Łódź

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Dieser Artikel behandelt die Stadt Łódź; zu dem gleichnamigen Dorf bei Posen siehe Łódź (Stęszew).
Łódź
Wappen von Łódź
Łódź (Polen)
Łódź
Łódź
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Łódź
Landkreis: Kreisfreie Stadt
Fläche: 293,00 km²
Geographische Lage: 51° 45′ N, 19° 28′ O51.7519.466666666667Koordinaten: 51° 45′ 0″ N, 19° 28′ 0″ O
Höhe: 162–278 m n.p.m
Einwohner: 708.554
(30. Jun. 2014)[1]
Postleitzahl: 90-001 bis 94-201
Telefonvorwahl: (+48) 42
Kfz-Kennzeichen: EL
Wirtschaft und Verkehr
Straße: E 67 TallinnPrag
E 75 HelsinkiAthen
Schienenweg: WarschauKrakau
Nächster int. Flughafen: Łódź-Lublinek
Gemeinde
Gemeindeart: Stadtgemeinde
Fläche: 293,00 km²
Einwohner: 708.554
(30. Jun. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 2418 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 1061011
Verwaltung (Stand: 2014)
Stadtpräsident: Hanna Zdanowska
Adresse: ul. Piotrkowska 104
90-926 Łódź
Webpräsenz: www.uml.lodz.pl

Łódź (Zum Anhören bitte klicken! ['wut͡ɕ]a a) (deutsch Lodz, 1939–1940 Lodsch) ist die drittgrößte Stadt Polens und gleichzeitig die Hauptstadt der gleichnamigen Woiwodschaft. Sie liegt im Zentrum des Landes – rund 120 Kilometer südwestlich der Landeshauptstadt Warschau – und bildet den polnischen Schwerpunkt im Bereich der Textilindustrie, der Unterhaltungs- und Elektronikbranche. Die Stadt ist Sitz einer Universität und einer Filmhochschule.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Die Stadt liegt auf einer Höhe von 162 m (beim Nertal) und steigt von Südwesten nach Nordosten leicht an. Der höchste Punkt liegt auf 278 m n.p.m. beim ehemaligen Dorf Stare Moskule.

Durch Łódź fließen 18 Flüsse und Bäche: Ner, Łódka und ihr Zufluss Bałutka, Dobrzynka, Gadka, Jasień und ihr Zufluss Karolewka, Olechówka und ihr Zufluss Augustówka, Jasieniec, Bzura, Łagiewniczanka, Sokołówka und ihr Zufluss Brzoza, Aniołówka, Wrząca Woda, Zimna Woda und Miazga. Die Gewässer sind alle nicht groß und fließen im Stadtzentrum im Allgemeinen unterirdisch durch Kanalsysteme. Insgesamt sind 1,29 km² der Stadtfläche von Wasserflächen bedeckt.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Łódź besteht aus fünf Stadtteilen; Bałuty (mit acht Stadtvierteln), Górna (mit acht Stadtvierteln), Polesie (mit acht Stadtvierteln), Śródmieście (mit zwei Stadtvierteln) und Widzew (mit zehn Stadtvierteln). Die 36 Stadtviertel sind die kleinsten Verwaltungseinheiten; jedes wird durch einen Rat des Stadtviertels (rada osiedla) und einen Vorstand des Stadtviertels (zarząd osiedla) vertreten (Wahl alle drei Jahre). Die Aufsicht über die Repräsentanten der Stadtviertel haben Stadtparlament und Stadtpräsident.

Stadtteile und höchster und niedrigster Punkt von Łódź
Stadtteil Fläche[2] Bevölkerung (2006)[3]
km2  %
Bałuty 78,9 26,8 216.977
Górna 71,9 24,4 177.298
Polesie 46,0 15,6 146.631
Śródmieście 6,8 2,3 77.217
Widzew 90,8 30,9 138.543
Summe 294,4 100,0 756.666

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

An die Stadt grenzen die Städte und Gemeinden: Aleksandrów Łódzki, Konstantynów Łódzki, Andrespol, Nowosolna, Brójce, Pabianice, Ksawerów, Rzgów, Stryków und Zgierz.

Klima[Bearbeiten]

Łódź liegt in der gemäßigten Klimazone, in der Übergangszone vom durch den Atlantischen Ozean beeinflussten maritimen Klima zum Kontinentalklima. Die kältesten Monate sind der Januar und Februar mit durchschnittlichen Temperaturen von −3 °C bis −12 °C, der wärmste Monat ist im Allgemeinen der Juli mit durchschnittlichen Temperaturen von 17,5 °C bis 21 °C.[4] Die durchschnittliche Jahrestemperatur lag zwischen 1970 und 2000 bei 8,0 °C, zwischen 2001 und 2005 bei 8,5 °C.[5] Die jährliche Niederschlagsmenge liegt zwischen 550 und 600 mm.[5]

Geschichte[Bearbeiten]

Mittelalter und frühe Neuzeit[Bearbeiten]

Seinen Ursprung hatte Łódź als kleine Siedlung an einem Fluss namens Łódka. Dieser Fluss verläuft heute unterhalb der Stadt. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort 1332 als Łodzia. 1423 wurde durch Władysław II. Jagiełło das Stadtrecht nach Magdeburger Recht verliehen. Im 17. Jahrhundert erlebte die Entwicklung des Ortes eine gewisse Stagnation, die durch einen Brand 1661 und den Ausbruch der Pest noch weiter verstärkt wurde. Mit dem Bau der katholischen St.-Joseph-Kirche 1665 erhielt die Stadt ihren ersten Sakralbau.

Teilungszeit bis Ende des Ersten Weltkriegs[Bearbeiten]

Mit der zweiten Teilung Polens 1793 wurde die Stadt Teil Preußens. Um 1800 lebten nur 190 Menschen hier. Nach dem Frieden von Tilsit 1807 wurde der Ort Teil des Herzogtums Warschau und 1815 in Kongresspolen integriert, sodass die Stadt dem russischen Zaren unterstand. Dies und die nachfolgenden Veränderungen legten für Łódź den Grundstein für seinen wirtschaftlichen Aufschwung.

Im Süden des Ortes wurden Baugebiete angelegt. Dort siedelten 1823 die ersten deutschen Tuchmacher, die zumeist im Westen Deutschlands sowie in Sachsen, Böhmen und Schlesien angeworben wurden und später auch aus der preußischen Provinz Posen stammten. Die deutschen Weber, Spinner und Färber, die bald die Bevölkerungsmehrheit bildeten, übten zu Beginn ihr Handwerk traditionell in Heimarbeit aus.[6]

Fabrik von Poznański

Im Zuge der Industrialisierung wurde Łódź der wichtigste Standort der Textilindustrie in Kongresspolen. Die Stadt galt allgemein als Manchester Polens. Die Einwohnerzahl stieg von unter 1000 auf mehrere Hunderttausend. Die erste Textilfabrik wurde durch Christian Friedrich Wendisch 1826 fertiggestellt. Die Tuchmacherinnung wurde 1825 als erste Innung der Stadt gegründet. Durch den Novemberaufstand 1830/31 wurde der Aufschwung Łódźs gebremst. Nach den Kämpfen ging der Aufschwung allerdings weiter und so errichtete Louis Geyer (auch Ludwik Geyer) 1836 eine Textilfabrik, die sogenannte Weiße Fabrik.

1848 wurde Juden erstmals erlaubt, sich in der neu errichteten Fabrikstadt niederzulassen. 1854 nahm Carl Scheibler seine erste Maschinenfabrik in Betrieb und ein Jahr später errichtete er eine moderne Spinnerei hier. Bei einem Weberaufstand am 20. April 1861 wurden einige Fabriken beschädigt. 1865 erhielt die Stadt den wirtschaftlich wichtigen Anschluss an das Schienennetz. Die Freiwillige Feuerwehr Łódź bildete sich im Jahr 1876. Mit dem Bau der ersten Synagoge in Łódź wurde 1882 begonnen. Zwei Jahre später wurde die russisch-orthodoxe Alexander-Newski-Kathedrale eingeweiht.

1892 kam es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen der Einwohner mit dem russischen Militär, wobei am 23. Juni 164 Menschen starben. Der heute größte jüdische Friedhof Europas wurde im selben Jahr auf einer von Izrael Poznański gestifteten Fläche angelegt. 1897 lebten 314.000 Menschen in Łódź, 40 % davon waren Deutsche.[7] 1899 eröffnete hier Polens erstes Kino, das Iluzjon. 1904 gab es 546 Fabriken in der Stadt, die 70.000 Arbeiter beschäftigten, vor allem in der Textilindustrie.

Weit verbreitet war das Arbeiterelend in Łódź. Die Kinder- und Säuglingssterblichkeit lag zeitweise bei 70 %, unter anderem weil es in der Stadt lange keine Kanalisation gab. Um 1900 waren immer noch 80 % der Łódźer Analphabeten.[6]

Während des Ersten Weltkrieges versuchten die Deutschen, die Stadt einzunehmen. In der Schlacht um Łódź siegte zwar Russland, musste die Stadt am 6. Dezember 1914 aber trotzdem den Deutschen überlassen. Dies bedeutete für die Stadt einen schweren wirtschaftlichen Schlag. Zum einen brach der wichtige russische Markt weg, zum anderen demontierten die Besatzer große Teile der Fabriken ohne Rücksicht auf die überwiegend deutschen Besitzer.

Zwischenkriegszeit[Bearbeiten]

Nach Ende des Weltkrieges 1918 gehörte Łódź zum wieder hergestellten Polen. Nun begann der mühevolle Wiederaufbau der Industrie. 1931 waren ca. 9 % der Łódźer deutschsprachig. Das Verhältnis von Juden und Deutschen war durch die sprachliche Nähe begünstigt. 1930 gab es sogar einen Deutsch-Jüdischen Wahlblock. Nichtsdestotrotz war der Antisemitismus in Łódź unter Deutschen wie Polen weit verbreitet.[6]

Modell der Bebauung des Stadtzentrums, Aufnahme von 1941

Zweiter Weltkrieg[Bearbeiten]

Der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges traf die Stadt auf ihrem wirtschaftlichen Nachkriegshoch. Am 9. September 1939 marschierte die Wehrmacht kampflos ein. Nach dem Polenfeldzug im September 1939 entstand im Verband des Deutschen Reiches der neue Reichsgau Posen, später Wartheland. In diesen wurde am 9. November 1939 das Industriegebiet um Łódź eingegliedert. Die Stadt selbst bildete einen deutschen Stadtkreis im Regierungsbezirk Kalisch. Von den Deutschen der Stadt bislang stets Lodz geschrieben, hieß sie nach dem Anschluss der Region an das Deutsche Reich zunächst offiziell Lodsch.

Der deutsche Regierungspräsident in Kalisch verlegte seinen Sitz zum 1. April 1940 nach Lodsch. Gleichzeitig traten umfangreiche Eingemeindungen in Kraft. Die Stadt Ruda Pabianicka und die umliegenden Landgemeinden Brus (deutsch: Bruss), Chojny und Radogoszcz (deutsch: Radegast), die bereits seit dem 1. Januar 1940 vorläufig unter die Verwaltung des Oberbürgermeisters in Lodsch gestellt waren, wurden nunmehr auch formell nach Lodsch eingegliedert.

Am 8. Februar 1940 wurde das Ghetto Łódź, eines der größten im „Dritten Reich“, errichtet. Die dort eingesperrten Juden mussten Zwangsarbeit leisten und wurden später zum größten Teil deportiert und in Konzentrationslagern ermordet. Nur etwa 900 Menschen wurden beim Einmarsch der Roten Armee noch lebend gefunden. Neben dem Ghetto bestand ab 1942 auch ein Jugendkonzentrationslager, in dem Kinder schon ab einem Alter von zwei Jahren eingesperrt waren. Mindestens 500 Kinder starben hier.

Am 11. April 1940 wurde Łódź von den deutschen Besatzungsbehörden zu Ehren des deutschen Generals und NSDAP-Mitglieds Karl Litzmann (1850–1936), dessen 3. Garde-Infanterie-Division in der Kesselschlacht bei Łódź im ersten Winter des Ersten Weltkriegs siegreich gekämpft hatte, in Litzmannstadt umbenannt.[8] Zum 15. Februar 1941 änderte sich auch die Bezeichnung des Regierungsbezirkes Kalisch in Litzmannstadt.

Nachkriegszeit und Volksrepublik Polen[Bearbeiten]

Am 19. Januar 1945 erreichten sowjetische Truppen die Stadt. Da die Wirtschaftsstruktur der Stadt vergleichsweise intakt geblieben, Warschau aber zerstört war, wurde Łódź zu einer der wichtigsten Städte im Polen der Nachkriegszeit. Bis 1948 fungierte es auch als Regierungssitz; eine vorübergehend erwogene dauerhafte Verlegung der Hauptstadt hierher wurde zugunsten des Wiederaufbaus von Warschau aufgegeben.

1945/1946 fanden viele Streiks statt, die Arbeiter fühlten sich verraten. Dass Juden in Leitungsfunktionen überproportional vertreten waren, verstärkte den vorhandenen Antisemitismus enorm. Dies wurde von den Juden als Pogromatmosphäre empfunden und veranlasste viele von ihnen zur Auswanderung[9] (siehe auch: Geschichte der Juden in Polen).

1948 wurde die später berühmte Filmhochschule Łódź gegründet, die Absolventen wie Roman Polański und Andrzej Wajda hervorbrachte. Jan Moll nahm im Krankenhaus der Stadt 1969 die erste Herztransplantation Polens vor.

Die offizielle Propaganda der Polnischen Vereinigten Arbeiterpartei (PVAP) pries Łódź als Musterstadt der Arbeiterbewegung. In Wirklichkeit waren die Arbeitsbedingungen namentlich in den Textilfabriken miserabel, die Maschinen wurden kaum modernisiert, und es kam immer wieder zu schweren Arbeitsunfällen. Als Wajda 1974 seinen unter den Textilbaronen des 19. Jahrhunderts spielenden Film Das gelobte Land drehte, mussten keine aufwändigen Kulissen hergestellt werden: Einige der Maschinen von damals waren noch in Betrieb. Immer wieder kam es zu Arbeitsniederlegungen in den Textilfabriken. Ein Streik im Februar 1971 zwang die neue PVAP-Führung unter Edward Gierek zu Zugeständnissen; es war der erste erfolgreiche Streik in der Geschichte der Volksrepublik Polen.[10]

Gegenwart[Bearbeiten]

Wandmalerei an der Piotrkowska-Straße
Die bekannte Piotrkowska-Straße

Łódź erlebte in den ersten zehn Jahren nach 1989 einen wirtschaftlichen Abstieg. Es herrschte hohe Arbeitslosigkeit, und manche der einstigen Prachtbauten waren dem Verfall überlassen. Eine Verwaltungsreform verkleinerte 1999 die Anzahl der Woiwodschaften auf 16 und vergrößerte die Woiwodschaft Łódź auf 18.219 km². 2002 eröffnete mit der Galeria Łódzka ein modernes Einkaufszentrum unweit des bisherigen Central. Jüngst wandelte sich die Stadt deutlich: Fabrikgebäude wurden zu Veranstaltungsorten, Museen und Einkaufszentren umfunktioniert, und jährlich findet die Parada Wolności (vergleichbar der Love Parade) auf der Piotrkowska-Straße statt, dem längsten Boulevard Europas. Hier soll es laut offiziellen Angaben auch die höchste Dichte an Bars und Klubs in Europa geben, die sich oft in kleinen Hinterhöfen versteckt halten. Ebenso versuchen die Stadtverwaltung und viele kleine Organisationen, das besondere Flair der einst multikulturellen Stadt wieder zu beleben. Um an das einst friedliche Zusammenleben von Juden, Russen, Polen und Deutschen zu erinnern, findet jedes Jahr das Festival der vier Kulturen statt. Die ehemalige Poznański-Textilfabrik wurde 2006 als „Manufaktura“ eröffnet, größtes Einkaufs- und Erlebniszentrum Polens. Die alten Fabrikhallen wurden aufwendig restauriert und um einen neuen Gebäudetrakt erweitert.

Namensherkunft[Bearbeiten]

Łódź bedeutet „Boot“. Die Herkunft des Namens ist umstritten. Die Annahme, der Name der Stadt komme von dem kleinen Fluss Łódka („[kleines] Boot“), ist nicht gesichert. Möglicherweise leitet sich der Name auch von dem slawischen Vornamen Włodzisław oder vom altpolnischen Begriff Łozina für Weidenbaum her.

Wappen[Bearbeiten]

Siegel von 1577

Das Wappen zeigt ein goldfarbenes Holzboot mit einem Ruder auf rotem Grund. Aus heraldischer Sicht ist es ein redendes Wappen, da es den Stadtnamen bildlich wiedergibt; wobei die zugrundeliegende Deutung – wie bei anderen sprechenden Wappen auch – nicht mit der eigentlichen Namensherkunft übereinzustimmen braucht. Die erste nachgewiesene Darstellung eines Bootes im Wappen ist auf einem Stadtsiegel von 1535 bewahrt. Dieses dürfte bereits seit Mitte des 15. Jahrhunderts in Gebrauch gewesen sein. Das Wappen wurde fast unverändert bis 1817 weitergeführt.

Später gab es zahlreiche Abwandlungen, unter anderem um das Wappen dem sowjetischen Muster anzupassen. Von den zahlreichen Vorschlägen, die für die Stadt bedeutsame Textilindustrie im Wappen zu berücksichtigen, wurde keiner realisiert.

Das heutige Wappen wurde am 5. Juni 1936 eingeführt. Unterbrochen wurde die Nutzung nur während der deutschen Besatzung: 1941 bis 1945 zeigte das Wappen ein goldenes Hakenkreuz auf dunkelblauem Grund.[11]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

1790 lebten in Łódź 190 Menschen. Fünfzig Jahre später waren es 20.150 und etwa weitere fünfzig Jahre später, 1894, waren es 168.513. Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges hatte die Stadt 672.000 Einwohner, 1945 nach dem Ende des Krieges noch 302.000.[12] Die größte Bevölkerungszahl wurde 1990 mit 852.000 Einwohnern erreicht.[13]

Am 31. Dezember 2004 hatte die Stadt 774.000 Einwohner. Davon waren 421.000 Frauen und 353.000 Männer. Die Bevölkerung nimmt jährlich um 0,58 % ab; durch Zuwanderung wird die Verringerung der Einwohnerzahl auf 0,15 % abgeschwächt. Im Jahr 2007 lag die Bevölkerungszahl bei 753.200 und im Jahr 2008 bei 747.200.[14]

Politik[Bearbeiten]

Die Stadt bildet einen Stadtkreis. Die Exekutive wird von einem Bürgermeister (Prezydent Miasta), seit 2002 Jerzy Kropiwnicki, gebildet, welcher von vier Vizepräsidenten unterstützt wird. Die Legislative liegt beim Rat der Stadt (Rada Miasta), welcher 2002 bis 2006 aus 43 Mitgliedern bestand. Kommunalwahlen finden alle vier Jahre statt, das letzte Mal 2010. In einem Referendum am 17. Januar 2010 wurde Jerzy Kropiwnicki als Stadtpräsident vorzeitig abberufen.[15] Seit Dezember 2010 ist Hanna Zdanowska Präsidentin der Stadt.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Łódź unterhält Städtepartnerschaften mit:[16]

Weiterhin unterhält die Stadt seit 2010 freundschaftliche Beziehungen zu Los Angeles[17] (USA).

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Łódź hat eine vielfältige Kulturlandschaft. Neben den verschiedenen Theatern, Kinos, Museen, Galerien ist die Filmhochschule einer der wichtigsten Einflussfaktoren des kulturellen Lebens der Stadt.

Filmindustrie[Bearbeiten]

In der Stadt werden die meisten Filme Polens produziert, weshalb sie gelegentlich HollyŁódź genannt wird. Die Spielfilmproduktionsfirma von Łódź, die inzwischen Insolvenz angemeldet hat, produzierte in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts die meisten Spielfilme Polens. Die Bildungsfilmproduktionsfirma produziert Dokumentar- und Schulfilme. Der Film Usłyszcie mój krzyk, der dort von Maciej Drygas produziert wurde, erhielt 1991 den Europäischen Filmpreis für den Dokumentarfilm des Jahres. Das Studio Se-ma-for ist für Animationsfilme bekannt und produziert unter anderem die Kinderserien Miś Uszatek, Colargol, Zaczarowany ołówek und Kot Filemon. Zwei Produktionen gewannen bisher einen Oscar: Zbigniew Rybczyńskis Kurzfilm Tango 1982 und 2008 die britisch/polnische Koproduktion Peter und der Wolf.[18]

Theater[Bearbeiten]

Der Dąbrowski-Platz mit dem Großen Theater im Hintergrund

Łódź hat eine vielfältige Theaterlandschaft mit über 20 Bühnen.

Das Teatr Wielki (Großes Theater) hat Platz für 1.300 Zuschauer und ist eines der größten Theater Europas. Seit der Eröffnung am 19. Januar 1967 fanden hier etwa 240 Premieren statt, zahlreiche davon Uraufführungen. Berühmte Sänger wie Victoria de los Angeles, Fedora Barbieri, Andrea Bocelli und Nicolai Gedda, Dirigenten wie Henryk Czyż, Antoni Wicherek und Wojciech Michniewski waren Gäste des Hauses. Auch international bekannte Regisseure wie Adam Hanuszkiewicz und Maciej Prus wirkten im Teatr Wielki in Łódź.[19]

Museen[Bearbeiten]

Das Museum für Kinematografie am Plac Zwycięstwa 1 befindet sich in einem ehemaligen Palast von Scheibler. Im Museum befinden sich verschiedene historische Fotoapparate, unterschiedliche historische Bildbetrachtungs- und -vorführapparate und Filmposter vor allem von polnischen Filmen, zum Teil aus den 1920er und 1930er Jahren. Das Museum eröffnete 1986.

Der Sitz des Zentralen Textilmuseums

Das Zentrale Textilmuseum (Centralne Muzeum Włókiennictwa) befindet sich in der Piotrkowska 282, in der sogenannten Weißen Fabrik von Ludwik Geyer. Es enthält alle Aspekte der Textilproduktion bis zu den Produkten. Die Ausstellungsfläche umfasst etwa 5.000 m². Das Museum ist in mehrere Abteilungen unterteilt: für Wandteppiche, industrielle Textilien, Volkstextilien, Mode, Technik, Ausstellungsorganisation, Bücherei und Archiv und den Bildungsbereich. Letzterer hat die Aufgabe, vor allem Kindern und Jugendlichen die Entwicklung der Textilindustrie insbesondere in Łódź näherzubringen. Die Anfänge des Museums liegen im Jahr 1952, als Krystyna Kondratiukowa eine Sammlung im Kunstmuseum begann. Auf Grund der schnell anwachsenden Größe wurde es 1960 als eigenständiges „Museum der Textilgeschichte“ und 1975 als Zentrales Textilmuseum mit Kondratiukowa als Direktorin geführt.[20]

Das Museum für Archäologie und Ethnografie befindet sich am Plac Wolności 14 und verfügt über etwa 218.000 Exponate. Die Sammlung begann bereits mit der Wiedererlangung der Unabhängigkeit Polens 1918, allerdings zu diesem Zeitpunkt noch unter dem Dach eines allumfassenden Stadtmuseums. Nach ständiger Erweiterung der Sammlung wurde am 1. Januar 1931 das Museum für Ethnografie gegründet; erster Direktor wurde Jan Manugiewicz. 1932 bis 1934 gab das Museum die Wiadomości Ludoznawcze (Volkskundliche Nachrichten) heraus. Auch vergrößerten Exponate aus Afrika, Asien sowie Südamerika die Sammlung, welche bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges 1.460 Teile umfasste; weiterhin gab es durch die Sammlung in unterschiedlichen Städten 9.600 weitere Exponate. Nach Ende des Krieges waren die Exponate zum Teil im Museum für Ethnografie und zum anderen im Prähistorischen Museum untergebracht. Am 1. Januar 1956 wurden dann beide Sammlungen in einem Museum zusammengeführt.[21]

Das Historische Museum im Palast von Izrael Poznański

Das Historische Museum der Stadt befindet sich in der Ogrodowa-Straße 15, dem ehemaligen Palast der Poznańskis. Es zeigt die Geschichte der Stadt in verschiedenen Dauerausstellungen, welche durch weitere befristete Ausstellungen ergänzt werden. Dauerausstellungen zeigen unter anderem das Zusammenleben der drei Kulturkreise Juden, Polen und Deutsche, das Leben Izrael Poznańskis und das Schaffen der Künstler der Stadt. Das Museum für Sport und Touristik ist eine Zweigstelle des Historischen Museums und befindet sich in der Ks.-Skorupka-Str. 21. Das Museum wurde 1982 eröffnet und enthält Sammlungen von olympischen Medaillen, Abzeichen und Pokalen. Die Dauerausstellung des Museums ist die Geschichte des Sports und des Tourismus in Łódź.[22]

Das Kunstmuseum Muzeum Sztuki w Łodzi befindet sich an der Ulica Więckowskiego 36. Es beinhaltet Sammlungen moderner Kunst, polnischer Kunst vom 17. bis 19. Jahrhundert und Handarbeiten. Die moderne Kunst stellt dabei den wichtigsten und wertvollsten Teil dar, welcher bereits seit 1929 gesammelt wurde und heute aus über 10.000 Exponaten besteht. Die erste öffentliche Ausstellung fand am 15. Februar 1931 statt und bestand damals aus 111 Kunstwerken.

Die Residenz Księży Młyn (Pfaffenmühle) befindet sich in der Przędzalniana-Straße 72, dem ehemaligen Palast Edward Herbsts, und gehört zum Kunstmuseum. Das Museum besteht aus dem Wohnhaus, einem Wintergarten und kleineren Gebäuden, in welchen das Leben der ehemaligen Fabrikbesitzer gezeigt wird. Zu sehen sind unter anderem Ball-, Speise- und Gästeraum, das Ankleide- sowie das Jagdzimmer. Das Gebäude wurde 1875 im Stil der Neorenaissance errichtet. Das Kunstmuseum erhielt 1976 das Gelände, es konnte allerdings erst 1990 nach Renovierung als Museum eröffnet werden. Im selben Jahr wurde die Residenz durch die Europa-Nostra-Vereinigung für Kulturgüter ausgezeichnet.[23]

Das Museum der Unabhängigkeitstradition (Muzeum Tradycji Niepodległościowych) liegt in der Gdańska-Str. 13 sowie in der Zgierska-Str. 147, widmet sich dem Widerstandskampf der Polen und besitzt etwa 45.000 Exponate. Als Dauerausstellung wird die Geschichte des politischen Gefängnisses Łodzinskaja Tiurma, welches 1885 eröffnet und 1954 geschlossen wurde, beleuchtet. Die zweite Dauerausstellung zeigt den Widerstandskampf der Polen während des Zweiten Weltkrieges. Weitere befristete Ausstellungen beleuchten bestimmte Zeitepochen genauer. Eröffnet wurde das Museum 1958.[24]

Das Museum für künstlerische Bücher (Muzeum Książki Artystycznej) befindet sich in der Tymieniecki-Str. 24. Im Museum gibt es eine Dauerausstellung von Büchern der Correspondance des Arts Künstler. Diese Künstler veröffentlichten 1980 die ersten Bücher und eröffneten am 1. Oktober 1993 dann das Museum in der Villa von Henryk Grohmann. Errichtet wurde die Villa 1892 nach Plänen von Majewski im Stil der Renaissance. Gegenwärtig ist das Museum auf Grund mangelnder Unterstützung durch die Stadt und entsprechender finanzieller Probleme von der Schließung bedroht.[25]

Musik[Bearbeiten]

Gebäude der Philharmonie

Der Gesamtpolnische Violinenwettbewerb Irena Dubiska wurde 2003 erstmals durchgeführt. Gründer des Wettbewerbs war Przemysław Kulikiewicz. Musik wird von Klassik bis zur Gegenwart gespielt. Der Wettbewerb fand 2003 und 2004 statt.

Das Akademische Kulturzentrum (Akademicki Ośrodek Kultury) organisiert Jazzkonzerte, sowohl von professionellen Musikern als auch von Studenten.

Das Kulturzentrum der Jugend (Centrum Kultury Młodych) bietet die Möglichkeit, das Spielen auf Instrumenten zu erlernen. Zugleich wird auch viel Wert auf eine umfassende Musikausbildung gelegt, also sowohl auf historische Kenntnisse als auch auf die Diktion beim Gesang.

Das Kulturzentrum „Karolew“ konzentriert sich besonders auf die Musikausbildung von Kindern zwischen 6 und 15 Jahren.

Die Artur-Rubinstein-Philharmonie (Filharmonia Łódzka im. Artura Rubinsteina) wurde bereits 1915 gegründet und erhielt 1984 ihren heutigen Namen. Seit dem 10. Dezember 2004 befindet sich die Philharmonie in einem modernen Gebäude in der Narutowicz-Straße. Seit 1969 verfügt die Philharmonie neben ihrem Orchester über einen 60 Mann starken Chor. Das Orchester und der Chor traten schon in fast allen europäischen Ländern, den USA und dem Fernen Osten auf und sind auch öfter für die Produktionen der Filmhochschule Łódź aktiv.

Bauwerke[Bearbeiten]

Piotrkowska mit den Namen von Einwohnern
  • Auf der Piotrkowska-Straße kann man, wie auf dem Walk of Fame in Hollywood, Sterne der berühmten Absolventen der Filmhochschule finden. Die Straße ist 4900 m lang und wird vom Platz Wolności und dem Platz Niepodległości begrenzt. Ein Teil der Straße ist für den allgemeinen Straßenverkehr gesperrt, wodurch neben Fußgängern zahlreiche Fahrradrikschas den Verkehr in der Straße bestimmen. Neben verschiedenen Geschäften finden sich hier Restaurants und Kneipen. Der Honorarkonsul der Bundesrepublik Deutschland befindet sich in der Piotrkowska 111. Ursprünglich war die Straße die Verbindung von Piotrków Trybunalski Richtung Zgierz und wurde 1823 als Straße für den geplanten Industriestadtteil angelegt. In der Folgezeit entstanden entlang der Straße verschiedene Wohnhäuser und Fabriken. Noch heute sind beispielsweise die Weiße Fabrik, verschiedene Bankhäuser und unter anderem die Villen von Heinzel, Schweikert und Scheibler zu sehen.
  • Der Palast von Maksymilian Goldfeder befindet sich in der Piotrkowska 77, ist Sitz des studentischen Kulturzentrums und beherbergt einen Irish Pub. Das Gebäude wurde 1889 bis 1892 vom Stadtarchitekten Hilary Majewski im Neorenaissancestil errichtet.
  • Das Bankgebäude in der Piotrkowska 74 stammt aus dem 19. Jahrhundert. Das Gebäude des Architekten Hilary Majewski wurde im Auftrag von Richard und Gustav Geyer errichtet und wurde später der Sitz der Aktiengesellschaft L. Geyer.
  • Das Wohnhaus von Carl Scheibler wurde 1882 nach Plänen von Hilary Majewski errichtet.
  • Der Palast von Robert Biedermann in der Kiliński-Straße 2 wurde 1878 errichtet.
  • Das Grand Hotel befindet sich in der Mitte der Piotrkowska-Straße und wurde wie auch das Wohnhaus Scheiblers von Majewski entworfen. Zuvor befand sich an dieser Stelle die Textilfabrik von Ludwig Meyer. 1911 wurden umfangreiche Umbauten vorgenommen. In den 1930er Jahren wurde der Garten, welcher sich hinter dem Gebäude befand, geschlossen.
  • Der Palast von Maurycy Poznański in der Więckowski-Straße 36 wurde 1896 im Stil der Neorenaissance errichtet.
  • Der neobarocke Palast von Izrael Poznański von 1898 befindet sich in der Ogrodowa-Straße. Heute befindet sich das Historische Museum der Stadt dort. 2005 wurde begonnen, das anschließende Fabrikgelände zu renovieren.
  • Der Palast von Karol Poznański wurde 1904 errichtet. Der Palast in der Gdańska 32 ist wie der von Maurycy ein Bauwerk der Neorenaissance.
  • Der Sitz der Stadtverwaltung im ehemaligen Heinzel-Palais wurde 1882 errichtet. Den Bau leitete Otto Gehlig, der nach Plänen von Majewski arbeitete. Auf dem Dach des Gebäudes befindet sich eine Figur, welche Freiheit, Handel und Industrie symbolisiert.
Jüdischer Friedhof in Łódź
  • Die hölzerne Kirche in Łagiewniki wurde 1675 errichtet, kurz nachdem eine Seuche in dem damals noch selbständigen Dorf gewütet hatte. Nach einer Sage beteten die Einwohner den heiligen Antonius an. Nach einem Traum, in welchem dem Eigentümer des Dorfes der Heilige erschienen war, ließ dieser eine Kapelle errichten und die Seuche wurde gebannt. Einige Jahre später wurde an der Stelle eine größere Kirche errichtet und die Kapelle etwas weiter entfernt wieder aufgebaut.
  • Der Jüdische Friedhof zählt mit seinen etwa 0,4 km² zu den größten der Welt und ist der größte jüdische Friedhof Europas. Er wurde 1882 eröffnet, nachdem Izrael Poznański die Fläche erworben und dafür zur Verfügung gestellt hatte. Heute befinden sich dort 160.000 bis 180.000 erhaltene Grabmale, wobei das Poznański-Mausoleum das größte ist. Auf einem Teil des Friedhofs sind etwa 43.000 Opfer des Ghettos Litzmannstadt beerdigt.
  • Der Evangelische Friedhof befindet sich im Bereich der Srebrzyńska- und der Ogrodowa-Straße. Seit seiner Einweihung 1855 wurden Persönlichkeiten der Stadt wie Ludwik Geyer, Ludwig Grohmann und Carl Wilhelm Scheibler dort beigesetzt
  • Das Hotelgebäude des 2009 eröffneten Andel Hotels, das sich im Areal des Manufaktura-Komplexes, einer zum Shopping-, Kultur- und Unterhaltungskomplex umgestalteten ehemaligen Textilfabrik befindet, wurde mit einem Sonderpreis bei den 2010 MIPIM Awards in Cannes ausgezeichnet.

Sakralbauten[Bearbeiten]

Die orthodoxe Alexander-Newski-Kathedrale in Łódź, 2008
  • Die Basilika St. Stanisław Kostka wurde 1922 mit der Bildung der Diözese Łódź zur Kathedrale und ist eine der schönsten Kirchen der Stadt.
  • Die Kirche St. Matthäus (św. Mateusz) ist eine evangelische Kirche, welche 1909 bis 1928 errichtet wurde. Sie ist einer der größten Sakralbauten der Stadt und beinhaltet die größte Orgel Polens. Die Kuppel der Kirche hat einen Durchmesser von 17 m.
  • Die Kirche St. Alexander Newski ist eine orthodoxe Kirche, die 1884 für die russische Bevölkerung von Łódź gebaut wurde. Heute ist sie die Kathedrale der polnisch-orthodoxen Diözese Łódź-Posen. Sie befindet sich unweit des Fabryczna-Bahnhofs in der Kiliński-Straße.
  • Die heute noch besuchte Synagoge befindet sich in der Rewolucja-1905-Straße 28.
  • Die römisch-katholische Heilig-Geist-Kirche, früher die evangelische St.-Trinitatis-Kirche, wurde 1828 errichtet und befindet sich in der Piotrkowska 2/4. 1889 erfolgte ein Umbau nach einem Entwurf von Otto Gehlig. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die bis dahin evangelische Kirche in die römisch-katholische Heilig-Geist-Kirche umgewandelt.

Parks[Bearbeiten]

Karte der Parks in Łódź
Hauptartikel: Parks in Łódź

Die Stadt verfügt über 23,78 km² Waldfläche. Die ältesten Parks sind der Piłsudski-, der Poniatowski-, der Źródliska-, der Mickiewicz-Park sowie der Park des 3. Mai. Der jüngste ist der Park Ocalałych, welcher 2004 zum 60. Jahrestag der Auflösung des Ghettos Litzmannstadt eingeweiht wurde.

  • Der Zoo verfügt über eine Fläche von 16,4 Hektar. Unter anderem finden sich hier Wisente, Kängurus, Antilopen, Elefanten, sowie Fische und viele mehr. Gegründet wurde er 1938 und besaß damals eine Fläche von 8,9 Hektar. 1950 erfolgte die Erweiterung des Geländes auf 16,4 Hektar.
  • Der Botanische Garten im Stadtteil Polesie erstreckt sich über eine Fläche von 0,64 km², auf welcher etwa 3500 Pflanzen zu finden sind. Ursprünglich legte Professor Jan Muszyński einen Garten von 1,3 Hektar für Heilkräuter an; dieser dehnte sich dann auf etwa sechs Hektar aus. Später wurde der Garten erweitert und am 20. Juli 1973 in seiner heutigen Größe Besuchern zugänglich gemacht.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

In Łódź gibt es eine Vielzahl von regelmäßigen Veranstaltungen für Theater-, Film- und Musikliebhaber. Regelmäßige Veranstaltungen sind unter anderen:

  • Das Internationale Filmkunstfestival Camerimage fand von 1993 bis 1999 in Toruń und ab 2000 bis 2009 in Łódź statt. Es ist das weltweit größte Treffen der Kameramänner. Es gibt Filmvorführungen und Seminare und es werden Preise vergeben.
  • Das Internationale Festival der Fotografie Fotofestiwal Łódź findet seit 2002 statt. Hier können sich Photographen und Interessierte über die neusten Entwicklungen in der Fotografie informieren. Es gibt zahlreiche Ausstellungen und Vorführungen, Treffen und Seminare rund um Fotos.
  • Das Festival des Dialoges der vier Kulturen belebt die kulturelle Verständigung in der Stadt, welche in der Vergangenheit der Stadt ein wichtiger Baustein des Aufbaus war. Die vier Kulturen, die die Stadt aufbauten, sind Deutsche, Polen, Juden und Russen. Das Programm des Festivals ist reichhaltig; es gibt Veranstaltungen von Pop, Folk, Jazz, Oper, Klassik, Theater und Filme.[26]
  • Das Internationale Festival der Naturfilme „Włodzimierz Puchalski“ ist ein Filmfestival rund um Naturfilme. Projekte, Konzerte, wissenschaftliche Diskussionen, Ökologieseminare und Ausstellungen bilden das Programm.[27]
  • Das Entdecker-Festival ist ein Festival für Kletterer, Extremsportler und Reisende der ganzen Welt. Es findet seit 1999 statt.
  • Das Theaterfestival Łódzkie Spotkania Teatralne ist ein Festival des alternativen Theaters. Es findet seit 1964 jährlich statt und ist damit das älteste der Stadt.
  • Das Internationale Comicfestival findet seit 1991 statt und ist das größte seiner Art in Mittel- und Osteuropa.

Sport[Bearbeiten]

233 Sportvereine, in denen man etwa 60 Sportarten betreiben kann, sind in Łódź aktiv. Am bekanntesten sind die Fußballklubs Łódzki Klub Sportowy und Widzew Łódź, welche beide in der ersten Liga spielen. Auch der Leichtathletikverein Rudzki KS Łódź und der Verein Społem Łódź, bei welchem Radsport und Bogenschießen betrieben werden kann, sind sehr bekannt. Letzterer gehört zu den wichtigsten Radsportvereinen Polens. Der Jugendsportklub Trójka ist im Jugendsport sehr erfolgreich und seine Mitglieder konnten schon vielfältige Medaillen in nationalen Wettbewerben erringen.

Siehe auch: Widzew-Stadion und Atlas Arena

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

1997 wurde in der Woiwodschaft Łódź eine Sonderwirtschaftszone (Łódzka Specjalna Strefa Ekonomiczna) mit einer Gesamtfläche von 383,45 ha[28] eingerichtet, zu welcher auch neun Bereiche im Süden der Stadt Łódź mit 96,01 ha gehören.[29] Investoren erhalten bis 2017 spezielle Konditionen für ihre Investments und können Subventionen erhalten.[30] Das flächenmäßig größte Gebiet ist dabei der Komplex Nowy Józefów-Srebna mit 41,87 ha. In dem Gebiet befindet sich der Flughafen und unter anderem ist Gillette Poland International hier angesiedelt.[31] Zweitgrößter Bereich ist der Komplex Centrum mit 13,1 Hektar[32] im Zentrum der Stadt.

Die Stadt Łódź wurde durch Standard & Poor's am 28. Oktober 2005 bewertet. Dabei wurde für die Vergabe von langfristigen Fremdwährungsanleihen die Note BBB- (investitionswürdig) vergeben. Die Prognose für die wirtschaftliche Entwicklung wurde von stabil auf positiv angehoben. Am 28. August 2006 erfolgte ein erneutes Rating, dabei wurde die Note auf BBB angehoben mit der Prognose stabil.[33]

Im 1. Quartal 2005 gab es 275.900[34] arbeitende Menschen, Am 31. Dezember 2009 waren es 224.300.[35] Arbeitslos gemeldet waren im 1. Quartel 2005 59.100 Menschen,[34] 2010 22.500[35]. Das durchschnittliche Bruttogehalt in Unternehmen lag 2004 bei 2132 Złoty (PLN), das war 27 % unter dem Durchschnitt anderer polnischer Großstädte, in der verarbeitenden Industrie lag es sogar 40 % darunter.[34] Ende 2009 war das Bruttogehalt auf 3.002 Złoty gestiegen und lag immer noch unter dem anderer Großstädte.[35]

Haupterzeugnisse der Stadt Łódź sind Keramikfliesen (70 % der polnischen Produktion), Strumpfwirkereiprodukte (65 %), Braunkohle (60 %), Bauglas (50 %), Baupappe (45 %), Baumwollgewebe (40 %), elektrische Energie (20 %) und Textilprodukte (16 %). Durch das reiche Braunkohlevorkommen konnte sich die Stromerzeugung gut entwickeln.[36]

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Geplantes Straßennetz in Łódź

Die Wirtschaft Łódźs ist auf Grund der Vergangenheit vor allem auf die Textilindustrie ausgelegt. Zu den größten Unternehmen in diesem Zweig gehören Lenora, Wólczanka, WI-MA und das Instytut Włókiennictwa. Die Belchatow AG erzeugt über 20 % der polnischen elektrischen Energie. Zu den großen Investoren in der Stadt gehören Konzerne wie The Gillette Company, die BSH Bosch und Siemens Hausgeräte, Philips, Indesit, Rossmann, Dell, ABB und andere. Viele der Unternehmen haben sich in der Sonderwirtschaftszone Łódź angesiedelt.

Messewirtschaft[Bearbeiten]

Wichtigste Wirtschaftsmesse ist die Messe des Baugewerbes INTERBUD. Zu nennen sind ferner die INTERTELECOM, eine internationale Telekommunikationsmesse, die INTERFLOWER Messe für Landschaftsarchitektur, Gartenbau und Blumenzucht, die INTERFLAT, eine internationale Messe für Innenausstattung und Bauindustrie sowie die Zentraleuropäische Dentalmesse CEDE.[36]

Verkehr[Bearbeiten]

Die Stadt verfügt über einen internationalen Flughafen, den Flughafen Łódź-Lublinek, welcher sich sechs Kilometer vom Stadtzentrum entfernt befindet.

Łódź befindet sich abseits der polnischen Eisenbahnhauptstrecken. Die beiden wichtigsten Bahnhöfe waren der Kopfbahnhof Łódź Fabryczna und der Durchgangsbahnhof Łódź Kaliska. Vom Bahnhof Łódź Fabryczna fuhren Züge in Richtung Warschau. Er wurde im Oktober 2011 geschlossen und wird seitdem zu einem unterirdischen Durchgangsbahnhof ausgebaut. Während der Umbauzeit enden die meisten Züge außerhalb der Innenstadt im Bahnhof Łódź Widzew. Die Tunnelstrecke beginnt in der Nähe des Bahnhofs Łódź Widzew und trifft dann zwischen Łódź Zabieniec und Łódź Kaliska wieder auf die bestehende oberirdische Eisenbahnstrecke. Die Bauarbeiten dauern voraussichtlich bis 2014. Vom Durchgangsbahnhof Bahnhof Łódź Kaliska fahren Züge in Nord-Süd-Richtung über Kutno nach Bydgoszcz und Posen sowie über Częstochowa nach Katowice und Krakau und Richtung Westen über Kalisz nach Breslau. Weiterhin gibt es im Südwesten der Stadt einen modernen Güterbahnhof. Der Bahnhof hat eine Lagerkapazität von 53.000 m² und es können täglich etwa 2000 Waggons abgefertigt werden.[37]

Bahnhof Łódź-Fabryczna

Im Personenverkehr gibt es Planungen, eine zentrale Hochgeschwindigkeitsstrecke von Warschau über Łódź zu bauen, die sich westlich von Łódź gabeln und nach Posen und Breslau führen soll (Projekt Y). Mit dieser hätte Łódź, als drittgrößte Stadt Polens mit zentraler Lage, auch eine zentrale Position im Eisenbahnnetz.

Die Stadt hat direkten Anschluss an die Europastraßen E30 von Berlin nach Moskau, E67 von Tallinn nach Prag und E75 von Vardø nach Athen. Nördlich der Stadt liegt der Autobahnknoten Łódź-Północ, der die Nord-Süd-Autobahn A1 von Danzig über Katowice nach Tschechien mit der Ost-West-Verbindung Autobahn A2 von Frankfurt (Oder) über Warschau nach Minsk verbinden wird. Zusätzlich soll Łódź in den nächsten Jahren von einem Autobahnring umschlossen werden, damit der Fernverkehr außerhalb des Stadtgebiets bleibt.

Täglich erreichen viele im internationalen Linienverkehr fahrende Busse die Stadt. Diese halten im Allgemeinen am Busbahnhof Dworzec Centralny (Zentralbahnhof) direkt vor dem Bahnhof Fabryczna. Ein zweiter Busbahnhof ist der Dworzec Autobusowy Północny (Busbahnhof Nord).

Die Stadt verfügt über 22 Straßenbahnlinien (1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9A, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15A, 15, 16A, 16, 41, 43, 46) und 66 ebenfalls von MPK (Miejskie Przedsiębiorstwo Komunikacyjne Łódź) betriebene Buslinien. Die Linien 9, 16, 41, 43 und 46 sind Überlandstraßenbahnen. Des Weiteren gibt es kostenlose Buslinien, die von Einkaufszentren finanziert werden. Die Straßenbahnen sind teilweise moderne Cityrunner und PESA 122N-Niederflurstraßenbahnen, aber auch alte Modelle wie die Konstal 805Na (Konstal 105Na) sind im Einsatz.

Das Straßen- und Schienennetz bedeckt insgesamt 11,8 % der Stadtfläche, was 34,44 km² entspricht.[38] Eine der längsten Straße in Łódź, die Piotrkowska, ist eine Fußgängerzone und die größte Einkaufsstraße der Stadt. Sie darf nur von Taxis und Lieferfahrzeugen befahren werden. Für Fußgänger gibt es die Möglichkeit, Fahrradrikschas zu benutzen.

Medien[Bearbeiten]

Fernsehen[Bearbeiten]

  • Der öffentlich-rechtliche Fernsehsender „TVP“ hat ein Regionalstudio in der Stadt, wo das regionale Programm „TVP Łódź“, welches auf TVP Info im Regionalfenster ausgestrahlt wird, für die Woiwodschaft zusammengestellt wird. Ein weiteres Regionalstudio hat der Privatsender „TVN“, allerdings ohne einen eigenen Regionalsender zu betreiben. Der in Łódź ansässige Kabelnetzbetreiber „Toya“ betreibt ein eigenes Fernsehprogramm, welches über sein Kabelnetz erreichbar ist.

Radio[Bearbeiten]

  • „Radio Łódź“ ist ein Sender für die Stadt und die Woiwodschaft Łódź. Der Sender hat ein Regionalstudio in Kutno und in Piotrków Trybunalski. Bereits 1930 sendete der erste Radiosender aus der Stadt auf Mittelwelle. Ein Jahr später wurde das bisher gesamtpolnische Programm um lokale Inhalte erweitert, allerdings wurde es erst zwei Jahre später offiziell genehmigt. 1937 zog der Sender in die ul. Narutowicza 130, wo er bis heute sitzt. Sein Programm ist über 99,2 MHz oder über das Internet zu empfangen.
  • „Radio Pogoda“ ist ein regionaler Radiosender, welcher erst seit dem 1. April 2005 besteht und in der Traugutt-Str. 25 seinen Sitz hat. Er sendet auf 89,6 MHz, aber ist auch über seine Website zu hören.
  • „Radio ESKA“ ist ein polnischer Radiosender, welcher jeweils Regionalprogramme sendet. Das Studio in Łódź befindet sich in der Piłsudski-Str. 7. Radio Eska sendet aktuelle Chartmusik, welche auf 99,8 MHz zu empfangen ist.
  • „Radio Parada“ spielt Pop-, Disko- und Rockmusik und bietet Regionalnachrichten. Das Studio des Senders, der in der Piłsudski-Str. 141 sitzt, ist auf 70,1 MHz und 93,5 MHz zu erreichen.
  • „Radio Vox FM Łódź“ strahlt sein Programm in Łódź auf 100,4 MHz aus. Das Studio des Senders befindet sich in der Ks.-Skorupka-Str. 7.
  • „Radio Żak“ (Żak ist ein altpolnisches Wort für Student) ist ein Studentenradio, welches zum ersten Mal bereits am 18. Mai 1959 sendete. Damals wurde das Programm im III. Studentenwohnheim Łódźs der Polytechnischen Hochschule produziert, wo auch heute noch die Redaktion ihren Sitz hat. Der Sender ist heute auf 88,8 MHz oder über das Internet zu empfangen.
  • „Radio Złote Przeboje“ hat sein Łódźer Studio in der Sienkiewicz-Str. 72 und ist auf 101,3 Mhz zu empfangen.
  • Der Sender „RMF FM“ ist ein Radiosender mit einem Programm für ganz Polen und ist in Łódź auf 93,5 MHz oder über seine Website zu empfangen.
  • Radio ZET“ ist ebenfalls ein Radiosender, welcher ein Programm für ganz Polen ausstrahlt. In Łódź ist er auf 90,10 MHz oder über das Internet zu hören.

Zeitungen[Bearbeiten]

Łódź verfügt über eine Lokalausgabe der zwei größten Tageszeitungen Polens, der „Gazeta Wyborcza“ und „Rzeczpospolita“ sowie der Zeitungen „Echo miasta“ und „Metro“.

  • Der „Dziennik Łódzki“ ist eine weitere Tageszeitung der Stadt.
  • Die Zeitung „Express Ilustrowany“ bezeichnet sich selbst als größte Tageszeitung der Stadt. Die Redaktion sitzt in der ks.-I.-Skorupka-Straße 17/19 und berichtet hauptsächlich über populäre aktuelle Themen.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Stadtverwaltung und Woiwodschaftsamt

Als Hauptstadt der Woiwodschaft ist die Stadt Sitz verschiedener öffentlicher Behörden. Im Woiwodschaftsamt auf der Piotrkowska ist Helena Pietraszkiewicz Woiwodin (2006). Weiterhin haben die Woiwodschaftsämter von Polizei, Veterinäramt und Amt für Denkmalschutz ihren Sitz in Łódź.

Die Feuerwehrkommandanturen der Stadt und der Woiwodschaft befinden sich in der Wólczańska-Straße und hatten 2005 27.473 Einsätze zu koordinieren, davon allein 8.409 in Łódź.[39] Angeschlossen an die Kommandanturen ist ein Schulungszentrum zur Aus- und Weiterbildung.

Das Staatsarchiv in Łódź hat seine Wurzeln im Jahr 1926. Das Archiv findet sich heute am Platz Wolności 1 sowie in zwei weiteren Gebäuden in der Stadt. Weiterhin befinden sich zwei Außenstellen in Sieradz und Pabianice. Direktor des Archivs ist Piotr Zawilski.[40]

Das Zollamt in der Lodowa-Str. 97 beschäftigte 2005 716 Mitarbeiter. Während des Jahres wurden Waren im Wert von 1.113.000 Złoty beschlagnahmt. Bereits am 15. August 1945 begann die Errichtung einer Verwaltungsstruktur für den Zollbereich. 1947 arbeiteten im Zollamt 35 Personen.[41]

Einige Staaten sind in der Stadt durch Honorarkonsuln vertreten. Dazu gehören Dänemark, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Lettland, Österreich und Ungarn.[42]

Bildung[Bearbeiten]

Ein Gebäude der Universität Łódź

Łódź verfügt über 23 Hochschulen, wovon sechs staatlich und 17 privat betrieben werden. Die bedeutendste davon ist die Staatliche Hochschule für Film, Fernsehen und Theater Łódź. Sie hat bedeutende Regisseure wie Roman Polański, Krzysztof Kieślowski oder Andrzej Wajda hervorgebracht. Da sie alle Filmberufe ausbildet, findet man heute Studenten aus der ganzen Welt an dieser Schule. Vor allem die hier ausgebildeten Kameraleute genießen einen international hervorragenden Ruf. Aber auch die Absolventen der Regieabteilung sind international erfolgreich. Jeder bekannte polnische Regisseur hat die Filmhochschule besucht. Zu den ersten Studenten an der Filmschule zählen Andrzej Munk, Andrzej Wajda und Janusz Morgenstern, die Ende der 1950er als Regisseure berühmt wurden. Auf der Piotrkowska-Straße kann man, wie auf dem Walk of Fame in Hollywood, Sterne der berühmten Absolventen der Filmhochschule finden.

Die Universität Łódź wird von über 40.000 Studenten an elf Fachbereichen besucht. Weitere öffentliche Hochschulen sind die Medizinische und die Polytechnische Universität, die Musik- und die Kunstakademie. Privat sind unter anderem die Wirtschaftsschule der Salesianer Don Boscos, die Management-, die Verwaltungs-, die humanistisch-wirtschaftliche, die Marketing- und Businesshochschule sowie die Informatik- und die Pädagogikhochschule.

Weiterhin verfügt die Stadt über 423 Schulen mit etwa 115.000 Schülern, die von 10.000 Lehrern betreut werden (2004). Davon sind 93 Grundschulen (poln. szkoła podstawowa), welche von 41.590 Schülern besucht werden, 48 Mittelschulen (poln. gimnazjum) mit 24.000 Schülern und 45 Gymnasien (poln. liceum) mit etwa 20.000 Schülern. Weiterhin gibt es 31 Berufsschulen mit ca. 14.000 Schülern.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Denkmal für die drei bekanntesten Industriellen der Stadt; Grohman, Scheibler und Poznański

In Łódź sind zahlreiche bekannte Persönlichkeiten geboren, unter ihnen Izrael Poznański, ein polnisch-jüdischer Textilunternehmer, Arthur Rubinstein ein polnischer Pianist, Roman Cycowski Bariton der Comedian Harmonists und Jan Karski, Offizier und Kurier der Polnischen Heimatarmee.

Die Ehrenbürgerschaft als besondere Anerkennung der Stadt wurde zahlreichen bekannten Personen verliehen. Dazu gehören Papst Johannes Paul II., Marek Edelman, ein Kommandeur des Aufstands im Warschauer Ghetto, und die Filmregisseure Roman Polański und Andrzej Wajda.

Auch weitere Persönlichkeiten sind mit der Stadt verbunden, darunter zahlreiche Absolventen und Professoren der Universitäten, wie der Filmhochschule Łódź, aber auch Industrielle wie Karl Wilhelm Scheibler und Izrael Poznański.

Verweise[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Marek Budziarek, Leszek Skrzydlo, Marek Szukalak: Unsere Stadt Lodz. (Übersetzung von Łódź nasze miasto). Łódź 2000, ISBN 83-87522-34-1.
  • Tanja Elm, Gert Limberg: Łódź. Eine Stadt zwischen Mythos und Realität. Fürth 2004, ISBN 3-00-014379-3.
  • Otto Heike: Leben im deutsch-polnischen Spannungsfeld: Erinnerungen und Einsichten eines deutschen Journalisten aus Lodz. Essen 1989, ISBN 3-920460-51-0.
  • Jürgen Hensel (Hrsg.): Polen, Deutsche und Juden in Lodz 1820–1939: eine schwierige Nachbarschaft. Osnabrück 1999, ISBN 3-929759-41-1.
  • Oskar Kossmann: Lodz. Eine historisch-geografische Analyse. Würzburg 1966.
  • Peter E. Nasarski (Hrsg.): Lodz – „gelobtes Land“. Von dt. Tuchmachersiedlung zur Textilmetropole im Osten. Berlin und Bonn 1988, ISBN 3-922131-63-8.
  • Krystyna Radziszewska, Jörg Riecke: Deutsche Spuren in Lodz. In: Spiegel der Forschung 17 (2000) Heft 1, S. 48–57 (Digitalisat)
  • Jörg Roesler: Lodz – Die Industriestadt als Schmelztiegel der Ethnien? Probleme des Zusammenlebens von Polen, Juden und Deutschen im „polnischen Manchester“ (1865-1945), in: Jahrbuch für Forschungen zur Geschichte der Arbeiterbewegung, Heft II/2006.
  • Arthur Schmidt: Die St. Trinitatiskirche, evangelische Mutter-Gemeinde in Lodz. Schriftenreihe der Heimatkreisgemeinschaft der Deutschen aus dem Lodzer Industriegebiet – Heft 9.

Weblinks[Bearbeiten]

Allgemein[Bearbeiten]

 Commons: Łódź – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Łódź – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of June 30, 2014. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), abgerufen am 14. Dezember 2014.
  2. Wirtualna Łódź :: Serwis UML (pl)
  3. Główny Urząd Statystyczny, „LUDNOŚĆ – STAN I STRUKTURA W PRZEKROJU TERYTORIALNYM“. Stand vom 30. Juni 2007, S. 62
  4. Wirtualna Łódź :: Serwis UML (pl)
  5. a b Główny Urząd Statystyczny: Mały Rocznik Statystyczny Polski 2010. Warschau 2010, ISSN 1640-3630, S. 33. Online
  6. a b c Themenwebsite von Radio Berlin-Brandenburg. Abgerufen am 27. November 2011.
  7. Meyers Konversations-Lexikon, 5. Auflage, Elfter Band, Bibliographisches Institut, Leipzig und Wien 1896, nennt auf S. 446 für 1891 136.091 Einwohner, zur Hälfte Deutsche.
  8. Befehl des Führers: Lodsch heißt jetzt Litzmannstadt. (Litzmannstädter Zeitung, 12. April 1940, Titelseite)
  9. Padraic Kenney: Rebuilding Poland: Workers and Communists 1945–1950, Cornell University Press, Cornell, NY 1997, ISBN 978-0-8014-3287-3, S. 110 f.
  10. Gazeta Wyborcza, Beilage Ale historia, 18. Februar 2013, S. 14–15.
  11. Wirtualna Łódź : Serwis UML (pl)
  12. Mirosław Zbigniew Wojalski: 575 lat Miasta Łodzi, Łódź 1998 Seite 4. ISBN 83-86699-13-2
  13. World Gazetteer: Łódź – profile of geographical entity including name variants
  14. Łódź in figures 2009, Statistical office in Łódź
  15. Kropiwnicki odwołany. Artikel in Gazeta Wyborcza vom 18. Januar 2010
  16. Wirtualna Łódź : Serwis UML (pl)
  17. City of Los Angeles – Sister Cities of Los Angeles, Inc., Łódź, Poland, abgerufen am 24. Oktober 2010
  18. And the Oscar goes to… Peter & the Wolf. (arthaus-musik.com) Angesehen am 17. November 2010
  19. : Teatr Wielki w Łodzi
  20. Muzeum Włókiennictwa
  21. Wirtualna Łódź : Serwis UML (pl)
  22. Muzeum Historii Miasta Łodzi
  23. Wirtualna Łódź : Serwis UML (pl)
  24. Muzeum Tradycji Niepodległościowych w Łodzi
  25. Book Art Museum / Muzeum Książki Artystycznej – wydawca ksiazki artystycznej, drukarnia, papiernia, odlewnia czcionek, centrum edukacyjne
  26. Festiwal Łódź Czterech Kultur. Abgerufen am 10. Dezember 2014.
  27. Włodzimierz Puchalski. Abgerufen am 10. Dezember 2014.
  28. PAIiIZ | Łódzka Specjalna Strefa Ekonomiczna
  29. Podstrefa Łódź. Archiviert vom Original am 27. Februar 2007, abgerufen am 10. Dezember 2014.
  30. Przywileje dla inwestorów. Archiviert vom Original am 6. Mai 2006, abgerufen am 10. Dezember 2014.
  31. Kompleks Nowy Józefów-Srebna. Archiviert vom Original am 2. Mai 2005, abgerufen am 10. Dezember 2014.
  32. Kompleks Centrum. Archiviert vom Original am 27. Februar 2007, abgerufen am 10. Dezember 2014.
  33. Wirtualna Łódź : Serwis UML (pl)
  34. a b c Strategia i plan wdrozenia PDF-Datei
  35. a b c Główny Urząd Statystyczny: Mały Rocznik Statystyczny Polski 2010. Warschau 2010, ISSN 1640-3630, S. 642. Online
  36. a b Wirtschaft von Lodz. Abgerufen am 26. Juni 2013.
  37. The City of Lodz Office - Railway. Archiviert vom Original am 28. Dezember 2007, abgerufen am 10. Dezember 2014.
  38. PDF-Dokument. (Nicht mehr online verfügbar.) Ehemals im Original, abgerufen am 10. Dezember 2014. (Seite nicht mehr abrufbar; Suche im Webarchiv)[1] [2] Vorlage:Toter Link/www.stat.gov.pl
  39. Komenda Wojewódzka Państwowej Straży Pożarnej w Łodzi
  40. Archiwum Państwowe w Łodzi
  41. Zarys historyczny. Archiviert vom Original am 6. Februar 2005, abgerufen am 10. Dezember 2014.
  42. Łódzki Urząd Wojewódzki w Łodzi
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