Markus Baur

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Markus Baur
Markus Baur

Markus Baur im November 2012

Spielerinformationen
Spitzname „Schorsch“
Geburtstag 22. Januar 1971
Geburtsort Meersburg, Deutschland
Staatsbürgerschaft DeutscherDeutscher deutsch
Körpergröße 1,90 m
Spielposition Rückraum Mitte
Wurfhand rechts
Vereine als Aktiver
  von – bis Verein
00000000 DeutschlandDeutschland TSV Mimmenhausen
0000–1993 DeutschlandDeutschland VfL Pfullingen
1993–1997 DeutschlandDeutschland SG Wallau-Massenheim
1997–1998 DeutschlandDeutschland TV Niederwürzbach
1998–2001 DeutschlandDeutschland HSG Wetzlar
2001–2007 DeutschlandDeutschland TBV Lemgo
2007–2007 SchweizSchweiz Pfadi Winterthur (Spielertrainer)
Nationalmannschaft
Debüt am 4. August 1994
            gegen MarokkoMarokko Marokko in Balingen
  Spiele (Tore)
DeutschlandDeutschland Deutschland 228 (712)
Vereine als Trainer
  von – bis Verein
7/2007–12/2007 SchweizSchweiz Pfadi Winterthur
1/2008–9/2009 DeutschlandDeutschland TBV Lemgo
12/2010–2012 DeutschlandDeutschland TuS N-Lübbecke
2012– DeutschlandDeutschland Deutsche Junioren-
nationalmnannschaft
2013– SchweizSchweiz Kadetten Schaffhausen

Stand: 10. August 2013

Markus Baur (* 22. Januar 1971 in Meersburg) ist ein ehemaliger deutscher Handballspieler und seit Juli 2007 Handballtrainer (zunächst als Spielertrainer). Der zweifache Handballer des Jahres (2000 und 2002) spielte auf der Position Rückraum Mitte.

Karriere[Bearbeiten]

Markus Baur als Trainer des TBV Lemgo, wenige Wochen vor seiner Entlassung.

Baur war seit 1994 deutscher Handballnationalspieler. Sein Länderspieldebüt hatte er am 4. August 1994 in Balingen gegen die marokkanische Nationalmannschaft. Seinen größten Erfolg feierte er bei der Handballweltmeisterschaft 2007, als er mit der deutschen Mannschaft Weltmeister wurde. Für diesen Triumph wurde er mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet.[1] In 228 Länderspielen gelangen ihm 712 Tore, davon 356 Siebenmeter für die deutsche Auswahl.[2]

1993 debütierte Baur in der Handball-Bundesliga für die SG Wallau-Massenheim, bei der er bis 1997 blieb. Anschließend spielte eine Saison (1997/98) für den TV Niederwürzbach. 1998 wechselte er zur HSG Wetzlar, wo er bis 2001 blieb. In dieser Zeit entwickelte er sich unter Trainer Velimir Petković in Wetzlar zum Führungsspieler und zu einem der weltbesten Spielmacher (2000 erste Auszeichnung zum Handballer des Jahres).

Zwischen 2001 und 2007 spielte Baur beim TBV Lemgo, mit dem er 2003 Deutscher Meister wurde. Im März 2007 wurde bekannt, dass Markus Baur zur Saison 2007/08 zu Pfadi Winterthur wechselt. Er sollte dort die nächsten drei Jahre als Spielertrainer tätig sein, doch Ende Oktober 2007 gelang es dem TBV Lemgo, Baur ab Januar 2008 als Trainer zu verpflichten.[3] Trotz seiner Trainertätigkeit im Verein spielte er weiterhin in der deutschen Nationalmannschaft. Für die Olympischen Spiele in Peking sagte er jedoch seine Teilnahme im Mai 2008 ab.[4]

Am 7. Januar 2009 fand in der Porsche-Arena Stuttgart sein Abschiedsspiel statt. Ein von ihm zusammengestelltes All-Star-Team trat gegen die deutsche Nationalmannschaft an. Er wurde mit Standing Ovations von 6.800 Zuschauern in den Spieler-Ruhestand verabschiedet.

Nach der verpassten Qualifikation zur Champions League 2009 wurde Markus Baur am 9. September 2009 als Trainer in Lemgo entlassen.[5] Er war dann ab dem 2. Dezember 2010 Cheftrainer des ostwestfälischen Handball Bundesligisten TuS Nettelstedt-Lübbecke. Am 28. Dezember 2011 teilte der Verein mit, dass Markus Baur seinen am Saisonende 2011/12 auslaufenden Vertrag nicht verlängert. Die Entscheidung habe ausschließlich private Gründe, bestätigte Baur in einem Radio Westfalica-Interview.

Seit 1. Juli 2012 ist Markus Baur Junioren-Nationaltrainer beim DHB. Zusätzlich trainiert er seit Juli 2013 die Kadetten Schaffhausen.[6]

Sonstiges[Bearbeiten]

Markus Baur ist verheiratet mit Marion, hat eine Tochter und zwei Söhne und lebt in Mimmenhausen, Teilort von Salem.[7]

Für RTL war er bei den TV-Übertragungen der WM 2009 als Kommentator und Experte tätig. Seit dem Herbst 2010 ist Baur als Experte für den Sportsender Sport1 tätig.

Sportliche Erfolge[Bearbeiten]

Markus Baur im März 2007

Bundesligabilanz als Spieler[Bearbeiten]

Saison Verein Spielklasse Spiele Tore 7-Meter Feldtore
1993–1997 SG Wallau-Massenheim Bundesliga 111 0247 0024 0223
1997/98 TV Niederwürzbach Bundesliga 026 0064 0005 0059
1998–2001 HSG Wetzlar Bundesliga 101 0524 0201 0323
2001–2008 TBV Lemgo Bundesliga 172 0771 0352 0419
1993–2008 gesamt Bundesliga 410 1606 0582 1024

Bundesligabilanz als Trainer[Bearbeiten]

Saison Verein Platz Spiele S U N Tore Diff. Punkte
2007/08 TBV Lemgo 8 15 7 1 7 471:458 13 15:15
2008/09 TBV Lemgo 4 34 23 1 10 1032:930 102 47:21
2010/11 TuS N-Lübbecke 12 34 10 4 20 950:991 -41 24:44

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Markus Baur – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. www.focus.de Handball – WM: Merkel lädt Handball-Weltmeister ins Kanzleramt vom 4. Juni 2007, abgerufen am 5. April 2014
  2. www.thw-provinzial.de Top-39 Torjäger Deutsche Nationalmannschaft (DHB + DHV): abgerufen am 5. April 2014
  3. Pressemitteilung von Pfadi Winterthur, PDF
  4. Deutsche Handballer ohne Kapitän Baur zu Olympia. In: Die Welt, Ausgabe vom 19. Mai 2008
  5. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatTBV Lemgo News: TBV Lemgo beurlaubt Markus Baur und Daniel Stephan. 9. September 2009, abgerufen am 9. September 2009.
  6. handball-world.com: Markus Baur übernimmt Kadetten Schaffhausen vom 25. Februar 2013, abgerufen am 26. Mai 2013
  7. Peter Schober: Salem. Salem ist nicht Hintertupfingen. In: Die Region stellt sich vor. Wir sind hier. Sonderbeilage des Südkurier vom 19. November 2010, S. 8.