Ladinien

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Die fünf Täler Ladiniens (ladinische Beschriftung)

Der Name Ladinien (ladinisch und italienisch: Ladinia) bezeichnet ein geographisches Gebiet in den Dolomiten in Norditalien.

Der Begriff wurde wahrscheinlich im 19. Jahrhundert als Bezeichnung für das ladinischsprachige Gadertal geprägt. Später kam es zu einer deutlichen Erweiterung des Bedeutungsumfangs, der neben dem Gadertal nun weitere ladinische Kerngebiete rund um den Sella-Stock einschließt: Gröden in Südtirol, das Fassatal im Trentino sowie Buchenstein und oft zusätzlich noch Cortina d’Ampezzo in der Provinz Belluno (Venetien). Der Name „Ladinien“ ist inzwischen in der touristischen und teilweise auch wissenschaftlichen Literatur etabliert.[1]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Adolf Leidlmair: Ladinien: Land und Leute in geographischer Sicht. In: Ladinia. IX, 1985, S. 5–17.
  •  Gunther Langes: Ladinien – Kernland der Dolomiten: ein Streifzug durch Gröden, Gadertal, Buchenstein, Fassa und Ampezzo (= Südtiroler Landeskunde in Einzelbänden. 6). Athesia, Bozen 1970.
  •  Südtiroler Kulturinstitut (Hrsg.): Ladinien: Land und Volk der Dolomiten (= Jahrbuch des Südtiroler Kulturinstitutes. 3/4). Bozen 1963/1964.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Johannes Kramer: Die Sprachbezeichnungen Latinus und Romanus im Lateinischen und Romanischen (= Studienreihe Romania. 12). Erich Schmidt, Berlin 1998, ISBN 978-3503049066, S. 113.