Porträt per Telefon

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Porträt per Telefon war eine Fernsehsendung des Deutschen Fernsehfunks beziehungsweise des Fernsehens der DDR. Die monatlich ausgestrahlte Sendung mit einer Dauer von 45 Minuten, von der insgesamt rund 250 Folgen gesendet wurden, zählte zu den populärsten Produktionen des DDR-Fernsehens. In der Sendung, die stets live gesendet wurde, führte der vor allem als Sportkommentator tätige Moderator Heinz Florian Oertel Gespräche mit in der DDR bekannten Persönlichkeiten.

Die erste Ausgabe der Sendereihe lief am 28. Oktober 1969 im 2. Programm des DFF unter dem Sendetitel „Porträt ohne Titel“. Ab der zweiten Sendung am 9. November 1969 lautete der Titel bis zum Ende der Reihe „Porträt per Telefon“. Mitunter wird auch diese Sendung als erste Ausgabe der Sendereihe genannt. Namensgebende Besonderheit der Sendung war die Möglichkeit für die Zuschauer, während der laufenden Sendung anzurufen und über in Telefonkabinen im Studio tätige Mitarbeiter Fragen an die Gäste zu stellen. Ein weiteres Merkmal der Sendung war die Autogrammwand im Hintergrund, auf der alle Gäste zum Abschluss der Sendung ihre Unterschrift hinterließen. Diese Wand wurde nach der Abwicklung des DDR-Fernsehens auf einer Mülldeponie entsorgt.[1] 1990 wurde die Sendereihe eingestellt.

Gäste der Sendereihe waren unter anderem Günter Dorning (7. Dezember 1982), Christian Ehwald (17. August 1982), Helga Hahnemann, Wolfgang Heinz, Agnes Kraus (160. Sendung, 7. Juni 1983), Erich Markowitsch, Gisela May (29. Februar 1972), Dean Reed, Ilse Rodenberg, Gerd E. Schäfer, Ekkehard Schall (7. November 1975), Karl-Eduard von Schnitzler, Max Gerd Schönfelder, Konrad Seige, Lothar Thoms, Lothar Warneke und Marianne Wünscher (16. November 1982).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Heinz Florian Oertel: Pfui Teufel, 2009, S. 114.