Langenlebarn

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Langenlebarn (Zählbezirk)
Langenlebarn (Österreich)
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Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Tulln (TU), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Tulln
Pol. Gemeinde Tulln an der Donauf0
Koordinaten(K) 48° 19′ 56″ N, 16° 6′ 28″ O48.33222222222216.107777777778175Koordinaten: 48° 19′ 56″ N, 16° 6′ 28″ O
Höhe 175 m ü. A.
Einwohner d. stat. Einh. 1964 (2001)
Gebäudestand 1435 (2001)
Postleitzahl 3425 Langenlebarnf0
Vorwahl +43/02272f1
Statistische Kennzeichnung
Zählsprengel/ -bezirk Langenlebarn (32135 01)
ehemalige Marktgemeinde
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS;
(K) Koordinate nicht amtlich
f0

Langenlebarn ist ein Ort im Tullnerfeld an der Donau in Niederösterreich. Er besteht aus zwei Dörfern, Oberaigen und Unteraigen, die jeweils Ortschaften und Katastralgemeinden der Stadtgemeinde Tulln an der Donau im Bezirk Tulln sind.

Geographie[Bearbeiten]

Vorlage:Infobox Gemeindeteil in Österreich/Wartung/Nebenboxf1f0f1

Langenlebarn-Oberaigen (Dorf)
Ortschaft
Katastralgemeinde Langenlebarn-Oberaigen
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Tulln (TU), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Tulln
Pol. Gemeinde Tulln an der Donau
Koordinaten 48° 19′ 51″ N, 16° 6′ 28″ O48.33083333333316.107777777778175
Höhe 175 m ü. A.
Einwohner d. Ortsch. 1298 (2001)
Gebäudestand 792 (2001)
Fläche d. KG 7,34 km²
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 06293
Katastralgemeindenummer 20147
Zählsprengel/ -bezirk Langenlebarn-Oberaigen (32135 010(1))
(1) ein Gebäude in 011 Langenlebarn-Unteraigen, im OVZ 2001 als X 010,011

Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS

Vorlage:Infobox Gemeindeteil in Österreich/Wartung/Nebenboxf1f0f1

Langenlebarn-Unteraigen (Dorf)
Ortschaft
Katastralgemeinde Langenlebarn-Unteraigen
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Tulln (TU), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Tulln
Pol. Gemeinde Tulln an der Donau
Koordinaten 48° 19′ 56″ N, 16° 7′ 25″ O48.33222222222216.123611111111175
Höhe 175 m ü. A.
Einwohner d. Ortsch. 666 (2001)
Gebäudestand 643 (2001)
Fläche d. KG 6,78 km²
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 06294
Katastralgemeindenummer 20148
Zählsprengel/ -bezirk Langenlebarn-Unteraigen (32135 011(1))
(1) ein Gebäude in 010 Langenlebarn-Oberaigen, im OVZ 2001 als X 010,011

Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS

Die beiden Dörfer liegen direkt am Donau-Südufer (Flusskilometer 1960), Oberaigen im Westen, Unteraigen im Osten, etwa fünf Kilometer östlich vom Ortszentrum Tulln. Langenlebarn umfasst um die 1.500 Gebäude mit etwa 2.000 Einwohnern, davon bei den Einwohnern etwa zwei Drittel in Oberaigen. Das geringe Verhältnis Wohnstellen zu Bewohnern liegt an den umfangreichen Zweitwohnsitzsiedlungen in den Donauauen:
In Langenlebarn-Oberaigen liegt die Wochenendsiedlung Erholungsgebiet Rafelswörth (flussaufwärts !548.3313895516.090278548.33138888888916.090277777778175), zur Ortschaft Langenlebarn-Unteraigen gehören das Erholungsgebiet Sandfeld (flussabwärts, !548.3338895516.129444548.33388888888916.129444444444175)[1] und die Kaserne Fliegerhorst Brumowski im Süden.
Zu beiden Katastralgemeinden bzw. Ortschaften gehören auch Gebiete nördlich der Donau, hier liegt die Gemeindeau (!548.3366675516.105833548.33666666666716.105833333333175),[2] die sich bis an die Schmida erstreckt.

Die Donauauen sind hier flussauf- und abwärts das Europaschutzgebiet Tullnerfelder Donau-Auen (FFH).

Nachbarortschaften
Zaina (Gem. Hausleiten, Bez. Korneuburg) Schmida (Gem. Hausleiten, Bez. Korneuburg)
Tulln a.d.D. Nachbargemeinden Muckendorf a.d.D. (Gem. Muckendorf- Wipfing)
Nitzing Königstetten (Gem. Königstetten)

Geschichte[Bearbeiten]

Bei Langenlebarn finden sich Grabhügel der Hallstattkultur (Anfang 1. Jtsd. v. Chr.), sie sind eingeebnet, es wurden aber reich ausgestatteten Brandbestattungen gefunden (Doppelkegelhalsgefäß, Doppelstierkopfgefäß).[3] Diese wurden als östliche Grenzmarken der Passauer Besitzungen 836 erwähnt.[4]
Langenlebarn selbst ist 1120 als Levarin (‚Hügel‘) urkundlich ersterwähnt.[4]

Das auch Gebiete nördlich der Donau zum Gebiet gehören, liegt daran, dass die alte Bezirks- und damit Gemeindegrenze ein Altarm der Donau ist, der heute den Mündungslauf der Schmida darstellt.

Langenlebarn wurde 1928 zur Marktgemeinde erhoben, wurde aber 1972 nach Tulln eingemeindet.[4]

Seit 2002 gibt es die Südumfahrung Tulln, die auch für Langenlebarn eine enorme Entlastung von Durchzugsverkehr brachte.

46°56°-4a Langenlebarn Aufnahmeblatt der 3. Landesaufnahme um 1872
(Altarm nördlich Gemeinde-Au gut erkennbar)

Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Durch Langenlebarn verläuft die B 14 Tullner Straße, und die Franz-Josefs-Bahn hat einen Bahnhof Langenlebarn (48.327516.121388888889175)

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Pfarrkirche hl. Helena.[7] Barock (1671–76) mit Hochaltar (um 1700)

Literatur[Bearbeiten]

  • H. Engelbrechtsmüller: Geschichte der Marktgemeinde Langenlebarn. 1928.
  •  Marceline Martischnig, Markus Hofbauer, Stadtgemeinde Tulln, Verband für Landes-, Regional- und Gemeindeentwicklung (Hrsg.): Leitbildbericht Langenlebarn. Leitbildbericht zur Dorferneuerung Langenlebarn. Tulln Juni 2007 (pdf, tulln.at, abgerufen am 2010).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Erholungsgebietsordnung der Stadt Tulln für die Sandfeldsiedlung in Langenlebarn (pdf, tulln.at; 15 kB).
  2. Die Tullner Au-Siedlung, tulln-in-der-au1.jimdo.com
  3. Eintrag zu Langenlebarn in: Austria-Forum, dem österreichischen Wissensnetz – online (in AEIOU Österreich-Lexikon)
  4. a b c  Leitbildbericht Langenlebarn. 2007, 4.3 Geschichte und 5 Meilensteine der Vergangenheit, S. 8 f, 11 ff.
  5. BFS Langenlebarn www.flugtechnik.at
  6. FF Langenlebarn
  7. Pfarre Langenlebarn, Diözese St. Pölten - Pfarren