Mats Ek

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Mats Ek (* 18. April 1945 in Malmö) ist ein schwedischer Tänzer, Choreograf und Regisseur.

Biographie[Bearbeiten]

Mats Ek wurde in eine Künstlerfamilie hineingeboren; seine Mutter war die Choreografin Birgit Cullberg, sein Vater der Schauspieler Anders Ek.

Laufbahn[Bearbeiten]

Zum Tanz kam er erst mit 27 Jahren. Nachdem er als Kind eine Rolle zusammen mit seiner Zwillingsschwester getanzt hatte und mit 17 einen Kurs in Graham-Technik absolviert hatte, entschied er sich zunächst fürs Theater und studierte ab 1965 Theaterwissenschaften am Marieborg Volks College. Darauf folgte bis 1973 eine Tätigkeit beim Figurentheater Marionetteatern und dem Königlichen Schauspieltheater in Stockholm (u. a. mit Ingmar Bergman).

1972 nahm Ek sein Tanztraining 1972 wieder auf und schloss sich dem von seiner Mutter geleiteten Cullberg-Ballett an. 1975 ging er als Tänzer nach Düsseldorf zum Ballett der Deutschen Oper und schuf 1976 seine erste Choreographie für das Cullberg-Ballett. Ab 1978 teilte er sich mit seiner Mutter die künstlerische Leitung in deren Kompanie und übernahm sie von 1985 bis 1993 ganz.

Unter Ek wurde die Kompanie mit neu konzipierten Choreografien für Giselle (1982) und Schwanensee (1987) international bekannt. 1980/81 tanzte und choreografierte er außerdem für das Nederlands Dans Theater. Als Ek 1993 das Cullberg-Ballett verließ, schrieb und choreographierte er Tanz mit deinem Nächsten (Dans met Nästan), bei dem er auch Regie führte. Sein nächstes Werk war eine Tanztheater-Version des Don Juan nach Molière.

Danach folgte eine Pause, die er im November 2000 beendete. Mit Sylvie Guillem produzierte er zwei Tanzvideos. Mats Ek arbeitet heute für diverse internationale Tanztheater, studiert seine Choreografien ein und führt Regie.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Kalfaktorn (nach Georg Büchners Wozzeck) (1976)
  • St. George and the Dragon (1976)
  • Bernarda (Urfassung Bernardas Hus, nach Federico Garcia Lorcas Bernarda Albas Haus) (1978)
  • Giselle (1982)
  • Le Sacre du printemps (1984)
  • Parken (Der Park) (1987)
  • Gräs (Gras) (1987)
  • Schwanensee (1987)
  • Gamla barn (Alte Kinder) (1989)
  • Carmen (1992)
  • She was Black (Sie war schwarz) (1995)
  • Rök (Rauch) (1995) (TV-Produktion, spätere Bühnenfassung Solo för två – Solo für zwei 1996)
  • Dornröschen (1996)
  • En slags (Eine Art von …) (1997)
  • Apartment
  • Ajö, basierend auf der Klaviersonate op. 111 von Ludwig van Beethoven, 2010 im Stockholmer Dansens Hus mit Sylvie Guillem.
  • Julia och Romeo, Choreografie und Inszenierung 2013, Königliche Oper Stockholm.

Auszeichnung[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]