Marokko (Film)

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Filmdaten
Deutscher Titel: Marokko
Originaltitel: Morocco
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 1930
Länge: 91 Minuten
Originalsprache: Englisch
Altersfreigabe: FSK 12
Stab
Regie: Josef von Sternberg
Drehbuch: Jules Furthman
Produktion: Hector Turnbull
Musik: Karl Hajos,
Octave Crémieux
Kamera: Lee Garmes,
Lucien Ballard
Schnitt: Sam Winston
Besetzung

Marokko ist ein Film von Josef von Sternberg aus dem Jahr 1930, den er bei der Paramount drehte. Das Drehbuch schrieb Joseph von Sternberg nach dem Roman Amy Jolly von Benno Vigny. Der Film wurde in den deutschen Kinos unter dem Titel "Herzen in Flammen" gezeigt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Handlung

Die Geschichte handelt von einer Frau zwischen zwei Männern, einem reichen Künstler (Menjou), der sie aufrichtig liebt und einem Soldaten in der Fremdenlegion (Cooper), der sie verlässt. Obwohl der Legionär untreu und ein Frauenheld ist, folgt sie ihm am Ende des Film in ein ungewisses Schicksal in die Wüste.

[Bearbeiten] Rezeption

Mit Marokko wollten Sternberg und die Paramount einen weiblichen Gegenpart zur unnahbaren Garbo schaffen. Die Premiere fand am 24. November 1930 statt. Der Film wurde von Publikum und Kritikern begeistert aufgenommen.

[Bearbeiten] Kritiken

„Der brillant inszenierte, denkwürdig besetzte Film lebt von der suggestiven Atmosphäre großer Gefühle, deren Wirkung in zahlreichen raffinierten Details sichtbar wird.“

Lexikon des internationalen Films

[Bearbeiten] Anekdoten

  • Die berühmte Szene, in der Marlene Dietrich als Mann gekleidet eine andere Frau küsst, wurde auf Vorschlag der Schauspielerin selbst ins Drehbuch geschrieben. Diese weckte den Groll US-amerikanischer Zensoren und nur dem Einfallsreichtum der Hauptdarstellerin ist es zu verdanken, dass die Kussszene nicht der Schere zum Opfer fiel. Dietrich kam auf den Gedanken eine Blume der geküssten Frau anzunehmen, die sie dann Gary Cooper überreichte. Sie appellierte an die Zensoren, wenn man den Filmkuss entferne, würde die Blume in Dietrichs Hand keinen Sinn mehr machen. Tatsächlich hatte sie mit dieser Argumentation Erfolg.
  • Die Hörspielversion des Lux Radios wurde am 1. Juni 1936 unter dem Titel The Legionnaire and the Lady gesendet, mit Marlene Dietrich und Clark Gable in den Hauptrollen.

[Bearbeiten] Auszeichnungen

Der Film war bei der Oscarverleihung 1931 für vier Oscars nominiert, darunter Marlene Dietrich als Beste Hauptdarstellerin und Josef von Sternberg als Bester Regisseur und Lee Garmes für die Beste Kamera. Dietrich verlor den Oscar an die US-amerikanische Schauspielerin Marie Dressler, die für die Tragikkomödie Die fremde Mutter ausgezeichnet wurde. Neben Luise Rainer (zweifache Gewinnerin 1936 und 1937) ist Marlene Dietrich die einzige deutsche Schauspielerin, der eine Oscar-Nominierung in der Kategorie Beste Schauspielerin zuteil wurde.

[Bearbeiten] Oscar 1931

Nominiert in den Kategorien

  • Beste Regie
  • Beste Hauptdarstellerin (Marlene Dietrich)
  • Bestes Szenenbild
  • Beste Kamera

[Bearbeiten] Weitere

Kinema Junpo Awards 1932

  • Bester fremdsprachiger Film

National Film Preservation Board 1992

  • National Film Registry

[Bearbeiten] Literatur

  • Benno Vigny: Marokko. Amy Jolly, die Frau aus Marrakesch. Roman. Kittler, Leipzig & Singer, Berlin 1931
  • Homer Dickens, Robert Fischer: Gary Cooper und seine Filme (OT: The Films of Gary Cooper). Citadel-Filmbücher. Goldmann, München 1982, ISBN 3-442-10218-9

[Bearbeiten] Quelle

  • Donald Spoto: Marlene Dietrich, Die große Biographie. Heyne Verlag GmbH & Co. KG München 1992

[Bearbeiten] Weblinks

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