Magnus Malan

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.

General Magnus André De Merindol Malan (* 30. Januar 1930 in Pretoria, Südafrika; † 18. Juli 2011) war ein südafrikanischer Militär. Er war von 1980 bis 1991 Verteidigungsminister der Republik Südafrika während der Apartheid unter Staatspräsident Pieter Willem Botha. Zuvor war er Oberbefehlshaber der Heeres und dann der Streitkräfte Südafrikas.

Leben[Bearbeiten]

Magnus Malan war der Sohn von Elizabeth Frederika Malan und Avril Ire Malan de Mérindol, Professor für Biochemie an der Universität Pretoria und Parlamentsabgeordneter der Nasionale Party für den Wahlkreis Hercules in Pretoria sowie Sprecher des House of Assembly of South Africa.

Malan erwarb einen Bachelor der Militärwissenschaft an der Universität Pretoria. Von 1962 bis 1963 studierte er am Command and General Staff College in Fort Leavenworth, Kansas.

Bei den Kriegseinsätzen der SADF in Mosambik und Angola befahl er asymmetrische Kriegführung. Zwischen 1980 und 1991 zählte man Malan zu den so genanntenSecurocrats, einem Kreis aus militärischen und zivilen Führungspersonen. Malan und seine Mitarbeiter argumentierten in Begriffskategorien des „Vernichten“ und „Auszurotten“.

Er billigte ein Entwicklungsprogramm für die biologische Waffen. Als Verteidigungsminister verfügte er über einen Haushalt von nahezu 4 Billionen US-Dollar, über dessen Verwendung ein Teil des Regierungskabinetts entschied. Er ordnete die Einrichtung des Civil Cooperation Bureau, einer parastaatlichen Agentur für Desinformation und Mord an.

Er entsandte reguläre Armeetruppen in Townshipsiedlungen, bestritt jedoch später vehement, daß Handlungen des Apartheidstaates nachträglich mit Rechtsmitteln zu verfolgen wären.[1][2]

1987 räumte er ein, dass die South African National Defence Force in Angola die União Nacional para a Independência Total de Angola gegen die SWAPO und den African National Congress unterstützen.[3]

Nachdem die Staatsfinanzierung der Inkatha Freedom Party 1991 öffentlich wurde, ernannte ihn Frederik Willem de Klerk zum Minister for water affairs and forestry (etwa: Minister für Wasser und Forsten).

Bis 1993 hatte er ein Abgeordnetenmandat. [4]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. The Sydney Morning Herald: 'Total onslaught' apartheid-era minister dies. Meldung vom 19. Juli 2011 auf www.smh.com.au (englisch)
  2. The Sydney Morning Herald: Notorious Apartheid Enforcer Dies in South Africa. Meldung vom 25. Juli 2011 auf www.blackvoicenews.com (englisch)
  3. The Guardian, 18. Juli 2011, General Magnus Malan obituary, South African defence minister during the apartheid regime
  4. The New York Times, 18. Juli 2011, Magnus Malan, Apartheid Defender, Dies at 81
Vorgänger Amt Nachfolger
en:Willem Louw Befehlshaber der südafrikanischen Landstreitkräfte
en:List of South African military chiefs

1973 bis 1976
en:Constand Viljoen
en:Hugo Biermann Befehlshaber der South African National Defence Force
1976 bis 1980
en:Constand Viljoen
Pieter Willem Botha en:Minister of Defence (South Africa)
1980 bis 1991
Roelf Meyer
Jacob Johannes Fouché en:Minister of Water and Environmental Affairs
1991 bis 1993
en:Kader Asmal