Lili (Film)

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Filmdaten
Deutscher Titel: Lili
Originaltitel: Lili
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 1952
Länge: 81 Minuten
Originalsprache: Englisch
Altersfreigabe: FSK 12
Stab
Regie: Charles Walters
Drehbuch: Helen Deutsch
Produktion: Edwin H. Knopf
Musik: Bronislau Kaper
Kamera: Robert Planck
Schnitt: Ferris Webster
Besetzung

Lili ist ein US-amerikanischer Liebesfilm des Regisseurs Charles Walters aus dem Jahr 1952. Er basiert auf der Erzählung „Lili and the Seven Dolls“ von Paul Gallico. In Deutschland startete der Film am 18. Dezember 1953.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Handlung

Die junge Waise Lili kommt in ein französisches Küstenstädtchen, um eine Arbeitsstelle in einer Bäckerei anzutreten. Doch der Bäckermeister, der ein Freund ihres Vaters war, ist überraschend verstorben. Lili hat keine Perspektive und keinen Job. Sie lernt den Inhaber eines Modegeschäfts kennen. Doch es kommt mit dem Mann zu einem Streit, weil er unseriöse Absichten hat. Lili trifft auf einen attraktiven Zauberkünstler, der in der Stadt eine Vorstellung auf einer Kirmes gibt. Lili nimmt auf der Kirmes eine Stellung als Kellnerin an, um bei dem Zauberer bleiben zu können. Aber als sie anstatt zu arbeiten die Zaubervorstellung besucht, wird sie gefeuert. Der Zauberer hilft ihr auch nicht. Er sagt ihr im Gegenteil, sie solle dahingehen, woher sie komme.

Hoffnungslos und mit gebrochenem Herzen beschließt Lili sich umzubringen. Der Puppenspieler der Kirmes verhindert dies, indem er sie in ein Gespräch verwickelt. Er spricht aber nicht selber, sondern lässt seine Puppen mit Lili sprechen. Eine Gruppe von Arbeitern kommt vorbei und sind belustigt zu sehen, wie Lili mit den Puppen spricht, die anscheinend gar nicht merkt, dass die Puppen von einem Menschen gelenkt werden. Nach dem Gespräch bietet der Puppenspieler ihr eine Stelle in seiner Vorstellung an.

Der Puppenspieler ist ein verbitterter Mann. Eine Beinverletzung aus dem Krieg zerstörte seine Tänzerkarriere. Er verliebt sich in Lili und zeigt seine Gefühle durch seine Puppen. Aber Lili bemerkt das nicht und versucht wieder mit dem Zauberer zusammenzukommen. Eines Abends kommt der betrunkene Puppenspieler zu dem Wohnwagen zurück, den er sich mit Lili und seinem Assistenten teilt. Er stößt mit seinem verletzten Bein an die Wand. Lili kümmert sich um ihn und erntet einen verliebten Blick, was sie besorgt. Der Puppenspieler versucht herauszubekommen, was sich Lili wünscht, doch die starrt nur auf ein Plakat für die Zaubervorstellung. Der Puppenspieler ist enttäuscht und hoffnungslos.

Lili findet heraus, dass der Zauberer nur mit ihr gespielt hat und mit seiner Assistentin verheiratet ist. Sie bittet ihre Puppenfreunde um Hilfe, die ihr sagen, sie solle den Zauberer vergessen. Lili hat die Puppen immer als real angesehen, die ihr viel geholfen haben und die sie anscheinend lieb haben. Sie versucht die Puppen zu umarmen und entdeckt dabei den Puppenspieler. Verärgert gesteht Lili sich ein, dass sie immer vergessen habe, dass ein Mensch hinter den Puppen stecke. Der Puppenspieler erzählt ihr, dass in jeder Puppe ein Stück Seele von ihm stecke.

Lili verlässt die Kirmes. Sie stellt sich vor, sie würde mit jeder Puppe tanzen, die nun menschengroß sind. Jede der Puppen verwandelt sich in den Puppenspieler und verblasst dann in ihrer Vorstellung. Lili realisiert, dass ihre Freundschaft zu den Puppen ihre Freundschaft zu dem Puppenspieler widerspiegelt. Als die letzte Puppe in ihrer Vorstellung zum Puppenspieler wird, hält sie ihn fest. Die beiden gehen die Straße Hand in Hand entlang. Als Lili wieder in der Realität zurück ist, rennt sie zur Kirmes zurück. Der Puppenspieler erwartet sie mit offenen Armen und küsst sie zärtlich.

[Bearbeiten] Kritiken

  • Die New York Times führte 2004 den Film auf ihrer Liste Guide to the Best 1.000 Movies Ever Made.
  • Das Internetportal „neuevisionen.de“ spricht von „Eine zauberhafte Romanze von der Reinheit des Herzens, deren zurückhaltend eingesetzte Filmmusik dem gefühlvollen Werk eine besondere Note verleiht.“[1]

[Bearbeiten] Hintergrund

  • Filmanzeigen für diesen Film in der New York Herald Tribune vom 10. März 1953 zeigen die ersten bekannten Emoticons (Smileys). In der besagten Ausgabe der Zeitung auf Seite 20, Spalten 4 bis 6 findet sich folgender Text: „Today You'll laugh :-) You'll cry :-( You'll love <3 Lili“. Erst 10 Jahre später kreierte Harvey Ball das weltbekannte gelbe „Smiley-Face“.
  • Art Director Cedric Gibbons, auch für diesen Film für den Oscar nominiert, gewann in seiner Karriere 11 Oscars, sein Kollege Paul Groesse drei.
  • Ebenfalls mehrfach oscarprämiert ist der Ausstatter Edwin B. Willis, auch er ist für diesen Film nominiert. Er konnte acht Statuen gewinnen, sein Kollege Arthur Krams eine.
  • Der Tonmeister Douglas Shearer bekam in seiner Karriere sieben Oscars. Für diesen Film war er nicht nominiert. Auch der Spezialeffekte-Fachmann Warren Newcombe war nicht nominiert. Er konnte den Oscar in seiner Karriere drei Mal mit nach Hause nehmen.

[Bearbeiten] Auszeichnungen

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. http://www.neuevisionen.de/index.php?http://www.neuevisionen.de/einzelfilm.php?id=164
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