Luftlandetruppen

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Fallschirmjäger der Wehrmacht vor Absprung aus einer Ju 52
Bundeswehr-Fallschirmjäger bei einer Luftverladeübung mit einem Hubschrauber des Typs Bell UH-1D

Der Begriff Luftlandetruppen (engl. Airborne forces) bezeichnet Truppen, die aus der Luft abgesetzt werden können. Unterschieden werden Fallschirmsprungfähige Verbände, deren Ausrüstung mit Masse auch fallschirmabwurffähig ist, und Luftlandetruppen, deren Ausrüstung durch Transportflugzeuge eingeflogen oder durch Hubschraubern abgesetzt werden müssen. Früher kamen dafür auch Lastensegler zum Einsatz. Den Kern der Luftlandetruppen bilden die Fallschirmjäger und Luftlandeinfanterie als Infanteristen, hinzu kommen Kampfunterstützungstruppen wie luftverlastbare Luftlande-Artillerie, Luftlandepanzer und Luftlande-Panzerabwehreinheiten wie das deutsche Wiesel oder der russische BMD sowie Luftlandepioniere und die Logistiktruppe u.a. mit Luftlandeversorgungs- und Luftlandesanitätseinheiten.

Luftlandetruppen werden meist hinter feindlichen Linien abgesetzt, um dort den Weg für die eigenen Truppen freizumachen, operativ wichtige Geländepunkte einzunehmen und zu halten.

Bekannte Luftlandeverbände sind heute z. B. die Division Schnelle Kräfte der Bundeswehr, die amerikanische 82. und 101. US-Luftlandedivision, die bereits im Zweiten Weltkrieg aufgestellt wurden, die Russischen Luftlandetruppen, die dort eine eigenständige Teilstreitkraft bilden, oder die französische 11. Fallschirmjägerbrigade.

Im Zweiten Weltkrieg waren u.a.

Lufttransportfähig und bedingt luftlandefähig, jedoch nicht fallschirmsprungfähig, sind auch weitere Kräfte der leichten Infanterie wie Gebirgsjäger und Jäger, meist jedoch ohne ihre schweren Waffen insbesondere Artillerie und Fahrzeuge. Diese wurden wie bei der Luftlandeschlacht um Kreta als Verstärkungskräfte eingesetzt.

Luftlandetruppe der Wehrmacht[Bearbeiten]

Die Luftlandetruppe der Wehrmacht bestand aus den Fallschirm-Jäger-Divisionen und dem Eliteverband des Luft-Sturm-Regiments (auch Sturmabteilung Koch) welches u. a. das Fort Eben-Emael einnahm und per Lastensegler abgesetzt wurde. Die Luftlandetruppen waren Teil der Luftwaffe.

Luftlandetruppe der Bundeswehr[Bearbeiten]

In der Bundeswehr waren die luftlandefähigen Kräfte in der 1. Luftlandedivision zusammengefasst, aus der später das Kommando Luftbewegliche Kräfte und nachfolgend die Division Spezielle Operationen sowie daraus wieder die Division Schnelle Kräfte hervorgingen. Die Fallschirmjägertruppe gehört zum Truppengattungsverbund Infanterie in der Teilstreitkraft Heer.

Luftlandetruppe der Nationalen Volksarmee der Deutschen Demokratischen Republik[Bearbeiten]

Das Luftsturmregiment 40 der Landstreitkräfte der Nationalen Volksarmee war der einzige Verband der Luftlandetruppe der Deutschen Demokratischen Republik.

Luftlandetruppen des Kaiserreichs Japan[Bearbeiten]

Das Kaiserlich Japanische Heer stellte ab November 1941 eigene Heeres-Fallschirmtruppen auf, die unter anderem bei der Schlacht von Palembang, der Operation Te und einer Luftlandung auf Okinawa teilnahmen. Im November 1944 stellte das Heer die Dai-1 Teishin Shūdan, die 1. Luftsturmdivision, auf. Parallel zum Heer stellte die Kaiserlich Japanische Marine die Marine-Fallschirmtruppe auf, die bei der Schlacht von Menado und Schlacht von Kupang eingesetzt wurden.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]