Profen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel beschreibt den Ortsteil der Gemeinde Elsteraue. Für das gleichnamige polnische Dorf siehe Mściwojów.
Profen
Gemeinde Elsteraue
Koordinaten: 51° 8′ N, 12° 13′ O51.12555555555612.211388888889160Koordinaten: 51° 7′ 32″ N, 12° 12′ 41″ O
Höhe: 160 m ü. NN
Einwohner: 1.200
Eingemeindung: 1. Juli 2003
Postleitzahl: 06729
Vorwahl: 034424

Profen ist ein Ortsteil der Gemeinde Elsteraue im Burgenlandkreis. Er liegt im Südzipfel des Bundeslandes Sachsen-Anhalt, nahe den Grenzen zu Sachsen und Thüringen.

Der Ortskern von Profen besteht aus zahlreichen, unter Denkmalschutz stehenden Fachwerkbauten, die im Zuge der Dorferneuerung zum Teil ansehnlich saniert wurden.

Eine besondere Sehenswürdigkeit ist die 1495 erbaute Kirche mit ihrem weit sichtbaren, spätromanischen Turm. Sie war als Dekanatskirche in einem der ältesten Pfarrorte des Bistums Zeitz-Naumburg von Bedeutung, welches im Spätmittelalter Marktrecht besaß, und ist daher in Formgebung und Ausführung für eine Dorfkirche ungewöhnlich aufwendig. Zu Profen gehören die Ortschaften Lützkewitz und Beersdorf.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

1079 erfolgte die erste urkundliche Erwähnung Profens. Im 12. Jahrhundert wurde durch die Mönche des Klosters Pegau der Elstermühlgraben angelegt.

Die Errichtung der Brikettfabrik Profen begann 1911, wodurch sich die bis dato landwirtschaftlich geprägte Ortschaft zur Bergarbeitergemeinde wandelte. Am 1. Juli 2003 wurde aus der bis dahin selbstständigen Gemeinde im Zusammenschluss mit Bornitz, Draschwitz, Göbitz, Könderitz, Langendorf, Rehmsdorf, Reuden, Spora und Tröglitz die Gemeinde Elsteraue gebildet.[1]

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

[Bearbeiten] Tagebau Profen

1941 war der Aufschlussbeginn und 1944 der Beginn der Kohleförderung aus dem Oberflöz. 1951 folgte der Beginn der Kohleförderung aus dem Unterflöz. Zwischen 1951 und 1954 erfolgte das Anlegen der Predeler Kippe.

1971 war der Beginn der Aufschlussarbeiten am Baufeld Süd und 1972 kam es zur Inbetriebnahme der Abraumförderbrücke F 34 Nr. 26 im Baufeld Nord.

1979 begann das Einfahren der Abraumförderbrücke Nr. 16 und Kopplung an die Abraumförderbrücke 26. 1982 begann die Innenverkippung mit dem Neubau-Absetzer 1112. Ab 1985 wurde im Restloch Pirkau verkippt.

1990 wurde der Brückenverband angehalten und gesprengt. 1993 bis 1995 wurde der Kohle-Misch- und Stapelplatz errichtet. 1999 kam es zur Wiederaufnahme der Innenverkippung im Tagebau Profen. 2004 wurde im Baufeld Schwerzau der erste Abraum bewegt. Am 4. Mai 2004 erfolgte ein Baggertausch am Baufeld Schwerzau, die mit einer Aufsehen erregenden Überquerung von 3 Tagebaugroßgeräten über die Grüne Magistrale verbunden war.

Der Tagebau Profen wird mit seinen Baufeldern Schwerzau und Profen-Domsen voraussichtlich bis 2035 in Betrieb sein.

[Bearbeiten] Verkehr

In Profen liegt ein Bahnhof der Bahnstrecke Leipzig–Probstzella.

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

Das 1875 errichtete Kriegerdenkmal im Ort wurde aus der ehemaligen Kursächsischen Postdistanzsäule vom Obertor in Pegau gestaltet. An der alten Fernverkehrsstraße 2 (F 2) im Ortsteil Beersdorf kennzeichnen ein königlich-sächsischer Grenzübergangsstein und ein königlich-preußischer Halbmeilenstein (große Glocke) die ehemalige Grenze zwischen dem Königreich Sachsen und dem Königreich Preußen ab 1815, heute Bundesländergrenze Sachsen und Sachsen-Anhalt.

[Bearbeiten] Galerie

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2003
Meine Werkzeuge
Namensräume

Varianten
Aktionen
Navigation
Mitmachen
Drucken/exportieren
Werkzeuge
In anderen Sprachen