Najib Razak

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Najib Razak

Najib Razak (* 23. Juli 1953 in Kuala Lipis, Pahang) ist ein malaysischer Politiker und seit April 2009 der sechste Premierminister Malaysias seit der Unabhängigkeit 1957. Sein Name mit kompletten Titel lautet Dato' Seri Mohd Najib bin Tun Haji Abdul Razak.

Leben[Bearbeiten]

Najib Razak wurde am 23. Juli 1953 in Kuala Lipis im Bundesstaat Pahang geboren. Er ist der älteste Sohn von Premierminister Abdul Razak, dem zweiten Premierminister des Landes, der von 1970 bis 1976 amtierte.[1] Er gehört zur Partei UMNO, der politisch dominanten Partei in Malaysia.

Er ging zur Grund- und Mittelschule auf die St. John’s Institution in Kuala Lumpur. Später ging er auf das Malvern College in Worcestershire, England, wechselte dann auf die University of Nottingham, wo er 1974 einen Bachelorabschluss in Industriewirtschaft machte.[2] Nach dem Studium kehrte er nach Malaysia zurück und wurde dann in der Bank Negara Malaysia angestellt. Später arbeitete er für den Mineralölkonzern Petronas.[3]

Politische Karriere[Bearbeiten]

Verteidigungsminister[Bearbeiten]

1976 wurde Najib erstmals als Abgeordneter ins malaysische Unterhaus gewählt. Mit 23 Jahren war er dabei der bis dahin jüngste je gewählte Abgeordnete in Malaysia. In den folgenden Jahren übernahm er verschiedene Posten in der Partei und Regierung.

1991 wurde Najib Verteidigungsminister. Während seiner Amtszeit wurden 1993 malaysische Soldaten nach Bosnien und Herzegowina geschickt, um sich an den dortigen Friedensmissionen zu beteiligen.[4] Auch an der UNOSOM-II-Operation in Somalia beteiligte sich Malaysia, dabei wurde während der Schlacht um Mogadischu ein malaysischer Soldat getötet. Später kritisierte Najib die UN-Mission dahingehend, dass zu viel auf militärische Aktionen gesetzt wurde.[5] Seitdem bevorzugt Malaysia eher die Beteiligung an Missionen zur Friedenserzwingung nach Kapitel 6 der Charta der Vereinten Nationen als an friedenserhaltenden Missionen nach Kapitel 7. Nach vierjähriger Amtszeit übernahm er das Bildungsministerium, das er bis 2000 leitete. Danach wurde er wieder Verteidigungsminister.

In seine zweite Amtszeit fiel das Seebeben im Indischen Ozean. Er koordinierte die Unterstützung der betroffenen Gebiete. Auch half er Indonesien bei der Verhaftung der Attentäter des Anschlags von Bali 2002.

Stellvertretender Premierminister[Bearbeiten]

Ab 2004 war er stellvertretender Premierminister von Malaysia.

Am 29. Januar 2008 übernahm er den Landesvorsitz des Landesverbandes Perak der Barisan Nasional.[6]

Premierminister[Bearbeiten]

Najib übernahm am 3. April 2009 das Amt des Premierministers von seinem Vorgänger und Parteifreund Abdullah Ahmad Badawi. Nach dem Wahlsieg seiner Koalitionsregierung Barisan Nasional am 5. Mai 2013 trat er seine zweite Amtszeit als Premierminister an. Seine Kabinettsbildung am 16. Mai 2013 ergab einige Änderungen. So wurde die Gesamtzahl der Minister verkleinert und Bildungsministerium und Ministerium für Höhere Bildung wurden zum neuen Ministerium für Erziehung und Höhere Bildung (Education & Higher Learning Ministry) zusammengeführt.[7]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Najib Razak – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Office of the Prime Minister of Malaysia: Biography (englisch) vom 12. Mai 2010. Eingesehen am 18. Dezember 2010
  2. Thomas Bell: Profile: Najib Razak : To Najib Razak the Malaysian premiership may feel like a birthright., The Daily Telegraph. 3. April 2009. Abgerufen am 15. März 2010. 
  3. How Najib and Abdullah rose to nation’s top post, Daily Express. 4. April 2009. Abgerufen am 15. März 2010. 
  4. Razak Ahmad: Q+A-Is Malaysia's incoming PM Najib a spendthrift?, Reuters. 5. März 2009. Abgerufen am 18. Dezember 2010. 
  5. American soldiers 'held hostage by warlord', The Herald. 6. Oktober 1993. Abgerufen am 1. April 2010. 
  6. Najib takes over as Perak chairman, thestar. 30. September 2009. Abgerufen am 18. Dezember 2010. 
  7. freemalaysiatoday.com: New cabinet list – who’s in and who’s out vom 15. Mai 2013; Zugriff am 16. Mai 2013