Mastrils

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Mastrils
Wappen von Mastrils
Basisdaten
Staat: Schweiz
Kanton: Graubünden (GR)
Bezirk: Landquartw
Kreis: Fünf Dörfer
Gemeinde: Landquarti2
Postleitzahl: 7303
Koordinaten: 760115 / 20384846.9663859.542776550Koordinaten: 46° 57′ 59″ N, 9° 32′ 34″ O; CH1903: 760115 / 203848
Höhe: 550 m ü. M.
Fläche: 7.98 km²
Einwohner: 556 (31. Dezember 2011)
Einwohnerdichte: 70 Einw. pro km²
Website: www.mastrils.ch
Mastrils

Mastrils

Karte
Mastrils (Schweiz)
Mastrils
ww
Gemeindestand vor der Fusion am 1. Januar 2012

Mastrils war bis zum 31. Dezember 2011 eine politische Gemeinde im Kreis Fünf Dörfer, Bezirk Landquart des Kantons Graubünden in der Schweiz.

Am 15. Mai 2011 stimmten die Einwohner von Igis und Mastrils einer Fusion ihrer Gemeinden zu. Die neue Gemeinde Landquart wurde auf den 1. Januar 2012 gebildet.[1]

Geographie[Bearbeiten]

Mastrils liegt 13 km (Luftlinie) nördlich von Chur auf der linken Rheinseite, gegenüber der Mündung der Landquart. Das Territorium reicht vom hart am Hangfuss verlaufenden Rhein bis hinauf zum Grat des Calandamassivs, der unweit des Zweienchopfs den mit 1'825 m ü. M. höchsten Punkt der Gemeinde markiert und nach Norden über Chimmispitz (1814 m) und Pizalun (1473 m) allmählich abfällt. Die Häuser liegen am Hang verstreut, einen eigentlichen Dorfkern gibt es nicht. Unmittelbar am Rheinufer befindet sich der Ortsteil Isla (554 m), die restlichen Siedlungen liegen zumeist nahe der Strasse, welche von der Tardisbrücke in mehreren Kehren nach Tretsch (690 m) hinauf führt. Oberhalb schliesst sich eine Zone von Maiensässen an.

Im Jahr 1997 wurden 23.9 % der Gemeindefläche landwirtschaftlich genutzt, der Wald nahm 68.8 % ein, die Siedlungen 2.5 %. Als unproduktiv galten 4.9 %.

Mastrils grenzt an Maienfeld, Zizers, Untervaz sowie die st.-gallischen Gemeinden Pfäfers und Bad Ragaz.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: In Silber pfahlgestellt schwarzer Schlüssel

Grundlage des Wappens ist das Gemeindesiegel von 1600. Das Motiv bezieht sich auf den Patron der früheren Pfarrkirche von Mastrils in Zizers, den heiligen Petrus. Die Farben entsprechen denen des Gotteshausbundes.

Geschichte[Bearbeiten]

Eine eigenständige Gemeinde bildete Mastrils erst seit 1854. Vorher gehörte die Siedlung am Ponstrilserberg, wie die 1318 erwähnte ältere Namensform lautete, zu Zizers. Wie auch die Muttergemeinde ist der Ort seit dem 17. Jahrhundert konfessionell gemischt. Die beiden Kirchen wurden 1614 bzw. 1688 geweiht.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Mastrils hat sich im 20. Jahrhundert zur Pendlerwohngemeinde entwickelt. Am Ort selbst waren (Stand 2000–01) in der Land- und Forstwirtschaft 40 Personen beschäftigt, im gewerblichen Bereich 16 und im Dienstleistungssektor 23. Es gibt eine Schule, eine evangelische und katholische Kirche, drei Gaststätten, eine Pflegewohnung, ein Reisebüro, eine Skiliftanlage, ein Gasthaus sowie weitere kleingewerbliche Einrichtungen.

Verkehr[Bearbeiten]

Die ehemalige Gemeinde ist mit einer Postautolinie zum Bahnhof Landquart ans Netz des öffentlichen Verkehrs angeschlossen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mastrils – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Igis und Mastrils stimmen Fusion zu. In: Südostschweiz online. 15. Mai 2011, abgerufen am 15. Mai 2011.
  2. Schul- und Gemeindezentrum auf www.graubuendenkultur.ch.