Das A-Team

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Dieser Artikel behandelt die amerikanische Fernsehserie, für weiter Bedeutungen siehe A-Team (Begriffsklärung).
Seriendaten
Deutscher Titel Das A-Team
Originaltitel The A-Team
A-Team-Logo.svg
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Jahr(e) 1983–1987
Produktions-
unternehmen
Stephen J. Cannell Productions
Universal TV
Länge 45 Minuten
Episoden 98 in 5 Staffeln
Genre Actionserie
Produktion John Ashley
Tom Blomquist (5. Staffel)
Idee Stephen J. Cannell
Frank Lupo
Musik Mike Post
Pete Carpenter
Erstausstrahlung 23. Januar 1983 auf NBC
Deutschsprachige
Erstausstrahlung
12. März 1987 auf Das Erste
Besetzung
Synchronisation

Das A-Team (engl. The A-Team) ist eine Actionserie aus den Vereinigten Staaten von Stephen J. Cannell und Frank Lupo. Sie wurde von 1983 bis 1987 produziert und gehörte zu den erfolgreichsten amerikanischen Fernsehsendungen dieses Zeitraums.[1]

Die Fernsehserie handelt von einer Gruppe ehemaliger Soldaten, die Menschen in Notlagen helfen – dabei aber selbst von der Militärpolizei gejagt werden.

Handlung[Bearbeiten]

Konzept[Bearbeiten]

Im Mittelpunkt der Serie stehen vier ehemalige Soldaten: B. A. Baracus, H. M. Murdock, Templeton „Face“ Peck und John „Hannibal“ Smith. Sie werden fälschlich eines während des Vietnamkrieges verübten Verbrechens beschuldigt und befinden sich seitdem auf der Flucht vor der Militärpolizei. Im Stil Robin Hoods helfen sie Menschen, die in Not geraten sind und vom Gesetz im Stich gelassen wurden.

„Vor einigen Jahren wurden vier Männer einer militärischen Spezialeinheit wegen eines Verbrechens verurteilt, das sie nicht begangen hatten. Sie brachen aus dem Gefängnis aus und tauchten in Los Angeles unter. Seitdem werden sie von der Militärpolizei gejagt, aber sie helfen anderen, die in Not sind. Sie wollen nicht so ganz ernst genommen werden, aber ihre Gegner müssen sie ernst nehmen. Also wenn Sie mal ein Problem haben und nicht mehr weiter wissen, suchen Sie doch das A-Team!“

Deutsches Intro[2]

“Ten years ago [In 1972], a crack commando unit was sent to prison by a military court for a crime they didn’t commit. These men promptly escaped from a maximum-security stockade to the Los Angeles underground. Today, still wanted by the government, they survive as soldiers of fortune. If you have a problem, if no one else can help, and if you can find them, maybe you can hire the A-Team.”

Englisches Intro[2]

In der Serie werden verschiedene Archetypen des American Way of Life dargestellt: Die Mitglieder des A-Teams sind Kriegsveteranen, die zwar mittlerweile von der Armee verfolgt werden, aber immer noch die beim Militär erwünschten Werte wie Loyalität und Teamfähigkeit verkörpern. Gerät die Gruppe in scheinbar ausweglose Situationen, findet sie trotz ungünstiger Voraussetzungen doch eine Lösung, indem sie wie die alten Pioniere improvisieren. Zwar sind die Mitglieder des A-Teams Gesetzlose, helfen aber dennoch den Unterdrückten.

Episodenschema[Bearbeiten]

Im Zentrum der Handlung stehen die Aufträge des A-Teams. Einfache Menschen, die von Kriminellen bedrängt werden und denen die Polizei nicht helfen kann oder will, bitten das A-Team um Unterstützung. Auch wenn das A-Team dann Selbstjustiz ausübt, wird dies innerhalb der Serie nicht in Frage gestellt, da die Umstände moralisch immer zugunsten der Klienten sprechen. Das A-Team lässt sich zwar manchmal für seine Hilfe bezahlen, es entspricht aber nicht der typischen Vorstellung einer Söldnergruppe, da es bei mittellosen Klienten auf eine Entlohnung verzichtet.

Eine 45-minütige Episode läuft häufig nach einem festen Muster ab. Zunächst werden die zukünftigen Klienten sowie deren Peiniger vorgestellt. Bei den Klienten des A-Teams handelt es sich oft um hart arbeitende Kleinunternehmer oder Angestellte. Deren Gegner können rücksichtslose und größere Mitbewerber sein, aber auch Konzerne, Polizisten oder Banditen. Zwischen dem A-Team und ihren Antagonisten kommt es zu Scharmützeln und Verfolgungsjagden. Nach kleineren Erfolgen zu Beginn gerät das A-Team schließlich in eine schwierige Lage, kann sich aber durch einen genialen Plan oder der Konstruktion behelfsmäßiger Waffen – z. B. ein gepanzerter Schulbus (Pilotfilm) daraus befreien. Das Finale einer jeden Folge besteht aus Schießereien und Kämpfen mit den Schurken, wobei das A-Team die Oberhand behält.

Mehrere wiederkehrende Elemente werden als Handlungsfüller und Running Gags genutzt. Die Kontaktaufnahme mit den Klienten übernimmt Hannibal in ungewöhnlicher Verkleidung, Ausrüstung wird von Face durch einen Betrug besorgt, Murdock hat ständig wechselnde Wahnvorstellungen und B. A. leidet unter panischer Flugangst. Die Charaktere der Hauptfiguren sind sehr unterschiedlich, was zu Spannungen innerhalb des Teams führt. Als dritte Partei tritt in vielen Folgen die Militärpolizei in Erscheinung, welche das A-Team zwar gelegentlich kurzzeitig gefangen nimmt, letztlich aber dessen Flucht nicht verhindern kann.

Teilweise weicht die kurzlebige fünfte Staffel von dem regulären Schema ab: Das A-Team wird gefasst und muss nun für die Regierung Aufträge ausführen, um rehabilitiert zu werden.

Gewalt in der Serie[Bearbeiten]

Obwohl Gewalt ein Element in Das A-Team ist, werden die Auswirkungen von körperlicher Gewalt und Waffengewalt wie bei vielen amerikanischen Actionserien der 1980er verharmlost. Schwere Schläge ins Gesicht, das Werfen von Personen gegen Wände oder Überschläge mit einem Pkw führen in der Fernsehserie (anders als in der Realität) nie zu ernsthaften Verletzungen. Binnen weniger Augenblicke erholen sich die Figuren von den Folgen der Gewalteinwirkung.

In der Serie gibt es trotz unzähliger Schlägereien und Schusswechsel kaum Tote und nur selten Verletzte.[3] Trotz des exzessiven Einsatzes von Schusswaffen, häufig Sturmgewehren, wird selten eine Person von einer Kugel, Querschlägern oder Splittern getroffen. Fahrende Pkw werden durch Schusswaffengebrauch unschädlich gemacht. Stehende Pkw werden in der Serie ebenso wie Einrichtungsgegenstände aus Holz als wirkungsvolle Deckung gegen Geschosse dargestellt. Trotz zahlreicher wüster Schießereien kommt es praktisch nie zu Kollateralschäden an Menschenleben von unbeteiligten Personen.

Vorwurf des Sexismus[Bearbeiten]

Während die Serie ausgestrahlt wurde, wurde sie gelegentlich als sexistisch kritisiert.[4] Diese Kritik wurde darauf gestützt, dass weibliche Charaktere entweder nur dazu dienten, eine Episode zu eröffnen und die Handlung zu exponieren, oder bloß als Subjekt der Begierde des Charakters Faceman eingeführt wurden.

Den einzigen beiden weiblichen Mitgliedern der Hauptbesetzung, Melinda Culea (in der Rolle der „Amy Allen“) und Marla Heasley (in der Rolle der „Tawnia Baker“), war kein langer Verbleib in der Serie vergönnt, obwohl beide Schauspielerinnen und ihre Charaktere von den Serienproduzenten engagiert worden waren, um gerade die Sexismus-Vorwürfe zu entkräften und die ansonsten rein männliche Besetzung zu relativieren.[5] Der Schauspielerin Melinda Culea wurde im Laufe der zweiten Staffel gekündigt, nachdem sie mehr Dialoge und Actionszenen für ihren Charakter Amy verlangte.[6] Marla Heasley als „Tawnia Baker“ wurde daraufhin als Ersatz verpflichtet und sollte eine sanftere, verführerischere Komponente in die Stammbesetzung bringen. Allerdings wurde auch sie zu Beginn der dritten Staffel wieder aus der Serie geschrieben, da die Produzenten nunmehr zu der Ansicht gelangt waren, man brauche doch keinen weiblichen Charakter in der Stammbesetzung.

Die Schauspielerin Marla Heasley erinnerte sich in der englischen Dokumentation Bring Back The A-Team, dass auf dem Set zwar kein offener Sexismus herrschte, aber doch gleichwohl stets die Auffassung spürbar war, die weiblichen Charaktere seien für die Serie entbehrlich. Der Hauptdarsteller George Peppard (Hannibal) habe sie gar zur Seite genommen und ihr erklärt, dass „keiner sie auf dem Set haben wolle“ und sie nur deshalb anwesend sei, weil die Produzenten und der ausstrahlende Sender auf ihr bestünden. Dies habe er ihr sowohl zu Beginn ihrer Beschäftigung im Rahmen der Serie gesagt als auch dann, als sie aus der Serie wieder ausschied.[7] Der Schauspieler Dirk Benedict (Face) hat ebenfalls in besagter TV-Dokumentation bestätigt, dass es sich um eine „Männer-Show“ gehandelt habe und sich „jeder Kerl am Set auch wie einer benommen habe“.

Handlung und Konzept ab Staffel 5[Bearbeiten]

Um den sinkenden Quoten entgegenzuwirken, wurde das Konzept der Serie ab Staffel 5 geändert. Erstes Augenmerk war ein optisch sowie akustisch geänderter Vorspann: Neben dem Entfall der bekannten Textpassage wurde der Vorspann hauptsächlich aus Szenen der 5. Staffel sowie einer leicht geänderten Titelmelodie zusammengesetzt.

Wie in vielen bekannten Serien wurden zusätzliche Charaktere eingeführt, in diesem Fall General Hunt Stockwell als inoffizieller Auftraggeber des A-Teams, sowie Frankie Santana, ein Special-Effects-Experte, der als 5. Mann zusätzliche Eigenschaften ins Team bringen sollte.

Anstatt der bisherigen Aufträge in den eher ländlichen Gegenden der USA, agierte das A-Team nun zunehmend weltweit, insbesondere aber auch in US-amerikanischen Interessensgebieten des Kalten Kriegs.

Diese Änderungen bewirkten aber eher einen gegenteiligen Zuschauer-Zuspruch, wodurch die Serie bereits nach der 13. Folge der 5. Staffel eingestellt wurde.

Figuren[Bearbeiten]

Das eigentliche A-Team besteht nur aus drei Männern: Bosco Baracus, Templeton Peck und John Smith. Diese bildeten während des Krieges eine erfolgreiche Spezialeinheit (ein A-Team), sind nun aber gesuchte Verbrecher. Viertes Mitglied der Gruppe ist ihr ehemaliger Hubschrauberpilot in Vietnam, H. M. Murdock, der nicht verfolgt wird. Alle vier treten durchgehend in allen fünf Staffeln auf. Die Figuren haben jeweils eine eindeutige Funktion innerhalb der Gruppe und unterscheiden sich durch ihr prägnantes Äußeres sowie ihr Verhalten.[8]

Zu den vier Protagonisten kommen weitere Nebenfiguren. Diese wurden zum Teil als Hauptfiguren im Vorspann geführt, waren aber jeweils nur für relativ wenige Episoden zu sehen. Dabei handelt es sich um die weiblichen Figuren, die das A-Team während der ersten beiden Staffeln begleiteten; die neuen Figuren der fünften Staffel, die (ohne Erfolg) eine Steigerung der Quoten bewirken sollten; und schließlich die verschiedenen Jäger der Militärpolizei.

Auftritte der Figuren[9]
Staffel
(Folge)
1
(01–14)
2
(15–37)
3
(38–62)
4
(63–85)
5
(86–98)
Hannibal 01–98
FaceA 01–98
Murdock 01–98
B. A. 01–98
Amy 01–24 26
TawniaB 29–33, 35, 37, 39–40
Frankie 86–98
Stockwell 86–98
Lynch 01–02 11 46
Decker (19–70)C 87
Crane (19–70)D
FulbrightE 71, 76–77, 81−82, 85

Anmerkungen:

  • A Im Pilotfilm (Episode 1–2) wurde Face von Tim Dunigan dargestellt, danach übernahm Dirk Benedict die Rolle.
  • B Marla Heasley spielte zuvor in der Episode 18 eine andere Figur.
  • C Decker tritt in folgenden Episoden auf: 19–20, 22–23, 26, 29–30, 37, 45, 50, 55, 59, 62–63, 65, 67, 69–70, 87.
  • D Crane tritt in folgenden Episoden auf: 19–20, 22–23, 26, 29–30, 37, 45, 50, 55, 59, 62–63, 65, 70.
  • E Jack Ging spielte zuvor in den Episoden 5 und 18 andere Figuren.

Hannibal[Bearbeiten]

Colonel John Smith trägt in Anlehnung an den karthagischen Feldherrn den Spitznamen Hannibal, da er Anführer und Stratege des A-Teams ist. Er ist das deutlich älteste Mitglied der Einheit. Seine Markenzeichen sind schwarze Handschuhe und vor allem eine Zigarre.

Hannibal ist ein Meister der Verkleidung und kann jede beliebige Rolle annehmen, was sich in seinem häufig vorkommenden Namen John Smith niederschlägt. Dieses Talent nutzt er auch bei der Kontaktaufnahme mit potenziellen Klienten, denen er unter anderem als chinesischer Wäscherei-Besitzer Mr. Lee begegnet. Hat das A-Team keine Aufträge, tritt Hannibal als Darsteller von Ungeheuern in B-Movies auf, am häufigsten als Seeungeheuer Aquamaniac.

Da die Gegner des A-Teams diesem in der Regel an Männern und Waffen überlegen sind, erdenkt Hannibal Pläne, mit denen es diesen Nachteil wettmachen kann. Allerdings ist er auch risikofreudig („on the jazz“) und scheut zum Leidwesen seiner Mitstreiter keinen Frontalangriff. Er provoziert in Gesprächen grundsätzlich die Anführer der Schurken mit Worten und seinem Grinsen – selbst wenn sich das A-Team in einer kritischen Lage befindet. Nach dem erfolgreichen Abschluss eines Auftrags erfolgt Hannibals wiederkehrendes Zitat: „Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert!“

Face[Bearbeiten]

First Lieutenant Templeton Peck wird von den anderen Mitgliedern des Teams Face oder Faceman genannt. Diese Namen beziehen sich zum einen auf sein gutes Aussehen, zum anderen auf die Fähigkeit, bei seinen Mitmenschen Vertrauen zu erwecken. Face erscheint in der Regel als gut gekleideter Gentleman und lächelt fast immer.

Ähnlich wie Hannibal ist Face sehr wandlungsfähig. Er benutzt allerdings in geringerem Maß Verkleidungen, sondern nutzt je nach Situation ein scheinbar freundlich-charmantes, naives oder bestimmtes Auftreten. Face ist ein Hochstapler, der andere Menschen überredet, nach seinen Wünschen zu handeln. Dadurch kann er der Einheit die jeweils benötigte Ausrüstung verschaffen – auch in unmöglichen Situationen. Er hat eine starke Ausstrahlung auf Frauen und bandelt regelmäßig mit weiblichen Klienten an.

Auch wenn sich Face bei den körperlichen Auseinandersetzungen, in die das A-Team regelmäßig gerät, behaupten kann, zeigt er weniger Begeisterung für Kämpfe als die übrigen Mitglieder der Einheit. Lieber bewegt er sich in gesellschaftlich gehobenen Kreisen, obwohl er als Waisenkind (in der fünften Staffel kommt es zu einem Treffen mit seinem Vater, Richard Bancroft) aus armen Verhältnissen stammt. Passend zu seiner stilvollen Erscheinung fährt Face eine weiße Corvette.

Murdock[Bearbeiten]

Captain H. M. Murdock trägt den Beinamen Howling Mad, was sich auf seinen instabilen Geisteszustand bezieht. Die eigentliche Bedeutung seiner Initialen ist nicht bekannt. Seine Bekleidung besteht aus einer Leder-Fliegerjacke, einem Baseballcap und Chucks.

Während des Vietnamkrieges war Murdock ein ausgezeichneter Hubschrauberpilot. Er beherrscht aber auch Flugzeuge aller Art sowie Tragschrauber. Vor allem bei Auslandseinsätzen greift das A-Team auf Murdock als Piloten zurück.

Murdock ist angeblich geisteskrank und lebt seit dem Vietnamkrieg in einer Nervenklinik für Veteranen. Übernimmt das A-Team einen neuen Auftrag, muss Murdock erst von Face aus der Klinik befreit werden. Ob Murdock wirklich wahnsinnig ist oder zumindest teilweise dies nur vorgibt, bleibt offen. Sein anormales Verhalten besteht meist aus einer bestimmten Wahnvorstellung, die ihn für die Dauer einer Episode begleitet. Zum Beispiel übernimmt er die Rolle von stereotypen Figuren, bildet sich die Existenz imaginärer Lebewesen ein oder unterhält sich mit leblosen Objekten. Hannibal und Face haben sich an Murdocks ungewöhnliche Art gewöhnt, B. A. hingegen kommt scheinbar überhaupt nicht damit klar.

B. A.[Bearbeiten]

Master Sergeant Bosco Albert Baracus wird nur nach den Initialen seiner Vornamen gerufen, wobei aber aufgrund seiner Reizbarkeit „B. A.“ die Bedeutung „Bad Attitude“ angenommen hat. Rein äußerlich ist er das auffälligste Mitglied der Einheit, da er muskulös gebaut ist, einen Irokesenschnitt trägt und mit mehreren Lagen Goldketten überhängt ist. Ihm gehört ein schwarzer GMC-Van mit roten Felgen und roten Streifen an den Seiten, der mit einer Lachgaseinspritzung ausgestattet ist und vom gesamten Team regelmäßig als Transportmittel genutzt wird.

Innerhalb der Gruppe hat B. A. die Funktion des Mechanikers und Elektronikspezialisten inne. Auch schwer beschädigte Maschinen kann er reparieren oder zu Waffen umfunktionieren. Aufgrund seiner Kraft ist er die wichtigste Stütze bei den zahlreichen physischen Auseinandersetzungen des A-Teams.

Solange B. A. mit der Einheit unterwegs ist, tritt er betont übellaunig auf und lässt die anderen seinen namensgebenden Unmut spüren. Vor allem Murdocks anormales Verhalten missfällt ihm nach äußerem Anschein. Jedoch wird gelegentlich unterschwellig angedeutet, dass es sich eher um ein gegenseitiges freundschaftlich spielerisches Ärgern handelt und beide eigentlich sehr gute Freunde sind, was B.A. selbst jedoch nur dann zeigt, wenn Murdock in ernster Gefahr schwebt. Außerhalb von Einsätzen arbeitet er als Streetworker für Kinder, denen er immer freundlich, motivierend und verständnisvoll begegnet. Er ernährt sich gesund und trinkt fast ausschließlich Milch. Da er unter Flugangst leidet, muss er bei Flugeinsätzen gegen seinen Willen und ohne sein Wissen betäubt werden.

Nebenfiguren[Bearbeiten]

Das A-Team wird in den ersten beiden Staffeln von einer Reporterin begleitet. Bis zum Anfang der zweiten Staffel ist dies Amy Allen, danach Tawnia Baker. Die beiden helfen dem Team bei Aufträgen und machen es durch Zeitungsartikel bekannt. Ab der späteren Phase der zweiten Staffel gibt es keine ständige weibliche Figur mehr in der Serie.

In der fünften Staffel wird das A-Team vom Militär gefangen genommen, woraufhin es General Hunt Stockwell als ständigen Auftraggeber erhält. Festes Mitglied des Teams wird der Special-Effect-Mann Frankie Santana, der verschiedene Eigenschaften der anderen Charaktere übernimmt.[10]

In jeder Staffel wird die Gruppe von einem Offizier der Militärpolizei gejagt. In der ersten Staffel ist dies Colonel Lynch, der das A-Team seit Jahren verfolgt hat. In der zweiten Staffel wird er durch Colonel Decker ersetzt, der von Captain Crane begleitet wird. Im Lauf der vierten Staffel übernimmt General Fulbright die Rolle des Jägers.

Produktion und Rezeption[Bearbeiten]

Besetzung[Bearbeiten]

Figur Darsteller
John Hannibal Smith George Peppard
Templeton Face Peck Dirk Benedict (Folge 3–98)
Tim Dunigan (Pilotfilm)
Howling Mad Murdock Dwight Schultz
B. A. Baracus Mr. T
Amy Allen Melinda Culea
Tawnia Baker Marla Heasley
Frankie Santana Eddie Velez
General Stockwell Robert Vaughn
Colonel Lynch William Lucking
Colonel Decker Lance LeGault
Captain Crane Carl Franklin
General Fulbright Jack Ging

Die Figur des Hannibal wurde von George Peppard verkörpert, der vor allem in den 1960ern mit Filmen wie Frühstück bei Tiffany erfolgreich war. In der Serie wird Rückbezug auf den Schauspieler Peppard genommen. So sagt Hannibal im Hinblick auf seine Schauspielerkarriere: „Dieser George Peppard hat’s auch geschafft“.[11] Face wurde von Dirk Benedict dargestellt, der in den späten 1970ern in Kampfstern Galactica mitwirkte. Als Anspielung auf diese Rolle wird im Vorspann gezeigt, wie ein Zylon an Face vorbeigeht.[12] Murdock wurde von Dwight Schultz gespielt, der in den 1990ern in einigen Star-Trek-Episoden auftrat. Die Rolle des B. A. wurde von Mr. T verkörpert, der in den frühen 1980ern in Rocky III den Antagonisten spielte.

Während der Dreharbeiten herrschte ein starker Konkurrenzkampf zwischen George Peppard und Mr. T. Obwohl Peppard nominell die Hauptrolle innehatte, war Mr. T bei den amerikanischen Zuschauern beliebter. Die persönlichen Spannungen gingen gegen Ende der Serie so weit, dass beide kein Wort mehr miteinander sprachen und die Kommunikation zwischen ihnen über eine dritte Person wie Dirk Benedict verlief.[13] Peppard soll sich auch mit der Amy-Darstellerin Melinda Culea angelegt haben, die in der zweiten Staffel eine größere Rolle spielen wollte, was eventuell ein Grund für ihr Ausscheiden aus der Serie gewesen sein kann.

Im Pilotfilm wurde die Figur des Face statt von Dirk Benedict noch von Tim Dunigan gespielt, der jedoch als zu jung für die Rolle des Vietnamveteranen eingeschätzt wurde.

Die Produzenten monierten zu Anfang das übertriebene Spiel des Murdock-Darstellers Dwight Schultz und wiesen ihn darauf hin, dass Das A-Team keine Kinderserie sei. Darauf entgegnete Schultz nach eigenen Aussagen: „Aber natürlich ist sie das. Was dachten Sie denn?“[13]

Mehrere Darsteller wie Wings Hauser, Robert Dryer oder Anthony James traten in mehreren Folgen in verschiedenen Rollen auf. So spielten Sergio Calderón und Jack Ging in mehreren Folgen den Antagonisten, wobei Letzterer als General Fulbright auch Jagd auf das A-Team machte.

Gastauftritte[Bearbeiten]

Dreharbeiten[Bearbeiten]

Der A-Team-Van, gezeigt auf der London Film And Comic Con 07

Die Darsteller, insbesondere George Peppard, ließen sich bei gefährlichen Situationen und häufig auch bei Prügel-Szenen durch Stuntmen vertreten. Besonders gut kann man dies bei Peppard sehen, dessen Stuntman stets durch eine schlecht gelungene Perücke ins Auge fällt. Auffällig ist auch, dass die Darsteller (vor allem bei Kletterszenen) oft nur von hinten oder von oben zu sehen sind. Auch in den meist obligatorischen Verfolgungsjagd-Szenen sind Fehler sowie Doubles zu erkennen: In heiklen Stunt-Szenen wurden anstatt des bekannten A-Team-Vans günstigere Nachbauten eingesetzt, oftmals zu erkennen an einfachen schwarzen Stahlfelgen, einer anderen Frontpartie oder den fehlenden Funkantennen auf dem Dach. Dass die bekannten Schauspieler auch in Verfolgungsjagden gedoubled wurden, zeigt sich z.B. am geschlossenen Dach der Corvette, welches vor Abfahrt und nach Abschluss jedoch wieder offen gezeigt wurde. Ebenso durch Fahrtwind in den Haaren der Hauptdarsteller in Spielszenen im Inneren des Vans, während die Fenster in Außenaufnahmen offensichtlich geschlossen sind.

B. A.s Transporter (GMC, Modell G20) und die Chevrolet Corvette C4 von Face wurden in der Serie bereits verwendet, bevor sie offiziell auf dem freien Markt erschienen.

Episodenliste[Bearbeiten]

Insgesamt wurden 98 Episoden der Serie „Das A-Team“ ausgestrahlt. Dazu zählen 90 reguläre Folgen (45 Minuten) sowie vier Doppelfolgen (90 Minuten, darunter auch der Pilotfilm). Die Doppelfolgen wurden jeweils am Anfang oder zumindest während der frühen Phase einer Staffel gesendet.[14]

Die Originaltitel einiger Episoden orientieren sich an Film- bzw. Serienklassikern. „Black Day At Bad Rock“ (Blutsbande) spielt auf den ThrillerBad Day at Black Rock“ (Stadt in Angst) an, „The Spy Who Mugged Me“ (Man liebt nur zweimal) auf den James-Bond-FilmThe Spy Who Loved Me“ (Der Spion, der mich liebte), eine Folge mit Gaststar David McCallumThe Say U.N.C.L.E. Affair“ (Codename Brown Fox) auf die Serie „Solo für O.N.C.E.L.“ („The Man from U.N.C.L.E.“). McCallum spielte in dieser Episode an der Seite von Robert Vaughn, seinem Partner bei Solo für O.N.C.E.L., welcher in der 5. Staffel des A-Teams die Rolle des General Hunt Stockwell übernommen hatte.

Das Finale der zweiten Staffel „Das Spiel ist aus“ (Curtain Call) ist eine Clipshow, bei der ein Teil der Handlung aus älteren Folgen zusammengeschnitten wurde. Gleiches gilt für die letzte überhaupt gesendete Folge „Mord à la carte“ (Without Reservations). Diese war nicht als Serienfinale gedacht, sondern war eigentlich eine halbfertige Folge, die mehrere Wochen nach der Episode „Landesverrat“ (The Grey Team) ausgestrahlt wurde, die den eigentlichen inhaltlichen Abschluss der Serie bildet.

Musik[Bearbeiten]

Untermalt wurde die Serie durch die markante, eingängige, aber auch schlichte Filmmusik Mike Posts, der in den 1980er Jahren für eine Vielzahl von erfolgreichen Fernsehserien die Titelmusik verfasste. An der Komposition der Titelmelodie war auch Pete Carpenter beteiligt.

Es gibt eine CD zur Serie mit insgesamt 15 Tracks, inklusive Titelmusik.

Quoten[Bearbeiten]

Einschaltquoten pro Staffel in Mio.
16,7
20,1
18,6
14,5
9,3
1 2 3 4 5

Das A-Team gehörte zu den erfolgreichsten Fernsehserien der 1980er Jahre in den Vereinigten Staaten.[1] Die erste Staffel erreichte im Schnitt 16,7 Millionen Zuschauer, was sie zur erfolgreichsten NBC-Serie der Saison 1982/83 machte. Dieser Wert wurde von der zweiten Staffel mit 20,1 Millionen noch überboten, wodurch Das A-Team 1983/84 zur vierterfolgreichsten Serie des Landes wurde. Konnte die dritte Staffel immerhin noch 18,6 Millionen Zuschauer verbuchen, so sank dieser Wert in der vierten Staffel auf 14,5 Millionen. Änderungen im Handlungsschema für die fünfte Staffel vermochten diese Entwicklung nicht aufzuhalten, woraufhin die Serie eingestellt wurde.

Synchronisation[Bearbeiten]

Figur Schauspieler Synchronsprecher[15]
John Hannibal Smith George Peppard Eckart Dux (ARD-Synchronisation)
Hermann Ebeling (RTL-Synchronisation)
Templeton Face Peck Tim Dunigan (Pilotfilm)
Dirk Benedict (Folge 3–98)
Elmar Wepper (ARD-Synchronisation)
Mathias Einert (RTL-Synchronisation)
Howling Mad Murdock Dwight Schultz Hans-Georg Panczak (ARD-Synchronisation)
Florian Krüger-Shantin (RTL-Synchronisation)
B. A. Baracus Mr. T Manfred Erdmann (ARD-Synchronisation)
Karl Schulz (RTL-Synchronisation)
Amy Allen Melinda Culea Sabina Trooger
Frankie Santana Eddie Velez Martin Keßler
General Stockwell Robert Vaughn Friedrich Georg Beckhaus
General Fulbright Jack Ging Lothar Blumhagen

In Deutschland wurde Das A-Team erstmals 1987 in den Vorabend-Regionalprogrammen der ARD ausgestrahlt.[16] Der Sender zeigte nur 26 Folgen, in denen die Darstellung von Gewalt als weniger stark eingeschätzt wurde. Erst nachdem RTL 1990 die Rechte an der Serie erworben hatte, wurden auch die übrigen Episoden gesendet. Die ARD hatte nur die von ihnen gesendeten Folgen synchronisiert, für die übrigen setzte RTL andere Synchronsprecher ein.

Einige Folgen wurden in der deutschen Fassung geschnitten. Daher sind in der ungeschnittenen Version auf DVD manche Szenen nicht synchronisiert. Gelegentlich weicht die deutsche Übersetzung inhaltlich von der Originalfassung ab. Beispielsweise wurde ins deutsche Intro ein zusätzlicher Satz eingefügt: „Sie [Das A-Team] wollen nicht so ganz ernst genommen werden, aber ihre Gegner müssen sie ernst nehmen.“

Die Originalfassung weist oft Bezüge zur US-amerikanischen Film- und Fernsehlandschaft auf. Diese wurden in der Synchronisation durch Personen und Sendungen ersetzt, die im deutschsprachigen Raum bekannt waren.[17]

Kinofilm[Bearbeiten]

Hauptartikel: Das A-Team – Der Film

Die A-Team-Schauspieler – ohne den 1994 verstorbenen George Peppard – waren am 18. Mai 2006 im britischen Fernsehen (Channel 4) in einer Show namens Bring back the … A-Team zu sehen, in der sie über ihre A-Team-Zeit sprachen. Produziert und gefilmt wurde im Frühherbst des Jahres 2005. Konzept und Idee der Bring-Back-Show stammen vom extrovertierten Reporter Justin Lee Collins („The JLC“), der sich selbst auch als Fan bezeichnet.

20th Century Fox hat am 3. Juni 2010 eine Kinofassung namens Das A-Team – Der Film in die amerikanischen Kinos gebracht. Der deutsche Kinostart war am 12. August 2010.[18] Joe Carnahan führte Regie. Der Film wurde von Tony und Ridley ScottsScott Free Productions“ realisiert. Weitere Produzenten waren Jules Daly und Stephen J. Cannell. Cannell hatte die Originalserie zusammen mit Frank Lupo entwickelt. Das Drehbuch stammt von Skip Woods, Joe Carnahan und Brian Bloom.

DVDs[Bearbeiten]

  • A-Team – Season One (5 DVDs), Universal 1983
  • A-Team – Season Two (6 DVDs), Universal 1984
  • A-Team – Season Three (7 DVDs), Universal 1985
  • A-Team – Season Four (6 DVDs), Universal 1986
  • A-Team – Season Five (3 DVDs), Universal 1987

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. a b Fernsehquoten 1982/83 ff.
  2. a b Das Zitat entstammt der Serie „Das A-Team“, Stephen J. Cannell Productions
  3. In der ersten Staffel wird B. A. in der Episode Blutsbande durch Friendly Fire von Face – ein Schuss in den Oberschenkel – schwer getroffen, allerdings bei einem Einsatz vor der eigentlichen Handlung. In Das Spiel ist aus (zweite Staffel) wird Murdock durch eine Kugel verletzt, als er versucht, Hannibal zu beschützen. In der Folge Die 100.000-Dollar-Frau aus der dritten Staffel wird ein Polizist, der eine Sträflings-Kolonne bewacht, angeschossen. In Drogen und Krokodile wird Dr. Fallone angeschossen. In der Folge Diamantenfieber ist ein Mord zu sehen, jedoch wird unmittelbar vor der Tat ausgeblendet. In der Episode Ein todsicheres System wird ein Casinobesitzer aus einem Hochhaus geworfen und stürzt tot in einen Brunnen. In Zurück in Vietnam werden Murdock und General Fulbright von Kugeln getroffen, woraufhin Fulbright stirbt. In George, der Cowboy stirbt ein Sheriff, doch auch dieser Mord wird nicht dargestellt. In der Folge „Mord à la carte“ wird Faceman von einer Kugel getroffen und verblutet beinahe. In Codename Brown Fox (Staffel 5) stirbt der Agent, der selbigen Codenamen trägt, nach einem Überschlag und daraus resultierender Explosion seines Fahrzeugs.
  4. Bring Back... The A-Team (UK). Broadcast on May 18, 2006.
  5. Bring Back... The A-Team (UK), Marla Heasley. Broadcast on May 18, 2006.
  6. Bring Back... The A-Team (UK), Dirk Benedict. Broadcast on May 18, 2006.
  7. Wills J. „Women Out For A-Team“. Sunday Mail (AUS), May 18, 1986.
  8. Artikel auf Welt-Online
  9. Auflistung aller Auftritte der Serie auf IMDb.com
  10. Kritischer Blick auf Frankie Santana http://www.a-team-inside.com/nebendarsteller
  11. Zitat aus der Folge Ein Bärendienst. Siehe dazu http://www.a-team-inside.com/hannibal
  12. Siehe dazu http://www.a-team-inside.com/templeton
  13. a b vgl. hierzu die Aussagen Dwight Schultz’ in der Fernsehsendung: „Bring back the … A-Team“
  14. Der ersten Staffel steht logischerweise der Pilotfilm „Verschollen in Mexiko“ (Mexican Slayride) vor. Auch die vierte Staffel wurde mit einer Doppelfolge eröffnet: „Eine Seefahrt, die ist lustig“ (Judgement Day). „Die versunkene Stadt“ (The Bend In The River) war die zweite Folge der dritten Staffel, „Wilde Mustangs“ (When You Coming Back, Range Rider?) immerhin noch die fünfte Folge der zweiten Staffel.
  15. Liste der Sprecher in der Deutschen Synchronkartei.
  16. Eintrag auf Fernsehserien.de.
  17. In der Folge Diamantenfieber (zweite Staffel) erwähnt Murdock den deutschen Schauspieler Jürgen Wussow als Dr. Brinkmann, bekannt aus der Serie Die Schwarzwaldklinik. Weitere Anspielungen gibt es zum Beispiel auf Paola und Kurt Felix sowie auf den deutschen Fernsehsender RTL.
  18. cinema.de

Weblinks[Bearbeiten]

 Wikiquote: A-Team – Zitate