Lucretia (Shakespeare)

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Lucretia (The Rape of Lucrece - Die geschändete Lukretia) ist eine epische Versdichtung von William Shakespeare, die im Jahr 1594 erschienen ist.

Handlung[Bearbeiten]

Die Schändung der Lucretia, und ihr Selbstmord.

Es erzählt eine sehr alte Geschichte, die tragische Geschichte der Römerin Lucretia, Gattin des Collatinus aus der königlichen Familie der Tarquinier, berühmt für ihre Schönheit und für ihre Tugendhaftigkeit. Der Stoff selbst ist oft behandelt worden, in Gedichten, Dramen und Bildern. Während des Krieges sind die Frauen Roms allein in der Stadt und nutzen die Abwesenheit ihrer Männer durch unmoralischen Lebenswandel. Nur Lucretia nicht, die ihren geliebten Mann Collatinus nicht betrügt. Das stachelt den Ehrgeiz der Männer an, und eines Nachts kehrt Prinz Tarquinius heimlich in die Stadt zurück um, nach einem fehlgeschlagenen Verführungversuch, Lucretia zu vergewaltigen. In der Nacht begibt er sich in ihr Zimmer, bedroht sie, doch sie meint, lieber sterben zu wollen, als ihrem Mann untreu zu sein. Sie sagt: "Think but how vile a spectacle it were / To view thy present trespass in another. / Men´s faults do seldom to themselves appear" (631ff). Als Tarquinius jedoch behauptet, er würde ihren Leichnam neben den eines toten Sklaven legen und sie dann der Unzucht beschuldigen (weswegen er sie auf frischer Tat beide getötet habe), lässt sie die Tat über sich ergehen. Nach der Vergewaltigung verschwindet Tarquinius und Lucretia lässt nach ihrem Mann und ihrem Vater rufen. Sie erzählt beiden den Hergang und wird von ihnen für unschuldig befunden. Trotzdem bringt Lucretia sich um, damit künftig keine untreue Frau sich auf ihr Schicksal berufen könne und somit unbestraft davonkäme.

Weblinks[Bearbeiten]