Anthracen
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| Strukturformel | |||||||||
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| Allgemeines | |||||||||
| Name | Anthracen | ||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | C14H10 | ||||||||
| CAS-Nummer | 120-12-7 | ||||||||
| PubChem | 8418 | ||||||||
| Kurzbeschreibung | farblose Kristalle | ||||||||
| Eigenschaften | |||||||||
| Molare Masse | 178,24 g/mol | ||||||||
| Aggregatzustand |
fest |
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| Dichte |
1,252 g/cm³ [1] |
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| Schmelzpunkt |
217 °C [2] |
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| Siedepunkt |
340 °C [2] |
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| Dampfdruck |
0,13 Pa (69,1 °C) [2] |
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| Löslichkeit |
gut in siedendem Benzol, wenig in Ethanol und Ether, unlöslich in Wasser |
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| Sicherheitshinweise | |||||||||
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| Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. | |||||||||
Anthracen (griech. anthrax: Kohle, auch Paranaphthalin oder veraltet Anthrazen) ist ein farbloser kristalliner Feststoff, der leicht sublimiert. Es ist ein polycyclischer aromatischer Kohlenwasserstoff mit der Summenformel C14H10.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Historische Informationen
Anthracen wurde 1832 zum ersten Mal von Auguste Laurent und Jean Dumas aus dem Teer isoliert. Laurent stellte auch 1836 durch Oxidation des Anthracens Anthrachinon und Phthalsäure zum ersten Mal her.
[Bearbeiten] Eigenschaften
Anthracen kristallisiert in farblosen bis gelblichen Blättchen, die violett fluoreszieren[3] und leicht sublimieren. Sie schmelzen bei 216,3 °C und sieden bei 340 °C. Anthracen ist in Wasser nahezu unlöslich (etwa 0,1 mg/l bei 25 °C), wenig löslich in Ethanol (15 g/l) und Ether, und gut löslich in siedendem Benzol. Anthracen riecht nur sehr schwach aromatisch, ist nahezu geruchlos. Da im Anthracen nur ein Sechsring ein π-Elektronensextett enthält, ist es ziemlich reaktiv, reaktiver als das Isomer Phenanthren, das im Gegensatz zum Anthracen zwei Ringe mit einem π-Elektronensextett aufweist. Vor allem die Positionen 9 und 10 stellen hier ideale Angriffspunkte z. B. für Oxidationen dar, durch welche Anthracen beispielsweise in Anthrachinon umgewandelt werden kann. Anthracen dimerisiert durch UV-Licht-Einfluss; das Dimer zerfällt aber schon durch Wärmeeinwirkung wieder.
Der Flammpunkt liegt bei 121 °C, die Zündtemperatur bei 538 °C. Ab einem Luftvolumenanteil von 0,6 % bildet es explosive Gemische. Anthracen ist wassergefährdend (WGK 2).[2]
[Bearbeiten] Herstellung
Anthracen wird industriell aus Steinkohlenteer gewonnen. Die synthetische Herstellung erfolgt durch Pyrolyse von 2-Methylbenzophenon oder durch Friedel-Crafts-Alkylierung von 2-Brombenzylbromid. Alternativ kann es auch durch Reduktion von Anthrachinon hergestellt werden, welches wiederum durch Diels-Alder-Reaktion von p-Benzochinon mit 1,3-Butadien oder durch Friedel-Crafts-Acylierung von Benzol mit Phthalsäureanhydrid in Gegenwart von Aluminiumchlorid zugänglich ist. Letztere war die ursprüngliche Synthese, die 1883 von Richard Anschütz erfunden wurde. Die am häufigsten verwendeten Reduktionsmittel für Anthrachinon sind:
- Zink im alkalischen Milieu,
- amalgamiertes Aluminium in sekundären Alkoholen,
- Zinn(II)-chlorid und HCl in Essigsäure
- Natriumborhydrid
[Bearbeiten] Verwendung, Vorkommen in der Natur
Anthracen kommt im Steinkohlenteer vor, hierher kommt auch sein Name. Anthracen wird fast ausschließlich zu Anthrachinon weiterverarbeitet, welches den Ausgangspunkt für die Anthrachinonfarbstoffe darstellt und somit die Grundlage für die Alizarin- und Indanthrenfarbstoffe ist. Eine weitere Verwendung findet das Anthracen als Basisstoff für die Herstellung von Schädlingsbekämpfungsmitteln und Gerbstoffen.
[Bearbeiten] Quellen
- ↑ Wolfgang Gerhartz (Hrsg.): Ullmann's Encyclopedia of Industrial Chemistry, Vol. A 2, VCH, 4. Aufl., Weinheim, 1985, ISBN 3-527-20102-5
- ↑ a b c d e Eintrag zu CAS-Nr. 120-12-7 in der GESTIS-Stoffdatenbank des BGIA, abgerufen am 18. April 2009 (JavaScript erforderlich)
- ↑ Römpp CD 2006, Georg Thieme Verlag 2006

