Sulęcin
| Sulęcin | ||||
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| Basisdaten | ||||
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| Staat: | Polen | |||
| Woiwodschaft: | Lebus | |||
| Landkreis: | Sulęcin | |||
| Fläche: | 8,56 km² | |||
| Geographische Lage: | 52° 26′ N, 15° 6′ O52.43333333333315.1Koordinaten: 52° 26′ 0″ N, 15° 6′ 0″ O | |||
| Einwohner: |
10.103 |
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| Postleitzahl: | 69-200 | |||
| Telefonvorwahl: | (+48) 95 | |||
| Kfz-Kennzeichen: | FSU | |||
| Wirtschaft und Verkehr | ||||
| Straße: | Gorzów Wielkopolski–Gubin | |||
| Schienenweg: | Rzepin–Międzyrzecz | |||
| Nächster int. Flughafen: | Posen-Ławica | |||
| Gemeinde | ||||
| Gemeindeart: | Stadt- und Landgemeinde | |||
| Gemeindegliederung: | 19 Ortschaften | |||
| Fläche: | 319,7 km² | |||
| Einwohner: |
16.154 |
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| Bevölkerungsdichte: | 51 Einw./km² | |||
| Gemeindenummer (GUS): | 0807043 | |||
| Verwaltung (Stand: 2007) | ||||
| Bürgermeister: | Michał Deptuch | |||
| Adresse: | ul. Lipowa 18 69-200 Sulęcin |
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| Webpräsenz: | www.sulecin.pl | |||
Sulęcin (deutsch: Zielenzig) ist eine polnische Kreisstadt in der Woiwodschaft Lebus mit etwa 10.000 Einwohnern sowie Sitz der gleichnamigen Stadt- und Landgemeinde.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografische Lage
Die Stadt liegt im Zentrum der Woiwodschaft Lebus im Tal des kleinen Warthenebenflusses Postumfließ (Postomia). Die umgebende Landschaft ist geprägt durch die Lebuser Seeplatte und zahlreiche Erhebungen, von denen sich die Buchwaldhöhe (Góra Bukowiec) mit 227 Metern besonders hervorhebt. Als nächste größere Stadt ist Gorzów Wielkopolski 45 Kilometer nördlich entfernt. Die Autobahn Berlin–Posen führt 16 Kilometer südlich vorbei. Anschluss besteht an die Eisenbahnlinie Rzepin–Międzyrzecz.
[Bearbeiten] Geschichte
Ausgrabungen belegen, dass in der Zielenziger Region schon im 2. Jahrtausend v. Chr. gesiedelt wurde. Die heutige Stadt entwickelte sich aus einer slawischen Siedlung und wurde 1241 erstmals dokumentarisch nachgewiesen. Als Stadt wird Zielenzig bereits in der Übertragungsurkunde an den Templerorden von 1244 erwähnt. Nachdem der Orden 1312 durch den Papst aufgelöst wurde, kam die Stadt unter die Herrschaft der Johanniter. Diese wiederum verpfändeten sie 1318 an den brandenburgischen Markgrafen Woldemar, erhielten sie aber bereits acht Jahre später wieder zurück. Danach blieb Zielenzig bis 1810 im Eigentum des Johanniterordens.
Der 1419 in Böhmen ausgebrochene hussitische Bürgerkrieg griff auch bis nach Zielenzig über, wo er großen Schaden anrichtete. Während der schwedisch-polnisch-brandenburgischen Auseinandersetzungen wurde 1658 in Zielenzig ein Waffenstillstand zwischen Brandenburg und Schweden geschlossen, woraufhin Brandenburg von der polnischen auf die schwedische Seite wechselte. 1733 stattete Preußenkönig Friedrich Wilhelm I. der Stadt einen Besuch ab. Während der napoleonischen Kriege waren zeitweilig französische Soldaten in Zielenzig stationiert.
Nach der neuen preußischen Kreiseinteilung von 1815 wurde Zielenzig in den neumärkischen Kreis Oststernberg eingegliedert und wurde dessen Verwaltungssitz, der von 1852 bis 1873 wieder nach Drossen verlegt wurde. Nach der Teilung des Kreises im Jahre 1873 war Zielenzig wieder Kreisstadt. Zu dieser Zeit waren Textilmanufakturen und Mühlen die wichtigsten Erwerbszweige, und die Stadt hatte Mitte des 19. Jahrhunderts 4.500 Einwohner. Mit der einsetzenden Industrialisierungswelle entstanden vor den Toren der Stadt Braunkohlentagebaue, die zu der Errichtung einer Brikettfabrik in Zielenzig führten. Durch die Verbesserung der Infrastruktur kam es zu einem Anwachsen der Bevölkerung, 1885 war die Einwohnerzahl auf 5.769 angestiegen. Nach dem Ersten Weltkrieg siedelten sich Betriebe der Holz verarbeitenden Industrie an. Die letzte deutsche Volkszählung in Zielenzig ermittelte 1939 5.867 Einwohner.
Am 2. Februar 1945 fiel Zielenzig in die Hände der Roten Armee. Obwohl sie auf keinerlei Widerstand stieß, wurden die Häuser der Innenstadt von den Soldaten geplündert und in Brand gesteckt, sodass die Stadt schließlich zu fünfzig Prozent zerstört war. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erfolgte die Umbenennung in Sulęcin.
[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung
| Jahr | 1875 | 1880 | 1890 | 1933 | 1939 |
| Einwohnerzahl[3] | 5.732 | 5.880 | 5.958 | 5.856 | 6.568 |
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
In der Denkmalsliste der Woiwodschaft sind eingetragen
- die gotische St.-Nikolai-Kirche, ursprünglich von den Templern erbaut, nach 1945 wiederhergestellt
- Altstadthäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
- Joachim Ernst Blesendorf, (1640-77) Architekt und Stadtplaner
- Friedrich Wilhelm Buttel, * 1. Dezember 1796 in Zielenzig, Oberbaurat und Hofbaumeister in Mecklenburg-Strelitz
- Johann Siegfried Hufnagel, † 23. Februar 1795 in Langenfeld (Długoszyn), evangelisch-lutherischer Geistlicher und Entomologe, von 1775 bis 1795 Pfarrer in Langenfeld
- Richard Kund, * 19. Juni 1852 in Zielenzig, deutscher Offizier und Forschungsreisender
- Manuel Lommel, * 27. Januar 1949 in Zielenzig, deutscher Kameramann
- Ulli Lommel, * 21. Dezember 1944 in Zielenzig, deutscher Schauspieler
- Leon Pinecki, † 26. Juli 1949 in Sulęcin, polnischer Ringer
- Hermann Proetel, * 11. Oktober 1876 in Langenfeld, † 3. Oktober 1956 in Haaren (Aachen), deutscher Bauingenieur für Seehafen- und Kanalbau
- Bożena Sławiak, * 28. Mai 1948 in Sulęcin, polnische Politikerin
[Bearbeiten] Gemeinde
Zur Stadt- und Landgemeinde Sulęcin gehören folgende Ortschaften:
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[Bearbeiten] Partnerstädte
Es bestehen Partnerschaften zu den deutschen Städten Beeskow, Friedland (Brandenburg) und Kamen (Nordrhein-Westfalen).
[Bearbeiten] Fußnoten
- ↑ Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2010. Główny Urząd Statystyczny (GUS), abgerufen am 10. Juli 2011.
- ↑ Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2010. Główny Urząd Statystyczny (GUS), abgerufen am 10. Juli 2011.
- ↑ Deutsche Verwaltungsgeschichte von Dr. Michael Rademacher M.A. - Einwohnerzahlen im Landkreis Oststernberg
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