Cerbère

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Cerbère (Cervera de la Marenda)
Wappen von Cerbère
Cerbère (Frankreich)
Cerbère
Region Languedoc-Roussillon
Département Pyrénées-Orientales
Arrondissement Céret
Kanton Côte Vermeille
Gemeindeverband Communauté de communes des Albères et de la Côte Vermeille.
Koordinaten 42° 27′ N, 3° 10′ O42.4433333333333.164722222222220Koordinaten: 42° 27′ N, 3° 10′ O
Höhe 0–643 m
Fläche 8,18 km²
Einwohner 1.382 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 169 Einw./km²
Postleitzahl 66290
INSEE-Code
Website cerbere-village.com

Strand von Cerbère

Cerbère (auf Katalanisch Cervera de la Marenda) ist eine französische Gemeinde mit 1382 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Pyrénées-Orientales der Region Languedoc-Roussillon. Sie liegt in der historischen katalanischen Comarca Rosselló an der Küste des Golfe du Lion unmittelbar an der Grenze zu Spanien. Die Gemeinde gehört zum Anbaugebiet des Süßweins Banyuls sowie des Muscat de Rivesaltes.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2009
Einwohner 2438 2064 1940 1641 1461 1487 1510

Verkehr[Bearbeiten]

Cerbère, links im Vordergrund der Bahnhof

Besondere Bedeutung kommt Cerbère im Eisenbahnverkehr zu. Der das Ortsbild prägende Grenzbahnhof ist neben Hendaye der bedeutendste Übergang zu Spanien. Der Bahnhof wurde 1878 von der Compagnie des chemins de fer du Midi gebaut. Der Architekt war Gustave Eiffel. Entstanden ist ein Stahl-Glas-Bau, der kürzlich renoviert wurde. In Cerbère enden die Gleise der spanischen Breitspur, die der französischen Normalspur enden hingegen im spanischen Bahnhof Portbou, wo sich auch eine Umspuranlage befindet. Rechtwinklig zur Durchgangsstrecke erstreckt sich ein großer Abstell-, Rangier- und Verschiebebahnhof.

Die Bedeutung Cerbères ist mit der 2010 eingeweihten Hochgeschwindigkeitsstrecke LGV Perpignan–Figueres jedoch stark zurückgegangen: Während vorher alle Fernzüge auf der Mittelmeerstrecke von und nach Spanien hier hielten, gibt es jetzt im Fernverkehr nur noch zwei Nacht-Intercity täglich nach Paris und nach Cartagena, ansonsten Regionalzüge der Nahverkehrsgesellschaft Transport express régional (TER).

Auf der Straße erreicht man Cerbère auf der Départementsstraße D 914, die an der Grenze in die spanische N-260 übergeht.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Alfred Nakache (1915–1983), ein aus Algerien stammender französischer Schwimmer und Wasserballspieler, der das KZ Auschwitz überlebt hatte, starb in Cerbère beim täglichen Schwimmtraining im Hafen an einem Herzinfarkt.

Jacques Bailbé (1924–1992), ein französischer Romanist und Literaturwissenschaftler, wuchs in Cerbère auf.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Cerbère – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien