Deutscher Handballbund

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Deutscher Handballbund (DHB)
Logo des Deutschen Handballbundes (DHB)
Gründung 1. Oktober 1949[1]
Gründungsort Mülheim an der Ruhr
IHF-Beitritt 1950[2]
EHF-Beitritt 1991[3]
Präsident/in Bernhard Bauer
Nationalmannschaften Männer
Nationalmannschaft
Junioren
Jugend
Frauen
Nationalmannschaft
Juniorinnen
Jugend
Vereine (ca.) 4.539 (Stand 2013)[1]
Mitglieder (ca.) 803.373 (Stand 2013)[1]
Mannschaften (ca.) 24.116 (Stand 2013)[1]
Sitz Willi-Daume-Haus
Strobelallee 56
44139 Dortmund
Website www.dhb.de
Das Willi-Daume-Haus in Dortmund ist der Sitz des DHB

Der Deutsche Handballbund (DHB) ist ein Zusammenschluss deutscher Handball-Regional- und Landesverbände. Mit aktuell etwa 803.000 Mitgliedern, in etwa 4.500 Vereinen mit etwa 24.000 Mannschaften, gilt der Handballverband als weltweit größter Handball-Dachverband.[1] Er wurde am 1. Oktober 1949 in Mülheim an der Ruhr gegründet. Der DHB ist ein eingetragener, gemeinnütziger Verein mit Sitz in Dortmund. Seine ordentlichen Mitglieder sind drei Regionalverbände und 22 Landesverbände.

Der DHB hat mit der Handballbundesliga (HBL) die Aufsicht über die Handball-Bundesligen und die Beteiligten (Spieler, Offizielle, Schiedsrichter, usw.). Besonderen Raum in den Tätigkeiten nimmt die Aufstellung und Betreuung der verschiedenen Nationalteams aller Altersklassen ein. Im DHB werden außerdem Konzepte und Auslegungen (etwa von Regeln oder Anweisungen der Internationale Handballföderation (IHF)) verbindlich für alle deutschen Verbände geregelt. Die 1991 ins Leben gerufene Marketinggesellschaft Handball Marketing Gesellschaft (HMG), kümmert sich um eine professionelle Präsentation der Marke Handball und ist exklusiver Inhaber der Vermarktungsrechte sämtlicher DHB-Produkte, wie den Nationalmannschaften, Schiedsrichtern der 1. und 2. Bundesliga, DHB-eigenen Veranstaltungen, usw.

Geschichte[Bearbeiten]

Am 1. Oktober 1949 trafen sich in der Stadthalle in Mülheim an der Ruhr 46 Delegierte und gründeten den DHB. Willi Daume wurde zum ersten Präsidenten gewählt. Daume hatte als Vorsitzender des Deutschen Arbeitsausschusses für Handball die Grundlagen für die Dachorganisation geschaffen. Der Nordostdeutsche Handball-Verband wurde am 30. Juni 2011 aufgelöst. Der Südwestdeutsche Handballverband wurde zum 31. Dezember 2011 aufgelöst.

Wettbewerbe[Bearbeiten]

Nationale Wettbewerbe[Bearbeiten]

Folgende nationale Wettbewerbe werden unter dem Dach des DHB ausgetragen:

Deutsche Meisterschaft[Bearbeiten]

Die Deutsche Meisterschaft ist sowohl im Männer- als auch im Frauenhandball der wichtigste nationale Titel. Der Deutsche Handballmeister der Männer wird seit 1949 ausgespielt. Erster Titelträger war die Sportvereinigung Polizei Hamburg, Rekordmeister ist der THW Kiel. Bei den Frauen wird der Deutsche Meister seit 1951 ausgespielt. Erster Titelträger war KWU Weimar, Rekordmeister ist der Handball-Club Leipzig.

DHB-Pokal[Bearbeiten]

Hauptartikel: DHB-Pokal und DHB-Pokal (Frauen)

Es treten alle Bundesligisten der Vorsaison sowie weitere Vereine, die sich über regionale Pokalwettbewerbe qualifizieren, im K.-o.-System gegeneinander an. Bei den Männern werden drei, bei den Frauen zwei Hauptrunden ausgetragen. Die Mannschaften der 1. Bundesliga steigen bei den Männern in der dritten, bei den Frauen in der zweiten Runde ein. Danach erfolgte die weitere Ausspielung in Achtel- und Viertel-Finals sowie einem Endspiel-Wochenende im Final-Four-Modus.

Der DHB-Pokal der Männer wird seit 1975 ausgespielt. Erster Titelträger war der TSV Grün-Weiß Dankersen, Rekordtitelträger ist der THW Kiel.

Der DHB-Pokal der Frauen wird seit 1975 ausgespielt. Erster Titelträger war der TSV GutsMuths Berlin, Rekordtitelträger ist der TSV Bayer 04 Leverkusen.

Internationale Wettbewerbe[Bearbeiten]

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft der Männer am 26. Juli 2008
Die deutsche Handball-Nationalmannschaft der Frauen am 1. Dezember 2006

Sowohl die Frauen- als auch die Männer-Handballnationalmannschaft konnten seit ihrem Bestehen bisher Weltmeister werden.

Erfolge bei Handball-Weltmeisterschaften[Bearbeiten]

Weltmeisterschaft der Männer:

Weltmeisterschaft der Frauen:

Erfolge bei Handball-Europameisterschaften[Bearbeiten]

Europameisterschaft der Männer:

Europameisterschaft der Frauen:

Erfolge bei Olympischen Spielen[Bearbeiten]

Olympische Spiele:

Erfolge der Junioren und Juniorinnen[Bearbeiten]

  • Junioren:
    • Weltmeister 2009, 2011
  • Juniorinnen:
    • Weltmeister 2008

Organisation und Struktur[Bearbeiten]

Mitglieder[Bearbeiten]

Regionalverbände[Bearbeiten]

Die folgenden drei Regionalverbände gehören dem DHB als Mitglieder an:[4]

  1. Norddeutscher Handball-Verband (NHV)
  2. Süddeutscher Handballverband (SHV)
  3. Westdeutscher Handball-Verband (WHV)

Landesverbände[Bearbeiten]

Die folgenden 22 Landesverbände gehören dem DHB als Mitglieder an:[4]

  1. Bremer Handballverband (BHV)
  2. Handballverband Niedersachsen (HVN)
  3. Handball-Verband Sachsen-Anhalt (HVSA)
  4. Handball-Verband Berlin (HVB)
  5. Handball-Verband Brandenburg (HVB)
  6. Hamburger Handball-Verband (HHV)
  7. Handballverband Mecklenburg-Vorpommern (HVMV)
  8. Handballverband Schleswig-Holstein (HVSH)
  9. Badischer Handball-Verband (BHV)
  10. Bayerischer Handball-Verband (BHV)
  11. Handball-Verband Sachsen (HVS)
  12. Südbadischer Handball-Verband (SHV)
  13. Handballverband Württemberg (HVW)
  14. Hessischer Handballverband (HHV)
  15. Pfälzer Handball-Verband (PfHV)
  16. Handball-Verband Rheinhessen (HVR)
  17. Handball-Verband Saar (HVS)
  18. Thüringer Handball-Verband (THV)
  19. Handball-Verband Rheinland (HVR)
  20. Handball-Verband Mittelrhein (HVM)
  21. Handball-Verband Niederrhein (HVN)
  22. Handball-Verband Westfalen (HV Westfalen)

Ligaverbände der Männer und der Frauen[Bearbeiten]

Die folgenden Ligaverbände der Männer und der Frauen gehören dem DHB als Mitglieder an:[4]

  1. Handball-Bundesliga (Männer)
  2. Handball-Bundesliga (Frauen)

Ehrenmitglieder[Bearbeiten]

Personen, die sich um den Handballsport oder den DHB besonders verdient gemacht haben, können auf Antrag des Erweiterten Präsidiums zu Ehrenmitgliedern ernannt werden. Sie haben Sitz im Handball-Bundestag.[4]

Präsidenten[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Deutscher Handballbund – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e Das Unternehmen Handball stellt sich vor
  2. IHF: European Handball Federation (EHF) >> List of Federations
  3. DHB-Intern Meilensteine
  4. a b c d Satzung des DHB vom 20. April 2013 (PDF; 345 kB)