Harold Macmillan

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Harold Macmillan als Premierminister

Maurice Harold Macmillan, 1. Earl of Stockton OM (* 10. Februar 1894 in Chelsea (London); † 29. Dezember 1986 in Birch Grove House, Horsted Keynes, Sussex) war ein britischer Politiker der Conservative Party und Premierminister vom 10. Januar 1957 bis zum 12. Oktober 1963. Zuvor war er jahrelang Kabinettsmitglied gewesen und hatte mehrere wichtige Regierungsämter bekleidet, unter anderem das des Verteidigungsministers, des Außenministers und des Schatzkanzlers. Darüber hinaus war er jahrzehntelang Verleger.

Leben[Bearbeiten]

Frühe Jahre[Bearbeiten]

Harold Macmillan wurde als Sohn des schottischen Verlegers Maurice Crawford Macmillan (1853–1936) und der Amerikanerin Helen (Nellie) Artie Tarleton Belles (1856–1937) geboren.[1][2] Sein Großvater Daniel Macmillan und dessen Bruder Alexander hatten 1843 den Verlag Macmillan & Company gegründet.[3]

Harold Macmillan wurde am Eton College erzogen und studierte am Balliol College der University of Oxford. Prägend war seine Freundschaft mit Ronald Knox, der ihm Privatunterricht gab, nachdem sich Macmillan eine schwere Lungenentzündung zugezogen hatte und von seiner Mutter vom Eton College genommen wurde; Knox vermittelte Macmillan ein tiefes Interesse am christlichen Glauben. In der Folge erwog Macmillan zeitweise auch den Übertritt zum katholischen Glauben.[4][5] Zeitlebens blieb er ein praktizierender Christ. In Oxford trat Macmillan, wie für politische Studenten üblich, mehreren Debattierclubs bei[6]; so gehörte er unter anderem auch zu den Mitgliedern des „Hanover Club“, eines von 1911 bis 1913 bestehenden deutsch-britischen Debattierclubs unter Führung von Albrecht Graf von Bernstorff, der das gegenseitige Verständnis fördern sollte.[7][8] Macmillan’s politische Sympathien in seiner Zeit in Oxford galten vor allem den Liberalen.

Vorrückende britische Infanterie nahe Ginchy; Schlacht an der Somme, 1916

Im Ersten Weltkrieg diente Macmillan als Offizier der Grenadier Guards in Nordfrankreich, nahm unter anderem an den Schlachten bei Loos und an der Somme teil und wurde dreimal verwundet. Seine letzte Verwundung an der Hüfte, die er in der Schlacht an der Somme 1916 (nahe Ginchy) erlitt, beendete seine aktive Teilnahme am Krieg[9], zwang ihn die nächsten vier Jahre in eine Rehabilitation und ließ ihn für den Rest seines Lebens mit einem schlurfenden Gang zurück. Als Kompaniechef setzte er sich nicht von den meist aus der Arbeiterklasse stammenden Mannschaftsdienstgraden ab. Das klassenübergreifende Erlebnis des Kriegs und der Respekt, den er seinen Soldaten zollte, prägte ihn für den Rest seines Lebens. Die Kriegserfahrung begründete seine in den 1920er-Jahren immer wieder geäußerten Sympathien für die Arbeiterbewegung.[10]

Nach dem Krieg lehnte Macmillan eine Rückkehr nach Oxford ab, da zu viele seiner dortigen Freunde und Kommilitonen im Krieg gefallen waren. Stattdessen diente er im kanadischen Ottawa als Aide-de-camp für den Herzog von Devonshire, zu dieser Zeit Generalgouverneur von Kanada. Am 21. April 1920 heiratete er dessen Tochter, Lady Dorothy Cavendish (1900-1966), in der St Margaret’s Church in London; die Hochzeit fand im Beisein von Queen Alexandra und Prince Albert statt und stellte innerhalb der britischen Upper Class das bedeutendste gesellschaftliche Ereignis des Jahres dar.[11] Die Macmillans hatten in der Folge vier Kinder: Maurice Victor (1921–1984), Caroline (geb. 1923), Catherine (1926–1991) und Sarah (1930–1970). Ende 1929 begann seine Frau eine lebenslang währende Affäre mit Macmillans Parteifreund und Lebemann Bob Boothby. Wenn auch unbekannt für die weite Öffentlichkeit, sorgte die Affäre für einen Skandal in der höheren britischen Gesellschaft.[12]

Einstieg in die Politik[Bearbeiten]

Ebenfalls 1920 trat Macmillan in den familieneigenen Verlag als Juniorpartner ein, entschied sich jedoch bald, auch für einen Parlamentssitz zu kandidieren und die Arbeit in dem Unternehmen auf eine Halbtagsbeschäftigung zu reduzieren. Bei den Parlamentswahlen im Dezember 1923 erzielte er als konservativer Kandidat im industriell geprägten nordenglischen Stockton-on-Tees einen Achtungserfolg, unterlag jedoch noch knapp dem Kandidaten der Liberalen. Nachdem Labour-Premierminister Ramsay MacDonald eine Vertrauensabstimmung verlor, kam es 1924 zu Neuwahlen und Macmillan wurde ins Unterhaus gewählt. Seine positiv aufgenommene Jungfernrede hielt er am 30. April 1925. In den folgenden Jahren konzentrierte Macmillan sich vor allem auf soziale und ökonomische Fragen. In seinem von hoher Arbeitslosigkeit geprägten Wahlkreis Stockton-on-Tees engagierte er sich ebenfalls im sozialen Sektor, vor allem im Bereich der Jugendarbeit.[13] Auf gesellschaftlicher Ebene wurde Macmillan bald in den erweiterten Zirkel, auch bekannt als „The Old Guard“ (Die alte Garde), von Winston Churchill einbezogen[14] – Churchills Biographie seines Vaters, Lord Randolph Churchill, war vom Macmillan-Verlag publiziert worden. Wegen seiner von der Parteilinie oft abweichenden Haltungen charakterisierte der ehemalige Premier David Lloyd George Macmillan als einen „geborenen Rebellen.“[15] 1927 verfasste er, zusammen mit Boothy, John Loder und Oliver Stanley das Booklet Industry and the State.[16]

Bei den Unterhauswahlen 1929, die zum ersten Mal allen Frauen das allgemeine Wahlrecht einräumte, verlor er seinen Sitz, gewann ihn 1931 jedoch wieder zurück. In den zwei Jahren ohne Sitz im Unterhaus konzentrierte er sich auf die Arbeit als Verleger und nahm eine führende Position in der Publishers' Association ein. Als der Labour-Renegat Oswald Mosley seine New Party gründete, erwog Macmillan zunächst, sich ihr anzuschließen. Sobald Mosley damit begann, faschistische Inhalte zu übernehmen, distanzierte Macmillan sich jedoch wieder. Eine fünfwöchige Reise durch die Sowjetunion im August und September 1932 steigerte sein Interesse für außenpolitische Fragen und weckte in Macmillan eine instinktive Abneigung gegen die totalitären Regierungsformen, obwohl seine Gastgeber ihn von den tatsächlichen Lebensbedingungen weitgehend abschirmten.[17] Im Unterhaus verbrachte er die 1930er-Jahre als Hinterbänkler. In diesen Jahren schrieb er die Bücher Reconstruction: A Plea for a National Policy und The Middle Way, die „Summe“ seines wirtschaftspolitischen Denkens. Basierend auf den Theorien des Keynesianismus des von Macmillan & Company publizierten John Maynard Keynes und Franklin D. Roosevelts New Deal skizzierte er einen „mittleren Weg“ zwischen Manchesterkapitalismus und Planwirtschaft. Es war zugleich eine Abrechnung mit der britischen Klassengesellschaft, die große Aufmerksamkeit fand und mehrfach (zuletzt 1994) aufgelegt wurde.[18] Macmillan attackierte seine Partei als „eine Partei dominiert von … Unternehmens-Promotern - ein Kasino-Kapitalismus - unwahrscheinlich etwas anderes zu repräsentieren als sich selbst.“[19] Seine aus konservativer Warte „linken“ Ansichten und seine scharfe Kritik an Stanley Baldwin und Arthur Neville Chamberlain isolierten ihn innerhalb seiner Partei. Macmillan war von Beginn an auch ein ausgesprochener Gegner der vor allem von Neville Chamberlain vertretenen Appeasement-Politik. Im Dezember 1935 kritisierte er in einem Leserbrief an die Times, dass der anglofranzösische Hoare-Laval-Pakt den Kollaps des Völkerbunds bedeuten könnte.[20] Später war er einer von nur zwei konservativen Abgeordneten, die sich gegen den Pakt aussprachen. Das Münchner Abkommen bezeichnete er als „eine komplette Kapitulation vor den Rasseprinzipien der Nazi-Philosophie.“[21] Im Anschluss nahm er 50 Flüchtlinge aus dem Sudetenland auf seinem Anwesen in Birch Grove in Sussex auf.[22]

Die alliierten Befehlshaber in Tunesien. Macmillan oben links, Eisenhower unten links

Während des Zweiten Weltkriegs unternahm er 1939 eine halboffizielle Reise nach Skandinavien, um von dort dem Unterhaus über den finnisch-sowjetischen Winterkrieg zu berichten. Ab 1940 gehörte er der Koalitionsregierung an. Von Premierminister Churchill berufen, arbeitete er zunächst zwei Jahre beim Ministry of Supply unter Lord Beaverbrook, bevor er für kurze Zeit als Unterstaatssekretär in das Kolonialministerium wechselte. In dieser Funktion gehörte er auch dem Kronrat an. 1942 wurde er Repräsentant der britischen Regierung (Minister Resident) beim alliierten Hauptquartier im Mittelmeerraum.[10] Dieser Posten, nominell mit Kabinettsverantwortung verbunden, bedeutete einen Karrieresprung für Macmillan. Dabei war er unter Umgehung des Außenministeriums Churchill direkt unterstellt und sollte als Verbindungsmann zwischen Kriegskabinett und dem lokalen alliierten Hauptquartier dienen. In dieser Funktion nahm er an der Konferenz von Casablanca teil. Der klassisch gebildete Macmillan beschrieb dieses Treffen in Anlehnung an das spätrömische Reich ironisch als das Treffen zwischen dem Kaiser des Westens und dem Kaiser des Ostens.[23] Während seiner Zeit in Nordafrika war es wiederholt seine Aufgabe, als Vermittler Spannungen zwischen Briten und Amerikanern zu bereinigen, die sich aus unterschiedlichen Sichtweisen über die Führung des Krieges ergaben. Zudem musste er interne Rivalitäten im Französischen Komitee für die Nationale Befreiung beseitigen. Im Gegensatz zu Churchill und Franklin D. Roosevelt stand Macmillan dabei Charles de Gaulle aufgeschlossen gegenüber, der mit Churchill und Roosevelt wiederholte Auseinandersetzungen hatte.[24] Macmillan verhinderte mit seiner Vermittlung, dass die angloamerikanische Allianz De Gaulle ihre Unterstützung entzog.[25] Auch baute Macmillan eine harmonische Beziehung zu Dwight D. Eisenhower auf.

Nach dem Krieg kehrte er in ein stark verändertes England zurück – Macmillan notierte in seinem Tagebuch, er fühle sich „daheim beinahe wie ein Fremder“.[26] Im Übergangskabinett Churchills war er für zwei Monate Luftfahrtminister. Bei der deutlichen Wahlniederlage der Konservativen bei den Parlamentswahlen von 1945 verlor auch Macmillan seinen Sitz im Unterhaus, konnte jedoch durch seinen Sieg bei einer Nachwahl in Bromley schon im November 1945 wieder ins Parlament einziehen. Harold Nicolson notierte zu dieser Zeit Macmillans gestiegenes Ansehen vor allem unter den Hinterbänklern seiner Partei: „Sie fühlen, dass Winston zu alt und Anthony (Eden) zu schwach ist. Sie wollen, dass Harold Macmillan sie anführt.“[27] Aufstrebende junge Tories wie Edward Heath fühlten sich programmatisch zu Macmillan hingezogen.[28] Der vormalige Außenseiter Macmillan, vor dem Krieg oft als langweilig beschrieben, fiel nun eher durch sein distinguiertes, weltmännisches Auftreten auf. Immer dem ursprünglich von Benjamin Disraeli propagierten One-Nation-Konservatismus[29] zuzuordnen, befand er sich durch seine programmatischen Schwerpunkte vor dem Krieg, sein Eintreten für den Keynesianismus und seine Opposition gegen das Appeasement, nun im Einklang mit der offiziellen Parteilinie, was seinen weiteren Aufstieg begünstigte.

Kabinettsmitglied unter Churchill und Eden[Bearbeiten]

Als die Konservativen bei den Wahlen am 25. Oktober 1951 wieder an die Macht kamen, wurde Macmillan unter Premierminister Winston Churchill Wohnungsbauminister und sollte nun das Versprechen der Tories erfüllen, 300.000 neue Wohnungen im Haushaltsjahr zu bauen, um die Wohnungsnot zu bekämpfen. Im Jahre 1953 wurde dieses Ziel erreicht, ein Jahr früher als vorgesehen.[30] Allerdings erfüllte Macmillan (dem von Churchill mit auf den Weg gegeben worden war, dass diese Aufgabe seine politische Karriere entweder hemmen oder begünstigen würde) dies auch, indem er eine Reduktion der baulichen Standards vornahm.[31] Ab Oktober 1954 war er Verteidigungsminister, ein Posten, mit dem er ursprünglich geliebäugelt hatte, der ihm jedoch durch Churchills konstantes Hineinregieren bald verleidet wurde.[32] Als der alternde Churchill, der lange an seinem Amt festhielt, schließlich von seinem Kabinett zum Rücktritt gedrängt wurde, war Macmillan der Abgesandte, der Churchill direkt mit den Ansichten des Kabinetts konfrontierte.[33]

Im Kabinett von Churchills Nachfolger Sir Anthony Eden wurde Macmillan zunächst Außenminister. Wie bereits in seiner Zeit als Verteidigungsminister übernahm er damit erneut ein Amt, welches der Premierminister als sein ureigenes Portfolio ansah.[34] Eden, der mit einer kurzen Ausnahme nie ein anderes Ministeramt als das des Außenministers bekleidet hatte, versuchte weiterhin, das Foreign Office zu kontrollieren. Schließlich schlug Eden deshalb Macmillan Mitte September 1955 vor, in das Amt des Schatzkanzlers zu wechseln, um ihn durch seinen Untergebenen Selwyn Lloyd ersetzen zu können.[35] Macmillan knüpfte an seine Zustimmung mehrere Bedingungen; vor allem verlangte er erfolgreich, dass Rab Butler kein Deputy Prime Minister (stellvertretender Premierminister) sein dürfe (und damit in der Hierarchie über ihm stehen würde). Nachdem Eden die meisten seiner Forderungen erfüllt hatte, stimmte er im Dezember 1955 schließlich zu und wechselte bei der nachfolgenden Kabinettsumbildung in das Amt des Schatzkanzlers (1955–1957).

Während der Sueskrise spielte Macmillan eine doppeldeutige Rolle. Ursprünglich einer derjenigen, die Eden zu einem entschlossenen Kurs gegenüber Nasser ermutigten,[36][37] war Macmillan direkt in die Planung der anglofranzösischen Intervention eingebunden. Dabei unterließ er es, Eden über Äußerungen von John Foster Dulles zu informieren, in denen dieser vor einer Aktion vor dem 6. November (dem Tag der US-Präsidentschaftswahlen) gewarnt hatte, und vertraute dafür ganz auf sein gutes persönliches Verhältnis zu US-Präsident Eisenhower. Macmillan bestärkte Eden darin, dass die Amerikaner Großbritannien letztlich unterstützen würden.[38] Sobald die US-Administration begann, politischen und vor allem auch ökonomischen Druck auf Großbritannien auszuüben, schwenkte Macmillan jedoch um und forderte innerhalb des Kabinetts ein schnelles Ende der Aktion.[39] Diese völlige Kehrtwende charakterisierte Harold Wilson später in seinem sarkastischen Bonmot „first in, first out“.[40]

Eden erlitt nach dem Fehlschlag einen gesundheitlichen Zusammenbruch; als er im Januar 1957 schließlich zurücktrat, wurde nicht – wie von vielen erwartet – Rab Butler dessen Nachfolger als Premierminister und Parteiführer der Konservativen, sondern Macmillan. Da die Konservativen zu dieser Zeit kein formelles Verfahren zur Bestimmung eines Nachfolgers hatten, holte Queen Elisabeth II. sich den Rat von mehreren Personen ein, nach wem sie schicken sollte: Eine von Lord Salisbury abgehaltene inoffizielle Umfrage unter den Kabinettsmitgliedern ergab eine deutliche Mehrheit für Macmillan.[41] Auf Salisburys Anraten hin wurden auch noch Churchill, Chief-Whip Edward Heath und der Vorsitzende des 1922er-Hinterbänklerkomitees um ihre Ansicht gebeten; alle sprachen sich ebenfalls für Macmillan aus. Der scheidende Premier Eden, der eine Präferenz für Butler geäußert hatte[42], wurde dagegen nicht befragt.[43]

Premierminister[Bearbeiten]

Macmillan brachte die finanziellen Sorgen des Finanzministers mit ins Amt – die Wirtschaft war zunächst sein Hauptanliegen. Seine Strategie war, eine möglichst hohe Beschäftigungsquote anzustreben, während seine Finanz-Sekretäre meinten, dass die Währung stabilisiert werden müsse, was wegen der dann erforderlichen strikten Haushaltsbeschränkungen zu erhöhter Arbeitslosigkeit geführt hätte. Ihre Vorschläge wurden abgelehnt, und im Januar 1958 traten, von Schatzkanzler Peter Thorneycroft angeführt, alle Sekretäre zurück. Macmillan, gerade auf einer Reise durch das Commonwealth, wischte diesen Vorfall als „kleines lokales Problemchen“ vom Tisch. Er unterstützte die Bildung der „Kommission für Nationaleinkommen“ als Teil seiner „Wachstum ohne Inflation“-Politik. Unter Macmillans Ägide wurden in der Folge auch viele innenpolitische Reformen durchgeführt, für die meist Innenminister Rab Butler verantwortlich zeichnete. So wurden legislative Reformen im Justizsystem durchgeführt, die bestehenden Regeln bezüglich Lizenzvergabe, Glücksspiel und Prostitution gelockert. Weiterhin wurden mehrere Gesetze verabschiedet, um den allgemeinen Lebensstandard der Bevölkerung zu verbessern, so etwa infolge der Smog-Katastrophe in London 1956 ein Clean Air Act, 1960 ein Noise Abatement Act zur Lärmbekämpfung, oder mit dem Factories Act 1961 ein Gesetz zum Arbeitsschutz. Die Standardarbeitszeit pro Woche wurde von 48 Stunden auf 42 Stunden gesenkt. Um den massenhaften Zustrom von Einwanderern zu begrenzen - in der Theorie war ein Viertel der Weltbevölkerung berechtigt in Großbritannien einzuwandern - reagierte Macmillans Regierung 1962 mit einem Einwanderungsgesetz, welches die Freizügigkeit im Commonwealth einschränkte.[44] Das Ende der Wehrpflicht in Großbritannien fiel ebenfalls in Macmillans Amtszeit.

Konferenz mit Eisenhower auf Bermuda

In der Außenpolitik war Macmillan von Beginn an entschlossen, eigene Akzente zu setzen; so verweigerte er bei der Kabinettsbildung Rab Butler das Foreign Office und beließ stattdessen den weniger befähigten Selwyn Lloyd im Amt.[45] Macmillan war überzeugt, durch Gipfelkonferenzen mit anderen Staatsführern wirksam Spannungen abzubauen und diplomatische Erfolge erzielen zu können. In den folgenden Jahren seiner Amtszeit entwickelte er eine ausgedehnte Reisetätigkeit. Zunächst bemühte Macmillan sich, die Differenzen zu beseitigen, die zwischen Großbritannien und den USA durch die Sueskrise im Herbst 1956 entstanden waren und die Special relationship zu erneuern. Seine Freundschaft mit Eisenhower, die aus Kriegszeiten stammte, war ihm dabei nützlich. Schon im März 1957 hielten die beiden eine freundliche Konferenz auf Bermuda ab. Die guten Beziehungen setzten sich später mit dem Aufstieg John F. Kennedys fort.

Mit JFK in Key West

Macmillan sah auch den Wert einer Annäherung an Europa. Er suchte Zutritt zur Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) – die am 1. Januar 1958 gestartet war – und lotete die Möglichkeit einer europäischen Freihandelszone (EFTA) aus. Macmillan suchte aber auch Großbritanniens Machtposition im Nahen Osten zu erhalten - dies führte zu den Interventionen im Irak 1958 und 1960. Im Oman setzte er die Royal Air Force ein, um eine von Ägypten finanzierte Revolte gegen den Sultan von Oman niederzuwerfen.[46] 1957 unterstützte er nachdrücklich einen Plan der USA, das Regime in Syrien zu stürzen.[47]

Vom Karikaturisten „Vicky“ (Victor Weisz) wurde er 1958 mit dem ironisch gemeinten Spitznamen „Supermac“ belegt.

Im Februar 1959 besuchte er die Sowjetunion, um mit Nikita Chruschtschow den Status West-Berlins zu besprechen, zwischen Chruschtschow und Eisenhower zu vermitteln und ein mögliches Verbot von Kernwaffentests in die Wege zu leiten.[48][49] Bei den Unterhauswahlen vom Oktober 1959 führte er die Konservativen zu einem großen Sieg: Die Partei erreichte 365 von 630 Sitzen und baute so ihre vorhandene Mehrheit im Unterhaus von 60 Sitzen auf 100 Sitze aus.[50] Macmillans Wahlkampf basierte auf dem erreichten wirtschaftlichen Fortschritt unter dem Wahlkampfslogan: „Life’s Better Under the Conservatives“ (Das Leben ist besser unter den Konservativen). Bekannt ist Macmillans Ausspruch aus dieser Zeit, den er bei einer Rede in Bedford einfließen ließ: „Laßt uns offen sein: Die meisten Menschen hatten es noch nie so gut.“[51] Die tatsächliche Wachstumsrate war jedoch im Vergleich zum übrigen Europa schwach und wurde durch hohe Verteidigungsausgaben geschönt.

In Bezug auf das Britische Empire setzte Macmillan die Entlassung der Kolonien fort. Ghana und Malaya erhielten 1957 die Unabhängigkeit, Nigeria 1960 und Kenia 1963. 1960 wurde das so genannte Afrikanische Jahr. Macmillan reiste früh in diesem Jahr durch den Kontinent und nahm – vielfach kritisiert – eine Einladung Südafrikas an, das seine Sezession aus dem britischen Commonwealth vorbereitete. Vor dessen Parlament wiederholte er am 3. Februar 1960 seine zuvor in Ghana gewählte Formulierung, dass ein „wind of change“, ein Wind des Wandels, durch den Kontinent wehe.[52][53][54] „Ob wir es wollen oder nicht: Dieses wachsende Nationalbewußtsein ist eine politische Tatsache. Wir alle müssen dies als Tatsache akzeptieren und unsere eigene Politik entsprechend ausrichten.“[55] Dabei ging er besonders auf die wirtschaftlichen Beziehungen beider Länder ein und verwies angesichts einer sich zunehmend radikalisierenden Apartheidspolitik auf den Boykott englischer Konsumenten gegenüber südafrikanischen Produkten. Er benannte offen die Differenzen beider Länder in Bezug auf ihre jeweilige Innen- und Außenpolitik. Es sei ein Grundprinzip des modernen Commonwealth, dass jedes Mitglied die Innenpolitik des anderen respektiere, jedoch innenpolitische Entwicklungen in jeder Nation auch Wirkungen außerhalb von ihr erzeugen.[56] In einer harschen Reaktion des südafrikanischen Premierministers Verwoerd betonte dieser seine Absicht, die weiße Vorherrschaft im Land weiterhin beizubehalten.[57] Letztlich setzte Macmillan mit seiner Rede jedoch einen historischen Meilenstein.[58]

1961 führten Britanniens Finanzprobleme zu einem Einfrieren der Löhne und Gehälter. Dies brachte einen Popularitätsverlust für die Regierung und eine Serie von Niederlagen bei Nachwahlen. Im Juli 1962 führte Macmillan deshalb eine größere Kabinettsumbildung - die sogenannte „Nacht der langen Messer“ – durch und entließ sieben Kabinettsmitglieder.

Ebenso wie seine Vorgänger im Amt hielt Macmillan am britischen Nuklearwaffenprogramm fest. Die daraus resultierenden Forderungen an die Nuklearindustrie werden zum Teil für den Windscale-Brand im Oktober 1957 verantwortlich gemacht.[59] Die tatsächliche Schwere des Unfalls wurde unter Verschluss gehalten, um die Bevölkerung nicht zu beunruhigen. Nachdem Anfang der 1960er Jahre Versuche gescheitert waren, eine eigene Raketenstreitmacht zur atomaren Abschreckung aufzubauen, erreichte Macmillan im Dezember 1962 mit der Vereinbarung von Nassau die Lieferung von amerikanischen Polaris-Raketen. Zuvor waren 60 Thor-Raketen unter gemeinsamer Kontrolle in Großbritannien stationiert worden. Macmillan war einer der Haupttreibenden in den Verhandlungen, die 1962 zum Vertrag über die Einschränkung von Atombombentests führten, der von Großbritannien, den USA und der Sowjetunion unterzeichnet wurde. Sein Versuch, schon 1960 einen solchen Vertrag zu erreichen, war seinerzeit anlässlich der Affäre um den Spionageflug des US-Piloten Gary Powers mit der U-2 gescheitert. Er bemühte sich wiederholt, doch erfolglos, durch eine Viermächtekonferenz den Konflikt zwischen Warschauer Pakt und NATO zu lösen.

1962 erschütterte der Spionageskandal um den Regierungsbeamten John Vassall Großbritannien; Vassall war mit seiner Homosexualität erpresst worden, Geheimnisse der britischen Botschaft in Moskau und später des British Naval Intelligence Department an die Sowjetunion zu verraten.[60] Macmillans Regierung geriet in der Folge unter starke Kritik von Seiten der britischen Presse.

Im Dezember 1962 trafen sich Macmillan und Charles De Gaulle auf Schloss Rambouillet, um Großbritanniens Antrag auf Beitritt zur EWG und eine mögliche europäische Atomstreitmacht zu diskutieren. Ein gemeinsamer Brief Kennedys und Macmillans an De Gaulle, die Frankreich eine gleichlautende Regelung wie die Vereinbarung von Nassau anboten, wurde von De Gaulle abgelehnt.[61] Dieser fürchtete, dass es „am Ende eine riesige atlantische Gemeinschaft, abhängig von Amerika“ geben würde. Großbritannien sah er immer primär als Partner der USA und als potenzielles Trojanisches Pferd an, durch welches die Interessen der USA in einem unzulässigen Umfang in die europäische Gemeinschaft eindringen würden. Außerdem war er mutmaßlich auch wegen des britisch-amerikanischen Atomabkommens verärgert, nach dem Großbritannien mit Atomwaffen beliefert wurde, die die Amerikaner den Franzosen zuvor lange Zeit verweigert hatten. Macmillan vertrat demgegenüber die Ansicht, dass ein britischer EWG-Beitritt am besten während der Präsidentschaft de Gaulles erfolgen sollte, weil dieser eine den Briten ähnliche Auffassung von der politischen Gestaltung der Gemeinschaft hatte. Er schlug daher sogar in einem internen Memorandum vor, de Gaulle einen Handel anzubieten, in dem die Franzosen stärker in die britisch-amerikanische Weltpolitik eingebunden würden. Frankreich würde so zu einer De-facto-Weltmacht aufsteigen, während die Briten ihrerseits erheblichen Einfluss auf die EWG ausüben könnten. Großbritanniens Antrag scheiterte jedoch im Januar 1963 am Veto de Gaulles.

In Verlegenheit brachte Macmillan auch die Profumo-Affäre von 1963, in deren Folge er im Unterhaus eine Vertrauensabstimmung überstand. Der vormals als weltmännisch und „unerschütterlicher“ Supermac wahrgenommene Macmillan galt mit seinem edwardianischen Habitus im aufkommenden Zeitgeist der Swinging Sixties zunehmend als gegenwartsfremd und anachronistisch.[62] In den letzten Monaten seiner Amtszeit zögerte Macmillan lange, ob er erneut die Tories in den nächsten Wahlkampf führen wolle; schließlich trat er jedoch im Nachgang einer Erkrankung und Operation im Oktober 1963 zurück.[63]

Mit auf sein Betreiben hin wurde Alec Douglas-Home, der bisherige Außenminister, in einem kontroversen Verfahren zu seinem Nachfolger auserkoren. In späteren Jahren wurde Macmillan vorgeworfen, er habe mit einigen Parteigranden die Fäden gezogen, um Rab Butler als seinen Nachfolger zu verhindern.[64]

Ruhestand als Politiker, Tätigkeit als Verleger[Bearbeiten]

Im September 1964 zog sich Macmillan aus der Politik zurück und widmete sich fortan vor allem seinem Verlag, dessen Vorstandsvorsitzender er bis 1986 blieb. Zudem war er 1960 zum Kanzler der Universität von Oxford gewählt worden und widmete sich diesem Amt in den folgenden Jahrzehnten mit großer Energie. Macmillan war zeitlebens ein begeisterter Leser, selbst als Minister verbrachte er viele Vormittage lesend im Bett (seinen Amtsgeschäften kam er nachmittags und abends nach) und noch als Premierminister las er, wie seine Tagebücher bezeugen, mehr als 100 Bücher im Jahr.[10] Weiterhin war er ein passionierter Golfspieler und enthusiastischer Jäger, der fast jede Jagdsaison an Moorhuhnjagden teilnahm. Zeit seines Lebens litt Macmillan (wie beispielsweise auch Churchill[65] oder Willy Brandt[66]) periodisch an melancholischen Phasen (in England auch bekannt als Black Dog), die er durch temporären Rückzug und stetes Lesen bekämpfte.[67][68] Seine Frau Dorothy verstarb im Mai 1966; Macmillan verbrachte den Rest seines Lebens als Witwer. Im Alter pendelte er zwischen seinem Haus in Birch Grove und den diversen Londoner Gentlemen’s Clubs, in denen er Mitglied war und die er häufig frequentierte.[69]

1976 wurde ihm der Order of Merit verliehen. Im Oktober des gleichen Jahres regte er (erfolglos) die Bildung einer „Regierung der nationalen Einheit“ an, die aus allen Parteien bestehen und die britische Wirtschaftskrise wirksam bekämpfen sollte.[70] Nachdem Margaret Thatcher zur Parteichefin der Tories gewählt worden war und seine vom Nachkriegskonsens dominierte Politik von den Finanzexperten seiner Partei (vor allem von Norman Tebbit und Nicholas Ridley) angegriffen wurde, meldete Macmillan sich wieder häufiger öffentlich zu Wort. Zu Beginn des Falklandkriegs war er ein wichtiger Ratgeber Thatchers; unter anderem gab er ihr nun eingedenk des Sues-Debakels den Ratschlag, ein kleineres Kriegskabinett zu bilden und unbedingt den Schatzkanzler (Geoffrey Howe) aus diesem auszuschließen.[71] Thatcher würdigte diesen Ratschlag später ausdrücklich in ihren Erinnerungen.[72] 1984 wurde ihm die Freedom Medal verliehen. Den ihm seit langem angetragenen Adelstitel akzeptierte Macmillan ebenfalls erst 1984 zu seinem 90. Geburtstag. Er wurde zum Earl of Stockton und Viscount Macmillan of Ovenden ernannt, ein Titel, den er selbst gewählt hatte. Macmillan war der erste bürgerliche Brite seit 1965, der einen neuen erblichen Titel in der Peerage of the United Kingdom empfing und diesen auch tatsächlich weitervererbte. Im renommierten Carlton Club, dem Macmillan viele Jahre angehört hatte, benannte man einen Speisesaal nach ihm. In seiner Erstrede im House of Lords kritisierte er Thatchers Handhabung des Bergarbeiterstreiks 1984/1985 in harschen Worten.[73] Hatte Thatcher noch kurz nach ihrer Wahl zur Parteichefin in einem ihrer ersten Interviews Macmillan als den Politiker des 20. Jahrhunderts, den sie am meisten bewundere, gepriesen, kritisierte sie nun umgekehrt dessen Politik in den 1960ern.[74]

Macmillan-Familiengrab; St Giles Church, Horsted Keynes

1986 starb er in Birch Grove kurz vor seinem 93. Geburtstag. Da sein Sohn zu dieser Zeit bereits tot war, erbte sein Enkel Alexander den Titel. Macmillan wurde am 5. Januar 1987 im erweiterten privaten Rahmen auf dem Friedhof der St Giles Church in Horsted Keynes (Mid Sussex) beerdigt. Am 12. Januar 1987 wurde seiner im Unterhaus gedacht und am 10. Februar 1987 fand ein öffentlicher Gedenkgottesdienst in der Westminster Abbey für Macmillan statt.

Erinnerung[Bearbeiten]

Harold Macmillan hinterließ als produktiver Schriftsteller eine sechsbändige Autobiografie, die zwischen 1964 und 1974 erschien und die Jahre vom Kriegsausbruch 1914 bis zu seinem Rücktritt als Premierminister 1963 umfasst. 1975 veröffentlichte er mit The Past Masters: Politics and Politicians ein verkaufsträchtiges Buch über berühmte politische Zeitgenossen. Zudem führte Macmillan über Jahrzehnte Tagebücher; unter dem Titel War Diaries veröffentlichte er 1984 eine Buchform seiner Einträge während seiner Zeit in Nordafrika. Posthum wurden zudem weitere Teile seiner Tagebücher in einer editierten Fassung veröffentlicht.

Unmittelbar nach seinem Tod wurde Macmillan weithin als bedeutender Staatsmann gewürdigt; Tribute kamen unter anderem von Premierministerin Thatcher, die ihn als „außergewöhnlichen Menschen und großen Patrioten“ feierte, von US-Präsident Ronald Reagan, dem Präsidenten des ANC, Oliver Tambo, und aus dem Commonwealth.[75] Differenzierter äußerte sich dagegen Labour-Vorsitzender Neil Kinnock, der zwar Macmillans Leistungen würdigte, jedoch auch kritisierte, dass die Ära über die er präsidierte, eine Zeit verpasster Gelegenheiten und vermiedener Veränderungen gewesen sei.[76] Vielen Briten ist Macmillan vor allem durch ein Zitat bekannt, das aus einer Rede stammt, die Macmillan auf einem Parteitag der Torys 1957 hielt. Darin sagte er: Indeed let us be frank about it – most of our people have never had it so good. Der Satz „Never Had It So Good“ repräsentiert bis heute den britischen Wohlfahrtsstaat der Nachkriegszeit.[77] In einer Umfrage des BBC Newsnight-Programms im September 2008, bei der die Abstimmenden den besten Premierminister nach 1945 wählen sollten, belegte Macmillan den vierten Rang (nach Churchill, Attlee und Thatcher).[78] Im Jahr 2010 belegte Macmillan bei einer gleichlautenden Umfrage der University of Leeds wiederum den vierten Rang; die Umfrage fand unter 106 Akademikern statt, die sich auf britische Geschichte und britische Politik spezialisiert haben.[79]

Eigene Werke und Schriften[Bearbeiten]

  • Mit Robert Boothy, John Loder & Oliver Stanley: Industry and the State: A Conservative View. Macmillan, London 1927
  • Reconstruction: A Plea for a National Policy. Macmillan, London 1933
  • The Middle Way. A study of the problem of economic and social progress in a free and democratic society. Macmillan, London 1938 (und weitere Auflagen) ISBN 0-7158-1333-1
  • Winds of Change, 1914–1939, Macmillan, London 1966, ISBN 0-333-06639-1.
  • The Blast of War, 1939–1945, Macmillan, London 1967, ISBN 0-333-00358-6.
  • Tides of Fortune, 1945–1955, Macmillan, London 1969, ISBN 0-333-04077-5.
  • Riding the Storm, 1956–1959, Macmillan, London 1971, ISBN 0-333-10310-6.
  • Pointing the Way, 1959–1961, Macmillan, London 1972, ISBN 0-333-12411-1.
  • At the End of the Day, 1961–1963, Macmillan, London 1973, ISBN 0-333-12413-8.
  • The Past Masters: Politics and Politicians, Macmillan, London 1975, ISBN 0-333-19017-3
  • War Diaries: Politics and War in the Mediterranean, January 1943– May 1945, Macmillan, London 1984, ISBN 0-312-85566-4.
  • The Macmillan Diaries. The Cabinet Years 1950-57. Editiert von Peter Catterall. Macmillan, London 2003, ISBN 978-0-230-76843-7
  • The Macmillan Diaries. The Premiership 1957-1966. Editiert von Peter Catterall. Macmillan, London 2003, ISBN 978-1-4472-8508-3

Literatur über Harold Macmillan[Bearbeiten]

  • Richard Aldous / Sabine Lee (Herausgeber): Harold Macmillan: Aspects of a Political Life. St. Martin’s Press, London 1999, ISBN 978-0-312-21906-2 (englischsprachig, mehrere Essays über diverse Aspekte von Macmillans Leben und Wirken).
  • Gerhard Altmann: Abschied vom Empire. Die innere Dekolonisation Großbritanniens 1945–1985. Wallstein, Göttingen 2005, ISBN 3-89244-870-1.
  • Simon Ball: The Guardsmen: Harold Macmillan, Three Friends and the World They Made. Harper Perennial, London 2005, ISBN 978-0-00-653163-0. (englischsprachig).
  • Francis Beckett: Macmillan (20 British Prime Ministers of the 20th Century). Haus Publishing Ltd, London 2006, ISBN 978-1-904950-66-0 (englischsprachige Kurzbiografie).
  • L. J. Butler / Sarah Stockwell (Herausgeber): The Wind of Change: Harold MacMillan and British Decolonization. Palgrave, London 2013, ISBN 978-0-230-36103-4 (englischsprachig, über die "Wind of Change"-Rede und ihre Nachwirkung).
  • Richard Davenport-Hines: An English Affair: Sex, Class and Power in the Age of Profumo. HarperCollins, London 2013, ISBN 978-0-00-743585-2 (englischsprachig, über die Profumo-Affäre).
  • Anthony O. Edmonds / E. Bruce Geelhoed: Eisenhower, Macmillan and Allied Unity 1957-61. Palgrave Macmillan, Basingstoke 2003, ISBN 0-333-64227-9 (englischsprachig).
  • Nigel Fisher: Harold Macmillan. Weidenfeld & Nicolson, London 1982, ISBN 978-0-297-77914-8. (englischsprachige Biografie).
  • George Hutchinson: The Last Edwardian at No.10: An Impression of Harold Macmillan, Quartet Books, London 1980, ISBN 978-0-7043-2232-5 (englischsprachig).
  • Elizabeth James: Macmillan: A Publishing Tradition. Palgrave Macmillan, Basingstoke 2002, ISBN 0-333-73517-X. (englischsprachig, über den Macmillan-Verlag).
  • Peter Mangold: The Almost Impossible Ally. Harold Macmillan and Charles De Gaulle. IB Tauris, London 2006, ISBN 978-1-85043-800-7 (englischsprachig, über den gescheiterten EWG-Beitritt Großbritanniens im Jahr 1963).
  • Dominic Sandbrook: Never Had It So Good: A History of Britain from Suez to the Beatles, Abacus 2005, ISBN 978-0-349-14127-5 (englischsprachig, über Großbritannien von 1956 bis 1963).
  • D.R. Thorpe: Supermac - The Life of Harold Macmillan. Chatto & Windus, London 2010, ISBN 978-0-7011-7748-5. (englischsprachige Biografie).
  • Charles Williams: Harold Macmillan. Weidenfeld & Nicolson, London 2009 ISBN 978-0-7538-2702-4. (englischsprachige Biografie).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Harold Macmillan – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Harold Macmillan. Regierung des Vereinigten Königreichs, abgerufen am 19. März 2015.
  2.  Harold Macmillan. In: Der Spiegel. 5. Januar 1987 (online).
  3. Harold Macmillan dies. BBC, 29. Dezember 1986, abgerufen am 19. März 2015.
  4. D.R. Thorpe: Supermac - The Life of Harold Macmillan. Chatto & Windus, London 2010, S. 39.
  5. Charles Williams: Harold Macmillan. Weidenfeld & Nicolson, London 2009, S. 19 f.
  6. D.R. Thorpe: Supermac - The Life of Harold Macmillan. Chatto & Windus, London 2010, S. 42.
  7. Elly Gräfin Reventlow (Hrsg.): Albrecht Bernstorff zum Gedächtnis. Eigenverlag, Düsseldorf 1952.
  8. Karsten Plöger: The Hanover Club, Oxford (1911–13): Student Paradiplomacy and the Coming of the Great War. In: German History, Jg. 27 (1994), Heft 2, S. 196–214.
  9. Simon Ball: The Guardsmen: Harold Macmillan, Three Friends and the World They Made. Harper Perennial, London 2005, S. 64.
  10. a b c Heinrich Christen: Verleger, Politiker und Diarist. Ein Rückblick auf Harold Macmillan. In: Neue Zürcher Zeitung, 7. März 2015, internationale Ausgabe, S. 69.
  11. D.R. Thorpe: Supermac - The Life of Harold Macmillan. Chatto & Windus, London 2010, S. 65.
  12. Charles Williams, Harold Macmillan. Weidenfeld & Nicolson, London 2009, S. 72 ff.
  13. D.R. Thorpe: Supermac - The Life of Harold Macmillan. Chatto & Windus, London 2010, S. 81.
  14. Peter Mangold, The Almost Impossible Ally. IB Tauris, London 2006, S. 14.
  15. D.R. Thorpe: Supermac - The Life of Harold Macmillan. Chatto & Windus, London 2010, S. 36.
  16. D.R. Thorpe: Supermac - The Life of Harold Macmillan. Chatto & Windus, London 2010, S. 85.
  17. D.R. Thorpe: Supermac - The Life of Harold Macmillan. Chatto & Windus, London 2010, S. 115.
  18. Harold Macmillan: The Middle Way: 20 Years after. (Vorwort zur Auflage von 1966), S. XIII–XIX.
  19. Alan Clark: The Tories. Weidenfeld & Nicolson, London 1998, S.309.
  20. The Times, Ausgabe vom 18. Dezember 1935
  21. Peter Mangold, The Almost Impossible Ally. IB Tauris, London 2006, S. 15.
  22. D.R. Thorpe: Supermac - The Life of Harold Macmillan. Chatto & Windus, London 2010, S. 139.
  23. Peter Mangold, The Almost Impossible Ally. IB Tauris, London 2006, S. 38 f.
  24. Ernst Weisenfeld, Geschichte Frankreichs seit 1945. C.H.Beck, München 1997, S. 18.
  25. Peter Mangold, The Almost Impossible Ally. IB Tauris, London 2006, S. 54.
  26. Harold Macmillan, Tides of Fortune, 1945–1955. Macmillan, London 1969, S. 29.
  27. Harold Nicolson: Diaries and Letters, 1945-62. Phoenix, London, S. 32 (Tagebucheintrag 16. September 1945).
  28. Denis MacShane, Heath (20 British Prime Ministers of the 20th Century). Haus Publishing Ltd, London 2006, S. 6f.
  29. Richard Aldous: The Lion and the Unicorn. Gladstone vs Disraeli. Pimlico, London 2007, S. 39
  30. Nigel Fisher: Harold Macmillan. Weidenfeld & Nicolson, London 1982, S. 139.
  31. Charles Williams: Harold Macmillan. Weidenfeld & Nicolson, London 2009, S. 210.
  32. Charles Williams: Harold Macmillan. Weidenfeld & Nicolson, London 2009, S. 221.
  33. D.R. Thorpe: Eden: The Life and Times of Anthony Eden, First Earl of Avon, 1897-1977. Chatto & Windus, London 2003, S. 418
  34. D.R. Thorpe: Supermac - The Life of Harold Macmillan. Chatto & Windus, London 2010, S. 302.
  35. Douglas Hurd: Choose your Weapons. Weidenfeld & Nicolson, London 2010, S. 358.
  36. Dominic Sandbrook: Never Had It So Good: A History of Britain from Suez to the Beatles. Little Brown, London 2006
  37. Francis Beckett: Macmillan (20 British Prime Ministers of the 20th Century). Haus Publishing Ltd, London 2006, S. 74.
  38. John Charmley: Der Untergang des britischen Empires. Ares Verlag, Graz 2005, S. 367.
  39. Charles Williams: Harold Macmillan. Weidenfeld & Nicolson, London 2009, S. 263 ff.
  40. The Guardian: Harold Macmillan - Unflappable master of the middle way auf theguardian.com, abgerufen am 30. April 2015.
  41. Keith Kyle: Suez: Britain's End of Empire in the Middle East. IB Tauris, London 2011, S. 533f.
  42. Ben Pimlott: The Queen: A Biography of Elizabeth II.. HarperCollins, London 1997, S. 189
  43. Charles Williams: Harold Macmillan. Weidenfeld & Nicolson, London 2009, S. 274 f.
  44. Gottfried Niedhart: Geschichte Englands im 19. und 20. Jahrhundert. C.H. Beck, München 1996, S. 192
  45. Charles Williams, Harold Macmillan. Weidenfeld & Nicolson, London 2009, S. 279 f.
  46. Nigel Fisher, Harold Macmillan. Weidenfeld & Nicolson, London 1982, S. 193
  47. Macmillan backed Syria assassination plot. The Guardian, 27. September 2003, abgerufen am 19. März 2015.
  48. Nigel Fisher: Harold Macmillan. Weidenfeld & Nicolson, London 1982, S. 214
  49. Vladislav M. Zubok: A Failed Empire. The Soviet Union in the Cold War from Stalin to Gorbachev. The University of North Carolina Press, 2007, S. 133
  50. D.R. Thorpe: Supermac - The Life of Harold Macmillan. Chatto & Windus, London 2010, S. 4
  51. On This Day: 1957: Britons have never had it so good, BBC online, abgerufen am 5. September 2011
  52. Macmillan speaks of 'wind of change' in Africa. BBC, 3. Februar 1960, abgerufen am 19. März 2015.
  53. Harold Macmillan, 1960. New Statesman, 4. Februar 2010, abgerufen am 19. März 2015.
  54. SAIRR: A Survey of Race Relations in South Africa 1959-1960. Johannesburg 1961, S. 6 f.
  55. Peter Wende, Das britische Empire. C.H. Beck, München 2008, S. 301
  56. SAIRR: Survey 1959-1960. Johannesburg 1961, 278–280.
  57. SAIRR: Survey 1959-1960, Johannesburg 1961, S. 281
  58.  Michael Fleshman: A ‘wind of change’ that transformed the continent. In: Africa Renewal. Vereinte Nationen, August 2010, S. 28 (online).
  59. 1957: Inquiry publishes cause of nuclear fire. BBC, 8. November 2005, abgerufen am 5. Mai 2015.
  60. The Spy who rocked a world of privilege. The Independent, 8. Dezember 1996, abgerufen am 19. Mai 2015.
  61. Ernst Weisenfeld, Geschichte Frankreichs seit 1945. C.H.Beck, München 1997, S. 159ff.
  62. Richard Davenport-Hines: An English Affair: Sex, Class and Power in the Age of Profumo. HarperCollins, London 2013, S. 4f
  63.  Heilende Krankheit. In: Der Spiegel. 16. Oktober 1963 (online).
  64. Charles Williams, Harold Macmillan. Weidenfeld & Nicolson, London 2009, S. 448 ff.
  65. Sebastian Haffner, Churchill. Rowohlt, Hamburg 1967, S. 165.
  66. Manfred Görtemaker: Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. S. Fischer, Frankfurt am Main 2004, S. 564
  67. Peter Mangold, The Almost Impossible Ally. IB Tauris, London 2006, S. 16.
  68. Richard Davenport-Hines: An English Affair: Sex, Class and Power in the Age of Profumo. HarperCollins, London 2013, S. 6
  69. Peter Mangold, The Almost Impossible Ally. IB Tauris, London 2006, S. 17.
  70. Nigel Fisher, Harold Macmillan. Weidenfeld & Nicolson, London 1982, S. 359 f.
  71. Richard Vinen: Thatcher's Britain. The Politics and Social Upheaval of the 1980s. Simon & Schuster, London 2009, S. 148
  72. Margaret Thatcher, The Downing Street Years. HarperCollins, London 1993, S. 188.
  73. Charles Williams, Harold Macmillan. Weidenfeld & Nicolson, London 2009, S. 468.
  74. Richard Vinen: Thatcher's Britain. The Politics and Social Upheaval of the 1980s. Simon & Schuster, London 2009, S. 28
  75. The Times: World pays tribute to Stockton. Death of former Conservative premier, Ausgabe vom 31. Dezember 1986
  76. The Times: Tributes to the master of timing, Ausgabe vom 13. Januar 1987
  77. On This Day: 1957: Britons have never had it so good, BBC online, abgerufen am 5. September 2011
  78. Churchill tops PM choice. BBC, 1. Oktober 2008, abgerufen am 3. Mai 2015.
  79. Gordon Brown 'third worst PM since 1945', poll of historians finds. Daily Telegraph, 3. August 2010, abgerufen am 4. Mai 2015.
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