Paul Gehlhaar

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Paul Gehlhaar (* 27. August 1905 in Königsberg; † 2. Juli 1968 in Berlin-Zehlendorf) war ein deutscher Fußballspieler.

Der Torwart begann seine Karriere beim VfB Königsberg. Mit diesem Verein kam er immerhin 1923 bis ins Halbfinale um die deutsche Meisterschaft, wo man denkbar unglücklich gegen den Hamburger SV verlor, jenem HSV, der anschließend deutscher Meister werden sollte. Dabei kam der 3:2-Siegtreffer nur per Eigentor in der 89. Minute des Halbfinalspiels zustande.

1927 kam man über das Achtelfinale um die Deutsche Meisterschaft nicht hinaus. Königsberg, stetiger Außenseiter bei solchen Spielen, konnte aber in diesem Spiel gegen Hertha BSC die Blau-Weißen erneut ärgern. Nur 1:2 verlor man, und dass die Niederlage so knapp ausfiel, lag hauptsächlich mit am „Zerberus“ der Königsberger, Paul Gehlhaar.

Inzwischen war er allerdings als Garant für gute Leistungen bekannt und so verwunderte es nicht, dass er sich bald veränderte. Er heuerte 1928 bei Hertha BSC an. Mit diesem Verein konnte er dann endlich auch Titel einfahren. Nachdem man aber 1928 noch dem Hamburger SV im Endspiel mit 5:2 unterlegen war und 1929 mit 3:2 gegen die SpVgg Fürth verlor, klappte es dann endlich 1930 mit 5:4 gegen Holstein Kiel. Erst kurz vor Schluss gelang in einem dramatischen Spiel der Siegtreffer für die Berliner.

1931 konnte man den Titel erfolgreich verteidigen, als der TSV 1860 München im Endspiel knapp mit 3:2 bezwungen wurde.

Der Torhüter moderner Prägung, also einer, der auch mitspielte, kam auch zu zwei Einsätzen in der Nationalmannschaft, die aber schlecht für ihn verliefen. 1928 verlor man gegen Schweden 0:2 und 1931 gab es gegen Österreich eine empfindliche 0:6-Niederlage. Damit war die Karriere in der Nationalmannschaft auch schon wieder vorbei. Dabei galt er allgemein als wagemutig mit akrobatischen Fähigkeiten. Furchtlos warf er sich in das Getümmel, um sich den Ball zu angeln.

1935 verließ er Hertha BSC und schloss sich dem SV Lorenz Berlin an. Mit diesem Verein kam er immerhin 1938 noch in die Gauligenaufstiegsrunde.

Der gelernte Kaufmann trainierte nach dem 2. Weltkrieg noch einige Vereine, darunter Minerva 93[1] und Hertha BSC in der Stadtliga, und führte anschließend eine Tankstelle in Berlin-Zehlendorf.

Literatur[Bearbeiten]

Verweise[Bearbeiten]

  1. Libero - Deutsche Fußballzeitschrift Nr. 3, Okt./Nov. 1988, Seiten 46 und 50