig
(T)
R- und S-Sätze R: 23/24/25​‐​34​‐​37​‐​48/20/21/22​‐​52/53​‐​68Vorlage:R-Sätze/Wartung/mehr als 5 Sätze
S: 26​‐​36/37/39​‐​45​‐​61
Toxikologische Daten

300 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)[1]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche nicht möglich

Kreosot ist eine Mischung aus Guajacol und Kresolen, die durch die Destillation von Kohlenteer gewonnen wird. Es wird als Holzschutzmittel eingesetzt.[4] Da einige der Stoffe krebserzeugend sind, ist die Abgabe von Kreosot und damit behandelten Holzes seit dem 30. Juni 2003 für private Anwendung verboten (Richtlinie der EU-Kommission). Allerdings darf Kreosot im Rahmen industrieller Verfahren, z. B. zur Behandlung von Bahnschwellen und Telefonmasten, Baumstützen für die Landwirtschaft und Rebpfählen, eingesetzt werden. Nach einem Beschluss zur Änderung der Richtlinie vom Juli 2011 wird ab 2013 jedoch auch die industrielle Verwendung mit strengeren Auflagen versehen. Sie wird dann nur noch möglich sein, wenn eine Ausnahmegenehmigung erteilt wird. Die Mitgliedsstaaten dürfen Kreosot genehmigen, wenn keine mindestens ebenso geeignete Alternative zur Verfügung steht.[5]

Der Geruch des Mittels gab dem Kreosotbusch seinen Namen.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Datenblatt Kreosot (PDF; 127 kB) bei Burmester Pharma, abgerufen am 27. März 2013.
  2. a b c d e Datenblatt Creosote from beechwood tar, bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 25. Juni 2013 (PDF).
  3. Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Gemischen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  4. Otto-Albrecht Neumüller (Herausgeber): Römpps Chemie Lexikon, Frank'sche Verlagshandlung, Stuttgart, 1983, 8. Auflage, S. 2235, ISBN 3-440-04513-7.
  5. Verschärfte Auflagen für krebserregendes Holzschutzmittel Kreosot Europa vor Ort, 27. Juli 2011.