Woiwodschaft Lebus

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Flagge Woiwodschaft Lebus
Woiwodschaft
Lebus
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Über dieses Bild
Wappen und Logo
Wappen von Lebus Logo von Lebus
Basisdaten
Sitz des Woiwoden: Gorzów Wielkopolski (Landsberg)
Sitz des Parlaments: Zielona Góra (Grünberg)
Woiwode: Jerzy Ostrouch[1]
Woiwodschaftsmarschall: Elżbieta Polak
ISO 3166-2: PL-LB
Einwohner: 1.001.000(31. März 2011)[2]
Bevölkerungsdichte: 72 Einwohner je km²
Arbeitslosenquote: 15,9% (Dezember 2009)
Kfz-Kennzeichen: F
Geographie
Fläche: 13.988 km²
- davon Land: ? km²
- davon Wasser: ? km²
Ausdehnung: Nord-Süd: bis 171 km
West-Ost: bis 124 km
Höchster Punkt: 227 m
Tiefster Punkt:  ? m
Landschaftl. Struktur
Wälder: 49,4 %
Gewässer:  ? %
Landwirtschaft: 36,6 %
Sonstige:  ? %
Verwaltungsgliederung
Kreisfreie Städte: 2
Landkreise: 12
Gemeinden: 83

Die Woiwodschaft Lebus (poln. województwo lubuskie) ist eine der 16 Woiwodschaften, in die die Republik Polen gegliedert ist. Sie grenzt im Westen an die deutschen Länder Brandenburg und Sachsen, im Osten an Großpolen und umfasst im Wesentlichen die früher brandenburgische Neumark (Ostbrandenburg) sowie kleine Teile des nördlichen Niederschlesien, der östlichen Niederlausitz und Teile der früheren Grenzmark Posen-Westpreußen. Die Hauptstädte der Woiwodschaft sind Gorzów Wielkopolski (Landsberg an der Warthe) als Sitz des von der Zentralregierung eingesetzten Wojwoden, der für die Verwaltung der zentral aus Warschau zugeteilten Finanzen, für das Innenressort und Polizei zuständig ist, und Zielona Góra (Grünberg) als Sitz des Woiwodschaftsmarschalls, seiner Regierung und des Parlaments (Sejmik).

Geschichte[Bearbeiten]

Die Namensgebung der Woiwodschaft bezieht sich auf das historische, beiderseits der Oder gelegene Land Lebus. Die Stadt Lebus befindet sich am westlichen Ufer der Oder in Deutschland, sie war seit der Inbesitznahme durch Bolesław Chrobry bis Mitte des 13. Jahrhunderts polnischer Fürsten- und Bischofssitz. Danach gehörte der größte Teil der heutigen Woiwodschaft bis 1945 zur Mark Brandenburg. Die Woiwodschaft entstand 1999 im Zuge der Verwaltungsreform aus der Vereinigung der Woiwodschaften Gorzów Wielkopolski (Landsberg an der Warthe), Zielona Góra (Grünberg) sowie aus einem kleinen Teil der Woiwodschaft Leszno (Lissa).

Wappen[Bearbeiten]

Beschreibung: In Rot und Grün gespalten, vorn am Spalt ein goldgekrönter, goldgeständerter und -bewehrter mit goldenem Kleestängel bedeckter silberner Adler und hinten zwei goldene sechszackige Sterne pfahlgestellt.

Verwaltungsgliederung[Bearbeiten]

Die Woiwodschaft Lebus wird in zwölf Landkreise unterteilt, wobei die Provinzhauptstädte Gorzów Wielkopolski (Gorzów Wlkp.) und Zielona Góra kreisfrei bleiben. Den nach ihnen benannten Landkreisen gehören sie selbst nicht an.

Woj lubuskie adm.png

Kreisfreie Städte[Bearbeiten]

  1. POL Gorzów Wielkopolski COA 1.svg Gorzów Wielkopolski (Landsberg a.d. Warthe) 125.360; 86 km²
  2. POL Zielona Góra COA.svg Zielona Góra (Grünberg) 117.406; 58 km²

Landkreise[Bearbeiten]

  1. POL powiat gorzowski COA.svg Gorzów Wlkp. (Landsberg) 66.415; 1214 km²
  2. POL powiat krośnieński (lubuski) COA.svg Krosno Odrzańskie (Crossen a.d. Oder) 56.251; 1391 km²
  3. POL powiat międzyrzecki COA.svg Międzyrzecz (Meseritz) 58.264; 1388 km²
  4. POL powiat nowosolski COA.svg Nowa Sól (Neusalz a.d. Oder) 86.821; 771 km²
  1. POL powiat słubicki COA.svg Słubice (Frankfurt-Dammvorstadt) 46.590; 999 km²
  2. POL powiat strzelecko drezdenecki COA.svg Strzelce-Drezdenko (Friedeberg/Driesen) 50.011; 1248 km²
  3. POL powiat sulęciński COA.svg Sulęcin (Zielenzig) 35.383; 1178 km²
  4. POL powiat świebodziński COA.svg Świebodzin (Schwiebus) 56.093; 937 km²
  1. POL powiat wschowski COA.svg Wschowa (Fraustadt) 38.940; 624 km²
  2. POL powiat zielonogórski COA.svg Zielona Góra (Grünberg) 90.679; 1569 km²
  3. POL powiat żagański COA.svg Żagań (Sagan) 81.883; 1132 km²
  4. POL powiat żarski COA.svg Żary (Sorau) 98.560; 1393 km²

(Einwohner und Fläche am 30. Juni 2008)[3]

Landkreise Größte Kleinste
flächenmäßig Powiat Zielonogórski Powiat Wschowski
bevölkerungsmäßig Powiat Żarski Powiat Sulęciński

Geographie[Bearbeiten]

Größte Städte[Bearbeiten]

Die beiden Städte Landsberg und Grünberg sind mit jeweils rund 120.000 Einwohnern die einzigen Großstädte von Lebus. Die dann folgenden Städte haben gerade einmal ein Drittel dieser Einwohnerzahlen.

Stadt Deutscher Name Einwohner
30. Juni 2008
POL Gorzów Wielkopolski COA.svg Gorzów Wielkopolski Landsberg an der Warthe 125.360
POL Zielona Góra COA.svg Zielona Góra Grünberg in Schlesien 117.406
POL Nowa Sól COA.svg Nowa Sól Neusalz an der Oder 40.155
POL Żary COA.svg Żary Sorau 38.801
POL Żagań COA.svg Żagań Sagan 26.481
POL Świebodzin COA.svg Świebodzin Schwiebus 21.701
POL Międzyrzecz COA.svg Międzyrzecz Meseritz 18.543
POL Sulechów COA.svg Sulechów Züllichau 17.742
POL Kostrzyn COA.svg Kostrzyn nad Odrą Küstrin 17.635
POL Słubice COA.svg Słubice Frankfurt-Dammvorstadt 16.826
POL Gubin COA.svg Gubin Guben 16.767

Siehe auch: Liste der Städte in der Woiwodschaft Lebus

Nachbarwoiwodschaften[Bearbeiten]

Woiwodschaft Westpommern
Brandenburg
Deutschland
Compass card (de).svg Woiwodschaft Großpolen
Sachsen
Deutschland
Woiwodschaft Niederschlesien

Flüsse[Bearbeiten]

Die Fläche der Woiwodschaft gehört vollständig zum Einzugsgebiet der Oder.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Im Vergleich mit dem BIP der EU ausgedrückt in Kaufkraftstandards erreichte die Woiwodschaft 2006 einen Index von 46,5 (EU-27 = 100)[4]. Die Arbeitslosenrate lag 2004 bei 23,2 %[5]. Bis zum Dezember 2009 war sie auf 15,9 Prozent gesunken.[6]

Verkehr[Bearbeiten]

Schifffahrt[Bearbeiten]

Binnenschifffahrtswege:

  • Oder,
  • Warthe,
  • Netze,
  • Lausitzer Neiße ab Guben.

Eisenbahn[Bearbeiten]

Durch das Woiwodschaftsgebiet verlaufen die Eisenbahnstrecken BerlinWarschau, Stettin (Szczecin)Breslau (Wrocław) und StettinPosen (Poznań). Der ehemaligen Preußischen Ostbahn kommt nur noch regionale Bedeutung in der Relation Küstrin (Kostrzyn nad Odrą)Gorzów WielkopolskiKrzyż Wielkopolski zu.

Das Eisenbahnnetz hat eine Länge von 985 Kilometern, davon sind 329 Kilometer elektrifiziert.

Straße[Bearbeiten]

Die Hauptverkehrsachse der Woiwodschaft, an welche die beiden Hauptstädte angeschlossen sind, ist die Europastraße 65 (polnische Landesstraße 3), die Skandinavien mit Südosteuropa verbindet.

Mitten durch die Woiwodschaft führt die bedeutende Europastraße 30 (polnische Landesstraße 2) von Cork in der Republik Irland über Großbritannien, Niederlande und Deutschland (u.a. Berlin) nach Warschau und Osteuropa (MinskMoskau), an die keine der beiden größten Städte unmittelbar angeschlossen ist. Die Stadt Świebodzin bildet den bedeutendsten Verkehrsknotenpunkt der Region, an dem die beiden Europastraßen sich kreuzen.

Das Straßennetz hat eine Länge von rund 8.000 Kilometern.

Verweise[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Website der Wojewodschaft Lebus, Wojewoda Lubuski, abgerufen am 10. Dezember 2013
  2. Ergebnis der Volkszählung 2011, Główny Urząd Statystyczny, Wyniki Narodowego Spisu Powszechnego Ludności i Mieszkań 2011, Warschau, März 2012. Online
  3. Polnisches Statistisches Amt
  4. Eurostat Pressemitteilung 23/2009: Regionales BIP je Einwohner in der EU27 (PDF-Datei; 360 kB)
  5. http://www.eds-destatis.de/en/downloads/sif/dn_06_01.pdf
  6. Zentrales Statistikamt Polens (GUS), Bezrobotni oraz stopa bezrobocia wg województw, grudzień 2009, 3. Febr. 2010

52.19527777777815.3475Koordinaten: 52° N, 15° O