Évora

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Dieser Artikel erläutert die portugiesische Stadt Évora; zu anderen Bedeutungen siehe Évora (Begriffsklärung).
Évora
Wappen Karte
Wappen von Évora
Évora (Portugal)
Évora
Basisdaten
kein LAU1-Code
Concelho: [[kein LAU-Code angegeben|kein LAU-Code angegeben ]]
Koordinaten: 38° 34′ N, 7° 55′ W38.5675-7.9155555555556Koordinaten: 38° 34′ N, 7° 55′ W
Postleitzahl: 700x
Kreis Évora
Flagge Karte
Flagge von Évora Position des Kreises Évora
Anzahl der Gemeinden: 19
Verwaltung
Adresse der Verwaltung: Câmara Municipal de Évora
Edifício Paços do Município Páteo do Salema
7004-506 Évora
Kreisrat: José Ernesto d’Oliveira (PS)
Webpräsenz: www.cm-evora.pt


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Évora (IPA ['ɛvuɾɐ]) ist eine Stadt im Alentejo in Portugal.

Die Stadt, deren historisches Zentrum 1986 in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen wurde, hat etwa 50.000 Einwohner und ist Hauptstadt des gleichnamigen Distrikts. Évora ist Sitz eines Erzbischofs.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Der Diana-Tempel in Evora (Nachtaufnahme)

Von der vorzeitlichen Besiedlung des Gebietes zeugen die Megalithen im Distrikt Évora. Nahe der Stadt befinden sich zahlreiche Relikte der Vorzeit. Am kleinen Fluss Ribeira liegt die größte Megalithanlage Portugals, die „Anta Grande do Zambujeiro“. Die Gründung der Stadt geht auf die Zeit der römischen Besatzung zurück, der gut erhaltene Diana-Tempel mit seinen monumentalen Säulen zeugt noch heute vom römischen Erbe.

Im Jahre 715 n Chr. wird Évora von den Mauren erobert und mit Burg und Moschee ausgebaut. Im September 1165 erobert Geraldo Geraldes, o Sem Pavor (= Gerald ohne Furcht) durch eine List Évora für König Afonso Henriques. Mit Unterstützung des Ritterordens von Avis werden die Mauren endgültig vertrieben. Dafür macht der Ritterorden Évora 1166 zu seinem anfänglichen Sitz, nennt sich anfangs auch Ritterorden Évora und umgibt die Stadt mit einer Mauer, die noch heute weitgehend erhalten blieb.

Seit dem 12. Jahrhundert lassen sich die portugiesischen Könige in Évora wählen. Ihr Hof in Évora wird durch die Humanisten Garcia und André Resende, den Chronisten Duarte Galvão, den Theaterdichter Gil Vicente, den Bildhauer Nicolas Chanterene im 15. und 16. Jahrhundert zu einem Zentrum des portugiesischen Humanismus.

1559 gründet der Kardinal und spätere König Dom Henrique die Jesuiten-Universität. Évora verliert nach der Annexion Portugals durch Spanien 1580 bis 1637 erheblich an Bedeutung. Mit der Schließung der Universität 1759 durch den Marquês de Pombal verliert Évora endgültig seinen einstigen Rang. 1973 wurde die Universität Évora neu gegründet.

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

Historische Innenstadt von Evora
Römischer Äquadukt in der Travessa das Nunes.
Capela dos Ossos in Évora

Aus römischer Zeit stammen der Diana-Tempel, die Burg sowie der Aquädukt. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die im Zentrum stehende Kathedrale Se, der ehemalige Königssitz Paço dos Condes de Basto und die seit dem 15. Jahrhundert existierende, aber erst 1979 wiedereröffnete Universität.

In einigen Straßen der Altstadt – zum Beispiel in der Travessa das Nunes, der Rua do Cano oder der Rua do Salvador – ist zu sehen, wie der Aquädukt im Laufe der Zeit zu Wohnzwecken umgestaltet wurde. In der engen Gasse Travessa Alcárcova de Cima sind ein gut erhaltenes Stück römischer Mauern sowie im Untergeschoss eines Wohnhauses römische Fundamente beachtenswert.

Der im Stadtzentrum gelegene Praça do Giraldo genannte Platz mit dem Marmorbrunnen und den Arkaden gehören ebenso zu den Sehenswürdigkeiten wie das Beinhaus Capela dos Ossos (Kapelle der Knochen), ein Kirchengebäude, an dessen Wänden menschliche Gebeine gestapelt sind.


[Bearbeiten] Verwaltung

Évora ist Hauptstadt des Distrikt Évora und eines gleichnamigen Kreises. Die Nachbarkreise sind (im Norden beginnend im Uhrzeigersinn) Arraiolos, Estremoz, Redondo, Reguengos de Monsaraz, Portel, Viana do Alentejo sowie Montemor-o-Novo.

Der Kreis Évora unterteilt sich in die folgenden Gemeinden (Freguesias):

  • Bacelo
  • Canaviais
  • Horta das Figueiras
  • Malagueira
  • Nossa Senhora da Boa Fé
  • Nossa Senhora da Graça do Divor
  • Nossa Senhora da Tourega, vormals Nossa Senhora da Torega
  • Nossa Senhora de Guadalupe
  • Nossa Senhora de Machede
  • Santo Antão
  • São Bento do Mato
  • São Mamede
  • São Manços
  • São Miguel de Machede
  • São Sebastião da Giesteira
  • São Vicente do Pigeiro
  • Sé e São Pedro
  • Senhora da Saúde
  • Torre de Coelheiros

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Évora – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien
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