William-Shakespeare-Urheberschaft

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Vorderseite des sogenannten First Folio (1623), tituliert mit “the first collected edition of Shakespeare’s plays”. Die „Folio“-Ausgabe mit ihrem Porträt spielt eine erhebliche Rolle in der Debatte um die Urheberschaft. Der Kupferstich wird gewöhnlich Martin Droeshout dem Jüngeren zugeschrieben. Da dieser 1601 geboren, zum Todesjahr von William Shakespeare 1616, also sieben Jahre vor Veröffentlichung der Folio-Ausgabe, erst vierzehn Jahre alt war und deshalb den Stückeschreiber selbst wahrscheinlich nicht persönlich gekannt hat, haben Autorschaftszweifler auch die Entstehungsumstände des Shakespeare-Werks in Frage gestellt, ebenso wie Ben Jonsons Zusicherung, dass der Kupferstich „true to life“ sei. Stratfordianer antworten, dass seit langem angenommen werde, dass Droeshout von einer Vorlage, einem „Sketch“ ausgegangen sei. Charlton Ogburn, Autor von The Mysterious William Shakespeare (1984) notierte, dass die gebogene Linie, vom Ohr zum Kinn verlaufend, das Gesicht eher wie eine „Maske“ erscheinen lasse denn als die wahre Repräsentation einer tatsächlichen Person,[1] während Kunsthistoriker nichts Ungewöhnliches in diesem Merkmal erkennen wollen.[2]

Seit dem 18. Jahrhundert wird eine Debatte darüber geführt, ob die William Shakespeare aus Stratford-upon-Avon zugeschriebenen Werke in Wirklichkeit von einem anderen Autor oder von mehreren Autoren geschrieben wurden.[3]

Zweifler an Shakespeares Urherberschaft führen an, dass es an konkreten Beweisen dafür mangele, dass der Schauspieler und Geschäftsmann aus Stratford auch für das literarische Werk verantwortlich zeichnet, das seinen Namen trägt. Es gebe allzu große Lücken in den historischen Aufzeichnungen seines Lebens und es sei kein an ihn oder von ihm geschriebener Brief erhalten oder bekannt. Sein detailliertes Testament erwähne keine seiner Geschäftsanteile, die er am Globe- oder Blackfriars Theatre besaß, es erwähne auch keine Bücher, Stücke, Gedichte oder andere Schriften von seiner Hand. In der Tat ist fast nichts über seine Persönlichkeit bekannt, und obwohl manches über die historische Person auch aus seinen Stücken indirekt erschließbar sein mag, bleibt er auf Grund eines Mangels an solider lebensweltlicher Information über ihn selbst eine rätselhafte Person. John Michell notierte in Who Wrote Shakespeare (1996), dass „die bekannten Fakten über Shakespeares Leben … auf einem Blatt Papier niedergeschrieben werden könnten“. Er zitierte auch Mark Twains satirischen Kommentar dazu in Is Shakespeare dead? (1909).

Literaturwissenschaftler betrachten diesen Mangel an Information als nicht weiter erstaunlich, angesichts der lange zurückliegenden Lebenszeit und der allgemein lückenhaften Dokumentation über das Leben nicht adliger oder zur Oberschicht gehörender Personen aus jener Zeit. Sie weisen darauf hin, dass die historischen Informationen auch über viele andere Personen des Elisabethanischen Theaters lückenhaft seien. Deshalb spielt die Debatte in der seriösen Literaturwissenschaft keine bedeutende Rolle. Stephen Greenblatt, einer der führenden Shakespeare-Experten, schrieb etwa 2005, dass es einen „überwältigenden wissenschaftlichen Konsens“ in der Frage der Autorschaft gebe.[4]

Ein anderer oft erwähnter Grund für Zweifel ist die in den Shakespeare-Werken erkennbare allgemeine Bildung, die der Autor gehabt haben müsse, dokumentiert vor allem durch den gewaltigen Wortschatz von circa 29.000 verschiedenen Wörtern, beinahe sechsmal so viel wie die in der King-James-Bibel, die mit 5.000 verschiedenen Wörtern auskommt. Viele Kritiker erachten es als schwierig anzunehmen, ein Mann des 16. Jahrhunderts aus einer sozialen Schicht unterhalb des Hochadels könne nach der historisch erkennbaren Schulausbildung, die Shakespeare genoss, so versiert in der englischen oder gar in Fremdsprachen gewesen sein, erkennbar vor allem daran, dass die Werke mühelos über Fachvokabular etwa aus den Bereichen Politik, Juristerei oder Gartenbaukunst verfügen. Es gebe keine Beweise für den Besuch wenigstens einer Grammar School oder gar einer Universität. Urheberschaftszweifler glauben deshalb, dass die verfügbaren Informationen über Shakespeares Leben keinen ausreichenden Beweis dafür liefern, dass der historische Theatermann Shakespeare aus Stratford in der Lage war, die ihm zugeschriebenen Werke zu verfassen. Sie schlagen deshalb vor, dass andere, besser geeignete Personen dieser Zeitperiode als wahrscheinlichere Urheber der Werke Shakespeares in Betracht gezogen werden müssten, und gehen davon aus, dass Shakespeare nur eine Art „Strohmann“ („frontman“) für den wahren Autor war, der anonym bleiben wollte (oder musste).

Annähernd 200 Jahre war Francis Bacon der führende Alternativkandidat.[5] Daneben wurden verschiedene andere Kandidaten vorgeschlagen, darunter Christopher Marlowe, William Stanley, 6. Earl of Derby und Edward de Vere, 17. Earl of Oxford.[6] Als die im 20. Jahrhundert populärste Theorie entwickelte sich die Auffassung, dass Shakespeares Werke von Edward de Vere geschrieben sein könnten.[7] Obwohl von der klassischen Literaturwissenschaft bisher alle Theorien für Alternativkandidaten verworfen wurden, hat das Interesse an der Autorschaftsdebatte besonders unter unabhängigen Wissenschaftlern, Theater-Professionellen und Nichtphilologen (so etwa war Sigmund Freud einer der bekanntesten Zweifler) zugenommen, ein Trend, der sich auch im 21. Jahrhundert fortsetzt.[8]

Übersicht[Bearbeiten]

Etablierte Ansicht[Bearbeiten]

Titelseite der Erst-Ausgabe von SHAKE-SPEARE’S SONNETS 1609. Der hier mit einem Bindestrich versehene Name erschien auf dem Titelblatt von The Sonnets sowie auf den Titelblättern von 15 Stücken, die vor der Publikation der First Folio erschienen.[9]

Innerhalb der Literaturwissenschaft werden die folgenden Tatsachen als gesichert betrachtet: William Shakespeare wurde 1564 in Stratford-upon-Avon geboren, zog nach London um und wurde dort Dichter, Dramatiker, Schauspieler und Anteilseigner („sharer“) der bekannten Theatergruppe Lord Chamberlain’s Men (später die King’s Men), die das Globe Theater und das Blackfriars Theater in London besaßen. Er wechselte zwischen London und Stratford hin und her und zog sich ca. 1613, einige Jahre vor seinem Tod 1616, nach Stratford zurück. Shakespeares Name erschien auf vierzehn der fünfzehn vor seinem Tode veröffentlichten Werke. 1623, nach dem Tod der meisten der vorgeschlagenen Alternativkandidaten, wurden seine Stücke für eine Publikation in der First Folio Ausgabe zusammengestellt. Der Schauspieler wurde durch folgende weitere Belege mit dem Autor identifiziert:

  • a) Shakespeare aus Stratford hinterließ in seinem Testament Geschenke an Schauspieler seiner Londoner Theatergruppe,
  • b) der Mann aus Stratford und der Werke-Autor teilen einen gemeinsamen Namen und
  • c) es existieren auf Shakespeares Werke Bezug nehmende Gedichte in der First Folio (1623), die sich auf einen Schwan vom Avon („Swan of Avon“) und sein Grabmal (his „Stratford monument“) beziehen.[10]

Der Großteil der Wissenschaftler geht davon aus, dass mit den betreffenden Sätzen Shakespeares Grabmal in Stratford in der Holy Trinity Church gemeint ist, welches deutlich als das eines Schriftstellers („writer“) charakterisiert ist; dabei wird er mit Vergil verglichen und seine Werke werden als lebende Kunst („living art“) bezeichnet.[11]

Zueignungs-Seite der Sonnette. Auch die sogenannte „Widmung“ der Sonette trägt durch ihre mystifizierenden Andeutungen zum Verfasserschaftsstreit bei.

Weitere Hinweise stützen die „Stratfordianische“ Sichtweise:

  1. Im 1592 von Robert Greene verfassten Pamphlet „Greene’s Groatsworth of Wit“ schilt Greene einen Stückeschreiber, den er als „Shake-scene“ (Szenen-Erschütterer) verspottet, eine „emporgekommene Krähe“ („upstart crow“) und einen Jack-of-all-trades, einen Mann, der Fähigkeiten nicht besitze, sondern nur vortäusche:
    For there is an upstart Crow, beautified with our feathers, that with his Tygers hart wrapt in a Players hyde, supposes he is as well able to bombast out a blanke verse as the best of you: and beeing an absolute Johannes fac totum, is in his owne conceit the onely Shake-scene in a countrey. (Denn es gibt eine emporgekommene Krähe, fein herausgeputzt mit unseren Federn, die mit ihrem in einem Schauspielergewand versteckten Tigerherzen meint, Blankverse ausschütten zu können wie die Besten von euch: und als ein absoluter Hans-Dampf-in-allen-Gassen kommt er sich als der einzige Theater-Erschütterer im Land vor)
    Das legt nahe, dass die Zeitgenossen über einen Schriftsteller namens Shakespeare Bescheid wussten.[12]
  2. Der Dichter John Davies of Hereford bezog sich zu Shakespeares Lebzeiten einmal auf einen „Shakespeare“ als „our English Terence“.[13]
  3. Shakespeares Grabmonument in Stratford, das innerhalb eines Jahrzehnts nach seinem Tod erbaut wurde, stellt ihn an einem Pult mit einer Schreibfeder in der Hand dar. Er wurde also als Schriftsteller charakterisiert (obwohl auch eine wissenschaftliche Debatte darüber geführt wurde, ob das Grabmal zu einem späteren Zeitpunkt verändert wurde).[14]

Urheberschaftszweifler[Bearbeiten]

Für die Autorschaftszweifler[15] ergeben sich aus verschiedenen Quellen Hinweise dafür, dass Shakespeare von Stratford nur ein Strohmann für einen anderen, bisher nicht entdeckten Dramatiker gewesen sei: Das sind gleichermaßen sowohl wahrgenommene Unklarheiten wie auch fehlende Informationen aus historischen Quellen, die in ihren Augen Zweifel an Shakespeares Urheberschaft begründen, daneben auch die Beobachtung, dass seine Stücke ein Bildungsniveau spiegelten, das (einschließlich der Fremdsprachenkenntnisse) erheblich größer sei, als Shakespeares Schulbildung erwarten lasse. Auch führen die Zweifler Hinweise zeitgenössischer Autoren an, dass der potentielle Autor schon tot gewesen sein könnte, als Shakespeare von Stratford noch am Leben war; auch gebe es versteckte Hinweise auf Inhalte von Stücken und Personen, zu denen Shakespeare von Stratford keinen Zugang hatte und die deshalb einen anderen Autor oder Kandidaten vermuten ließen.

Terminologie[Bearbeiten]

„Anti-Stratfordianer“[Bearbeiten]

Diejenigen, die William Shakespeare aus Stratford als den primären Autor der Shakespeareschen Werke anzweifeln, nennen sich gewöhnlich „Anti-Stratfordianer“. Diejenigen, die Francis Bacon, Christopher Marlowe oder den Earl of Oxford als den Hauptautor der Shakespeareschen Stücke ansehen, werden gewöhnlich als Baconianer, Marlowianer oder Oxfordianer bezeichnet.

„Shakspere“ versus „Shakespeare“[Bearbeiten]

Im Elisabethanischen England gab es keine standardisierte Orthographie, schon gar nicht eines Eigennamens, weshalb man während der Lebenszeit von Shakespeare seinen Namen in verschiedensten phonetischen Schreibweisen (einschließlich „Shakespeare“) lesen kann. Anti-Stratfordianer bezeichnen gewöhnlich den Mann aus Stratford als „Shakspere“ (wie sein Name im Tauf- oder Sterbeeintrag erscheint) oder als „Shaksper“, um ihn von dem Werkeverfasser „Shakespeare“ oder „Shake-speare“, dem sie eine andere Identität zuschreiben, zu unterscheiden.

Anti-Stratfordianer weisen auch darauf hin, dass die allermeisten zeitgenössischen Bezugnahmen auf den Mann aus Stratford in öffentlichen Dokumenten ihn gewöhnlich in der ersten Silbe ohne „e“ als „Shak“, oder gelegentlich als „Shag“ oder „Shax“ schreiben, während der Dramatiker konsequent mit einem langen „a“ als „Shake“ buchstabiert wird.[16] Stratfordianer lehnen diese Konventions-Vermutung ab, d. h., sie bezweifeln, dass der Stratford-Mann seinen Namen anders schrieb als die Herausgeber der Bücher.[17] Da diese sog. „Shakspere“-Konventionen kontrovers diskutiert werden, wird Shakespeare in diesem Artikel nicht unterschiedlich geschrieben.

Die Idee einer geheimen Autorschaft im England der Renaissance[Bearbeiten]

„Anti-Stratfordianer“ weisen zur Stützung der Möglichkeit, dass Shakespeare ein Strohmann war, auf Beispiele von anonymen oder pseudonymen Veröffentlichungen Elisabethanischer Zeitgenossen hohen sozialen Rangs hin. In seiner Beschreibung zeitgenössischer Schriftsteller und Dramatiker schrieb Robert Greene, dass „Others…if they come to write or publish anything in print, it is either distilled out of ballets [ballads] or borrowed of theological poets which, for their calling and gravity, being loth to have any profane pamphlets pass under their hand, get some other Batillus to set his name to their verses. (Bei anderen, wenn sie etwas schreiben oder drucken lassen, ist es entweder aus Balladen gezogen oder von theologischen Dichtern entlehnt, welche ihres Rufes und ihrer Würde wegen keine weltlichen Pamphlete unter ihrem Namen drucken lassen wollen und daher einen anderen Bathyllus finden, der seinen Namen unter ihre Verse setzt)“[18] Bathyllus war dafür bekannt, dass er Verse Vergils dem Kaiser Augustus gegenüber als die seinen ausgegeben hatte. Roger Ascham diskutiert in seinem Buch The Schoolmaster die Überzeugung, dass zwei Stücke, die dem römischen Dramatiker „Terence“ zugeschrieben wurden, heimlich von „worthy Scipio, and wise Lælius“ verfasst wurden, weil die Sprache zu erhaben war, als dass sie von einem „servile stranger“ wie Terenz hätten verfasst werden können.[19]

Gemeinsam verwendete Argumente der Anti-Stratfordianer[Bearbeiten]

Shakespeares Bildung[Bearbeiten]

Gegen das von den Antistratfordianern vorgebrachte Argument zu geringer Schulbildung wenden Stratfordianer ein, dass Shakespeare berechtigt war, The King’s School in Stratford bis zum Alter von vierzehn Jahren zu besuchen, wo er auch Lateinische Stückeschreiber und Dichter wie Plautus und Ovid studierte.[20] Da jedoch keinerlei Aufzeichnungen darüber existieren, kann heute nicht mehr bewiesen werden, ob Shakespeare diese Schule besucht hat.[21] Es gibt keinerlei Quellen darüber, dass Shakespeare je eine Universität besucht hat, obwohl dies unter Renaissance-Dramatikern nicht ungewöhnlich war. Es wird angenommen, dass sich Shakespeare teilweise autodidaktisch ausbildete.[22]

Als ähnlicher Fall wird häufig der Dramatiker Ben Jonson genannt, der aus einer noch niedrigeren sozialen Schicht stammte als Shakespeare und dennoch zu einem Hofdichter emporstieg. Ähnlich Shakespeare besuchte Jonson nie eine Universität und wurde dennoch ein gebildeter Mensch, dem später ein Ehrentitel beider Universitäten (Oxford und Cambridge) verliehen wurde. Zusätzlich hatte Jonson Zugang zu Bibliotheken, mit deren Hilfe er seine Bildung weiterentwickeln konnte.[23] Eine Quelle für Shakespeares mögliche Selbstausbildung wurde von A. L. Rowse vorgeschlagen, der bemerkte, dass einige der Quellen seiner Stücke im „Printers Shop“ von Richard Field verkauft wurden, einem Stratfordianischen Studenten in Shakespeares Alter.[24]

Stratfordianer bemerkten, dass Shakespeares Werke nicht von Anfang an ein ungewöhnliches Maß an Ausbildung voraussetzen: Ben Jonsons Beitrag zu Shakespeares First Folio 1623 konstatiert, dass seine Stücke bedeutend seien, obwohl er nur über „small Latin and less Greek“ verfügte. Es wurde auch argumentiert, dass ein großer Teil seiner klassischen Bildung nur aus einem einzigen Text, Ovids Metamorphosen, abgeleitet werden kann, der ein kanonischer Text in vielen zeitgenössischen Schulen war.[25] Anti-Stratfordianer betonen hingegen, dass dies nicht erklärt, woher der Autor sein Wissen über fremde Sprachen, moderne Wissenschaften, Kriegskunst, Juristerei und aristokratische Sportarten wie Tennis, Jagen und Falkenjagd hatte.[26]

Shakespeares Testament[Bearbeiten]

Shakespeares dreiseitiges Testament, 1616, ohne Hinweise auf einen literarischen Nachlass

William Shakespeares Testament ist lang und ausführlich, es listet im Detail die Besitztümer eines erfolgreichen Bürgers auf. Anti-Stratfordianer finden es bemerkenswert, dass sein Testament nirgends den Besitz von persönlichen Papieren, Briefschaften oder Büchern irgendwelcher Art erwähnt (Bücher waren zu jener Zeit seltene und teure Besitztümer). Gleichermaßen werden auch keine Gedichte, Manuskripte oder unfertige Arbeiten, Korrespondenzen oder Schriftstücke aufgelistet, noch finden sich irgendwelche Bezugnahmen auf seine wertvollen Besitz-Anteile am Globe-Theater.[27]

Im Besonderen weisen Anti-Stratfordianer darauf hin, dass bei Shakespeares Tod achtzehn seiner Theaterstücke noch nicht publiziert waren und dennoch kein literarisches Werk und keines dieser Stücke in seinem Testament erwähnt wurde, was beispielsweise einen Gegensatz zu Sir Francis Bacons zwei Testamenten darstellt, die sich auch auf Werke beziehen, die er erst posthum publiziert wissen wollte.[28] Anti-Stratfordianer empfinden es als ungewöhnlich, dass Shakespeare im Testament nicht den Wunsch zum Ausdruck brachte, dass seine Familie von seinen unveröffentlichten Werken (finanziell) profitieren sollte oder dass er offensichtlich nicht daran interessiert war, der Nachwelt etwas zu hinterlassen. Sie empfinden es auch als unwahrscheinlich, dass Shakespeare alle seine Manuskripte der Theatertruppe King’s Men überlassen haben soll, wo er doch selbst Teilhaber war. Zu jener Zeit war es aber üblich, dass einer Theatergruppe zugedachte Theaterstücke im gemeinsamen Eigentum von Autor und Theatertruppe standen.[29] Es gab zwei Teilhaber der Truppe, John Heminge und Henry Condell, deren Namen in der Zueignung in der First Folio 1623 erwähnt wurden.[30]

Das Problem des Jahres 1604[Bearbeiten]

Einige „Anti-Stratford“-Forscher nehmen an, dass gewisse Dokumente dafür sprechen, dass der wirkliche Autor bereits 1604 tot war, dem Jahr, in dem die kontinuierliche Produktion neuer Shakespeare-Stücke auf „geheimnisvolle Weise“ aufhörte,[31] und zahlreiche „Anti-Stratfordianische“ Forscher glauben, dass Ein Wintermärchen,[32] Der Sturm, Heinrich VIII.,[33] Macbeth,[34] King Lear[35] und Antonius und Kleopatra,[36] so genannte „spätere Stücke“, nicht später als im Jahre 1604 verfasst wurden.[37] Wissenschaftler zitieren Shakespeares Sonnets von 1609, in deren scheinbarer Widmung der Passus „our ever-living Poet“[38] erscheint, und betonen, dass die Worte “ever-living” sehr selten, wenn überhaupt, auf eine lebende Person angewandt wurden[39] – Worte, die typischerweise jemanden ehren, der gestorben bzw. nach seinem Tod „unsterblich“ geworden ist.[40] Es wird auch eine zeitgenössische Quelle zitiert, die nahelegt, dass Shakespeare, der Teilhaber des Globe-Theaters, vor 1616 gestorben war.[41]

Shakespeares Lese- und Schreibfähigkeit[Bearbeiten]

Sechs noch heute existierende Unterschriften von Shakespeare, zwischen 1612 und 1616.[42] 1. Eine Unterschrift in einem Gerichtsfall (1612). 2. Kleine Unterschrift von einem Siegelstreifen eines Dokuments, das die Besitztümer des Blackfriars Theater (1613) in Augenschein nimmt. 3. Kleine Unterschrift von einem Siegelstreifen eines Hypotheken-Dokuments (1613). 4. Unterschrift der ersten Seite des Testaments Shakespeares (1616). 5. Unterschrift der zweiten Seite des Testaments. 6. Dritte Seite des Testaments, „By me William Shakspeare“.

Von den Anti-Stratfordianern wird angeführt, dass insbesondere die letzten Unterschriften Shakespeares (siehe die nebenstehende Abbildung) so ungelenk sind, dass sie der Annahme einer ausgedehnten schriftstellerischen Tätigkeit des Unterzeichnenden entgegenstehen. Weiter bemerkten die Anti-Stratfordianer, dass kein erhalten gebliebener Brief von oder an Shakespeare existiert. Sie betonen, dass ein Mann von Shakespeares Schreibfähigkeiten eigentlich zahlreiche Briefe verfasst haben müsste.[43] Es sind auch keine anderen von Shakespeare verfassten Dokumente überliefert, und kein einziges Original seiner Werke ist erhalten geblieben.

Ferner wird darauf hingewiesen, dass Shakespeares Frau Anne Hathaway und mindestens eine der beiden Töchter (Judith) nachweislich Analphabeten geblieben waren, woraus abzuleiten sei, dass Shakespeare ihnen das Schreiben nicht beigebracht hatte.[44] Shakespeares ältere Tochter Susannah war jedoch in der Lage, Unterschriften zu leisten.[45] Die Mehrheit der Shakespeareforscher vertritt hingegen die Ansicht, dass der Analphabetismus für Frauen der Mittelklasse im 17. Jahrhundert normal gewesen sei.[46]

Shakespeares Reputation[Bearbeiten]

Anti-Stratfordianer gehen davon aus, dass der Sohn eines Handschuhmachers aus der Provinz, der bis zu seinem frühen Erwachsenenalter in Stratford wohnte, nur mit geringer Wahrscheinlichkeit die Theaterstücke geschrieben haben kann, die sich in so persönlicher Weise mit den Aktivitäten, Reisen und dem Leben bei Hofe auseinandergesetzt haben. Diese Sichtweise wurde von Charles Chaplin publiziert: „In the work of greatest geniuses, humble beginnings will reveal themselves somewhere, but one cannot trace the slightest sign of them in Shakespeare. Whoever wrote Shakespeare had an aristocratic attitude.“[47] Orthodoxe Wissenschaftler antworten darauf, dass die „glamouröse“ Welt der Aristokratie der beliebteste Hintergrund für Stücke dieses Zeitalters war. Sie fügen hinzu, dass zahlreiche englische Schriftsteller der Renaissance – einschließlich Christopher Marlowe, John Webster, Ben Jonson, Thomas Dekker und anderer – trotz ihrer niederen Herkunft über die Aristokratie schrieben.[48] Auch sei Shakespeare ein „nach oben offener“ Mensch gewesen: Seine Theatergruppe habe regelmäßig am Hof gespielt, und er habe deshalb ausreichend Gelegenheit bekommen, das höfische Leben zu beobachten. Zusätzlich habe ihn seine Theater-Karriere wohlhabend gemacht, so dass er für seine Familie ein Wappen und den Titel eines „Gentleman“ wie viele andere wohlhabende Mittelklasse-Menschen in jener Zeit erwerben konnte.

In The Genius of Shakespeare unterstreicht Jonathan Bate, dass das Standesargument umkehrbar sei: Die Stücke enthielten Einzelheiten des Unterklasse-Lebens, über das Adelige nur wenig Einsicht hatten. Viele von Shakespeares lebhaftesten Figuren seien aus der Unterklasse oder ließen sich mit diesem Milieu assoziieren, wie z. B. Falstaff, Nick Bottom, Autolycus, Sir Toby Belch.[49]

Anti-Stratfordianer meinen, dass sich Shakespeares Behandlung der ländlichen Bevölkerung einschließlich komödiantischer und verletzender Namen (wie Bullcalfe, Elbow, Bottom, Belch, oft porträtiert als „the butt of jokes or as an angry mob“) deutlich von der Behandlung des Adels unterschied, die sehr viel persönlicher und vielschichtiger ausfiel.[50] Stratfordianer deuteten ebenfalls darauf hin, dass Shakespeare im 17. Jahrhundert nicht als ein Experte des Hofes, sondern als ein Kind der Natur galt („Warbled his native wood-notes wild“, wie es John Milton in seinem Gedicht L’Allegro ausdrückte). Tatsächlich schrieb John Dryden 1668, dass die Dramatiker Beaumont und Fletcher die Unterhaltungen von „Gentlemen“ besser verstehen und imitieren konnten als Shakespeare, und 1673 generell über Dramatiker des „Elisabethanischen“ Zeitalters: „any of them had been conversant in courts, except Ben Jonson“. Da beispielsweise Ben Jonson (der selbst der Unterschicht entstammte) zwölf Jahre seit seinem ersten Stück brauchte, um ein Adelspatronat von Prinz Heinrich für seinen Kommentar zu The Masque of Queens (1609) zu erhalten, bezweifeln Anti-Stratfordianer, dass ein noch unbekannter Shakespeare aus Stratford das Patronat des Earl of Southampton für eines seiner zuerst veröffentlichten Werke, des langen Versepos Venus und Adonis (1593), erhalten haben könnte.

Kommentare von Zeitgenossen[Bearbeiten]

Zeitgenössische Kommentare von Schriftstellern über Shakespeare können als Ausdruck ihres Zweifels an seiner Autorschaft interpretiert werden. So hatte Ben Jonson eine widersprüchliche Beziehung zu Shakespeare. Einerseits betrachtete er ihn später als einen Freund, als er 1637 schrieb „I loved the man“[51] – und ihn im First Folio 1623 lobte. Andererseits bezeichnete Jonson Shakespeare als “too wordy”. In seinem Kommentar zu dem Lob der Schauspielkollegen, dass er nie eine Zeile korrigierte, schrieb er: would he had blotted a thousand (hätte er nur tausend gestrichen) und dass er flowed with that facility that sometimes it was necessary he should be stopped (die Worte so aus ihm heraussprudelten, dass es manchmal nötig war ihn zu stoppen).[52]

Im selben Text (veröffentlicht 1641) spöttelte Jonson über eine Zeile von Shakespeare, in der er über die Person Cäsar (vermutlich in seinem Bühnenstück) schrieb Caesar never did wrong but with just cause (Cäsar fehlte ausschließlich mit Absicht), die Jonson als lächerlich empfand,[53] und in der Tat enthält der Text Jonsons 1623 im First Folio eine andere Zeile: Know, Caesar doth not wrong, nor without cause / Will he be satisfied (3.1). Jonson äußerte sich über diese Zeile auch in seinem Stück The Staple of News verächtlich, ohne sich direkt auf Shakespeare zu beziehen. Einige Anti-Stratfordianer interpretieren diese Bewertungen als Ausdruck eines Zweifels an Shakespeares Fähigkeiten, diese Stücke geschrieben zu haben.[54]

In Robert Greenes posthumer Veröffentlichung Greene’s Groatsworth of Wit (1592 veröffentlicht, möglicherweise von dem Dramatiker Henry Chettle verfasst) wird ein Dramatiker namens „Shake-scene“ als eine emporgekommene Krähe („an upstart Crowe beautified with our feathers“) zusammen mit einem Zitat aus Heinrich VI. (Teil 3) verspottet (oben in der Übersicht zitiert). Die orthodoxe Sichtweise besteht darin, dass Greene den relativ ungebildeten Shakespeare kritisiert, weil er sich in die Gefilde des an einer Universität ausgebildeten Dramatikers Greene begibt.[55] Einige Anti-Stratfordianer gehen davon aus, dass Greene tatsächlich Shakespeares Urheberschaft anzweifelt.[56] In Robert Greenes früherer Arbeit Mirror of Modesty (1584) wird die Zueignung erwähnt „Ezops Crowe, which deckt hir selfe with others feathers“ als Bezug zu Aesops Fabel (die Krähe, der Igel und die Federn), die sich gegen Menschen richtet, die vorgeben, dass sie etwas besäßen, das sie nicht haben. In John Marstons satirischem Gedicht The Scourge of Villainy (1598) wendet sich Marston gegen die Oberklasse, die durch ihre sexuellen Kontakte mit der Unterklasse als verunreinigt bezeichnet wird. Gewürzt mit sexueller Metaphorik fragt Marston:

Shall broking pandars sucke Nobilitie?
Soyling fayre stems with foule impuritie?
Nay, shall a trencher slaue extenuate,
Some Lucrece rape?. And straight magnificate
Lewd Jovian Lust? Whilst my satyrick vaine
Shall muzzled be, not daring out to straine
His tearing paw? No gloomy Juvenall,
Though to thy fortunes I disastrous fall.

(Übersetzung in etwa: Soll'n heruntergekommene Kuppler sich mit dem Adel verbändeln? Befleckte Schönheit mit faul riechender Unreinheit ringen? Ja, soll ein Arbeitssklave die Schändung einer Lukrezia verherrlichen? Und so die Lust eines geilen Jupiter befördern? Während meiner satirischen Ader das Maul gestopft würde, da niemand wagt seiner zuschlagenden Pranke Einhalt zu gebieten? Nein, trübsinniger Juvenal, so würde ich dein grausames Schicksal teilen.)

Der Überlieferung nach wurde der römische Satire-Dichter Juvenal von Domitian ins Exil geschickt, weil er einen Schauspieler verhöhnt hatte, in den der Kaiser verliebt war,[57] und wurde im Exil sehr trübsinnig (gloomy). Marstons Gedicht könnte sich gegen einen Schauspieler gerichtet haben, sozusagen als Frage, ob solch ein „niedrigstehender“ Sklave (trencher slave, der also Gräben aushebt) eine „Schändung der Lukrezia“ (Rape of Lucrece) in seinem gleichnamigen Gedicht verharmlost habe. Die Anfangszeilen würden dann Shakespeare, der ein solches Gedicht Lucretia verfasst hatte, als broken pandar (heruntergekommenen Zuhälter) bezeichnen, der sich in niedrigster Weise beim Adel einschmeichelte (suck nobility), vielleicht eine Anspielung auf das mit dem Gedicht gewonnene Patronat des Earl of Southampton. Zudem stammt das Wort "pandar" aus Shakespeares Stück "Troilus und Cressida" (es bedeutete damals "Kuppler" und heute bedeutet es "Zuhälter"). Es ist ein ursprünglich italienisches Wort, das durch Shakespeare in die englische Sprache einging.

Hinweise in den Gedichten[Bearbeiten]

Anti-Stratfordianer wie Charlton Ogburn haben wiederholt Shakespeares Sonette als Evidenz für ihre Position verwendet. Sie zitieren z. B. Sonnet 76 als offensichtliches trickreiches Zugeständnis des Autors:

Why write I still all one, ever the same,
And keep invention in a noted weed,
That every word doth almost tell my name,
Showing their birth, and where they did proceed?

(Warum schreib ich immer noch ganz allein und immerfort dasselbe/Versteck Erfindungsgeist in eng verschlungenem Gestrüpp/Wenn jedes Wort mich doch beinah verrät/Auf seine Herkunft deutet und den weitren Weg?)

Geographisches Wissen[Bearbeiten]

Die meisten Anti-Stratfordianer gehen davon aus, dass ein polyglotter Mann die Stücke geschrieben haben muss, da sich viele in europäischen Ländern abspielen und starke Aufmerksamkeit für lokale Details erkennen lassen. Sie gehen davon aus, dass solche lokale Informationen am wahrscheinlichsten aus erster Hand unmittelbar vor Ort erhalten worden sein müssten, gelangen zu der Schlussfolgerung, dass der Autor der Stücke ein Diplomat, ein Aristokrat oder ein Politiker gewesen sein könne oder müsse. Wissenschaftler antworten darauf, dass zahlreiche zeitgenössische Stücke anderer Dramatiker ebenfalls in anderen Ländern spielten und dass Shakespeare in dieser Hinsicht nichts Außergewöhnliches biete. Zusätzlich habe Shakespeare in vielen Fällen die Ortsbeschreibung aus Quellen entlehnt.

Auch jenseits der Urheberschaftsfrage entwickelte sich eine Debatte über das Ausmaß geographischen Wissens, das in den Shakespeare-Stücken zum Ausdruck kommt. Einige Wissenschaftler argumentierten, dass es in den Texten überhaupt nur wenige topographische Informationen gebe (nirgends im Othello oder dem Kaufmann von Venedig seien venezianische Kanäle erwähnt). Es ergeben sich tatsächliche auffällige Fehler, z. B. bezog sich Shakespeare in dem Stück Ein Wintermärchen auf ein Böhmen mit einer Meeresküste (bekanntlich ist Böhmen aber nur von Land umgeben),[58] er bezog Verona und Mailand in dem Stück Zwei Herren aus Verona auf Seehäfen (die Städte liegen im Inland), in dem Stück Ende gut, alles gut meinte er, dass eine Reise von Paris nach Nord-Spanien Italien passieren würde, und in dem Stück Timon von Athen spricht er davon, dass es im Mittelmeer Ebbe und Flut gebe und dass diese nur einmal statt zweimal am Tage stattfänden.[59] Antworten auf derartige Einwände wurden von verschiedensten Seiten (sowohl Wissenschaftlern als auch „Anti-Stratfordianern“) gegeben. In einzelnen anderen Fällen wie in Der Kaufmann von Venedig zeige sich wiederum ein detailliertes lokales Wissen über die damalige Stadt, wie z. B. des einheimischen Wortes „traghetto“ für den Venezianischen Schiffsverkehr (gedruckt als traject in dem veröffentlichten Text[60]).

In allen Fällen sei jedoch der wesentliche Umstand übersehen worden, dass solcherlei geographische Fehler bereits in Shakespeares Quellen oder in Robert Greenes Pandosto vorhanden waren und deshalb in den Stücken nur wiederholt wurden – was allerdings ebenfalls gegen die Theorie eigener Anschauung spricht.

Wissenschaftler gehen davon aus, dass Shakespeares Stücke verschiedene geographisch gebundene Namen für eine bestimmte Flora und Fauna enthielten, die nur für die Grafschaft Warwickshire, in der der Ort Stratford-upon-Avon gelegen ist, gültig waren, z. B. love in idleness im Sommernachtstraum für das Wilde Stiefmütterchen (Viola tricolor).[61]

Diese Namen würden nahelegen, dass ein in der Grafschaft Warwickshire Geborener diese Stücke geschrieben haben könnte. Anhänger der Oxford-These betonten, dass de Vere ein Landhaus in Bilton in Warwickshire besaß, obwohl Quellen belegen, dass er das Haus 1574 vermietet und 1581 verkauft hatte.[62]

Kandidaten[Bearbeiten]

Geschichte alternativer Zuordnungen[Bearbeiten]

Edward de Vere, 17. Earl of Oxford Francis Bacon William Shakespeare Christopher Marlowe William Stanley, 6. Earl of Derby
Edward de Vere, Francis Bacon, William Stanley und Christopher Marlowe (beginnend von links oben im Uhrzeigersinn) wurden als Autoren der Werke von William Shakespeare (Mitte) vorgeschlagen.

Die ersten „indirekten“ Hinweise, die einen Verdacht gegen die Autorschaft der Shakespeareschen Werke begründeten, kamen von „elisabethanischen“ Zeitgenossen selbst. Bereits 1595 veröffentlichte der Dichter Thomas Edwards sein Werk Narcissus und den L’Envoy zu Narcissus, in denen er deutlich auf eine Identität Shakespeares als eines Aristokraten hinweist. Während er auf den Dichter von „Venus und Adonis“ Bezug nahm, bezeichnete Edwards ihn als jemanden, „dressed in purple robes (gekleidet in Purpur-Roben)“, Purpur-Violett hier als Symbol der Aristokratie. Der Elisabethanische Satiriker Joseph Hall (1597) und John Marston (1598) vermuteten, dass Sir Francis Bacon der Autor von Venus und Adonis und Lucretia gewesen sei. Um den Beginn des siebzehnten Jahrhunderts hinterließ Gabriel Harvey, ein Gelehrter aus Cambridge, so genannte „Marginalia“ in seinen Kopien von Geoffrey Chaucers Werken, die nahelegen, dass er davon ausging, dass Sir Edward Dyer wenigstens der Autor von Venus und Adonis war. All diese Hinweise waren jedoch „verschleierte“ Bezugnahmen zur Autorschaftsdebatte Shakespeares, die zu jener Zeit nur in Andeutungen, aber nie explizit formuliert waren.[63]

Die ersten „direkten“ Hinweise über einen Autorschaftszweifel an Shakespeare entstanden im achtzehnten Jahrhundert, als unorthodoxe Sichtweisen über Shakespeare in drei verschiedenen allegorischen Erzählungen zum Ausdruck kamen. In einem Essay Against Too Much Reading (1728) von Captain Golding wird Shakespeare als reiner Kollaborateur dargestellt, der „in all probability could not write English“.[64] In dem Opus The Life and Adventures of Common Sense (1769) von Herbert Lawrence wird Shakespeare als ein „shifty theatrical character … and incorrigible thief (verschlagener Theater-Charakter und unverbesserlicher Dieb)“ gekennzeichnet.[65] In The Story of the Learned Pig (1786), verfasst von einem unbekannten Autor, wird Shakespeare als „an officer of the Royal Navy“ beschrieben, der ausschließlich als ein „Strohmann“ für den realen Autor herhalten musste, eine Person namens „Pimping Billy.“[66]

Während dieser Zeit erforschte der gelehrte Geistliche James Wilmot aus Warwickshire die Biographie von Shakespeare. Er bereiste intensiv die Gegend um Stratford und besuchte Bibliotheken und Büchereien von Landhäusern innerhalb eines Radius von fünfzig Meilen, um nach Quellen, Briefen und Büchern zu suchen, die mit Shakespeare in Verbindung zu bringen waren. Um 1781 war Wilmot über den Mangel an dokumentarischen Erwähnungen von Shakespeare derart bestürzt, dass er zu der Schlussfolgerung gelangte, dass Shakespeare nicht der Verfasser des Shakespeareschen Werke-Kanons sein könne. Da Wilmot die Werke von Sir Francis Bacon bekannt waren, kam er zu der Auffassung, dass wahrscheinlich er der reale Autor des Werke-Kanons von Shakespeare sein müsse. Er berichtete dies einem James Cowell, der dies 1805 vor der Ipswich Philosophical Society vortrug (Cowells Manuskript wurde erst im Jahre 1932 wiederentdeckt).

Zeitdiagramm der wichtigsten Urheberschaftskandidaten. Es sei bemerkt, dass Marlowianer nicht davon ausgehen, dass Marlowe 1593 starb und dass die letzte Shakespeare-Veröffentlichung wohl The Two Noble Kinsmen 1637 war.

All diese Erkenntnisse bzw. Untersuchungen waren bald wieder in Vergessenheit geraten. Im Rahmen der zunehmenden Shakespeare-Verehrung trat dann Sir Francis Bacon im 19. Jahrhundert erneut als wahrscheinlicher und populärer Alternativ-Kandidat ins Rampenlicht.

Viele der Autorschaftszweifler im 19. Jahrhundert bekannten sich als „Agnostiker“ und waren nicht bereit, einen speziellen Alternativ-Kandidaten zu unterstützen. Der populäre amerikanische Dichter Walt Whitman formulierte seinen Skeptizismus, den er Horace Traubel mitteilte, folgendermaßen: „I go with you fellows when you say no to Shaksper: that’s about as far as I have got. As to Bacon, well, we’ll see, we’ll see.“[67]

Ab dem Jahre 1908 führte Sir George Greenwood eine langanhaltende Debatte mit Shakespeare-Biographen wie Sir Sidney Lee und J. M. Robertson. Mit seinen zahlreichen Büchern über die Autorschaftsfrage bemühte er sich, gegen die herrschende Meinung der Shakespeare-Attribution anzukämpfen, gelangte aber nie zu einer endgültigen Unterstützung eines speziellen Alternativkandidaten. 1922 schloss er sich John Thomas Looney an, der erstmals für die Autorschaft von Edward de Vere argumentierte, indem er „The Shakespeare Fellowship“ unterstützte, eine internationale Organisation, die sich der Diskussion und Förderung der Urheberschaftsdiskussion verschrieben hatte.[68] 1975 erklärte die „Encyclopedia Britannica“, dass wohl Oxford der wahrscheinlichste Alternativkandidat oder Autor sei. Seit den 1980er Jahren hat die Unterstützung für Oxfords Autorschaft zugenommen.

Auch der Dichter und Dramatiker Christopher Marlowe hat sich im 20. Jahrhundert zu einem populären Kandidaten entwickelt.[69] Verschiedene andere Kandidaten – unter ihnen De Veres Schwiegersohn William Stanley, 6. Earl of Derby – sind als Kandidaten vorgeschlagen worden, haben aber bis heute keine größere Anhängerschaft erreichen können.

Edward de Vere, 17th Earl of Oxford[Bearbeiten]

Edward de Vere – 17th Earl of Oxford – Von einem Kupferstich von J. Brown nach G.P. Harding 1575. Oxford wird als der führende Alternativ-Kandidat für den Autor gesehen, der sich hinter dem Pseudonym Shake-Speare verbirgt.

Der wohl populärste gegenwärtige Kandidat ist Edward de Vere, 17. Earl of Oxford, zum ersten Mal 1920 von J. Thomas Looney vorgeschlagen. Diese Theorie hatte bereits in den zwanziger Jahren verschiedene berühmte Anhänger gefunden wie Sigmund Freud, Orson Welles, Marjorie Bowen und viele andere Intellektuelle im frühen 20. Jahrhundert.[70] Die Oxford-Theorie erreichte 1984 durch Charlton Ogburn’s Buch The Mysterious William Shakespeare einen deutlicheren Zulauf, worauf Oxford rasch zu dem wichtigsten Alternativ-Kandidaten emporstieg. Oxfordianer stützen ihre Theorie auf die Umstände von zahlreichen und auffälligen Übereinstimmungen bzw. Ähnlichkeiten zwischen der Biographie von Oxford und Ereignissen in Shakespeares Stücken. Sie weisen hin auf zeitgenössische Bezugnahmen zu Oxford, auf sein Talent als Dichter und Dramatiker, auf seine Nähe zu Königin Elisabeth I. und das höfische Leben, auf die Unterstreichungen in Oxfords Bibel, von der sie meinen, dass sie mit Shakespeares Inhalten in seinen Stücken korrespondieren,[71] auf Satz- und Gedankenähnlichkeiten zwischen Shakespeares Werken und Oxfords erhaltenen Briefen und Gedichten,[72] auf seine hohe Bildung und Intelligenz, seine Reiseberichte über Italien einschließlich vieler Orte der Shakespeare-Stücke.[73] Anhänger der Stratfordianischen Sichtweise zweifeln die meisten dieser Argumente an. Für Stratfordianer ist der überzeugendste Beweis gegen Oxford, dass er bereits 1604 starb, während sie davon ausgehen, dass eine Anzahl von Shakespeare-Stücken erst nach dem Todeszeitpunkt Oxfords 1604 geschrieben worden sein dürften. Anti-Stratfordianer argumentieren, dass es in Wirklichkeit keine genauen Zeitpunkte der Entstehung der Stücke und Gedichte gäbe.

Einige Wissenschaftler argumentieren, dass Oxfords veröffentlichte Gedichte keine stilistischen Ähnlichkeiten zu den Werken Shakespeares zeigen.[74] Oxfordianer wenden ein, dass die Oxford-Gedichte diejenigen eines sehr jungen Mannes gewesen seien, und stützen ihre Argumente, indem sie Oxfords Dichtkunst und Shakespeares „frühe“ Werke wie Romeo und Julia vergleichen.[75]

Sir Francis Bacon[Bearbeiten]

Sir Francis Bacon wird häufig als möglicher Autor der Shakespeare’schen Stücke genannt.

Der Politiker William Henry Smith stellte 1856 die Behauptung auf, dass Sir Francis Bacon, ein Zeitgenosse Shakespeares und berühmter Wissenschaftler, Philosoph, Höfling, Diplomat, Essayist, Historiker und einflussreicher Politiker, der Autor der Shakespeare’schen Werke sei. Bacon diente zugleich als „Solicitor General“ (1607), Kronanwalt („Attorney General“) (1613) und Lordkanzler (1618). Smith wurde 1857 von Delia Bacon in ihrem Buch The Philosophy of the Plays of Shakespeare Unfolded[76] unterstützt, in dem sie davon ausging, dass es eine Gruppe von Schriftstellern einschließlich Francis Bacon, Sir Walter Raleigh and Edmund Spenser waren, die zum Zwecke der Einführung eines philosophischen Systems die gemeinsame Verantwortung übernahmen, die jeder einzelne nicht allein hätte auf sich nehmen können. Delia Bacon glaubte, ein solches System unterhalb der Oberfläche der Texte der Stücke entdeckt zu haben. Constance Mary Fearon Pott (1833–1915) kam zu einer modifizierten Sichtweise, gründete 1885 die „Francis Bacon Society“ und publizierte 1891 in ihrem Buch Francis Bacon and his secret society eine Bacon-zentrierte Theorie.[77]

Delia Bacon argumentierte, dass bereits in der Antike das Schauspiel als Mittel der Erziehung zur Sittlichkeit („as a means of educating men’s minds to virtue“) benutzte wurde.[78] Eine andere Interpretation nahm an, dass Francis Bacon allein agierte und seine Moralphilosophie der Nachwelt in den Shakespeare-Stücken hinterließ.[79] Obwohl er in seinem Advancement of Learning (1605) neben der Wissenschaftstheorie auch die Moral behandelt, wurde zu Bacons Lebzeiten nur seine Wissenschaftsmethodik veröffentlicht (Novum Organum 1620). Francis Carr behauptete sogar, dass Francis Bacon sowohl Shakespeares Werke als auch Don Quichote von Cervantes schrieb.[80]

Unterstützer der Bacon-Theorie machten besonders auf Ähnlichkeiten zwischen speziellen Sätzen und Redewendungen der Shakespeare-Stücke und Sätzen, die von Francis Bacon in seinen Notizbüchern „The Promus“ niedergeschrieben wurden, aufmerksam.[81] Sie waren seit ihrer Niederschrift der Öffentlichkeit für mehr als 200 Jahre unbekannt. Zahlreiche der Bacon-Einträge, die oftmals vor der Veröffentlichung oder Aufführung von Shakespeare-Stücken erschienen, sind später in den Shakespeare-Stücken wiedergegeben. Zugleich gestand Bacon in einem Brief, dass er ein „verborgener“ Dichter gewesen sei, „a concealed poet.“[82] Bacon gehörte dem „governing council of the Virginia Company“ an, als William Stracheys Briefe von der Kolonie Virginia nach England gelangten, die von verschiedenen Wissenschaftlern als die Schreibgrundlage für Shakespeares Stück Der Sturm angesehen werden (s. unten).

In Deutschland war Nietzsche von der Theorie der Bacon'schen Autorschaft fasziniert und kokettiert ironisch damit, wenn er etwa in seiner Autobiographie Ecce Homo schreibt: Und, dass ich es bekenne: ich bin mir dessen instinktiv sicher und gewiss, dass Lord Bacon der Urheber, der Selbstthierquäler dieser unheimlichsten Art Litteratur ist: was geht mich das erbarmungswürdige Geschwätz amerikanischer Wirr- und Flachköpfe an? Aber die Kraft zur mächtigsten Realität der Vision ist nicht nur verträglich mit der mächtigsten Kraft zur That, zum Ungeheuren der That, zum Verbrechen — sie setzt sich selbst voraus… [Dies ist eine Anspielung auf das Klischee von Bacon, dass er als bösartiger Intrigant ebenso brillant gewesen sei wie als Philosoph, Anm.][…] Gesetzt, ich hätte meinen Zarathustra auf einen fremden Namen getauft, zum Beispiel auf den von Richard Wagner, der Scharfsinn von zwei Jahrtausenden hätte nicht ausgereicht, zu errathen, dass der Verfasser von „Menschliches, Allzumenschliches“ der Visionär des Zarathustra ist…[83]

Als vehementer Verfechter und Proponent von Bacons Urheberschaft tritt auch Edwin Bormann in Erscheinung, der um die Jahrhundertwende in zahlreichen Veröffentlichungen[84] diese These vertritt. Er glaubte nachgewiesen zu haben, dass Erkenntnisse aus den naturwissenschaftlich-philosophischen Schriften Bacons, die zum Teil erst posthum zugänglich bzw. veröffentlicht wurden, sich in einzelnen Dramen Shakespeares fänden.

Literaturwissenschaftler und Philologen überzeugte die Bacon-Theorie damals ebenso wenig wie heute. Sie gehen davon aus, dass Bacons Dichtkunst zu andersartig und nicht im Stil Shakespeares war, und bemerken, dass Shakespeare rechtliche Aspekte und Termini weit abstrakter behandelte als Bacon.

Christopher Marlowe[Bearbeiten]

Christopher Marlowe
Hauptartikel: Marlowe-Theorie

Der begnadete Dramatiker und Dichter Christopher Marlowe ist ebenfalls ein populärer Kandidat geworden,[85][86], obwohl er auf Grund zeitgenössischer Quellen verstorben war, bevor der gleichaltrige Shakespeare im 30. Lebensjahr begann, sein erstes Werk ("Venus und Adonis") zu veröffentlichen. Marlowe wurde bereits im 19.Jahrhundert als Kandidat diskutiert. Populär wurde die Marlowe-Theorie aber erst 1955 nach dem Erscheinen des Buches des amerikanischen Journalisten Calvin Hofmann The Murder of the Man who was Shakespeare.

Marlowe wurde auf Grund früher historischer Kolportagen 1593 von einer Gruppe von Männern getötet, darunter Ingram Frizer, ein Diener von Thomas Walsingham, Marlowes Schutzpatron. Die Marlowe-Theorie besagt, dass Marlowe's Leben wegen Anschuldigungen von Hochverrat und Häresie tödlich bedroht war und nur dadurch gerettet werden konnte, dass er durch Unterstützung der Krone mittels William Cecil, Lord Burghley seinen Tod vortäuschte, seine Identität und seinen Namen aufgab, fortan in der Anonymität lebte und unter verschiedensten Pseudonymen einschließlich Shake-speare schrieb. Das Pseudonym Shakespeare sei 1593 erwählt worden - so die Theorie - weil sich William Shakspere aus Stratford in London bereit fand, gegen Honorierung Marlowe zur Erhöhung seiner Sicherheit als Strohmann zu dienen. Samuel Blumenfeld und Daryl Pinksen versuchten, in ihren 2008 unabhängig erschienenen Monografien umfassend zu belegen, dass Marlowe nur mit einem vorgetäuschten Tod in der Lage war, ab 1593 unter dem Pseudonym Shakespeare unter fremder Identität weiterzuleben.[87][88]

Die Unterstützer der „Marlowe-Theorie“ zitieren u.a. stilistische bzw. stylometrische Untersuchungen, die auf Ähnlichkeiten beider in Wortschatz und Stil hindeuten. Literaturwissenschaftler konnten sich mit dem Argument einer „konspirativen“ Todesvortäuschung Marlowes verständlicherweise nicht anfreunden. Die Stilunterschiede von Marlowe und Shakespeare seien zu groß, Ähnlichkeiten werden auf die Popularität der Marloweschen Werke zurückgeführt.

Fulke Greville, Lord Brooke[Bearbeiten]

Fulke Greville, 1. Baron Brooke, ist ein neuerer Kandidat für die Autorschaft der Shakespeare’schen Werke

Im Jahre 2007 wurde von A.W.L Saunders in dem Manuskript The Master of Shakespeare ein neuer Urheberschaftskandidat, Lord Brooke (1554–1628), vorgeschlagen. Er war ein Adliger, Höfling, Staatsmann, Spion, Soldat, literarischer Schutzpatron, Dramatiker, Historiker und Dichter. Er wuchs in Shrewsbury auf, wo er seinem lebenslangen Freund Sir Philip Sidney am Jesus College (Cambridge) begegnete. Auf seinem Rückweg von Reisen in Europa nach England arbeitete er für Sir Francis Walsingham als Agent und begann alsbald eine neue intensive Reisetätigkeit durch Europa. Er wurde ein großer Günstling von Elisabeth I. und war Angestellter des „Council of Wales“, Marine-Schatzmeister und von 1614 bis 1621 Schatzkanzler (Chancellor of the Exchequer). Nach dem Tod seines Vaters 1606 wurde Fulke “Recorder of Stratford-upon-Avon”, und diesen Posten behielt er bis zu seinem Tode 1628. Greville wurde wegen seiner Freundschaft mit und seiner Biographie über Sir Philip Sidney berühmt und wegen seiner langen stürmischen Liebesbeziehung mit Philips Schwester Mary Sidney, Countess of Pembroke. Greville war auch der Schutzherr zahlreicher führender damaliger Schriftsteller einschließlich Christopher Marlowe, Thomas Nashe, Samuel Daniel und der drei Hofdichtern Edmund Spenser, Ben Jonson und William Davenant. Er war Mitglied aller damals führenden literarischen Zirkel wie des „The Areopagus“, „The Wilton House Circle“, „The Southampton Circle“, „The University Wits“ und „The School of Night“. Er behauptete, der Master of Shakespeare und der Autor eines verloren gegangenen Stückes namens Antony and Cleopatra gewesen zu sein. Der Vergleich mit dem Stratford-Profilbild von William Shakespeare aus den „First Folio“ (1623) zeigt eine gewisse Ähnlichkeit. Greville besaß in Stratford ein Haus in der Henley Street, er war der Freund und Patron von Ben Jonson, er hatte wie Shakespeare „small Latin and less Greek“ gelernt und ebenfalls ein „monument without a tomb“ (in der Collegiate Church of St Mary in Warwick) errichtet. Er lebte in Warwick Castle am Fluss Avon und sein Familien-Wappen war ein Schwan. Grevilles Biographie stimmt in vielen Punkten mit dem Leben Shakespeares in Stratford überein. Er war ein naher Freund und Protegé von Henry Wriothesley, 3. Earl of Southampton, und ein Feind von Sir Thomas Lucy von Charlecote („Judge Shallow“). Er besuchte häufig die „Mistress Quyney’s Stratford tavern“ (sowie „The Bear and the Swan“) und die „Mermaid Tavern“, daneben das Wilton House, Essex House und Titchfield. Er war der literarische Mitarbeiter (und Liebhaber) von Mary Herbert, ein naher Freund und literarischer Mitarbeiter von Samuel Daniel und der literarische Pate von William Davenant. Er war ebenfalls Freund und literarischer Mitarbeiter von John Florio. Er setzte sich für seinen Freund Robert Devereux, 2. Earl of Essex, ein und schrieb Sonette zusammen mit Sidney, Spenser and Daniel. Er war auch ein Freund, literarischer Kollege und Agentenführer von Thomas Nashe und Christopher Marlowe sowie ein Freund (und Vetter) des Earl of Rutland und von Francis Bacon. 1608 ließ er literarische Werke aus King's Place in Hackney stehlen und veröffentlichte sie 1609 als Piratendrucke.

Weitere Kandidaten[Bearbeiten]

In dem 2005 veröffentlichten Buch The Truth Will Out kamen die Autoren Brenda James, Dozentin der Universität von Portsmouth, und William Rubinstein, Professor für Geschichte an der University of Wales, Aberystwyth, zu der Überzeugung, dass Sir Henry Neville (1562–1615), ein zeitgenössischer englischer Diplomat und entfernt mit Shakespeare verwandt, der Autor der Werke Shakespeares war. Nevilles Karriere brachte ihn an viele Orte, an denen Shakespeares Stücke spielen, und sein Leben enthielt zahlreiche Ähnlichkeiten mit den Ereignissen der Stücke. Andere vorgeschlagene Kandidaten: Mary Sidney, William Stanley, der 6. Earl of Derby, Sir Edward Dyer oder Roger Manners, 5. Earl of Rutland (gelegentlich zusammen mit seiner Frau Elizabeth, Tochter von Sir Philip Sidney, und seiner Tante Mary Sidney, Countess of Pembroke, als Mitautoren). Daneben sind etwa fünfzig andere Kandidaten diskutiert worden, einschließlich des Irischen Rebellen William Nugent[89] und Königin Elizabeth (basierend auf einer vermuteten Ähnlichkeit zwischen einem Portrait der Queen und dem Kupferstich von Shakespeare in den First Folio). Malcolm X argumentierte, dass Shakespeare in Wirklichkeit König Jakob I. war.[90]

Francis Carr schlug vor, dass Francis Bacon Shakespeare war und der Autor von Don Quichote. Ein Film aus dem Jahre 2007 Miguel and William, der von Inés París geschrieben wurde, exploriert die Ähnlichkeiten und behauptete Kollaborationen zwischen Cervantes und Shakespeare.[91] Diese romantische Komödie zeigt Shakespeare, wie er seine Jahre zwischen 1586 bis 1592 in Madrid zubrachte, wo er eine große Freundschaft mit Cervantes schloss.

In den 1960er-Jahren galt als die populärste Theorie, dass Shakespeares Stücke und Gedichte das Werk einer Gruppe, bestehend aus De Vere, Bacon, William Stanley und anderen, darstellen.[92] Diese Theorie ist oft erwähnt und erneuert worden, zuletzt von dem bekannten (auch Shakespeare-) Bühnenschauspieler Derek Jacobi, der der englischen Presse mitteilte, dass er die „Gruppentheorie“ unterstütze (I subscribe to the group theory. I don’t think anybody could do it on their own. I think the leading light was probably de Vere, as I agree that an author writes about his own experiences, his own life and personalities.[93])

Medien[Bearbeiten]

Die Oxfordianer-These ist Gegenstand des Films Anonymus von Roland Emmerich (2011).

Literatur[Bearbeiten]

Etablierte Ansicht / Neutrale / Zweifler[Bearbeiten]

  • Bertram Fields: Players: The Mysterious Identity of William Shakespeare. Regan Books, New York 2005, ISBN 0-06-077559-9.
  • H. N. Gibson: The Shakespeare Claimants. London 1962. Überblick aus konservativer Sicht.
  • George Greenwood: The Shakespeare Problem Restated. John Lane, London 1908.
    • derselbe: Shakespeare’s Law and Latin. Watts & Co., London 1916.
    • derselbe: Is There a Shakespeare Problem? John Lane, London 1916.
    • derselbe: Shakespeare’s Law. Cecil Palmer, London 1920.
  • E. A. J. Honigman: The Lost Years. 1985.
  • Irvin Leigh Matus: Shakspeare, in Fact. Continuum, London 1999, ISBN 0-8264-0928-8. (Antwort auf die Oxford-Theorie).
  • Ian Wilson: Shakespeare – The Evidence. Unlocking the mysteries of the man and his work. Headline, London 1993, ISBN 0-7472-0582-5.
  • Scott McCrea: The Case for Shakespeare. Praeger, Westport CT 2005, ISBN 0-275-98527-X.
  • Bob Grumman: Shakespeare and the Rigidniks. The Runaway Spoon Press, Port Charlotte FL 2006, ISBN 1-57141-072-4.

Oxfordianer[Bearbeiten]

  • Mark Anderson: „Shakespeare“ By Another Name: The Life of Edward de Vere, Earl of Oxford, The Man Who Was Shakespeare. Gotham Books, New York 2005, ISBN 1-59240-103-1.
  • Al Austin and Judy Woodruff: The Shakespeare Mystery. Frontline documentary, 1989 [11]. Dokumentarfilm über die Oxford-These
  • William Plumer Fowler: Shakespeare Revealed in Oxford’s Letters. Peter E. Randall Publisher, Portsmouth/N.H. 1986, ISBN 0-914339-12-5.
  • Warren Hope, Kim Holston: The Shakespeare Controversy: An Analysis of the Claimants to Authorship, and their Champions and Detractors. McFarland and Co., Jefferson/N.C. 1992, ISBN 0-89950-735-2.
  • Kurt Kreiler: Anonymous Shake-Speare. The Man Behind. Dölling und Galitz, München 2011, ISBN 978-3-86218-021-9.
  • J. Thomas Looney: Shakespeare Identified in Edward de Vere, Seventeenth Earl of Oxford. Cecil Palmer, London 1920 [12]. Das erste Buch über die Oxford-These
  • Richard Malim (Hrsg.): Great Oxford: Essays on the Life and Work of Edward de Vere, 17th Earl of Oxford, 1550–1604. Parapress, Tunbridge Wells 2004, ISBN 1-898594-79-1.
  • John Michell: Who Wrote Shakespeare? Thames and Hudson, London 1999, ISBN 0-500-28113-0.
  • Charlton Ogburn Jr.: The Mysterious William Shakespeare: The Man Behind the Mask. Dodd, Mead & Co., New York 1984, ISBN 0-396-08441-9. Einflussreiches Buch, das die Oxford-These vertritt
  • Diana Price: Shakespeare’s unorthodox biography: new evidence of an authorship problem. Greenwood, Westport CT 2001, ISBN 0-313-31202-8. [13]. Einführung in die Beweisprobleme der Oxford-These
  • Joseph Sobran: Alias Shakespeare: Solving the Greatest Literary Mystery of All Time. Free Press, New York 1997, ISBN 0-684-82658-5.
  • Roger Stritmatter: The Marginalia of Edward de Vere’s Geneva Bible: Providential Discovery, Literary Reasoning, and Historical Consequence. Ph.D.-Dissertation. University of Massachusetts, 2001 [14]
  • B. M. Ward: The Seventeenth Earl of Oxford (1550–1604) From Contemporary Documents. John Murray, London 1928.
  • Richard Whalen: Shakespeare: Who Was He? The Oxford Challenge to the Bard of Avon. Praeger, Westport CT 1994, ISBN 0-275-94850-1.

in deutscher Sprache:

  • Walter Klier: Der Fall Shakespeare – Die Autorschaftsdebatte und der 17. Graf von Oxford als der wahre Shakespeare. Laugwitz, Buchholz in der Nordheide 2004, ISBN 3-933077-15-X. (Überarbeitete und erweiterte Fassung von Das Shakespeare-Komplott. Göttingen 1994)
  • Robert Detobel: Wie aus William Shaxsper William Shakespeare wurde. Laugwitz, Buchholz in der Nordheide 2005, ISBN 3-933077-18-4.
  • Kurt Kreiler: Der Mann, der Shakespeare erfand: Edward de Vere, Earl of Oxford. Insel Verlag, Frankfurt am Main und Leipzig 2009, ISBN 978-3-458-17452-3.
  • Neues Shake-speare Journal. Jahrbuch, herausgegeben von Dr. Uwe Laugwitz und Robert Detobel (erscheint seit 1997)

Marlowianer[Bearbeiten]

(Chronologisch)

  • W. G. Zeigler: It was Marlowe: a story of the secret of three centuries. 1895. Romanhafte Fiktion mit einem Vorwort, das die Theorie entwickelt.
  • A. Webster: Was Marlowe the Man? In: The National Review. Band 82, 1923, S. 81–86. Theorie anhand der Sonette.
  • C. Hoffman: The Murder of the Man who was Shakespeare. 1955. Erste Monographie über die Marlowe-Theorie.
  • David Rhys Williams: Shakespeare, Thy Name is Marlowe. 1966.
  • Lewis J. M. Grant: Christopher Marlowe, the ghost writer of all the plays, poems and Sonnets of Shakespeare, from 1593 to 1613. 1967.
  • William Honey: The Shakespeare Epitaph Deciphered. 1969.
  • William Honey: The Life, Loves and Achievements of Christopher Marlowe, alias Shakespeare. 1982.
  • Louis Ule: Christopher Marlowe (1564–1609): A Biography. 1992.
  • Annie D. Wraight: The Story that the Sonnets Tell. Hart, London 1994, ISBN 1-897763-05-0.
  • Annie D. Wraight: Shakespeare: New Evidence. 1996.
  • Peter Zenner: The Shakespeare Invention. The life and deaths of Christopher Marlowe. Country Books, Bakewell 1999, ISBN 1-898941-31-9.
  • Alex Jack: Hamlet, by Christopher Marlowe and William Shakespeare. 2 Bände. 2005 (related website)
  • Samuel L. Blumenfeld: The Marlowe-Shakespeare connection. A new study of the authorship question . McFarland, Jefferson/N.C. 2008, ISBN 978-0-7864-3902-7.
  • Daryl Pinksen: Marlowe's Ghost: The Blacklisting of the Man Who Was Shakespeare. 2008, ISBN 978-0-595-47514-8.
  • Robert U.Ayres: The death and posthumous life of Christopher Marlowe (website)

in deutscher Sprache:

  • Bastian Conrad: Der wahre Shakespeare: Christopher Marlowe, Zur Lösung des Jahrhunderte alten Autorschaftsproblems (2.Auflage,2013) Buch & Media, 2011, ISBN 978-3-86520-374-8. (bezogene website)

Baconianer[Bearbeiten]

Rutlandianer[Bearbeiten]

  • Karl Bleibtreu: Der Wahre Shakespeare. G. Mueller, München 1907.
  • Lewis Frederick Bostelmann: Rutland. Rutland publishing company, New York 1911.
  • Celestin Demblon: Lord Rutland est Shakespeare. Charles Carrington, Paris 1912.
  • Pierre S. Porohovshikov (Porokhovshchikov): Shakespeare Unmasked. Savoy book publishers, New York 1940.
  • Ilya Gililov: The Shakespeare Game: The Mystery of the Great Phoenix. Algora Pub., New York 2003, ISBN 0-87586-181-4.
  • Brian Dutton: Let Shakspere Die: Long Live the Merry Madcap Lord Roger Manner, 5th Earl of Rutland the Real „Shakespeare“. RoseDog Books, 2007. (Jüngste Studie der Rutland-Theorie)

Akademische Autorschaftsdebatte[Bearbeiten]

  • Jonathan Hope: The Authorship of Shakespeare’s Plays: A Socio-Linguistic Study. Cambridge University Press, 1994. (behandelt Probleme der Autorschaft Shakespeares außerhalb der Urheberschafts-Debatte)

Weblinks[Bearbeiten]

Etablierte Ansicht[Bearbeiten]

"Anti-Stratfordianer" (generell)[Bearbeiten]

  • The Shakespeare Authorship Coalition, Homepage der „Declaration of Reasonable Doubt About the Identity of William Shakespeare“ – knappe Darstellung der Standpunkte der Kritiker an Shakespeares Urheberschaft. Zweifler können eine Online Deklaration unterschreiben.

"Oxfordianer"[Bearbeiten]

"Baconianer"[Bearbeiten]

"Marlowianer"[Bearbeiten]

Weitere Kandidaten[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ch. Ogburn: The Mysterious William Shakespeare. 1984, S. 173.
  2. National Portrait Gallery: Searching for Shakespeare, NPG Publications, 2006.
  3. George McMichael, Edgar M. Glenn: Shakespeare and His Rivals, A Casebook on the Authorship Controversy. Odyssey Press, New York 1962.
  4. Stephen Greenblatt: Letter To the Editor. In: The New York Times, 4. September 2005.
  5. Edgar M. Glenn: Shakespeare and His Rivals, A Casebook on the Authorship Controversy. New York 1962, S. 63.
  6. Siehe Gibson The Shakespeare Claimants: A Critical Survey of the Four Principle Theories Concerning the Authorship of the Shakespearean Plays, Routledge 2005, S. 48, 72, 124.
  7. McMichael, S. 159.
  8. [1]
  9. Eine detaillierte Übersicht der Anti-Stratford-Debatte und der Oxford Kandidatur bietet auch Charlton Ogburns The Mystery of William Shakespeare, 1984, S. 86–88.
  10. Details einer Bewertung aller Dokumente von Shakespeares Leben bei Samuel Schoenbaum: William Shakespeare: A Compact Documentary Life (OUP, 1987)
  11. George McMichael, Edgar M. Glenn: Shakespeare and his Rivals: A Casebook on the Authorship Controversy New York, The Odyssey Press, 1962, S. 41.
  12. Mark Anderson: Shakespeare. Gotham Books, New York 2005, S. XXX
  13. Siehe Anderson, loc.cit.
  14. Siehe Anderson loc.cit.
  15. http://www.doubtaboutwill.org/
  16. Justice John Paul Stevens: The Shakespeare Canon of Statutory Construction. In: University of Pennsylvania Law Review. Band 140, Nr. 4. April 1992.
  17. David Kathman: Shakespeare: An Oxford Guide. Herausgeber Wells, Orlin. Oxford University Press, 2003, S. 624
    David Kathman: The Spelling and Pronunciation of Shakespeare’s Name. In: The Shakespeare Authorship Page. Zugriff am 27. Oktober 2007.
  18. Robert Greene: Farewell to Folly. 1591.
  19. Roger Ascham: The Schoolmaster.
  20. T. W. Baldwin: William Shaksperes Small Latine and Less Greeke. 2 Bände. University of Illinois Press, Urbana-Champaign 1944, passim.
    Siehe auch Virgil Whitaker: Shakespeare’s Use of Learning. Huntington Library Press, San Marino 1953, S. 14–44.
  21. Germaine Greer: Past Masters: Shakespeare. Oxford University Press, 1986, ISBN 0-19-287538-8, S. 1–2.
  22. http://www.shakespeareauthorship.com/school.html Critically Examining Oxfordian Claims: The Stratford Grammar School
  23. David Riggs: Ben Jonson: A Life. Harvard University Press, 1989, S. 58.
  24. A. L. Rowse: Shakespeare’s supposed „lost“ years. In: Contemporary Review. Februar 1994.
    David Kathman: Shakespeare and Richard Field. The Shakespeare Authorship Page
  25. Jonathan Bate: Shakespeare and Ovid. Clarendon Press, Oxford 1994.
  26. Anderson loc.cit.
  27. [2]
  28. James Spedding: The Life and Letters of Francis Bacon. Band 7. 1872, S. 228–230 („And in particular, I wish the Elogium I wrote in felicem memoriam Reginae Elizabethae may be published“)
  29. G. E. Bentley: The Profession of Dramatist in Shakespeare’s Time: 1590–1642. Princeton UP, 1971.
  30. First Folio, 1623, Epistle, A2
  31. Anderson: Shakespeare by Another Name. 2005, S. 400–405.
  32. [3]
  33. Karl Elze: Essays on Shakespeare. 1874, S. 1–29, 151–192.
  34. Braunmuller: Macbeth. Cambridge University Press, Cambridge 1997, S. 5–8.
  35. Frank Kermode: King Lear. The Riverside Shakespeare. Houghton Mifflin, Boston 1974, S. 1249–1250.
  36. Alfred Harbage Pelican/Viking editions of Shakespeare 1969/1977, Vorwort.
  37. Alfred Harbage: The Complete Works of William Shakespeare. 1969.
  38. Miller: Shakespeare Identified, Bd. 2, S. 211–214.
  39. Shakespeare selbst nutzte diese Wortwendung In: Heinrich VI. Teil 1 (IV, iii, S. 51–52), wo er den toten König Heinrich V als „[t]hat ever-living man of memory“ beschreibt
  40. Oxford English Dictionary. 2nd edition, 1989.
  41. Ruth Lloyd Miller, Essays, Heminges vs. Ostler, 1992.
  42. Genauere Faksimiles gibt S. Schoenbaum: William Shakespeare: A Documentary Life, New York: OUP, 1975, S. 212, 221, 225, 243–5.
  43. [4]
  44. [5]
  45. S. Schoenbaum: William Shakespeare: A Documentary Life New York: OUP, 1975, S. 234.
  46. Craig R. Thompson Schools in Tudor England, Washington, D.C.: Folger Shakespeare Library, 1958. David Cressy vermutet, dass bis zu 90 % nicht gebildet genug waren, mit eigenem Namen zu unterschreiben; siehe Alice Friedman The Influence of Humanism on the Education of Girls and Boys in Tudor England. History of Education Quarterly Bd. 24, 1985, S. 57.
  47. [6]
  48. Were Shakespeare’s Plays Written by an Aristocrat?
  49. Jonathan Bate The Genius of Shakespeare London, Picador, 1997.
  50. Ogburn The Mysterious William Shakespeare, 1984.
  51. Jonson: Discoveries 1641, Hrsg. G. B. Harrison, New York: Barnes & Noble, 1966, S. 28.
  52. Jonson: Discoveries 1641 Hrsg. G. B. Harrison, New York: Barnes & Noble, 1966, S. 28.
  53. Jonson’s Discoveries 1641, loc. cit. S. 29.
  54. Peter Dawkins The Shakespeare Enigma, Polair: 2004, S. 44.
  55. McMichael, loc. cit., S. 26–27.
  56. Peter Dawkins The Shakespeare Enigma Polair, 2004, S. 47.
  57. Arnold Davenport (Hrsg.) The Scourge of Villanie 1599, Satire III, in The Poems of John Marston Liverpool University Press: 1961, S. 117, 300f.
  58. Dazu wurde vorgebracht, dass sich Böhmen zu jener Zeit tatsächlich bis zur Adria erstreckt habe – allerdings ist dies eine starke Vergröberung, die sich nur aufrechterhalten lässt, wenn man unter „Böhmen“ die habsburgischen Besitzungen insgesamt versteht. Die Adriaküste war noch dazu im Besitz der innerösterreichischen Nebenlinie. Siehe J.H. Pafford, ed. The Winter’s Tale, Arden Edition, 1962, S. 66.
  59. George Orwell As I Please Dezember 1944 [7]
  60. Siehe John Russell Brown, ed. The Merchant of Venice, Arden Edition, 1961, Anmerkung zu Akt 3, Szene 4, S. 96.
  61. A Modern Herbal: Heartsease; der Warwickshire Dialekt wird ebenfalls in Jonathan Bate The Genius of Shakespeare Oxford UP, 1998 diskutiert und in M.Wood In Search of Shakespeare, BBC Books, 2003, S. 17–18.
  62. Irvin Leigh Matus Shakespeare in Fact1994.
  63. Diana Price Shakespeare’s Unorthodox Biography ISBN 0-313-31202-8, S. 224–25.
  64. George McMichael, Edward M. Glenn Shakespeare and His Rivals, S. 56.
  65. John Michell „Who Wrote Shakespeare“ ISBN 0-500-28113-0.
  66. eine sexuelle Anspielung. Billy für William
  67. Traubel:With Walt Whitman in Camden zitiert in Walt Whitman on Shakespeare
  68. [8]
  69. http://hem.fyristorg.com/aurelio/shakespeare.htm
  70. [9]
  71. Roger A. Stritmatter: The Marginalia of Edward de Vere’s Geneva Bible: Providential Discovery, Literary Reasoning, and Historical Consequence. PhD diss., University of Massachusetts at Amherst, 2001. Teilweise nachgedruckt in Mark Anderson, Hrsg. The Shakespeare Fellowship (1997–2002) auf seiner Webseite
  72. Fowler, loc.cit., 1986.
  73. Ogburn: The Mystery of William Shakespeare. 1984, S. 703.
  74. The Verse Forms of Shakespeare and Oxford
  75. Fowler, loc.cit.
  76. Delia Bacon The philosophy of the plays of Shakespeare unfolded
  77. Sirbacon.org, Constance Pott
  78. Bacon, Francis: Advancement of Learning 1640, Book 2, xiii
  79. Zum Beispiel die Prinzipien einer guten Regierung, die Prince Hal im zweiten Teil von Heinrich IV. erläutert
  80. Francis Carr: Who Wrote Don Quixote? London: Xlibris Corporation, 2004.
  81. British Library MS Harley 7017; abgedruckt in Edward Durning-Lawrence Bacon is Shakespeare 1910.
  82. Lambeth MS 976, folio 4.
  83. Friedrich Nietzsche: Sämtliche Werke. Kritische Studienausgabe in 15 Bänden. Herausgegeben von Giorgio Colli und Mazzino Montinari. Band 6: Der Fall Wagner u.a. Neuausgabe 1999, DTV, S. 287.
  84. Edwin Bormann: Das Shakespeare-Geheimniss. Bormann, Leipzig 1894; Edwin Bormann: Der historische Beweis der Bacon-Shakespeare-Theorie. Bormann, Leipzig 1897.
  85. http://www.der-wahre-shakespeare.com
  86. http://issuu.com/alliteraverlag/docs/9783865203748_leseprobe_issuu?e=2472932/5765391
  87. Samuel L. Blumenfeld: Marlowe-Shakespeare Connection: A New Study of the Authorship Question. McFarland, 2008, ISBN 978-0-7864-3902-7.
  88. Daryl Pinksen: Marlowe's Ghost: The Blacklisting of the Man Who Was Shakespeare. 2008, ISBN 978-0-595-47514-8.
  89. The Case for Edmund Campion
  90. Malcolm X, Alex Haley The Autobiography of Malcolm X Grove Press 1965.
  91. Were these the Two Gentlemen of Madrid?
  92. McMichael, S. 154.
  93. [10]