Palácio Nacional de Mafra

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Der Klosterpalast

Der Palácio Nacional de Mafra, zu deutsch Nationalpalast von Mafra, ist die größte Schloss- und Klosteranlage Portugals. Der Bau wurde von dem schwäbischen Architekten Johann Friedrich Ludwig geplant und zwischen 1717 und 1730 in 13-jähriger Bauzeit unter der Regentschaft Johanns V. im Stile des Barock errichtet. Er befindet sich in der Gemeinde Mafra, etwa 50 Kilometer nördlich von Lissabon.

1711 gelobte der König, ein Kloster zu Ehren des Antonius von Padua zu stiften. Es sollte ursprünglich für 13 Kapuziner bestimmt sein. Die Einnahmen durch Gold aus Brasilien ermöglichten ein weit aufwendigeres Bauwerk für 330 Mönche. Der Architekt orientierte sich an Pietro Bernini, Francesco Borromini und Carlo Fontana. Die Bauarbeiten wurden nach der Einweihung des Palastes bis 1755 fortgesetzt.

Am Bau waren bis zu 45.000 Arbeiter sowie 7.000 Soldaten beteiligt.

Die Fassade ist 220 m lang, der Palast hat rund 38.000 m², 1200 Räumen und allein 156 Treppenhäuser. Es gibt zwei Glockenspiele à 48 Glocken aus Antwerpen und in der Kirche sind sechs Orgeln. Die Bibliothek umfasst 40.000 Bände.

Die Bauarbeiten des Schlosses wurden durch den portugiesischen Literaturnobelpreisträger José Saramago in seinem Roman Das Memorial (1982) aus der Sicht des einfachen Volkes dargestellt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Maria Margarida Montenegro: Palácio nacional de Mafra. Colares Ed., Sintra 1995, ISBN 972-809943-6, (Património).

Weblinks[Bearbeiten]

38.936666666667-9.3263888888889Koordinaten: 38° 56′ 12″ N, 9° 19′ 35″ W