Modul (Mathematik)
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| Links- oder Rechts-Modul |
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berührt die Spezialgebiete |
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ist Spezialfall von |
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umfasst als Spezialfälle |
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Ein Modul (maskulinum, auf der ersten Silbe betont; Plural: Moduln) ist eine algebraische Struktur, die eine Verallgemeinerung eines Vektorraums darstellt.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Moduln über einem kommutativen Ring mit Einselement
In diesem einfachsten Fall kann man direkt die Axiome eines Vektorraums abschreiben und überall „Körper“ durch „Ring“ ersetzen: Ein Modul über einem kommutativen Ring
mit Einselement ist eine abelsche Gruppe (M, + ) zusammen mit einer Abbildung
(„Skalarmultiplikation“),
so dass gilt:
Fordert man zusätzlich noch
, so nennt man den Modul unitär.
Das Studium dieser Moduln ist Gegenstand der kommutativen Algebra.
[Bearbeiten] Beispiele
[Bearbeiten] Abelsche Gruppen
Jede abelsche Gruppe ist auf eindeutige Weise ein unitärer
-Modul: Wegen
sind höchstens
und analog
(für natürliche Zahlen k) denkbar - da diese einzig mögliche Verknüpfung aber die Modulaxiome erfüllt, folgt die Behauptung. (Hier wurde die abelsche Gruppe additiv geschrieben).
[Bearbeiten] Vektorräume mit einer linearen Abbildung in sich selbst
Sei k[X] der Polynomring über einem Körper k. Dann entsprechen die k[X]-Moduln eins-zu-eins den Paaren (V,A) bestehend aus einem k-Vektorraum V und einem Endomorphismus A von V:
- Sei M ein k[X]-Modul. Wir stellen fest, dass M auch ein k-Vektorraum ist, da k in k[X] eingebettet ist. Sei V dieser Vektorraum. Das zu M gehörige Paar ist nun (V,A), wobei dem A durch
-
- gegeben ist.
- Zu einem Paar (V,A) definieren wir eine k[X]-Modulstruktur durch
-
- und setzen das k-linear auf k[X] fort, d.h.:
- für
![p(X)=a_0+a_1X+a_2X^2+\ldots+a_nX^n\in k[X].](http://upload.wikimedia.org/math/6/8/9/689dfeb06d09fa5d3f187e0ea20785ca.png)
[Bearbeiten] Ringideale
Jeder Ring ist ein Modul über sich selbst mit der Ringmultiplikation als Operation. Die Untermoduln entsprechen dann genau den Idealen von R (da R in diesem Abschnitt kommutativ ist, brauchen wir nicht zwischen Links- und Rechtsidealen zu unterscheiden).
[Bearbeiten] Moduln über einem beliebigen Ring
Es sei R ein Ring. Ist R nicht kommutativ, so muss man zwischen Links- und Rechtsmoduln unterscheiden.
Ein R-Linksmodul ist eine abelsche Gruppe M zusammen mit einer
-bilinearen Abbildung
d.h.
- (r1 + r2)m = r1m + r2m und r(m1 + m2) = rm1 + rm2,
so dass
- r1(r2m) = (r1r2)m für alle

gilt. Wird R als unitär angenommen, so fordert man meist auch, dass M ein unitärer Modul ist, d.h.
Ein R-Rechtsmodul ist eine abelsche Gruppe M zusammen mit einer
-bilinearen Abbildung
so dass
- (mr1)r2 = m(r1r2) für alle

Unitäre Rechtsmoduln sind analog zu unitären Linksmoduln definiert.
Ist R kommutativ, so stimmen die Begriffe Links- und Rechtsmodul (bis auf die Schreibweise) überein, und man spricht einfach von R-Moduln.
[Bearbeiten] Alternative Definitionen
- Ein R-Linksmodul ist eine abelsche Gruppe M zusammen mit einem (ggf. unitären) Ringhomomorphismus
-
- Dabei ist
der Ring der Endomorphismen von M mit der Verknüpfung als Produkt:
für 
- Ein R-Rechtsmodul ist eine abelsche Gruppe M zusammen mit einem (ggf. unitären) Ringhomomorphismus
-
- Dabei sei
der Ring der Endomorphismen von M mit der Rechtsverknüpfung als Produkt:
für 
[Bearbeiten] Bimoduln
Es seien R und S Ringe. Dann ist ein R-S-Bimodul eine abelsche Gruppe M zusammen mit einer R-Linksmodul- und einer S-Rechtsmodulstruktur, so dass
- (rm)s = r(ms) für

gilt.
Alternativ ist ein R-S-Bimodul eine abelsche Gruppe M zusammen mit einem Ringhomomorphismus
[Bearbeiten] Moduln über einer assoziativen Algebra
Ist R ein kommutativer Ring und A eine assoziative R-Algebra, so ist ein A-Linksmodul ein R-Modul M zusammen mit einem R-Modulhomomorphismus
so dass
- a1(a2m) = (a1a2)m für

gilt.
Ein A-Rechtsmodul ist ein R-Modul M zusammen mit einem R-Modulhomomorphismus
so dass
- (ma1)a2 = m(a1a2) für

gilt.
Unitäre Moduln und Bimoduln sind analog zum Fall der Ringe definiert.
[Bearbeiten] Moduln über einer Liealgebra
Es sei
eine Liealgebra über einem Körper k. Ein
-Modul oder eine Darstellung von
ist ein k-Vektorraum M zusammen mit einer k-bilinearen Abbildung
so dass
- [X,Y]m = XYm − YXm für

gilt.
Alternativ ist ein
-Modul ein k-Vektorraum M zusammen mit einem Homomorphismus von Liealgebren über k
dabei ist
die k-Algebra der Endomorphismen von M mit dem Kommutator als Lieklammer.
-Moduln sind dasselbe wie Moduln unter der universellen einhüllenden Algebra von
.
[Bearbeiten] Moduln über einer Gruppe
Es sei
eine Gruppe. Ein G-Linksmodul ist eine abelsche Gruppe (M, + ) zusammen mit einer Abbildung
,
so dass
- g(m1 + m2) = gm1 + gm2 für

und
- (g1g2)m = g1(g2m) für

gilt.
Ein G-Rechtsmodul ist analog definiert; die zweite Bedingung ist durch
- m(g1g2) = (mg1)g2 für

zu ersetzen.
Alternativ dazu ist ein G-Linksmodul eine abelsche Gruppe (M, + ) zusammen mit einem Gruppenhomomorphismus
dabei ist
die Gruppe der Automorphismen von M mit der Verknüpfung
für 
Ein G-Rechtsmodul ist eine abelsche Gruppe (M, + ) zusammen mit einem Gruppenhomomorphismus
das Produkt auf
ist durch
für 
gegeben.
Ist R weiter ein Ring, so ist ein G-R-Modul eine abelsche Gruppe mit einer R-Modul- und einer G-Modulstruktur, die in dem folgenden Sinne kompatibel sind:
- r(gm) = g(rm) für

Alternativ ist ein G-R-Modul ein R-Modul zusammen mit einem Gruppenhomomorphismus
dabei ist AutR M die Gruppe der Automorphismen von M als R-Modul.
G-R-Moduln sind dasselbe wie Moduln über dem Gruppenring R[G].
Ist k speziell ein Körper, so stimmt der Begriff des G-k-Moduls mit dem der k-linearen Darstellung von G überein.
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Weblinks
http://www.mathematik-netz.de/pdf/Moduln.pdf Alexander Hölzle: Einführung in die Modultheorie.






















