Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien

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mumok – Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien (2006)

Das Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien (mumok) ist ein Museum im MuseumsQuartier im 7. Wiener Gemeindebezirk Neubau.

Geschichte[Bearbeiten]

das mumok in der Abenddämmerung, Konzert von Naked Lunch (2013)
Lichthof im mumok (2011)

Das mumok wurde am 20. September 1962 als Museum des 20. Jahrhunderts im 20er Haus (dem ehemaligen Österreich-Pavillon der Weltausstellung 1958 in Brüssel) im Schweizer Garten eröffnet. Gründungsdirektor war Werner Hofmann. In nur wenigen Jahren gelang es ihm, bedeutende Arbeiten der Klassischen Moderne zu erwerben und die Sammlung auszubauen.

Ab 1979 bis 1989 war der Kunsthistoriker Dieter Ronte Leiter des Museums. Am 26. April 1979 wurde das Palais Liechtenstein am Alsergrund aus Platzmangel als zweites Ausstellungsgebäude gemietet. Dies ist vor allem Hans Mayr zu verdanken, der 1977 als Präsident des Wiener Künstlerhauses eine Ausstellung mit Werken moderner Kunst aus der Sammlung des Aachener Ehepaars Irene und Peter Ludwig für Wien organisierte.

Während der Ausstellung erklärte sich das Sammlerehepaar bereit, einige der Werke als Dauerleihgaben nach Wien zu geben. Ein von der damaligen Bundesministerin Hertha Firnberg eingesetztes österreichisches Komitee führte Verhandlungen mit dem Ehepaar Ludwig und vereinbarte eine umfassende Leihe an Exponaten, was aber auch die Frage nach einer adäquaten Unterbringung der Kunstwerke aufwarf.

Mit der Gründung der Österreichischen Ludwig-Stiftung im Jahr 1981 gingen viele Leihgaben in den Bestand der Sammlung über. Das Museum verdankt dem Mäzenatentum des deutschen Industriellen- und Sammlerehepaars rund 230 Werke aus ihrer internationalen Sammlung, darunter bedeutende Arbeiten von Pablo Picasso, Robert Rauschenberg, Andy Warhol oder Gerhard Richter. Auf ihr Engagement geht die Gründung der Österreichischen Ludwig-Stiftung im Jahre 1981 zurück.

Für die Überlassung der Werke der Moderne führt das mumok seit 1991 seinen Namen als Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien. Die Stiftung sorgt für die Erhaltung und Präsentation der Werke und kauft weitere Objekte hinzu.

Am 15. September 2001 wurde das mumok im Wiener MuseumsQuartier neu eröffnet. Das kubische, mit Vulkangestein ummantelte Gebäude der Architekten Ortner & Ortner bietet auf 4800 m² Ausstellungsfläche Platz für die Hauptwerke der heute rund 9000 Exponate umfassenden Sammlung moderner und zeitgenössischer Kunst.[1] Gleichzeitig wurde es als Bundesmuseum mit 1. Jänner 2003 in die Vollrechtsfähigkeit entlassen.

Das mumok wurde ab 2001 von Edelbert Köb geleitet. 2006 feierte es „25 Jahre Österreichische Ludwig-Stiftung“. Im Oktober 2010 übernahm Karola Kraus die Leitung des Museums.[2]

Am 1. Mai 2011 verausgabte die Österreichische Post AG im Rahmen der Dauermarkenserie Kunsthäuser eine Briefmarke zu dem Objekt.

Sammlung und Ausstellung[Bearbeiten]

Richard Gerstl: Familie Schönberg 1908

Das Museum beherbergt seine aus rund 9000 Exponaten bestehende eigene Sammlung moderner und zeitgenössischer Kunst, die unter anderem Werke von Pablo Picasso, Joseph Beuys und Jasper Johns sowie Vertreter der Pop Art wie Andy Warhol, Roy Lichtenstein, Robert Rauschenberg und James Gill umfasst. Es verfügt über einen Großteil der Werke und Dokumentationen des Wiener Aktionismus.

Darüber hinaus führt das mumok regelmäßig Sonderausstellungen durch.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. mumok Geschichte
  2. Neue Mumok-Direktorin tritt Amt an auf ORF vom 1. Oktober 2010 abgerufen am 1. Oktober 2010

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

48.20361111111116.357777777778Koordinaten: 48° 12′ 13″ N, 16° 21′ 28″ O