Mr. T

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Mr. T und Nancy Reagan, Weihnachten 1983

Mr. T (* 21. Mai 1952 in Chicago, Illinois; eigentlich Laurence Tureaud) ist ein US-amerikanischer Schauspieler.

Biografie[Bearbeiten]

Tureaud wurde in den Robert Taylor Homes, einem Armenviertel in Chicago, als zweitjüngstes von zwölf Kindern geboren. Als junger Mann wurde er von seinen Brüdern ermutigt, mit Krafttraining anzufangen. Er spielte erfolgreich College-Football und wurde dreimal Stadtmeister im Wrestling. Danach trat er in die Armee ein, wurde allerdings wegen eines Streits mit einem Vorgesetzten bald entlassen.

Danach arbeitete er als Bodyguard und nannte sich von da an Mr. T (als Tribut an seinen Vater, der oft von Weißen als „Boy“ beschimpft wurde, und damit man ihn mit Mister ansprechen musste). Er arbeitete für prominente Personen wie Diana Ross, Muhammad Ali und Michael Jackson. Er erlangte so einen gewissen Bekanntheitsgrad, der ihm zu einer Filmkarriere verhelfen sollte. Bekannt ist auch sein Wahlspruch auf seinen Visitenkarten: „Next to God, there is no greater protector than I“ (Neben Gott gibt es keinen größeren Beschützer als mich.).

Mr. T wurde 1982 von Sylvester Stallone entdeckt und erhielt die Rolle des Clubber Lang im dritten Teil der Rocky-Saga. Weitere Bekanntheit verdankt er der Rolle des Bosco Albert „B. A.“ (Bad Attitude) Baracus in der amerikanischen Fernsehserie Das A-Team. In der Zeichentrickserie Mister T (1983, in Deutschland ab 1987 auf RTL+ ausgestrahlt) war Mr. T selbst die Hauptfigur und reiste mit einer Gruppe von Turnern durch die USA. Der reale Mr. T erschien am Ende jeder Folge und klärte die jungen Zuschauer über den Missbrauch von Drogen, Verhalten in Problemsituationen, das richtige Umweltverhalten etc. auf. Im Jahr 1984 versuchte sich Mr. T im Musikgeschäft und nahm den Rapsong Treat Your Mother Right auf, der allerdings nur mäßig erfolgreich war.

Den Kontakt zur WWF (heute WWE) stellte Hulk Hogan her, der in Rocky III und in Das A-Team eine Gastrolle hatte. Die daraus resultierende Zusammenarbeit fand im März 1985 bei Wrestlemania I ihren Höhepunkt, als Mr. T und Hogan gemeinsam im Ring standen. Am 5. April 2014 wurde Mr. T von seinem Sohn T Junior in die WWE Hall of Fame eingeführt. Die Zeremonie fand einen Abend vor WrestleMania XXX (30) in New Orleans statt.[1]

In den 1990er Jahren erkrankte Mr. T an Lymphknotenkrebs. Seine Heilung stärkte seinen Gottesglauben. Heute ist er u. a. als Prediger aktiv. Im Jahr 2001 tauchte Mr. T in einer kurzen Sequenz des Films Nicht noch ein Teenie-Film auf. Mr. T taucht auch in verschiedenen Computerspielen auf, unter anderem in World of Warcraft, für welches er auch im Fernsehen warb und auch in Animationsserien wie in Die Pinguine aus Madagascar als Officer X. Seit 2011 hat er eine eigene Fernsehsendung auf BBC Three namens World’s Craziest Fools.[2]

Mr. T ist Vater von drei Kindern.

Filmografie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mr. T – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hall Of Fame-Profil von Mr. T auf wwe.com
  2. World's Craziest Fools auf BBC Three