Marlowe-Theorie

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel oder Abschnitt bedarf einer Überarbeitung. Näheres ist auf der Diskussionsseite angegeben. Hilf mit, ihn zu verbessern, und entferne anschließend diese Markierung.
Restauriertes Porträt einer 21-jährigen Person, datiert auf das Jahr 1585, mit lateinischer Inschrift AETATIS SVAE 21 („in seinem 21. Jahr“) und einem lateinischen Motto Quod me Nutrit me Destruit („Was mich ernährt, zerstört mich“), das mit einer gewissen Plausibilität Christopher Marlowe 1585 darstellen dürfte. Es wurde 1953 in beschädigtem Zustand bei Renovierungsarbeiten in der Masters Lodge des Corpus Christi College, Cambridge (England), entdeckt.

Die Marlowe-Theorie geht davon aus, dass das im Mai 1593 tödlich bedrohte Dramatikergenie Christopher Marlowe seinen Tod vortäuschte, dauerhaft in der Anonymität weiterlebte und unter zahlreichen Pseudonymen einschließlich William Shakespeare schrieb. Das Pseudonym Shakespeare wurde 1593 erwählt, da ein realer Strohmann William Shakspere aus Stratford gegen Honorierung sich in London bereitfand, Marlowe zur Erhöhung seiner Sicherheit „leibhaftig“ zu maskieren.

Grundannahmen der Theorie[Bearbeiten]

These 1[Bearbeiten]

Erste Grundannahme (These 1) der Theorie ist der begründete Zweifel daran,[1] dass William Shakespeare aus Stratford mit dem Dichter und Werkeverfasser William Shakespeare identisch gewesen sein kann.[2]

These 2[Bearbeiten]

Hauptartikel: Christopher Marlowe

Zweite Grundannahme (These 2) der Theorie ist, dass entgegen historischen Quellen Christopher Marlowe am 30. Mai 1593 „nicht zu Tode kam“, sondern sein zum vermeintlichen Todeszeitpunkt in höchstem Maße bedrohtes Leben durch einen vorgetäuschten Tod samt Identitäts- und Namenswechsel gerettet wurde.[3]

These 3[Bearbeiten]

Die dritte aus These 2 ableitbare Annahme (These 3) ist, dass Marlowe „Identität und Namen dauerhaft aufgab“,[4] um in seinem „zweiten“ Leben unter vielen Pseudonymen einschließlich William Shakespeare zu schreiben. Bei der Annahme, dass Marlowe auch unter dem Pseudonym „Shakespeare“ schrieb,[5] kann ein Großteil der bis heute bestehenden Unplausibilitäten der Autorschaftsdebatte beseitigt werden.

Geschichte der Marlowe-Theorie[Bearbeiten]

  • 1819/20 wurde in zwei anonymen Veröffentlichungen im Monthly Review die Theorie vorgeschlagen, dass Christopher Marlowe ein Pseudonym („nom de guerre“) für Shakespeare war. Der anonyme Autor wurde später als ein gewisser William Taylor aus Norwich identifiziert.[6][7]
  • 1895 vermutete Wilbur Gleason Zeigler, dass die Werke von Shakespeare von Marlowe stammen müssten.[8]
  • 1920 schrieb Henry Watterson in der New York Times (18. Juli) über seine Überzeugung, dass Marlowe Shakespeare gewesen sein müsse.[9]
  • 1923 schlug Archie Webster in einem Essay[10] insbesondere aufgrund einer eingehenden Analyse der Sonette vor, dass Marlowe der wahre Autor der Shakespeare’schen Werke sein müsse. Webster hatte zu dieser Zeit noch keine Kenntnis von Hotsons bahnbrechender Entdeckung des Todeshergangs Marlowes.
  • Erst 1925 entdeckte Leslie Hotson in den britischen Staatsarchiven den in lateinischer Schrift verfassten Bericht (Coroners Report) des William Danby von 1593, der die seit Jahrhunderten tradierte Todesursache Marlowes („Wirtshausschlägerei“ …killed in a drunken fight etc.) revidierte.
  • 1952 war es Roderick L. Eagle,[11] der die Todesumstände Marlowes zum Anlass nahm, über einen vorgetäuschten Tod zu spekulieren.
  • 1955 publizierte Calvin Hoffman die wohl einflussreichste Monographie über die Marlowe-Theorie. Eine wesentliche Argumentation bestand in der vergleichenden Textanalyse und Darstellung von Textparallelismen zwischen Christopher Marlowe und William Shakespeare.
  • 1994 entwickelte die Wissenschaftlerin A. D. Wraight in ihren Büchern In Search of Christopher Marlowe (zusammen mit Virginia Stern) und The Story that the Sonnets Tell insbesondere anhand einer Sonett-Analyse die Marlowe-Theorie weiter. Seit dieser Zeit haben sich verschiedene Autoren mit der Marlowe–Theorie auseinandergesetzt.
  • 2001 produzierte Michael Rubbo, ein australischer Dokumentarfilmer, einen Fernsehfilm,[12] in dem er die Pros und Kontras der Marlowe-Theorie darstellte.
  • 2008 erschienen zwei neue Monografien über die Marlowe-Shakespeare-Theorie von Samuel L. Blumenfeld.[13] und Daryl Pinksen[14]
  • 2011 erschien in der Serie Terra X (ZDF) die Dokumentation Das Shakespeare-Rätsel (Atlantis Film, Regie Eike Schmitz),[15] das die Marlowe-Theorie darstellt.

Marlowes Tod[Bearbeiten]

Gegen die Theorie, dass Marlowes Tod vorgetäuscht wurde, spricht die Tatsache, dass sechzehn „Juroren“ bei der Leichenbeschau (Coroners Inquest) anwesend waren und dass es einen durchgehenden Mangel an direkten Beweisen für ein Weiterleben von Marlowe jenseits von 1593 gibt. Zugleich argumentieren Shakespeare-Forscher, dass Stil der Werke und die Weltsicht Marlowes zu unterschiedlich zu der Shakespeares seien, sodass alle Evidenz mehr auf Shakespeare als den wahren Autor hinweise. All dies bedeutet, dass die Marlowe-Theorie von Shakespeare-Forschern zumeist als eine „Verschwörungstheorie“ betrachtet wird.

Die Untersuchung („The Inquest“)[Bearbeiten]

Entsprechend den Quellen[16] über Marlowes Tod, entdeckt erst 1925 durch Leslie Hotson, starb Marlowe als Ergebnis einer Messerstichverletzung oberhalb des rechten Auges, die Marlowe von Ingram Frizer nach einem Abendessen am 30. Mai 1593 zugefügt wurde. Zusammen mit zwei anderen Männern, dem Kurier des Kronrates Robert Poley[17] und Nicholas Skeres, hatten sie den Tag zusammen im Hause der Witwe Eleanor Bull, der Cousine von Lord Burghley, verbracht. Zwei Tage später, am 1. Juni 1593, erfolgte die richterliche Untersuchung durch den Leichenbeschauer und Untersuchungsrichter von Königin Elisabeth I., den Coroner to The Queen’s Household William Danby. Die Untersuchungskommission (The Jury) kam zu dem Urteil, dass sich die Tötung im Wege der Selbstverteidigung ereignete. Der Leichnam von Christopher Marlowe, des famous gracer of tragedians, wie ihn Robert Greene nannte, wurde am 1. Juni 1593 in einem nicht markierten Grab im Kirchhofe von St. Nicholas, Deptford, begraben. Königin Elisabeth I. erteilte nur vier Wochen später dem Mörder Frizer absolute Begnadigung,[18] ein bemerkenswert kurzes Zeitintervall nach einem Kapitalverbrechen, begangen innerhalb der Zwölf-Meilen-Zone der Königin (within the verge).[19]

Zu den zuletzt veröffentlichten Büchern bzw. Artikeln über Marlowes Tod scheint die Beobachtung bedeutsam, dass die meisten Autoren davon ausgehen, dass der Untersuchungsbericht eine „Fabrikation“ war und die Zeugen wahrscheinlich nicht die Wahrheit sagten.[20] Gewöhnlich gehen Wissenschaftler davon aus, dass gedungene Mörder am Werk waren und keine Selbstverteidigung vorlag. Anhänger der Marlowe-Theorie gehen einen Schritt weiter und argumentieren, dass, wenn Frizer, Poley und Skeres über die Ereignisse gelogen haben könnten, sie genauso gut über die Identität der Leiche selbst gelogen haben könnten. Mit anderen Worten, auch wenn sie behaupteten, es sei Marlowes Leichnam gewesen, waren sie, soweit bis heute bekannt, die Einzigen, die in der Lage waren, Marlowe (bzw. den Leichnam einer anderen Person, den die Jury zu untersuchen hatte) zu identifizieren. Verschiedene Kommentatoren fanden Details des Tötungsaktes nicht überzeugend.[21] Es gäbe zwar keine Gründe, die Ehrenhaftigkeit der Jury bei Marlowes Todesuntersuchung (Coroners Inquest) anzuzweifeln, sodass die Zeugenaussagen offensichtlich plausibel genug waren, die Jury zufriedenzustellen. Anstatt zu fragen „Warum wurde Marlowe getötet?“, wird bei der Marlowe-Theorie die Frage umformuliert: „Was war der Zweck des Treffens in Deptford?“

Hintergrund[Bearbeiten]

Es gibt keine Zweifel darüber, dass sich Christopher Marlowe zum Zeitpunkt seines Todes in tiefsten Schwierigkeiten, d. h. Todesbedrohung befand. Massive Anklagen gegen ihn,[22] er habe andere zum Atheismus überredet, waren vor den Kronrat (Privy Council) gelangt, und er wurde sicher – ob wahr oder falsch – verdächtigt, ein atheistisches Buch für subversive Zwecke geschrieben zu haben.[23] Auf solche Verbrechen standen zu jener Zeit unweigerlich Prozess und Exekution. Innerhalb der zwei vorausgehenden Monate waren mindestens drei Personen (Henry Barrowe und John Greenwood am 6. April 1593 sowie John Penry am 29. Mai 1593) für Verbrechen auf dem Scheiterhaufen hingerichtet worden, die nicht schlimmer als die Anschuldigungen gegen Marlowe gewesen waren.

Die Zeugen[Bearbeiten]

Zu Marlowes nahen Freunden gehörte Thomas Walsingham, der Sohn des Vetters des Geheimdienstchefs der Königin, Sir Francis Walsingham. Ein anderer Thomas hatte in dessen Nachrichten-Netzwerk von Agenten und Spionen gearbeitet.[24]

Marlowe scheint ebenfalls innerhalb des Nachrichtenbereichs gearbeitet zu haben und stand zum Zeitpunkt seines Todes in Diensten von William Cecil, 1. Baron Burghley und seinem Sohn Robert Cecil, 1. Earl of Salisbury. P. Honan schrieb: “One may infer that (they) were inconvenienced by Marlowe's death.”[25] Es ist deshalb für Anhänger der Marlowe-Theorie von Bedeutung, dass alle an dem Mordfall Beteiligten in irgendeiner Weise mit Marlowes Freund Thomas Walsingham (Ingram Frizer und Nicholas Skeres) oder mit seinen Arbeitgebern, den Cecils (Robert Poley, Eleonora Bull und William Danby), in Beziehung standen.[26]

Der wahrscheinlichste Grund für die Zusammenkunft – so argumentieren sie – müsste gewesen sein, Marlowe in irgendeiner Form vor der drohenden Todesstrafe zu retten. Die Tötung allein hätte nicht ausgereicht, aber mit einem fabrizierten Leichnam scheint die Vortäuschung des Todes das einzige Szenario, das alle bekannten Fakten in Einklang bringt. Auch die Tatsache, dass Poley, Frizer und Skeres ihr Auskommen damit verdienten, dass sie „von Berufs wegen“ überzeugend lügen konnten, muss eine Relevanz besitzen. War sein Tod vorgetäuscht (mit der Auflage, im Exil leben zu müssen) als ein Kompromiss zwischen denjenigen, die seinen Tod eingelöst haben wollten, wie John Whitgift, dem Erzbischof von Canterbury, und denen, die ihn lebend, aber zum Schweigen gebracht haben wollten, wie die Cecils, beispielsweise William Cecil, 1. Baron Burghley?

Der Untersuchungsrichter und Leichenbeschauer („The Coroner“)[Bearbeiten]

Die Annahme einer Beteiligung von Personen in höchsten Ämtern ist bei Marlowes Tod in jüngster Zeit vermehrt durch die Entdeckung diskutiert worden, dass die Untersuchung („The inquest“) in der Tat damals illegal war.[27] Die Untersuchung einschließlich Leichenbeschau hätte nach damaligem Recht von dem örtlichen County Coroner erfolgen müssen, zusammen (jointly) mit dem Queen's Coroner, den der County Coroner hinzuzuziehen hatte, sobald das Verbrechen innerhalb der Zwölfmeilenzone (Tudor miles) bei Anwesenheit der Königin erfolgte (i.e. that it was „within the verge“). Anhänger der Marlowe-Theorie argumentieren deshalb, dass es für William Danby als einzige Möglichkeit blieb, das Ganze durchzuziehen, da es gerade within the verge of the Queen lag und William Danby bereits zuvor über eine geplante „Tötung“ informiert und damit zur rechten Zeit „vor Ort“ war. Wenn es eine Täuschung war, muss William Danby darin massiv involviert gewesen sein und auch die Schweigeeinwilligung der Königin gekannt haben.

Der Leichnam (“The Body“)[Bearbeiten]

Wenn ein Tod vorgetäuscht wird, muss ein Leichnam existieren. Es war wohl D.L. More, der erstmals das wahrscheinlichste Opfer zur damaligen Zeit identifizierte.[28] Am Abend vor dem morgendlichen 10-Uhr-Treffen in Deptford wurde zu einem für eine Erhängung ungewöhnlichen Zeitpunkt John Penry, ein ungefähr altersgleicher Mann zu Marlowe, wegen des Schreibens subversiver Literatur nur zwei Meilen von Deptford entfernt öffentlich erhängt, und es gibt keinerlei Quellen darüber, was mit dem Leichnam danach erfolgte. Von möglicher Bedeutung scheint zu sein, dass William Danby auch dafür verantwortlich war, was mit diesem Leichnam von John Penry zu geschehen hatte.

Das Shakespeare-Argument[Bearbeiten]

Titelseite des ersten gedruckten Werkes unter dem Namen Shakespeare 1593 (hier Nachdruck von 1594). Die zwei lateinischen Zeilen entstammen als acht- und siebtletzte Zeilen den Ovidschen Elegien (hier I/15 Tod des Dichters), die Marlowe in früheren Jahren vollständig ins Englische übersetzt hatte.

Generell stützen die Anhänger der Theorie, Marlowe habe die Werke Shakespeares geschrieben, ihre Argumente weit weniger auf die erkannten Unzulänglichkeiten von Shakespeare als Autor (im Unterschied zu anderen Urheberschaftszweiflern), als vielmehr darauf, wie viel passender und plausibler Christopher Marlowe gewesen wäre, wenn er überlebt hätte, da er a) bereits zu Lebzeiten ein brillanter Dichter und Dramatiker war, b) als der eigentliche Schöpfer der sog. „Shakespeare’schen“ Blankverse gilt und c) genau die Erziehung, die intellektuellen Kontakte und den Zugang zur Literatur hatte, wie man sie von Shakespeare erwarten würde. Zugleich wäre – bei so vielen unbeantworteten Fragen über seinen Tod – sein vorgetäuschter Tod[29] eine bessere Erklärungsgrundlage als die aller anderen Urheberschaftskandidaten, sowohl als Erklärung für die notwendige Fortsetzung eines Lebens als Dramatiker als auch als notwendige Erklärung, dies unter einem falschen Namen tun zu müssen. Unterstützer der Marlowe-Theorie weisen darauf hin, dass die ersten klaren Zuweisungen von William Shakespeare zu den Versen und Stücken, die seinen Namen tragen, gerade zwei Wochen nach Marlowes Tod erfolgten. Shakespeares erste publizierte Arbeit Venus and Adonis wurde ohne Namen bzw. Autor am 18. April 1593 bei der Stationers Company registriert und scheint am 12. Juni 1593 mit dem Namen Shakespeare in den Verkauf gelangt zu sein, als erstmals eine Kopie gekauft wurde:[30]

Die zwei lateinischen Zeilen auf der Titelseite des ersten gedruckten Werkes unter dem Namen „Shakespeare“, das zugleich als first heire of my invention Henry Wriothesley, 3. Earl of Southampton zugeeignet wurde, entstammen dem Ende der 15. Elegie von Ovid (die den Tod des Dichters besingt!),[31] die Marlowe in früheren Jahren vollständig ins Englische übersetzt hatte. Anhänger der Marlowe-Theorie argumentieren, dass es nicht verständlich wird, warum Shakespeare sein erstes literarisches Werk (Venus und Adonis) mit der lateinischen Inschrift aus einer Marlowe-Übersetzung über den Tod des Dichters beginnt. Hingegen wird es für Christopher Marlowe unmittelbar plausibel, dass er auf die mittels der Zeilen der von ihm übersetzten Elegie (Tod des Dichters) auf seinen erzwungenen Identitätsverlust und damit (naturgemäß verdeckt und indirekt) auf sein erstes Werk unter neuem Namen (first heire of my invention) nur Wochen nach seinem Tod am 31. Mai 1593 hinweist. (Ein offizielles royal document seines Todes wurde auffallenderweise erst 332 Jahre später (1925) mehr oder weniger zufällig durch Leslie Hotson entdeckt.)[32] Die letzten vier Zeilen dieser Elegie (die den Zeitgenossen gut bekannt gewesen sein muss, aber sicher nicht hätten gedruckt werden können) lauteten in der englischen Übersetzung von Marlowe:

The living, not the dead, can envy bite,
For after death all men receive their right:
Then though death rakes my bones in funeral fire,
I'll live, and as he pulls me down, mount higher.

Zeittafel von William Shakespeare und Christopher Marlowe

Interne Evidenz[Bearbeiten]

Stilmerkmale[Bearbeiten]

Die Stilmerkmale von Christopher Marlowe und William Shakespeare unterscheiden sich in verschiedener Hinsicht. Einige sind nur statistisch auffällig (siehe Stilometrie), andere sind von einer Leserschaft unmittelbarer zu erkennen. Trotz der Tatsache, dass das Alter von Shakespeare und Marlowe identisch war, ist bis heute keinerlei Überlappung der schöpferisch-literarischen Perioden beider Personen erkennbar, in denen also beide gleichzeitig geschrieben haben bzw. künstlerisch aktiv waren. Für Anhänger der Marlowe-Theorie bleibt es außerordentlich unplausibel, dass Marlowe durchgehend in der Literatur (einschl. Brockhaus: Bedeutendster Dramatiker vor Shakespeare)[33] als Vorläufer (predecessor) von Shakespeare bezeichnet wird. Dies bedeutet zugleich, dass man sich keineswegs sicher sein kann, ob erkennbare Stil-Unterschiede von der Urheberschaft zweier verschiedener Autoren herrühren (wie von der Literaturwissenschaft angenommen), oder ob sie von der gleichen Person zu unterschiedlichen Lebenszeiten geschrieben wurden.

Mit der Analyse von (stylometrischen) Stilmerkmalen beispielsweise ist es möglich, bestimmte für Shakespeare typische Kennzeichen zu identifizieren wie beispielsweise besondere dichterische Techniken oder die Verwendung von Häufigkeiten bestimmter gemeingebräuchlicher Worte. Diese Techniken wurden für den Beweis verwendet, dass Marlowe Shakespeares Werke nicht geschrieben haben könne.[34]

In allen Fällen, bei denen diese Daten gegen die Zeit ausgedruckt wurden, zeigte sich jedoch, dass Marlowes Werk genau dahin passte, wo Shakespeares Werke am Anfang angelangt wären, hätte er wie Christopher Marlowe irgendetwas vor den frühen 1590er Jahren veröffentlicht.[35]

Dort andererseits, wo Stilanalysen bzw. Stylometrie bei der Unterscheidung helfen könnten, unterschiedliche Werke oder Autoren zu differenzieren oder herauszuarbeiten, d. h. zu klären, ob es sich nicht um einen einzigen Autor handelt, ist die Methodik mit vermehrten Zweifeln behaftet. Dies hat T.C. Mendenhall, der seinerzeitige Präsident der American Association for the Advancement of Science 1889, schmerzhaft erlebt, dessen Arbeiten viele Anhänger der Marlowe-Theorie zur Stützung ihrer Theorie verwenden.

Bei schlechter zu quantifizierenden Unterschieden, die sich vor allem an vielen Stellen bei Inhaltlichem ergeben, wird argumentiert, dass solche Unterschiede in einem gewissen Ausmaß unter der Annahme vorhersagbar sind, dass Marlowe in seinem Leben wohl erheblichen Transformationen ausgesetzt war mit neuen Wohnorten, Erfahrungen, Lernen, Interessen, Freunden, Bekanntschaften, einer neuen „politischen Agenda“, neuen Finanziers, neuen Aufführungsräumen, neuen Schauspielern[36] und möglicherweise (nicht alle werden hier zustimmen) einem neuen Mitarbeiter, Shakespeare selbst.

Es ist viel in die sog. „Parallelismen“ beider Autoren hineininterpretiert worden. Wenn beispielsweise in Marlowes „Jude von Malta“ Barabas Abigail auf einem Balkon über ihm erblickt, sagt sie: But stay! What star shines yonder in the east? Er antwortet: The lodestar of my life, if Abigail!. Die meisten würden eine Ähnlichkeit zu Romeos bekanntem Ausspruch erkennen: But soft! What light through yonder window breaks? Sie: It is the East, and Juliet is the sun! als sie auf dem oberen Balkon erscheint. Solche Beispiele gibt es viele, aber es erscheint schwierig, diese Redewendungen als ein Argument zu gebrauchen, da nicht klar ist, ob sie sich ereigneten, weil sie von einem einzigen Autor geschrieben wurden oder weil sie (bewusst oder unbewusst) einfach von William Shakespeare über Marlowe übernommen wurden.

Shakespeares Sonette[Bearbeiten]

Shakespeare-Wissenschaftler bestreiten zumeist, dass die Sonette[37] als in irgendeiner Form „biographisch“ gesehen werden müssen.[38] Anhänger der Marlowe-Theorie argumentieren, dass dies daher rühre, dass sich – anders als die Bezugnamen zu seinem Vornamen Will oder einem möglichen Wortspiel auf Hathaway – keinerlei Verbindungen zwischen den Inhalten der Sonette und Ereignissen aus dem Leben William Shakespeares herstellen ließen. Anders erscheint dies bei Marlowe unter der Annahme, dass er überlebte und in Ungnade ins Exil geschickt wurde. Anhänger der Marlowe-Theorie argumentieren, dass die Sonette exakt den Zustand reflektierten, der Marlowe nach seinem Exil, d. h. nur vermeintlichen Tod, ereilte.[39]

In Sonnet 25 beispielsweise würde eine Erklärung im Sinn dieser Theorie bereitstehen, warum dem Dichter unvorhergesehene Dinge (unlooked for) passierten, die ihm the chance to boast of public honour and proud titles verwehrten und die ihn „gezwungenermaßen“ zu weit entfernten Reisen, sogar über das Meer, führten (Sonett 26-28, 34, 50-51, 61). Anhänger dieser Theorie argumentieren, dass sein Weggehen dauerhaft war (Sonett 48), und assoziieren mit seinem Schicksal in disgrace with fortune and men's eyes seinen outcast state (Sonett 29) und seine blots und bewailed guilt (Sonett 36). Der Dichter sagt auch: made lame by fortune's dearest spite (Sonett 37). Diese Abschnitte und zahlreiche andere, die die Sonette durchziehen, werden in diesem Zusammenhang als Ausdruck von Marlowes vorgetäuschtem Tod und seinem nachfolgenden Schicksal im Exil interpretiert bzw. gewertet.

Es wird behauptet, dass auch zahlreiche Texthinweise in den Sonetten mehr oder weniger direkt die Ereignisse von Marlowes vorgetäuschtem Tod und seinem damaligen Identitätswechsel erkennen ließen, beispielsweise The coward conquest of a wretches knife (Sonett 74), Aboue a mortall pitch, that struck me dead? (Sonett 86)[40], Which vulgar scandall stampt vpon my brow (Sonett 112), Hence, thou suborned informer! a true soul (Sonett 125)[41] und all diese Inhalte der Sonette durch Marlowes Biografie leicht, durch Shakespeares Biografie bis heute nicht erklärbar seien.[42]

Anders als manche Unterstützer der Theorie von der Urheberschaft Bacons verbringen die Anhänger der Marlowe-Theorie in der Regel weniger Zeit damit, in den Werken nach verborgenen Botschaften (hidden messages) beispielsweise in Form von Akrosticha, Mesosticha oder anderen Chiffren, zu suchen. P. Bull glaubt allerdings, solch eine Botschaft, versteckt in den Sonetten, entdeckt zu haben.[43]

Das in Lateinisch gehaltene Motto auf Marlowes Porträt des Corpus Christi College, „Was mich ernährt, zerstört mich“, war von dem 21-jährigen Marlowe selbst als eine Art Lebensmotto gewählt. Es taucht in Shakespeares Werken konstant in den verschiedensten Variationen auf, beispielsweise in Sonett 73:

as the death-bed whereon it must expire
Consum’d with that which it was nourish’d by

Schlüsselsignale im Werk[Bearbeiten]

Vorgetäuschter oder fälschlich angenommener Tod, Ungnade, Verbannung und Wechsel der Identität sind in Shakespeares Stücken häufig wichtige „Ingredienzen“. Anhänger der Marlowe-Theorie halten sich selten damit auf, Parallelen zwischen Marlowes bekanntem bzw. vorausgesagten Leben einerseits und Ereignissen der Stücke zu suchen, da sie argumentieren, dass man in den Stücken ohnehin alles finden könne, wenn man nur intensiv genug danach suche.

Andererseits gibt es einige Stellen in den Stücken, in denen es schwierig ist, zu verstehen, warum bestimmte Aussagen einbezogen wurden, falls es (wie geglaubt wird) von vorneherein nicht nur für bestimmte Insider gedacht war. Beispielsweise, wenn es in Marlowes berühmtem Lied „The passionate shepherd to his love“ heißt:

By shallow rivers, to whose falls
Melodious birds sing madrigals
And I will make the beds of roses
And a thousand fragrant posies

und in Shakespeares Die Lustigen Weiber von Windsor (3.2) durch Evans gesungen wird:

To shallow rivers to whose falls
Melodious bird sing madrigals;
There we make our beds of roses
And a thousand fragrant posies.

so kann dies kein Zufall sein, doch warum vermischt er es mit Worten, die auf dem Psalm 137 basieren, dem wohl bestbekannten Lied, das je aus dem Exil geschrieben wurde? Man könnte auch Touchstones Worte in Wie es euch gefällt (3.3) „When a man's verses cannot be understood, nor a man's good wit seconded with the forward child, understanding, it strikes a man more dead than a great reckoning in a little room“ als einen direkten Hinweis, („a tribute“) auf Marlowe interpretieren. A. Latham formulierte es folgendermaßen:[44] nobody explains why Shakespeare should think that Marlowe's death by violence was material for a stage jester.

Externe Evidenz[Bearbeiten]

Es gibt bis heute keine einhellige Beweislage, dass Marlowe überlebte und mehr bewirkte, als einen erheblichen Einfluss auf Shakespeare auszuüben.[45] Bisher scheint eine Beweislage darin zu bestehen, dass verschiedene Behauptungen vorliegen, a) dass irgendjemand nach 1593 Marlowe gewesen sein könnte, b) dass verborgene Botschaften auf Shakespeares Grab gefunden wurden.

Die beiden Nachrufe in Gedichtform auf Shakespeare in den First Folio von Hugh Holland und J. M.[46] sprechen von einem „frühen“ Tod (soone), womit nicht Shakespeare im 52. Lebensjahr (unter Berücksichtigung des damaligen durchschnittlichen Lebensalters), sondern nur der frühe vermeintliche Tod Marlowes gemeint sein könne.[47]

For though his line of life went soone about (Hugh Holland)
WEE wondred (Shake-speare) that thou went'st so soone (J.M.)

Identität nach 1593[Bearbeiten]

Kontrovers diskutiertes Gemälde, das lange dem hölländischen Maler van Mander Anfang des 17. Jahrhunderts zugeschrieben wurde und zwei idealisierte Dichter darstellt, möglicherweise ein Ausschnitt eines vormals größeren Bildes. Als Figuren wurden Johnson und Shakespeare (Marlowe?) diskutiert.[48]

Es wurden verschiedenste Personen vorgeschlagen, tatsächlich später Christopher Marlowe (von dem man selbst davon ausging, 1593 gestorben zu sein) gewesen zu sein. Obwohl hier nicht alle beschriebenen Personen tiefergehend gekennzeichnet werden können, sollen einige Beispiele erwähnt werden, so

  • Hugh Sanford, der mit dem Earl of Pembroke im Wilton House in Wiltshire lokalisiert wurde[49]
  • ein Christopher Marlowe (alias John Matthews), der um 1602 in Valladolid auftauchte,[50] und
  • ein Monsieur Le Doux, ein Nachrichtenmann für Essex, der als ein French Tutor 1605 bei Rutland arbeitete[51] und anscheinend auch
  • ein Engländer, der 1627 in Padua starb, und dessen Familie – bei der er lebte – von ihm sagte, er sei Marlowe gewesen (auch wenn es nicht notwendigerweise der Name war, unter dem er allgemein bekannt war), ohne dass bis heute sichere Bestätigungen hierüber erlangt worden wären.[52]

Falls Don Fosters Argument richtig ist, dass der „begetter“ der Sonnette nur den Dichter selbst gemeint haben kann,[53] würde es Anhängern der Autorenschaft Marlowes für die Werke Shakespeares plausibel erscheinen, dass Mr. W.H. kein Druckfehler war, wie Foster vorschlägt, sondern die verwendete Identität von Marlowe im Jahre 1609 (einschließlich des Namens Will?) offensichtlich auch mit diesen Initialen Sinn ergab.

Verborgene Botschaften[Bearbeiten]

Zumindest zwei Anhänger der Theorie, W. Honey[54] und R. Ballantine[55], gehen davon aus, dass die vier Zeilen auf Shakespeares Grabmal ein Anagramm darstellen. Insgesamt spricht die Tatsache, dass beide, Honey und Ballantine, zu unterschiedlichen Ergebnissen kamen, eher für die Schwäche dieses Ansatzes. Anagramme als solche sind nützlich, verborgene Botschaften zu übermitteln einschließlich von Erst- oder Autorschaftsansprüchen, die bereits von Galileo und Huygens[56] verwendet wurden, die aber bei der Zahl möglicher Antworten nur nützlich scheinen, wenn sie eine Bestätigung dafür hergeben, den eigentlichen Schöpfer zu kennzeichnen.

Es erscheint merkwürdig, dass so viele Shakespeare-Verschwörungstheoretiker ihre Zeit mit der Suche nach buchstabenorientierten Chiffren für versteckte Botschaften zugebracht haben, von denen sie annahmen, dass geeignete Techniken die Doppeldeutigkeit zeitgenössischer Dichter oder Dramatiker mit Hilfe des Spieles von Worten aufdecken würde. In der Auseinandersetzung mit diesen Theoretikern haben Skakespeare-Wissenschaftler aus der First-Folio-Ausgabe Wendungen zitiert wie die von Ben Jonson, der dem Kupferstich-Porträt von Droeshout bescheinigt, dass es das Gesicht Shakespeares gut getroffen habe („hath hit his face well“), oder der Shakespeare als den „süßen Schwan“ bezeichnete („sweet Swan of Avon“), oder die Bezugnahme auf die Vergänglichkeit des Grabmals erwähnt („Time dissolves thy Stratford moniment“). Dennoch erscheint es möglich, all diese Wendungen auf gänzlich andere Weise zu interpretieren. So könnte ein Gesicht (face) entsprechend dem „Oxford English Dictionary“ (10.a) etwas ganz anderes bedeutet haben (an outward show; assumed or factitious appearance; disguise, pretence) und die Bedeutung des Swan of Avon könnte nicht nur an den Fluss the Avon that runs through Stratford, sondern auch an Daniels Delia denken lassen, in dem er an „Wiltshire“ denkt (But Avon rich in fame, though poor in waters… Shall have my song, where „Delia“ hath her seat).

Inschrift unter Shakespeares Grabmonument

Und wenn Leonard Digges schreibt “And Time dissolves thy Stratford moniment”, kann man naturgemäß auch annehmen, dass mit der Zeit eine „Lösung, Auflösung, Erklärung“ gemeint gewesen sein kann (time will eventually „solve, resolve or explain“ it (O.E.D. 12)).

All dies vermag Sinn zu ergeben, wenn man bedenkt, dass es auf gleiche Weise möglich erscheint, das gesamte Gedicht auf dem Grabmonument von Shakespeare (Stay Passenger…) anders zu interpretieren, indem es uns einlädt, das Puzzle zu lösen, wer sich in diesem Grabmal mit Shakespeare befindet. Als Antwort stellt sich heraus, dass es „Christofer Marley“ war, exakt wie Marlowes eigener Name zu jener Zeit buchstabiert wurde.[57]

Der Calvin-Hoffman-Preis[Bearbeiten]

Calvin Hoffman, der Autor des Buches The Murder of the Man who was Shakespeare (1955), starb 1987 in der Überzeugung, dass Marlowe der wahre Autor von Shakespeares Werken war. Beunruhigt darüber, dass die Theorie ihn nicht überleben könnte, stiftete er der Kings School in Canterbury, die Marlowe als Knabe absolviert hatte, einen beträchtlichen Betrag für eine jährliche preiswürdige Abhandlung (15000 Pfund jährlich) über das Thema der Shakespeare-Marlowe-Theorie.

Die Treuhänderschaft legte fest, dass der jährliche Gewinner derjenige sein sollte,

“[…] which in the opinion of the King's School most convincingly authoritatively and informatively examines and discusses in depth the life and works of Christopher Marlowe and the authorship of the plays and poems now commonly attributed to William Shakespeare with particular regard to the possibility that Christopher Marlowe wrote some or all of those poems and plays or made some inspirational creative or compositional contributions towards the authorship of them […]”

Der Vergabebeschluss sollte stets von einem herausragenden Shakespeare-Wissenschaftler getragen werden. Trotz Calvin Hoffmans unzweideutigen Absichten ist niemals ein Essay, der sich mit der Marlowe-Theorie auseinandersetzt, prämiert worden. Michael Rubbos Film bekam einen Anteil des Preises 2002, aber der Verleiher jenes Jahres, der Shakespeare-Forscher Jonathan Bate wählte diesen Film mehr als Ausdruck der Exzentrizität der Marlowe-Theorie aus denn als Ausdruck einer überzeugenden Argumentation. Seitdem ist der Preis für einen Essay ausschließlich an „orthodoxe“ Shakespeare-Forscher gelangt. Im Jahre 2007[58] wurde der Preis ausgeschrieben für eine distinguished publication on Christopher Marlowe, ohne dass die Autorschaftsfrage überhaupt noch erwähnt wurde.

Eine weitere Bedingung Calvin Hoffmans für die ursprüngliche Treuhänderschaft lautete:

“If in any year the person adjudged to have won the Prize has in the opinion of The King's School furnished irrefutable and incontrovertible proof and evidence required to satisfy the world of Shakespearian scholarship that all the plays and poems now commonly attributed to William Shakespeare were in fact written by Christopher Marlowe then the amount of the Prize for that year shall be increased by assigning to the winner absolutely one half of the capital or corpus of the entire Trust Fund.”

Danach müsste der inzwischen angesammelte Betrag in die Hunderttausende englischer Pfund gestiegen sein. Das wirkliche Ansinnen von Calvin Hoffman scheint danach vollständig ignoriert worden zu sein,[59] auch wenn ein Nutzen unzweifelhaft daraus resultierte, dass mehr Forschungsaktivitäten, Publikationen und Bücher in das Thema der Marlowe-Theorie investiert wurden, als dies möglicherweise ansonsten der Fall gewesen wäre.

Weblinks zur Marlowe-Theorie (Auswahl)[Bearbeiten]

englisch[Bearbeiten]

deutsch[Bearbeiten]

Publikationen zur Marlowe-Theorie (Chronologisch)[Bearbeiten]

  • W.G. Zeigler: It was Marlowe: a story of the secret of three centuries. 1895. Romanhafte Fiktion, mit einem Vorwort, das die Theorie entwickelt.
  • A. Webster: Was Marlowe the Man?. In: The National Review 1923, Vol. 82, pp. 81–86. Theorie anhand der Sonette.
  • C. Hoffman: The Murder of the Man who was Shakespeare. 1955. Erste Monographie über die Marlowe-Theorie.
  • David Rhys Williams: Shakespeare, Thy Name is Marlowe. 1966.
  • Lewis J. M. Grant: Christopher Marlowe, the ghost writer of all the plays, poems and Sonnets of Shakespeare, from 1593 to 1613. 1967.
  • William Honey: The Shakespeare Epitaph Deciphered. 1969.
  • William Honey: The Life, Loves and Achievements of Christopher Marlowe, alias Shakespeare. 1982.
  • Louis Ule: Christopher Marlowe (1564-1609): A Biography. 1992.
  • A. D. Wraight: The Story that the Sonnets Tell. 1994.
  • A. D. Wraight: Shakespeare: New Evidence. 1996.
  • Peter Zenner: The Shakespeare Invention. 1999.
  • Alex Jack: Hamlet, by Christopher Marlowe and William Shakespeare. 2 Bände. 2005 (related website).
  • Samuel L. Blumenfeld, Marlowe-Shakespeare Connection: A New Study of the Authorship Question. McFarland, 2008. ISBN 0-7864-3902-5.
  • Daryl Pinksen, Marlowe's Ghost: The Blacklisting of the Man Who Was Shakespeare, 2008. ISBN 0-595-47514-0.
  • Bastian Conrad:[3] Der wahre Shakespeare: Christopher Marlowe. Zur Lösung der Jahrhunderte alten Autorschaftsdebatte. Buch & Media, 2013 (2. erweiterte und korrigierte Auflage), ISBN 978-3-86520-374-8.

Weitere Theorien über Marlowes Tod (seit 1992)[Bearbeiten]

  • Charles Nicholl: The Reckoning: the Murder of Christopher Marlowe. 1992. S. 327-329.
  • Curtis C. Breight: Surveillance, Militarism and Drama in the Elizabethan Era. 1996. S. 114.
  • Paul E. J. Hammer: A Reckoning Reframed: the "Murder" of Christopher Marlowe Revisited. In: English Literary Renaissance. 1996. S. 225-242.
  • J. A. Downie: Marlowe, facts and fictions. In: J. A. Downie and J.T. Parnell (Hrsgb.): Constructing Christopher Marlowe. 2000. S. 26-27.
  • M. J. Trow: Who Killed Kit Marlowe? A contract to murder in Elizabethan England. 2001. S. 250.
  • Charles Nicholl: The Reckoning: the Murder of Christopher Marlowe. 2. Auflage, 2002. S. 415-417.
  • Constance Brown Kuriyama: Christopher Marlowe, A Renaissance Life. 2002. S. 136.
  • Alan Haynes: The Elizabethan Secret Services. 1952, 2004. S. 121-122.
  • David Riggs: The World of Christopher Marlowe. 2004. S. 334.
  • Park Honan: Christopher Marlowe, Poet & Spy. 2005. S. 354.

Literaturhinweise und Notizen[Bearbeiten]

  1. http://www.doubtaboutwill.org/
  2. Shakespeare Urheberschaftsdebatte
  3. http://www2.prestel.co.uk/rey/recknyng.htm
  4. http://issuu.com/alliteraverlag/docs/9783865203748_leseprobe_issuu
  5. http://www.der-wahre-shakespeare.com
  6. W.Taylor, Monthly Review, August 1819, v89, 361-62 und September 1820, v93, 61-63
  7. N&Q, 220-222, 1994
  8. Wilbur Gleason Zeigler: It Was Marlowe: A Story of the Secret of Three Centuries. 1895 (Digitalisat)
  9. http://query.nytimes.com/mem/archive-free/pdf?_r=1&res=9D03EEDB1131E433A2575BC1A9619C946195D6CF&oref=slogin
  10. http://www2.prestel.co.uk/rey/webster.htm
  11. R. L. Eagle: The mystery of Marlowe’s death. Notes & Queries 1952
  12. http://www.muchadoaboutsomething.com/ Much Ado About Something
  13. Samuel L. Blumenfeld, The Marlowe-Shakespeare-Connection 2008
  14. The Marlowe Ghoast, 2008
  15. Video Terra X: Das Shakespeare Rätsel (20. Dezember 2013, 8:30 Uhr, 44:20 Min.) in der ZDFmediathek, abgerufen am 3. Februar 2014
  16. inquest
  17. Eugénie de Kalb: Robert Poley’s Movements as a Messenger of the Court, 1588 to 1601. The Review of English Studies, 1933
  18. Frizer’s pardon
  19. David Riggs: The World of Christopher Marlowe. Faber and Faber, 2004. S. 334
  20. Siehe Liste oberhalb der Notizen Downie und Kuriyama, sie gehen wahrscheinlich als einzige davon aus, dass der Bericht der Wahrheit entsprach
  21. So zitiert P. Honan in seinem Buch Christopher Marlowe, Poet & Spy (S. 352) forensische Gründe, die eine sofortige Tötung durch die besagte Wunde anzweifeln (instanter obeit).
  22. Die englischen zeitgenössischen Original-Schriftstücke, die den Hintergrund für Marlowes extreme Bedrohung und möglicherweise den zeitnahen Tod oder die zeitnahe Todevortäuschung darstellen, sind im Internet verfügbar:
  23. Siehe 'The Atheist Lecture' section in Peter Fareys Marlowe's Sudden and Fearful End
  24. Charles Nicholl, The Reckoning (2002), pp. 138-144.
  25. Honan, op. cit., S. 355
  26. Nicholl op. cit., passim.
  27. Honan, op. cit., p.354 uand Farey's Was Marlowe's Inquest Void?
  28. Siehe Mores Drunken Sailor or Imprisoned Writer?Vorlage:Webarchiv/Wartung/Nummerierte_Parameter
  29. http://www2.prestel.co.uk/rey/sudden.htm
  30. Samuel Schoenbaum William Shakespeare: A Documentary Life. 1976. p. 131.
  31. http://www2.prestel.co.uk/rey/ovid.htm
  32. http://www2.prestel.co.uk/rey/inquis~1.htm
  33. http://www.brockhaus.de/suche/index.php?begriff=marlowe&bereich=mixed&x=0&y=0
  34. siehe beispielsweise Gary Taylor: The Canon and Chronology of Shakespeare's Plays. p.83. In: Stanley Wells et al.: A Textual Companion to their Oxford Complete Works, 1983
  35. Grafik (in Appendices VII and VIII) in Chapter 8 von Peter Farey: A Deception in Deptford.
  36. Er verwendete beispielsweise Richard Burbage statt Edward Alleyn als seinen führenden Schauspieler auf die gleiche Art wie sich Shakespeares Stoff für den „Clown“ mit dem Abgang von William Kempe und der Ankunft von Robert Armin änderte
  37. http://pages.unibas.ch/shine/sonetteMM.html
  38. beispielsweise siehe John Kerrigan: The Sonnets and A Lover's Complaint. 1986, p. 11. Für eine Diskussion, wie sich die Ansätze über die Zeit gewandelt haben, siehe auch, D. Pinksen: The Origins of the Shakespeare Authorship Debate. In: Marlowe Society's Research Journal 1. Dezember 2004, pp. 14-27.
  39. Archie Webster: The National Review. Vol. 82, 1923, Was Marlowe the Man?
  40. Richard Levin: Another Possible Clue To the Identity of The Rival Poet. In: Shakespeare Quarterly 1985
  41. Archie Webster: Was Marlowe the Man? In: The National Review. Vol. LXXXII, 1923
  42. Daryl Pinksen, Marlowe's Ghost: The Blacklisting of the Man Who Was Shakespeare, by iUniverse, Incorporated, 2008, ISBN 978-0-59547514-8
  43. See Peter Bull's[1] Shakespeare's Sonnets written by Kit Marlowe
  44. In the Arden (second series) edition of As You Like It, p. xxxiii.
  45. Siehe beispielsweise Das Kapitel Marlowe's Ghost in Jonathan Bate: The Genius of Shakespeare, 1997, pp. 101-132.
  46. http://shakespeare.palomar.edu/Folio1.htm
  47. C. Hoffmann: The Murder of the Man who was Shakespeare. Julian Messner Inc, 1955
  48. Bryan Loughrey: Neil Taylor Jonson and Shakespeare At Chess? Shakespeare Quarterly 1983
  49. Louis Ule: Christopher Marlowe: 1564-1609: A Biography. 1992
  50. See John Baker's Marlowe Alive in 1599, 1602 and 1603???!!!
  51. A.D. Wraight: Shakespeare: New Evidence, 1996, und Farey: A Deception in Deptford, Kapitel 2 und 3.
  52. John Hunt: Christopher Marlowe.
  53. Donald W. Foster: Master W.H., R.I.P., Publications of the Modern Language Association of America. 102 (1987), 42-54
  54. William Honey: The Shakespeare Epitaph Deciphered. 1969
  55. Roberta Ballantine: The Shakespeare Epitaphs. [2]
  56. William Friedman and Elizebeth Friedman: The Shakespearean Ciphers Examined. (Cambridge University Press, 1957), pp. 16–17.
  57. who, it says, with Shakespeare's death no longer has a "page" to dish up his wit, The Stratford Monument: A Riddle and its Solution.
  58. the call
  59. http://web.archive.org/web/20071029164854/http://www2.localaccess.com/marlowe/hofmnprz.htm