Mildred Dresselhaus

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Dieser Artikel beschreibt die Physikerin Mildred S. Dresselhaus; ein deutsches Handelsunternehmen befindet sich unter Joseph Dresselhaus.
Dresselhaus (Dritte von rechts) bei der Begrüssung der Fermi-Award-Preisträger 2012 durch Barack Obama im Weißen Haus

Mildred S. Dresselhaus (* 11. November 1930 in New York City als Mildred Spiewak) ist eine US-amerikanische Physikerin. Sie ist Professorin für Physik und Elektrotechnik am Massachusetts Institute of Technology (MIT).

Leben[Bearbeiten]

Dresselhaus wuchs in der Bronx in New York auf. Dort begann sie zunächst am Hunter College zu studieren und ging dann 1951 nach Cambridge. Ein Jahr später wechselte sie an die Harvard-Universität und bekam dort 1953 ihren Master am Radcliffe College. 1958 wurde sie an der University of Chicago promoviert und heiratete Gene Dresselhaus. Anschließend verbrachte sie zwei Jahre an der Cornell-Universität.

Ihre Karriere am Massachusetts Institute of Technology (MIT) begann sie zusammen mit ihrem Mann 1960 im Lincoln Laboratory in Lexington. In dieser Zeit wandte sie sich von Forschungen zu Supraleitern ab und widmete sich der Magnetooptik. Erst durch ihre Experimente entwickelte sich ein Verständnis für die elektrische Struktur von Halbmetallen.

1967 wechselte sie als Gastprofessorin an die Fakultät für Elektrotechnik und Informatik, seit 1968 ist sie Professorin für Physik und Elektrotechnik. Gleichzeitig ist sie seit 1973 Professorin an der Fakultät für Elektrotechnik und Informatik und seit 1983 an der Physikfakultät. Sie hat seit 1985 den Titel „Institute Professor“, der am MIT nur verdienten Professoren zuteilwird.

Bedeutende Forschungsergebnisse erzielte sie bei der Erforschung von Kohlenstoffnanoröhren.

1984 war sie Präsident der American Physical Society. Von August 2000 bis Januar 2001 war sie Direktor des wissenschaftlichen Büros des US-Energieministeriums. Seit 2004 ist sie Vorsitzende des leitenden Gremiums des „American Institute of Physics“.

Neben ihren Studien setzt sich Dresselhaus auch stark für die Förderung von Frauen in Disziplinen wie der Physik ein, in denen diese unterrepräsentiert sind.

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • G. Dresselhaus and F. A. Stahl: Mildred Spiewak Dresselhaus (1930–). In: Nina Byers, Gary Williams: Out of the Shadows: Contributions of Twentieth-Century Women to Physics. Cambridge University Press, 0-52-182197-5, S. 353–361.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Natalie Angier: Carbon Catalyst for Half a Century. In: The New York Times. 2. Juli 2012.