Muscat de Rivesaltes

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Muscat de Rivesaltes

Muscat de Rivesaltes, auf Katalanisch Moscat de Ribesaltes, (seit dem 29. August 1956 AOC) ist ein Süßwein aus Frankreich. Er darf in insgesamt 99 Gemeinden der Départements Pyrénées-Orientales (Nordkatalonien) und Aude im Anbaugebiet Languedoc Roussillon hergestellt werden. Die Rebfläche umfasst ca. 4990 Hektar.

Der Muscat de Rivesaltes gehört zur Familie der Vin Doux Naturel. Innerhalb des Anbaugebiets haben die Weine Maury und Banyuls den Sonderstatus eines Grand Cru.

Boden und Rebsorten[Bearbeiten]

Die Weinreben stehen auf kargem und kalkhaltigem Boden, der nur sehr niedrige Erträge zulässt. Aufgrund der Größe des Gebiets ist jedoch eine pauschalisierte Beschreibung des Bodens nicht möglich.

Als Rebsorten sind Muscat blanc à petits grains und Muscat d’Alexandrie zugelassen. Der Ertrag sollte 30 hl pro Hektar nicht überschreiten. Diese Regel wurde seit dem Jahrgang 1993 jedoch nahezu systematisch überschritten.

Herstellung[Bearbeiten]

Es werden zunächst überreife Trauben geerntet, die bereits am Rebstock rosinenartig zusammenschrumpfen können. Um den natürlichen Zucker der Trauben zu erhalten, wird die Maischegärung durch Zugabe von Ethanol gestoppt. Dabei wird der Wein auf mindestens 15 Prozent Alkohol „aufgespritet“. Der Restzuckergehalt des Weins liegt bei mindestens 100 g/ Liter.

Um dem Wein seine Frische und Fruchtigkeit der Muskatellersorten zu wahren, wird er so früh wie möglich, jedoch nicht vor dem 15. Dezember des Erntejahrs abgefüllt. Der Wein sollte spätestens zwei Jahre nach der Ernte getrunken werden. Leichte Versionen des Weins sind sehr duftig und verfügen über Aromen von Zitrone und Honig. Reichere Weine haben einen leicht bitteren Geschmack und ihr Aroma erinnert eher an Orangen.

Zugelassene Gemeinden[Bearbeiten]

Im Département Pyrénées-Orientales

Bages, Argelès-sur-Mer, Baho, Baixas, Banyuls-sur-Mer, Banyuls-dels-Aspres, Bélesta, Le Boulou, Brouilla, Cabestany, Caixas, Calce, Camelas, Canet, Canohès, Cases-de-Pène, Cassagnes, Castelnou, Cerbère, Céret, Claira, Collioure, Corbère, Corbère-les-Cabanes, Corneilla-de-la-Rivière, Corneilla-del-Vercol, L'Ecluse, Elne, Espira-de-l'Agly, Estagel, Fourques, Ille-sur-Têt, Laroque-des-Albères, Latour-Bas-Elne, Latour-de-France, Lesquerde, Llauro, Llupia, Maureillas, Maury, Millas, Montauriol, Montescot, Montesquieu, Montner, Nétiach, Opoul-Périllos, Ortaffa, Palau-del-Vidre, Pia, Passa, Perpignan, Peyrestortes, Pézilla-de-la-Rivière, Planèzes, Pollestres, Ponteilla, Port-Vendres, Rasiguères, Reynès, Rivesaltes, Saint-André, Sainte-Colombe-de-la-Commanderie, Saint-Estève, Saint-Féliu-d'Amont, Saint-Féliu-d'Aval,Saint-Génis-des-Fontaines, Saint-Hippolyte, Saint-Jean-Lassaille, Saint-Jean-Pla-de-Corts, Saint-Nazaire, Saint-Paul-de-Fenouillet, Saleilles, Salses, Le Soler, Sorède, Tautavel, Terrats, Thuir, Tordères, Toulouges, Tresserre, Trouillas, Villelongue-dels-Monts, Villemolaque, Villeneuve-de-la-Raho, Villeneuve-de-la-Rivière, Vingrau, Vivès.

Im Département Aude

Cascastel-des-Corbières, Caves, Fitou, La Palme, Leucate, Paziols, Treilles, Tuchan, Villeneuve-les-Corbières.

Literatur[Bearbeiten]

  • Jancis Robinson: Das Oxford Weinlexikon. Gräfe und Unzer Verlag, München 2003, ISBN 3-7742-0914-6.
  • Pierre Galet: Cépages et Vignobles de France. Verlag Lavoisier, Paris 2004, ISBN 2-7430-0585-8.
  • Benoît France: Grand Atlas des Vignobles de France. Verlag Éditions SOLAR, Paris 2002, ISBN 2-263-03242-8.

Siehe auch[Bearbeiten]