Lubniewice

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Lubniewice
POL Lubniewice COA.svg
Lubniewice (Polen)
Lubniewice
Lubniewice
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Lebus
Landkreis: Sulęcin
Fläche: 12,11 km²
Geographische Lage: 52° 30′ N, 15° 14′ O52.515.233333333333Koordinaten: 52° 30′ 0″ N, 15° 14′ 0″ O
Einwohner: 2039
(30. Jun. 2014)[1]
Postleitzahl: 69-210
Telefonvorwahl: (+48) 95
Kfz-Kennzeichen: FSU
Wirtschaft und Verkehr
Straße: Gorzów WielkopolskiSulęcin
Nächster int. Flughafen: Posen-Ławica
Gemeinde
Gemeindeart: Stadt- und Landgemeinde
Gemeindegliederung: 4 Schulzenämter
Fläche: 129,76 km²
Einwohner: 3157
(30. Jun. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 24 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 0807023
Verwaltung (Stand: 2007)
Bürgermeister: Mirosław Jaśnikowski
Adresse: ul. Bohaterów Stalingradu 16
69-210 Lubniewice
Webpräsenz: www.lubniewice.pl

Lubniewice (deutsch: Königswalde) ist eine polnische Kleinstadt im Kreis (Powiat) Sulęcin der Woiwodschaft Lebus.

Geografie und Infrastruktur[Bearbeiten]

Der Ort liegt inmitten der Lebuser Seenplatte zwischen dem Lübbens- und Kranichsee, abseits der Fernstraßen. Der größere See ist der Lübbens-See (Jezioro Lubiąż) mit einer Fläche von 240 Hektar. Ein Bach teilt den Ort in die östliche Altstadt und die westlich gelegene Neustadt. In der Nähe befinden sich das 1400 Hektar große Moorreservat „Janie“ und das Naturlandschaftsgebiet „Uroczysko (reizendes) Lubniewsko“. Die Autobahn Frankfurt/O. - Posen verläuft 30 Straßenkilometer südlich, während die Fernstraße 22 bereits nach zehn Kilometern erreicht wird. Über sie kommt man nach Gorzów Wielkopolski (Landsberg) sowie zum Grenzübergang Küstrin (54 km). Dank seiner günstigen landschaftlichen Lage ist der Ort touristisch gut erschlossen. Es gibt Hotels, Ferienhäuser und Ferienwohnungen sowie einen Campingplatz. Auf den Seen kann Segelsport und Surfen betrieben werden, in der Umgebung sind Reittouristik und Wandern auf 100 Kilometer markierten Wegen möglich.

Geschichte[Bearbeiten]

Königswalde um 1900
Schloss Königswalde um 1860, Sammlung Alexander Duncker

Die Ortsgründung hängt vermutlich mit einer spätestens im 13. Jahrhundert vorhandenen Burg zusammen. Erstmals erwähnt wird der Ort 1322, sein deutscher Name Königswalde lässt darauf schließen, dass seine ersten Bewohner Kolonisten aus dem deutschen Westen waren. Im 16. Jahrhundert erhielt Königswalde das Recht, Jahrmärkte abzuhalten, durfte aber keine Befestigungsanlagen errichten. 1612 wurde der Ort durch ein Feuer weitgehend zerstört. 1647 ist in überlieferten Dokumenten vom „Königswalder Rat“ die Rede. Bis zum Ende des 17. Jahrhunderts war Königswalde hauptsächlich von Deutschen bewohnt. Durch den Zuzug protestantischer Flüchtlinge aus Polen und Schlesien entstand 1708 vor den Toren von Königswalde die Neustadt. 1788 hatte Königswalde eine eigene Schule, und 1808 wurde Königswalde das Stadtrecht verliehen. Bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts lebte die Stadt hauptsächlich vom Tuchmacherhandwerk. Mit der preußischen Verwaltungsreform von 1815 wurde Königswalde in den Kreis Sternberg, durch dessen spätere Teilung in den Kreis Oststernberg im Regierungsbezirk Frankfurt eingegliedert. Die sich im 19. Jahrhundert in Deutschland entwickelnde Industrie ließ auch in Königswalde neue Betriebe wie ein Alaunwerk und eine Seidenweberei entstehen. Zum Ende des 19. Jahrhunderts ließen sich auffallend viele Polen in Königswalde nieder und gründeten eine aktive katholische Gemeinde. Laut Meyers Lexikon hatte Königswalde jedoch 1885 1689 noch „meist evang. Einw.“. 1912 erhielt die Stadt Anschluss an die Bahnlinie Landsberg - Zielenzig. Bis zum Jahre 1939 war die Einwohnerzahl auf 1431 gesunken, zu Königswalde gehörten die Ortsteile Bergkolonie, Bergvorwerk, Hohentannen, Zschenze.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

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1719 1801 1840 1910 1939 2004
407 1040 1239 1314 1431 1924

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bedeutende Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Gemeinde (Gmina Lubniewice)[Bearbeiten]

Zur Stadt- und Landgemeinde Lubniewice gehören neben der Stadt selbst die Ortschaften (deutsche Namen bis 1945): Glisno (Gleißen), Jarnatów (Arensdorf), Osieczyce (Posersfelde), Rogi (Sophienwalde), Sobieraj (Theuer) und Wałdowice (Waldowstrenk).

Verweise[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Lubniewice – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of June 30, 2014. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), abgerufen am 8. Dezember 2014.