SpVgg Greuther Fürth

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SpVgg Greuther Fürth
Vereinswappen von Greuther Fürth
Voller Name Spielvereinigung Greuther Fürth e. V.
(Hauptverein)
SpVgg Greuther Fürth GmbH Co. KGaA
(Spielbetrieb Profifußball)
Ort Fürth, Bayern
Gegründet 23. September 1903
Vereinsfarben weiß-grün
Stadion Trolli Arena
Plätze 18.000
Präsident Helmut Hack
Trainer Frank Kramer
Homepage www.greuther-fuerth.de
Liga 2. Bundesliga
Regionalliga Bayern (II.)
2012/13 18. Platz (Bundesliga)
12. Platz (Regionalliga Bayern; II.)
Heim
Auswärts

Die Spielvereinigung Greuther Fürth ist ein Sportverein in Fürth, der vor allem durch seine Fußballabteilung bundesweit bekannt ist. Die größten Erfolge in der Vereinsgeschichte sind die drei deutschen Meistertitel in den Jahren 1914, 1926 und 1929 als SpVgg Fürth. In der Saison 2012/13 spielte die SpVgg Greuther Fürth erstmals in der Bundesliga.

Geschichte[Bearbeiten]

Historische Vereinswappen: SpVgg Fürth (oben links und rechts, unten links), TSV 1895 Fürth (oben mittig), TSV Vestenbergsgreuth (unten rechts), SpVgg Greuther Fürth (unten mittig)

Anfangszeit[Bearbeiten]

In den Anfangsjahren des Fußballs entstanden in vielen Turnvereinen Fußballabteilungen als Spielvereinigungen, so auch beim TV Fürth 1860, deren Spieler sich am 23. September 1903 im Gasthaus Balzer zur Gründung der SpVgg Fürth einfanden. Wegen der geringen Unterstützung der neuen Abteilung durch den Hauptverein wurde am 21. November 1906 die Loslösung und Gründung eines eigenen Vereins beschlossen. Nach und nach wurden im neuen Verein weitere Abteilungen gegründet, u. a. Leichtathletik (1907), Ski, Gesang (1911), Tennis (1912), Schwimmen, Radsport, Handball (1920). 1914 war die SpVgg Fürth mit mehr als 3000 Mitgliedern größter deutscher Sportverein.

Drei Meistertitel[Bearbeiten]

Erstmals in einheitlicher Spielkleidung mit dem Kleeblatt auf der Brust: Die Mannschaft der SpVgg Fürth im Jahr 1905

Ihre größten sportlichen Erfolge feierte die SpVgg Fürth noch weit vor dem Zweiten Weltkrieg. Von 1909 bis 1914 spielte der Verein in der Ostkreisliga und konnte dort zwischen 1912 und 1914 dreimal in Folge Meister werden und sich so für die Endrunde um die Süddeutsche Meisterschaft qualifizieren. Diese konnten die Fürther 1914 im dritten Anlauf gewinnen und nahmen so erstmals an der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft teil. Dort erreichten sie sogleich das Finale, wo sie in Magdeburg auf den VfB Leipzig trafen. In einem Marathonspiel stand es nach 90 Minuten 1:1 und das Spiel ging in die Verlängerung, wo die Fürther zum zweiten Mal in Führung gingen, der VfB Leipzig aber nur wenig später den erneuten Ausgleich erzielte. Nach 120 Minuten wurde nach damaligen Regeln die Verlängerung jeweils um zehn weitere Minuten verlängert, bis eine Entscheidung fällt. Diese gelang den Fürthern schließlich in der 153. Spielminute, als Karl Franz das 3:2 erzielte, was den ersten Deutschen Meistertitel für die Franken bedeutete.

Aufgrund des ersten Weltkrieges wurden in den folgenden Jahren keine Meisterschaftsspiele ausgetragen, sodass erst sechs Jahre später wieder um die Deutsche Meisterschaft gespielt wurde. Die Fürther waren als Titelverteidiger automatisch für die Endrunde 1920 qualifiziert und erreichten, obwohl sie vier Spieler der Meistermannschaft im Krieg verloren, erneut das Finale. Dort unterlagen sie in Frankfurt gegen den fränkischen Rivalen vom 1. FC Nürnberg mit 0:2. Beide Mannschaften gehörten zu den Stärksten ihrer Zeit, jedoch durfte immer nur ein süddeutscher Verein an der Endrunde um die Meisterschaft teilnehmen. Gegenüber den Nürnbergern zog Fürth hier meistens den kürzeren, bis 1925 die Regeln für die Qualifikation zur Endrunde geändert wurden. Ab sofort durften drei Vereine aus dem Süden teilnehmen, wodurch die Spielvereinigung wieder ins gesamtdeutsche Rampenlicht rückte.

1926 erreichten sie sofort wieder das Finale in Frankfurt und konnten dort nach einem 4:1 gegen Hertha BSC die zweite Deutsche Meisterschaft feiern. Den letzten großen Titel konnte Fürth 1929 gewinnen. Nach Siegen gegen den FSV Frankfurt, Fortuna Düsseldorf, den Hamburger SV und den Breslauer SC 08 standen die Franken erneut im Finale. Wie schon drei Jahre zuvor hieß der Gegner Hertha BSC und auch diesmal konnte die Spielvereinigung mit 3:2 die Oberhand behalten. In den 30er Jahren war die große Zeit der Fürther, in der sie auch einen großen Teil der Deutschen Nationalmannschaft stellten, bereits vorbei. In der 1933 neu eingeführten Gauliga Bayern landete der Verein zumeist im Mittelfeld der Tabelle, lediglich 1935 konnte die Gaumeisterschaft gewonnen werden. In der Endrunde war dann aber bereits in der ersten Runde Schluss.

Nach dem Zweiten Weltkrieg spielte Fürth zunächst keine große Rolle mehr und stieg 1948 in die zweitklassige Amateurliga Bayern ab. Nach dem sofortigen Wiederaufstieg konnten die Fürther auf Anhieb die Meisterschaft 1950 in der Oberliga Süd gewinnen und nahmen noch zweimal an einer Endrunde teil. 1950 kam nach Siegen gegen STV Horst-Emscher und den FC St. Pauli im Halbfinale nach einem 1:4 gegen den VfB Stuttgart das Aus. 1951 schied das Team in der Gruppenphase der Meisterschaft aus. Bis 1963 spielte der Verein weiterhin in der Oberliga Süd, konnte sich aber wegen der schlechten Platzierungen nicht für die neu gegründete Bundesliga qualifizieren.

Zweit- bis Viertklassigkeit[Bearbeiten]

Platzierungen der SpVgg 1963 bis heute

Bis 1983 spielten die Fürther zweitklassig, zunächst in der Regionalliga Süd, später in der 2. Bundesliga. 1983 stieg der Verein hochverschuldet in die Oberliga Bayern ab und nur vier Jahre später folgte der Absturz in die Landesliga. 1991 kehrte der Verein in die Oberliga zurück. Der Wendepunkt wurde am 4. August 1990 eingeleitet, als Borussia Dortmund in der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals besiegt werden konnte. Bemerkenswert ist dabei, dass der damalige Viertligist nach einer frühen Roten Karte für David Schneider 88 Minuten lang in Unterzahl agierte.

In den Folgejahren erreichte die Spielvereinigung durch einen dritten, zweiten und sechsten Platz die Qualifikation für die 1994 neu gegründete Regionalliga. Den Verein beschäftigten jedoch immer noch immense Geldsorgen, und so kam das Angebot des Beitritts der Fußballabteilung des TSV Vestenbergsgreuth den Fürthern gelegen. Am 1. Juli 1996 schloss sich schließlich die Leistungsfußballabteilung des TSV Vestenbergsgreuth der SpVgg Fürth an und der Verein erhielt seinen aktuellen Namen SpVgg Greuther Fürth. Das traditionsreiche Vereinswappen der SpVgg musste einem Rundlogo weichen, welches neben dem traditionellen Kleeblatt der Fürther auch den Holzschuh des TSV Vestenbergsgreuth enthielt. Zum 100-jährigen Vereinsjubiläum im Jahr 2003 wurde das Wappen erneut verändert, unter anderem enthielt es drei Sterne, die die gewonnenen Meisterschaften der SpVgg Fürth symbolisieren. Diese Änderung trat noch vor der Einführung der Regelung der DFL bezüglich der Meistersterne in Kraft, trotzdem war der Verein später gezwungen, die Sterne auf den offiziellen Trikots zu entfernen. Beispielen anderer Profivereine folgend wurde am 19. Mai 2003 die Leistungsfußballabteilung in die SpVgg Greuther Fürth GmbH & Co. KGaA ausgegliedert.[1] Am 1. Juli 2003 ging der benachbarte Verein TuSpo Fürth in der SpVgg Greuther Fürth auf.

Bereits in der ersten Saison nach dem Übertritt von Vestenbergsgreuths Fußballabteilung gelang dem Verein 1996/97 der Aufstieg in die 2. Bundesliga.

Stadtbus mit dem Logo der SpVgg

15 Jahre Zweite Bundesliga[Bearbeiten]

Von 1997 bis 2012 gehörte die SpVgg Greuther Fürth ununterbrochen der 2. Bundesliga an. Damit war sie lange die dienstälteste Mannschaft der Liga. Zum Saisonende 2011/2012 belegte sie den dritten Platz der ewigen Tabelle der 2. Bundesliga. Seit der Saison 2000/2001 gelang den Fürthern fast durchgehend eine Platzierung im oberen Tabellendrittel der Liga, diverse Male misslang ein Aufstieg nur knapp, weshalb sie sich den Ruf einhandelten, „unaufsteigbar“ zu sein.[2] In der Saison 2011/12 war es bereits am 32. Spieltag nach dem 1:1-Unentschieden gegen den FSV Frankfurt am 20. April 2012 rechnerisch nicht mehr möglich, dass Greuther Fürth die Saison nicht mindestens auf Platz 2 beendet. Somit war Fürths erster Aufstieg in die Bundesliga perfekt.[3] Am letzten Spieltag erreichte die Spielvereinigung durch ein 2:2 bei Hansa Rostock und eine gleichzeitige Niederlage des Mitaufsteigers Eintracht Frankfurt beim Karlsruher SC den Meistertitel der 2. Bundesliga. Auch im DFB-Pokal 2011/12 waren die Fürther erfolgreich: Im Achtel- und Viertelfinale besiegten sie auswärts die Bundesligisten 1. FC Nürnberg und TSG 1899 Hoffenheim. Erst im Halbfinale, dem Duell der Tabellenführer aus Erster und Zweiter Bundesliga, schied die SpVgg durch ein Gegentor, das einzige in der Pokalsaison, in der letzten Minute der Verlängerung gegen den späteren Doublegewinner Borussia Dortmund aus.

Erste Bundesliga[Bearbeiten]

Mike Büskens und Gerald Asamoah bei der Aufstiegfeier am 29. April 2012 auf dem Balkon des Fürther Rathauses.

In der Saison 2012/13 spielte Fürth erstmals in der Bundesliga. Im Pflichtspieldebüt in der höchsten deutschen Spielklasse unterlag der Bundesliganeuling dem Rekordmeister FC Bayern München mit 0:3.[4] Eine Woche zuvor schied Fürth in der ersten Runde des DFB-Pokals beim Drittligisten Kickers Offenbach aus.[5]

Am zweiten Bundesliga-Spieltag gelang den „Kleeblättern“ dann am 31. August 2012 der erste Sieg in der höchsten deutschen Spielklasse. Mit 1:0 gewannen die Fürther beim 1. FSV Mainz 05. Der Siegtorschütze war Felix Klaus. Nach einer Hinrunde mit nur 9 erzielten Punkten verstärkte sich das Kleeblatt mit Tom Mickel vom Hamburger SV, Matthias Zimmermann von Borussia Mönchengladbach, Jung Bin Park vom VfL Wolfsburg und dem Serben Nikola Đurđić von Helsingborgs IF für die vereinsinterne Rekordsumme von einer Million Euro. Beim Auftakt der Rückrunde verloren die Fürther allerdings 0:2 gegen den FC Bayern München. Der zweite Sieg, der ebenfalls auswärts erfolgte, gelang mit einem 2:1 gegen den FC Schalke 04. Am 20. Februar 2013 wurde Cheftrainer Büskens beurlaubt. Zu diesem Zeitpunkt stand das Team nach 22 Spielen mit 12 Punkten auf dem letzten Tabellenplatz. Sein Amt übernahmen vorerst U23-Trainer Ludwig Preis und der sportliche Leiter Rouven Schröder.[6] Am 11. März 2013 verpflichtete der Verein Frank Kramer, der einen Vertrag bis zum 30. Juni 2015 unterschrieb, als neuen Cheftrainer. Bis zum Saisonende assistiert ihm Ludwig Preis.[7] Der erste Sieg des neuen Trainergespanns gelang am 21. April 2013 im Frankenderby beim 1. FC Nürnberg mit 1:0, das Siegtor erzielte Johannes Geis. Nach dem 31. Spieltag stand die Spielvereinigung als erster Absteiger in die 2. Bundesliga fest, nachdem sie im Freitagsspiel Hannover 96 mit 2:3 unterlag und der FC Augsburg, der zuvor auf dem Relegationsplatz 16 stand, sein Heimspiel gegen den VfB Stuttgart gewann und damit den Vorsprung auf uneinholbare 12 Punkte ausbaute. Mit der 1:2-Heimiederlage am vorletzten Spieltag gegen SC Freiburg ist die Spielvereinigung die erste Mannschaft, der im Laufe einer Bundesliga-Saison kein einziger Heimsieg gelang.[8][9] Zum Saisonende der Saison 2012/13 belegte Sie in der ewigen Tabelle der Bundesliga den 49. Platz mit 21 Punkten.

Zurück in der Zweiten Liga[Bearbeiten]

Mehrere Spieler verließen die SpVgg nach dem Abstieg aus der Fußball-Bundesliga. So wechselte Sercan Sararer zum VfB Stuttgart, Bernd Nehrig und Christopher Nöthe verließen die Fürther in Richtung FC St. Pauli, Milorad Pekovic ging zu Hansa Rostock, Heinrich Schmidtgal zu Fortuna Düsseldorf. Die ausgeliehenen Spieler Lasse Sobiech (Borussia Dortmund), Matthias Zimmermann (Borussia Mönchengladbach) und József Varga (Debreceni VSC) kehrten zu ihren Stammvereinen zurück. Dazu verließen noch Gerald Asamoah und Issa Ndoye den Verein ablösefrei. Allerdings konnte sich das Kleeblatt für die zweite Bundesliga auch verstärken. Vom MSV Duisburg wechselte Daniel Brosinski und Goran Sukalo zu den Franken, von Rot-Weiß Erfurt kam Dominick Drexler, vom VfL Wolfsburg kam Kevin Schulze und von Hannover 96 Niko Gießelmann. Zusätzlich verstärkten sich die Fürther mit Zsolt Korcsmár von Brann Bergen aus Norwegen. Im Juni 2013 verpflichtete man Mirko Dickhaut für die Position des Co-Trainers[10], während Ludwig Preis wieder die 2. Mannschaft übernahm.

Jugendarbeit[Bearbeiten]

Da die SpVgg aufgrund anfangs geringer Zuschauerzahlen über weniger finanzielle Mittel als vergleichbare Bundesligavereine verfügt, setzt sie in der Vereinspolitik verstärkt auf den Juniorenbereich und die Entwicklung junger Spieler im Zweitligabetrieb. So spielt die A-Jugend des Vereins seit dem Jahr 2003 in der Bundesliga Süd/Südwest und erreichte bereits zweimal das Halbfinale um die deutsche Meisterschaft. Verkäufe von jungen Talenten wie etwa Roberto Hilbert, Heiko Westermann, Martin Lanig oder auch Christian Eigler an Erstligavereine tragen dabei immer wieder wesentlich zur Finanzierung des Bundesligaetats bei.

Spieler, Trainer und Präsidenten[Bearbeiten]

Spielorte[Bearbeiten]

Die Trolli Arena 2011

Von 1903 bis 1906 spielten die Fußballer auf dem Spielplatz am Schießanger, von 1906 bis 1910 war der Spielplatz an der Vacher Straße der Spielort. Seit dem 11. September 1910 ist der Ronhof die Heimat der Spielvereinigung. Zur Zeit der Eröffnung war diese Sportanlage eine der größten und modernsten des Deutschen Reiches. In den erfolgreichen Jahren wurde auf einer Mitgliederversammlung der Ausbau des dortigen Sportplatzes zu einem Stadion beschlossen und die dafür notwendigen 30.000 Mark gesammelt. 1955 bot das Stadion Platz für 30.000 Zuschauer, nach diversen Umbaumaßnahmen und Modernisierungen fasst das Stadion derzeit 18.000 Zuschauer. 1997 wurde das traditionsreiche Stadion umbenannt und trug seitdem den Namen „Playmobil-Stadion“. Am 1. Juli 2010 wechselte der Name des Fürther Stadions in Trolli Arena nach einer Marke des Sponsors Mederer Süßwarenvertrieb. Nach dem Aus für die Neubaupläne soll unter anderem eine neue Haupttribüne errichtet werden, um die Kapazität auf 20.000 Plätze zu erhöhen.

Neubaupläne[Bearbeiten]

Am 22. März 2012 gab der Klub seine Pläne zu einem Stadionneubau bekannt. Demnach soll in der Fürther Südstadt auf einem ehemals dem Unternehmen Trolli gehörenden Gelände für 35 Millionen Euro ein Stadion für 20.000 Zuschauer entstehen. Finanziert werden soll das Projekt von Thomas Sommer. Der Baubeginn soll im Frühjahr 2013 erfolgen. Die Fertigstellung ist für die Saison 2014/15 geplant.[11] Außerdem soll es möglich sein, das Stadion auf eine Kapazität von bis zu 28.000 Plätzen ausbauen zu können. Der Unternehmer Thomas Sommer ist Immobilienmakler und Vermögensverwalter sowie mit seinem Unternehmen seit 2004 Sponsor bei Greuther Fürth.[12]

Im November 2012 einigte sich der Verein mit Besitzer Conny Brandstätter auf eine Verlängerung des Stadion-Pachtvertrages bis in das Jahr 2040. Damit sind die Neubaupläne hinfällig und die Spielvereinigung bleibt im Ronhof beheimatet. Für die Zukunft der Trolli Arena ist ein Neubau der Haupttribüne und eine verbesserte Infrastruktur geplant. Unternehmer Thomas Sommer hat seine finanzielle Unterstützung für die Umbaupläne zugesagt.[13]

Erfolge im Fußball[Bearbeiten]

Fans[Bearbeiten]

Fanklubs[Bearbeiten]

Die Fans der SpVgg Greuther Fürth sind in 65 Fanklubs organisiert, die meisten davon im fränkischen Raum. Größte Gruppierung sind mit 600 Mitgliedern die Sportfreunde Ronhof.[14] Mit den Ultras Fürth 98 gründete sich 1998 die erste Ultragruppierung, die jedoch 2007 zerbrach.[15] Nach dem Ende der Ultras Fürth 1998 folgte die Neuformierung der Fürther Ultras in den Gruppen Horidos 1000 und Stradevia 907. Mit der Gründung der Horidos wurde auch mit dem Block 12 ein reiner Stimmungsblock geschaffen.[16][17]

Vereinsname[Bearbeiten]

Viele Fans und Fangruppierungen sehen das „Greuther“ als Traditionsbruch mit der alten SpVgg Fürth (für die es immer wichtig war, als Traditionsverein gesehen zu werden) und als Bruch mit der engen Verbindung zur Stadt Fürth, verstärkt vor allem dadurch, dass der Verein sich am Anfang kaum bemühte, die Identifikation der Fürther mit dem Verein zu pflegen. Daher wird in Fankreisen meist von der SpVgg Fürth geredet, außerdem ist der ursprüngliche Vereinsname und das alte Wappen der SpVgg Fürth auch auf den meisten inoffiziellen Fanartikeln und auf vielen Fahnen im Stadion präsent. Unter den Fans wird der Verein wegen des Kleeblatts im Vereinswappen zudem als Kleeblatt Fürth bezeichnet.

Rivalitäten[Bearbeiten]

Hauptartikel: Frankenderby

Hauptrivale der SpVgg Fürth ist der 1. FC Nürnberg, daneben besteht (auf Grund der lokalen Nähe und der langen Zugehörigkeit beider Vereine zur 2. Bundesliga) eine Rivalität zum TSV 1860 München.

Nach dem 256. Frankenderby gegen den 1. FC Nürnberg sieht die Bilanz wie folgt aus:

  • 71 Siege Fürth
  • 46 Unentschieden
  • 137 Siege Nürnberg
  • 2 abgebrochene Spiele (davon ein Spiel sportgerichtlich als Sieg für Fürth gewertet)

Fanzine[Bearbeiten]

Von 1998 bis 2001 erschien mit „Dounern hald nai“ (fränkisch für „Mach' ihn [den Ball] halt rein“) ein Fanzine der Anhängerschaft der SpVgg Greuther Fürth. Die Reihe kam auf zehn Ausgaben.[18]

Kader 2013/14[Bearbeiten]

Erste Mannschaft (2. Bundesliga)[Bearbeiten]

Kapitän der SpVgg: Wolfgang Hesl
Nr. Nat. Name im Verein seit letzter Verein
Tor
1 DeutschlandDeutschland Wolfgang Hesl (C)Kapitän der Mannschaft 2012 Dynamo Dresden
30 NiederlandeNiederlande Mark Flekken 2013 Alemannia Aachen
39 DeutschlandDeutschland Tom Mickel 2013 Hamburger SV
Abwehr
2 DeutschlandDeutschland Benedikt Röcker 2014 VfB Stuttgart
3 UngarnUngarn Zsolt Korcsmár 2013 Brann Bergen
4 DeutschlandDeutschland Kevin Kraus 2013 1. FC Heidenheim
5 AlbanienAlbanien DeutschlandDeutschland Mergim Mavraj 2011 VfL Bochum
18 GhanaGhana Abdul Rahman Baba 2012 Asante Kotoko
19 DeutschlandDeutschland Thomas Kleine 2010 Borussia Mönchengladbach
20 DeutschlandDeutschland Daniel Brosinski 2013 MSV Duisburg
31 DeutschlandDeutschland Niko Gießelmann 2013 Hannover 96
Mittelfeld
6 FinnlandFinnland Tim Sparv 2013 FC Groningen
7 UngarnUngarn Zoltán Stieber 2012 1. FSV Mainz 05
8 DeutschlandDeutschland Stephan Fürstner 2009 FC Bayern München
11 DeutschlandDeutschland Dominick Drexler 2013 FC Rot-Weiß Erfurt
13 PolenPolen DeutschlandDeutschland Sebastian Tyrała 2011 VfL Osnabrück
14 DeutschlandDeutschland Tom Weilandt 2013 Hansa Rostock
16 SlowenienSlowenien Goran Šukalo 2013 MSV Duisburg
17 DeutschlandDeutschland Thomas Pledl 2012 TSV 1860 München
21 DeutschlandDeutschland Robert Zillner 2011 SpVgg Unterhaching
27 DeutschlandDeutschland Florian Trinks 2013 Werder Bremen
Angriff
9 SerbienSerbien Ognjen Mudrinski 2013 FK Roter Stern Belgrad
10 SerbienSerbien Nikola Đurđić 2013 FK Haugesund
22 DeutschlandDeutschland Niclas Füllkrug 2013 Werder Bremen
33 KosovoKosovo Ilir Azemi 2007 Greuther Fürth II

Transfers zur Saison[Bearbeiten]

Zugänge
Nat. Name abgebender Verein Transferperiode
DeutschlandDeutschland Daniel Brosinski MSV Duisburg Sommer 2013
DeutschlandDeutschland Dominick Drexler FC Rot-Weiß Erfurt
NiederlandeNiederlande Mark Flekken Alemannia Aachen
DeutschlandDeutschland Niclas Füllkrug Werder Bremen1
DeutschlandDeutschland Niko Gießelmann Hannover 96
UngarnUngarn Zsolt Korcsmár Brann Bergen
DeutschlandDeutschland Kevin Kraus 1. FC Heidenheim2
SerbienSerbien Ognjen Mudrinski FK Roter Stern Belgrad
DeutschlandDeutschland Kevin Schulze VfL Wolfsburg II
FinnlandFinnland Tim Sparv FC Groningen
SlowenienSlowenien Goran Šukalo MSV Duisburg
DeutschlandDeutschland Stefan Vogler Kickers Offenbach2
DeutschlandDeutschland Tom Weilandt F.C. Hansa Rostock
DeutschlandDeutschland Benedikt Röcker VfB Stuttgart Winter 2014
Abgänge
Nat. Name aufnehmender Verein Transferperiode
DeutschlandDeutschland Gerald Asamoah FC Schalke 04 Sommer 2013
DeutschlandDeutschland Fabian Baumgärtel Stuttgarter Kickers
SenegalSenegal Baye Djiby Fall Randers FC
DeutschlandDeutschland Johannes Geis 1. FSV Mainz 05
DeutschlandDeutschland Max Grün VfL Wolfsburg
DeutschlandDeutschland Felix Klaus SC Freiburg
SenegalSenegal Issa Ndoye US Créteil
DeutschlandDeutschland Bernd Nehrig FC St. Pauli
DeutschlandDeutschland Christopher Nöthe FC St. Pauli
KamerunKamerun Franck Ohandza FC Buriram PEA2
NigeriaNigeria Kingsley Onuegbu MSV Duisburg
Korea SudSüdkorea Jung-Bin Park VfL Wolfsburg2
MontenegroMontenegro Milorad Peković F.C. Hansa Rostock
GriechenlandGriechenland Thanos Petsos SK Rapid Wien
DeutschlandDeutschland Edgar Prib Hannover 96
TurkeiTürkei SpanienSpanien Sercan Sararer VfB Stuttgart
DeutschlandDeutschland KasachstanKasachstan Heinrich Schmidtgal Fortuna Düsseldorf
DeutschlandDeutschland Lasse Sobiech Hamburger SV
UngarnUngarn József Varga Debreceni Vasutas SC2
DeutschlandDeutschland Matthias Zimmermann Borussia Mönchengladbach2
DeutschlandDeutschland Michael Hefele Wacker Burghausen1 Winter 2014
DeutschlandDeutschland Stefan Lex FC Ingolstadt 04
DeutschlandDeutschland Kevin Schulze Holstein Kiel1


1 ausgeliehen
2 war ausgeliehen

Trainerstab[Bearbeiten]

Name Funktion seit
Frank Kramer Chef-Trainer 2013
Mirko Dickhaut Co-Trainer 2013
Tobias Gitschier Co-Trainer 2013
Frederik Gößling Torwart-Trainer 2013

Zweite Mannschaft (Regionalliga Bayern)[Bearbeiten]

Chef-Trainer der U-23 ist Ludwig Preis. Ihm stehen Co-Trainer Mathias Surmann und Udo Gans als Torwart-Trainer zur Seite.

Tor Abwehr Mittelfeld Angriff
DeutschlandDeutschland Daniel Himmrich
DeutschlandDeutschland Patrick Jänsch
DeutschlandDeutschland Sebastian Zenk
DeutschlandDeutschland Florian Bauer
DeutschlandDeutschland Tobias Fausel
DeutschlandDeutschland Silas Göpfert
DeutschlandDeutschland Kai Hufnagel
DeutschlandDeutschland Julian Kolbeck
DeutschlandDeutschland Herbert Paul
UngarnUngarn Péter Szilvási
TurkeiTürkei Rifat Akbulut
DeutschlandDeutschland Aykut Civelek
DeutschlandDeutschland Nico Haas
DeutschlandDeutschland Fabian Klose
DeutschlandDeutschland Alexander Piller
DeutschlandDeutschland Marco Rapp
DeutschlandDeutschland Daniel Steininger
DeutschlandDeutschland Marco Weber
DeutschlandDeutschland Jann George
DeutschlandDeutschland Lino D´Adamo
DeutschlandDeutschland Marino Müller
DeutschlandDeutschland Stefan Vogler

Frauenfußball[Bearbeiten]

Seit der Saison 2009/10 gibt es eine Frauenfußballmannschaft. Ab dem darauf folgenden Jahr nahm sie in der Landesliga Nord (5. Spielklasse) am Spielbetrieb teil. In den absolvierten Spielzeiten in der Landesliga wurden der 7. (Saison 2010/11), der 4. (Saison 2011/12) und der 2. Platz (Saison 2012/13) belegt.[19] Im folgenden Relegationsspiel konnte sich die Mannschaft am 30. Mai 2013 mit 2:0 gegen den FC Moosburg durchsetzen und stieg damit in die Bayernliga auf.[20]

Weitere Sportarten[Bearbeiten]

Hockey[Bearbeiten]

Im Erwachsenenbereich stellt die Hockeyabteilung auf dem Feld je eine Herren- und eine Damenmannschaft, die jeweils in der 1.Verbandsliga Nordbayern spielen. In der Halle gibt es zwei Herren- und eine Damenmannschaft, hier spielen die Damen in der Oberliga Bayern. Besonderer Wert wird auf die Jugendarbeit gelegt.

Leichtathletik[Bearbeiten]

Der Verein verfügt über keine Leichtathletikabteilung mehr,[21] Leichtathletik als Leistungs- und Breitensport ist in Fürth seit den 1960er Jahren weitgehend beim LAC Quelle angesiedelt. Fritz Franz von der SpVgg Fürth war aber 1919 Deutscher Meister im 1500-Meter-Lauf.

Sonstiges[Bearbeiten]

Der in Fürth geborene ehemalige US-Außenminister und Friedensnobelpreisträger Henry Kissinger ist Ehrenmitglied und seit seiner Jugend großer Anhänger der SpVgg Fürth. Bis heute informiert er sich regelmäßig über die Ergebnisse der Mannschaft.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Die Kleeblättler. 75 Jahre Spielvereinigung Fürth. Dasbach-Verlag, Taunusstein 1978
  • Jürgen Schmidt, Mark Johnston: Let’s go Greuther Fürth. Genniges, Roth 1997, ISBN 3-924983-18-6
  • Jürgen Schmidt: Das Kleeblatt − 100 Jahre Fußball im Fürther Ronhof. Selbstverlag SpVgg Greuther Fürth, Fürth 2010, ISBN 3-00-012909-X

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: SpVgg Greuther Fürth – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Lizenzabteilung ausgegliedert – Fusion mit Tuspo gebilligt. SpVgg Greuther Fürth – News. SpVgg Greuther Fürth e. V., abgerufen am 13. Januar 2012 (deutsch).
  2. Unaufsteigbar aufgestiegen , Bayrischer Rundfunk vom 16. April 2012
  3. Spielbericht des Spiels FSV Frankfurt gegen SpVgg Greuther Fürth, abgerufen am 20. April 2012.
  4. Kleeblatt verliert 0:3 gegen den FC Bayern, abgerufen am 25. August 2012.
  5. Offenbach schafft Sensation gegen Fürth, abgerufen am 25. August 2012.
  6. SpVgg beurlaubt Büskens – Vorerst übernehmen Preis und Schröder, abgerufen am 20. Februar 2013.
  7. Das Kleeblatt verpflichtet Frank Kramer
  8. Bundesligist Fürth: Noch schlechter als Tasmania. Spiegel.de. 27. April 2013. Abgerufen am 11. Mai 2013.
  9. Fürth meißelt sich ohne Heimsieg in die Rekordbücher ein. Kicker.de. 11. Mai 2013. Abgerufen am 11. Mai 2013.
  10. Mirko Dickhaut wird neuer Co-Trainer
  11. Bald, Christian: SpVgg stellt Stadion-Pläne vor – Unternehmer Thomas Sommer investiert 35 Millionen in Neubau, URL: http://www.greuther-fuerth.de, 22. März 2012, abgerufen am 22. März 2012
  12. Schmidt, Kathrin: Fürther Sponsor finanziert Stadionneubau, URL: http://www.sponsors.de, 22. März 2012, abgerufen am 22. März 2012
  13. stadionwelt: Update: Fürth baut kein neues Stadion Artikel vom 22. November 2012
  14. Fanklubs. SpVgg Greuther Fürth, 2013, abgerufen am 2. November 2013.
  15. This is the end … Ultras Fürth 98, 19. Januar 2007, abgerufen am 2. November 2013.
  16. Block 12 Infopage. Horidos 1000, 2013, abgerufen am 2. November 2013.
  17. Stradevia 907. Stradevia 907, 2013, abgerufen am 2. November 2013.
  18. nai. myDict, 2010, abgerufen am 3. November 2013.
  19. Saisonhistorie der Frauen. Frank Kreuzer, abgerufen am 31. Mai 2013.
  20. Aufstiegsrelegation Bayernliga. Frank Kreuzer, abgerufen am 1. Juni 2013.
  21. Abteilungen auf der Homepage (abgerufen am 25. Juni 2012)