Onegin – Eine Liebe in St. Petersburg

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Filmdaten
Deutscher Titel Onegin – Eine Liebe in St. Petersburg
Originaltitel Onegin
Produktionsland UK, USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1999
Länge 106 Minuten
Stab
Regie Martha Fiennes
Drehbuch Michael Ignatieff,
Peter Ettedgui
Produktion Simon Bosanquet,
Ileen Maisel,
Ralph Fiennes
Musik Magnus Fiennes
Kamera Remi Adefarasin
Schnitt Jim Clark
Besetzung

Onegin – Eine Liebe in St. Petersburg (englisch: Onegin) ist ein Film der Regisseurin Martha Fiennes.

Handlung[Bearbeiten]

Onegin findet sich auf dem Landsitz seines Onkels außerhalb von Sankt Petersburg ein, wo er Bekanntschaft mit Lensky, dessen Verlobten Olga und deren Schwester Tatyana macht.

Tatyana gesteht ihm in einem Brief ihre Liebe, wird aber von Onegin abgewiesen, der der Verlobten Lenskys weiterhin den Hof macht. Lensky fordert ihn zum Duell und wird dabei getötet. Onegin begibt sich schwermütig für sechs Jahre nach Paris. Als er zurückkehrt trifft er Tatyana auf einem Ball wieder, die ist inzwischen mit einem General verheiratet, der sein Cousin ist. Onegin verliebt sich in sie und gesteht ihr seine Liebe in einem Brief. Tatyana weist ihn aber aus Treue zu ihrem Gatten ab, obwohl auch sie immer noch in ihn verliebt ist.

Hintergrund[Bearbeiten]

Der Film beruht auf Alexander Puschkins Versroman Jewgeni Onegin. An seiner Produktion waren vier Angehörige der Familie Fiennes beteiligt. Seine Schwester Martha Fiennes mit ihrem Regiedebüt, sein Bruder Magnus als Musiker und seine Schwester Sophie Fiennes in einer kleinen Nebenrolle.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Martha Fiennes wurde beim Tokyo International Film Festival für die Beste Regie und bei den London Critics Circle Film Awards als Bester Neuling ausgezeichnet. Liv Tyler wurde von der Vereinigung russischer Filmkritiker als beste ausländische Darstellerin geehrt. Bei den BAFTA Awards war er in der Kategorie Bester Britischer Film nominiert, bei den Satellite Awards in der Kategorie Bestes Drehbuch.

Kritiken[Bearbeiten]

“There is a cool, mannered elegance to the picture that I like, but it's dead at its center. There is no feeling that real feelings are at risk here. Tyler seems sincere enough, but Fiennes withholds too well.”

„Die kühle, gesittete Eleganz des Films gefällt, aber er ist in seinem Innern tot. Man hat nicht den Eindruck, dass hier echte Gefühle in Gefahr sind. Tyler ist überzeugend, aber Fiennes ist zu zurückhaltend.“

Roger Ebert[1]

„Glänzend gespielte und atmosphärisch dicht inszenierte Verfilmung eines Versromans von Alexander Puschkin, die tief in die „russische Seele“ eintaucht, um berührend von verschmähter und nicht erfüllter Liebe zu erzählen. Die eindrucksvoll „gemalten“ Bilder muten wie ein Gang durch eine Gemäldegalerie an.“

Lexikon des internationalen Films[2]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Chicago Sun-Times: Kritik
  2. Lexikon des internationalen Films: Kritik