Nacht der langen Messer

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Die Nacht der langen Messer ist die Bezeichnung für unterschiedliche Ereignisse. Sie wird besonders im englischen Sprachraum („Night of the Long Knives“) immer wieder zur Beschreibung aktueller politischer Begebenheiten genutzt.

Folgende Ereignisse werden als Nacht der langen Messer bezeichnet:

  • Das Massaker an den britischen (keltischen) Adeligen durch die angelsächsischen Einwanderer im Jahre 450 in Salisbury. Der Ausdruck wurde vom mittelalterlichen britischen Historiker Geoffrey of Monmouth geprägt, welcher damit den stehenden Begriff formte.
  • Der sogenannte Röhm-Putsch 1934, in der Adolf Hitler die Führung der SA ausschaltete. In Deutschland ist meist diese Definition gemeint.
  • Innerhalb der SA und SS und gegenüber Juden wurden die Novemberpogrome 1938 gelegentlich mit dem Ausdruck angekündet.
  • Die Kabinettsumformungen des britischen Premierministers Harold Macmillan im Jahre 1962, bei der er sieben Kabinettsmitglieder entließ.
  • In Nordirland die Ausschaltung der irisch-republikanischen Splittergruppe IPLO (einer Abspaltung der INLA) durch die IRA im Herbst 1992. Der IPLO wurde eine Verwicklung in den Drogenhandel vorgeworfen.
  • Die Nacht der langen Messer war der Spitzname der berühmt-berüchtigten Rallye Monte Carlo-Etappe über den Col de Turini. Seit einigen Jahren wird diese Etappe nicht mehr nachts ausgetragen.
  • In der Schweiz wird der Begriff auch für die Nacht vor einer Bundesratswahl verwendet, weil bei umstrittenen Fällen oft bis kurz vor der Wahl Absprachen zwischen verschiedenen Parteien stattfinden und um einzelne Parlamentarierstimmen geworben wird. Vor allem in der Zeit vor der Mobiltelefonie sollen diese Aktivitäten teilweise bis spät in die Nacht in den Stammlokalen der verschiedenen Parlamentariergruppen über die Bühne gegangen sein. Diese Verwendung des Begriffs ist in der Schweiz am häufigsten.

Die Nacht der langen Messer lautet auch der Titel einer satirischen Erzählung von Ephraim Kishon aus dem Jahr 1972.

Diese Seite ist eine Begriffsklärung zur Unterscheidung mehrerer mit demselben Wort bezeichneter Begriffe.
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