EnBW Energie Baden-Württemberg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
EnBW Energie Baden-Württemberg AG
EnBW.svg
Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN DE0005220008
Gründung 1997
Sitz Karlsruhe, Deutschland

Leitung

Mitarbeiter 20.959 (31. Dez. 2011)[1]
Umsatz 18,789 Mrd. EUR (2011)
Produkte Energie, Umweltdienstleistungen
Website www.enbw.com
Deutsches Übertragungsnetz von TenneT, Elia, RWE und EnBW
Hauptsitz in Karlsruhe

Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG ist ein börsennotiertes Energieversorgungsunternehmen mit Sitz in Karlsruhe. Das Unternehmen ist nach E.ON und RWE das drittgrößte Energieunternehmen in Deutschland.[2]

Inhaltsverzeichnis

Geschichte, Entwicklung [Bearbeiten]

1989 bis 1999 [Bearbeiten]

Altes EnBW-Logo ohne Energiebalken

Ende der 1980er Jahre gab es Bestrebungen, die Energieversorgung im deutschen Südwesten auf eine neue, gemeinsame Basis zu stellen: Die vier großen Energieversorgungsunternehmen in Baden-Württemberg – (Badenwerk, Energie-Versorgung Schwaben (EVS), Neckarwerke und die Technischen Werke der Stadt Stuttgart (TWS) – gründeten im Februar 1989 die Stiftung Energieforschung Baden-Württemberg. Damals wollte die deutsche Energiebranche angesichts der absehbaren europaweiten Liberalisierung der Energiemärkte effiziente Strukturen bei Produktion, Verteilung und Vertrieb schaffen. In den Folgejahren kam es zu ersten Fusionsverhandlungen zwischen Badenwerk und EVS. Die für 1993 geplante, vom Bundeskartellamt genehmigte Fusion kam aber zunächst nicht zustande, weil der Aufsichtsrat des Badenwerks sie stoppte.

Gleichwohl wurden die Pläne weiterverfolgt, wobei die Regeln für die Ausübung des Stimmrechts der öffentlichen Anteilseigner in den beteiligten Gesellschaften geändert werden sollten. Das führte im Frühjahr 1995 zur Gründung der Stimmbindungsgesellschaft Energieverbund Baden-Württemberg (EBW). Die Fusion wurde im August 1996 auf den Weg gebracht, als die Vorstände von Badenwerk und EVS einige Teams und einen gemeinsamen Steuerungsausschuss bildeten (besetzt mit Vorstandsmitgliedern aus beiden Unternehmen), die sich mit organisatorischen und betriebswirtschaftlichen Fragen der Fusion beschäftigten und konkrete Pläne zur Umsetzung entwickelten.

Ende 1996 gründeten die Fusionspartner je eine Gesellschaft, in die das jeweilige Betriebsvermögen eingebracht wurde und die die Betriebsführung des operativen Geschäftes übernahm. Der endgültige Beschluss zur Verschmelzung der Unternehmen sollte, so der Plan, am 20. August 1997 in gleichzeitig stattfindenden Hauptversammlungen gefällt und rückwirkend zum 1. Januar 1997 wirksam werden.

Am 13. Dezember 1996 wurden die Fusionsverträge der Neckarwerke und der Technischen Werke der Stadt Stuttgart (TWS) zur Neckarwerke Stuttgart (NWS) unterzeichnet.

Auf außerordentlichen Hauptversammlungen am 27. Februar billigten die Anteilseigner das Fusionskonzept und die vorgenommen Vermögensumschichtungen und Gesellschaftsneugründungen zur Vorbereitung der Fusion von Badenwerk und EVS.

Die Hauptversammlungen von Badenwerk und EVS beschlossen am 20. August 1997 die Fusion der beiden baden-württembergischen Energieunternehmen. Der Name des neuen Unternehmens lautete Energie Baden-Württemberg AG, abgekürzt EBW. Die Aktien der Badenwerk Holding AG (Verhältnis 1:1) und der EVS Holdings AG (Verhältnis 1:1,58) wurden in EBW-Aktien umgetauscht. Zum Vorstand der neuen EBW wurden berufen: Gerhard Goll (Vorsitzender), Karlheinz Bozem (stellv. Vorsitzender), Hans-Jürgen Arndt und Hartmut Bilger.

Der EBW-Vorstand teilte im Dezember 1997 die Entscheidungen zur Neuordnung des Konzerns mit: Es sollten als eigenständige Tochtergesellschaften der Holding eine Kraftwerksgesellschaft, eine Transportnetzegesellschaft, eine Stromhandelsgesellschaft und eine Vertriebsgesellschaft gegründet werden. Badenwerk und EVS blieben als Regionalgesellschaften bestehen.

Im Januar 1998 wurde aus marketingtechnischen Gründen der abgekürzte Name des Konzern von „EBW“ in „EnBW“ geändert. Eine erste Werbekampagne unter dem neuen Namen wurde gestartet. Im Juli 1999 fusionierten die bis dahin noch existieren Gesellschaften EnBW Badenwerk und EnBW EVS zur EnBW Regional AG (REG). Damit war die Fusion auch im operativen Geschäft abgeschlossen.

Ab 2000 [Bearbeiten]

Im Januar 2000 verkaufte das Bundesland Baden-Württemberg seinen Aktienanteil von 25,1 % für 2,4 Milliarden € an den staatsdominierten französischen Stromkonzern Électricité de France (EdF).

Im September 2001 kaufte die EnBW 29,9 Prozent der Aktien der Stadtwerke Düsseldorf. Im Dezember 2005 kaufte EnBW weitere 25,05 Prozent der Stadtwerke-Düsseldorf-Aktien für 361 Millionen Euro. Mit nun 54,95 Prozent erlangte sie so die Mehrheit an den Stadtwerken Düsseldorf.

Im Oktober 2003 erfolgte der Zusammenschluss der EnBW mit der Neckarwerke Stuttgart.

Im Juli 2009 beteiligte sich EnBW mit 26 Prozent am Oldenburger Energiekonzern EWE. Der Einstieg erfolgte in Form eines Aktienkaufes und einer Kapitalerhöhung.[3]

Deutlich mehr als die Hälfte des Gewinns stammte 2010 aus dem Betrieb der vier konzerneigenen Kernkraftwerke.[4] Die Bundesregierung änderte wenige Tage nach dem Beginn der Nuklearkatastrophe von Fukushima im März 2011 ihre Atompolitik radikal: sie beschloss im März 2011 ein Atom-Moratorium, gemäß dem 8 der 17 deutschen Kernreaktoren – auch die beiden EnBW-Kernkraftwerke Philippsburg I und Neckarwestheim I – ausgeschaltet wurden. Sie blieben auch nach dem Ende des Moratoriums ausgeschaltet und verloren durch den deutschen Atomausstieg im August 2011 ihre Betriebserlaubnis. Dadurch brach der EnBW-Gewinn deutlich ein.[5][6][7]

Im Juli 2011 kündigte EnBW – wie zuvor bereits zwei andere deutsche Stromkonzerne, RWE und E.ON – an, gegen die Brennelementesteuer gerichtliche Klage einzureichen.[8] Im Januar 2012 urteilte das Finanzgericht Baden-Württemberg in Stuttgart in zwei Beschlüssen, diese sei verfassungsgemäß und europarechtskonform. EnBW wird voraussichtlich den Bundesfinanzhof anrufen, wo bereits Beschwerden gegen die Entscheidungen der Finanzgerichte Hamburg und München anhängig sind. Eine endgültige Klärung der Rechtslage steht also noch aus; möglicherweise werden erst das Bundesverfassungsgericht oder der Gerichtshof der Europäischen Union abschließend über die Brennelementesteuer urteilen. [9]

Anfang November 2011 zeichnete sich ein Rechtsstreit um den Verkauf von Anteilen (48%) an der Leipziger Verbundnetz Gas (VNG) ab. Der 2009 von der EnBW mit einem Anteil von 26% gekaufte Oldenburger Versorger EWE AG möchte diese abstoßen. In diesem Zusammenhang verschärfte sich die Diskussion um die Vertragsverlängerung[10] des Vorstandschefs Hans-Peter Villis.[11] Schließlich wurde bekannt, dass dieser seinen Ende September 2012 auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern beabsichtigt.[12]

Rückkauf von EnBW-Anteilen von der EdF durch Baden-Württemberg [Bearbeiten]

Hauptartikel: EnBW-Affäre

Ende 2010 kaufte das Land Baden-Württemberg über seine Beteiligungsgesellschaft Neckarpri 45% der EnBW-Anteile für insgesamt 4,7 Milliarden EUR von EdF zurück.[13] Im Oktober 2011 beanstandete der Staatsgerichtshof Baden-Württemberg die Umgehung des Landesparlaments beim Rückkauf der EnBW-Anteile gegen die Verfassung.[14] Am 16. Februar 2012 legte der baden-württembergische Finanzminister Schiedsklage vor der Internationalen Handelskammer (Paris) ein. Mit ihr soll geklärt werden, ob die EdF einen überhöhten Preis für den Rückverkauf der EnBW-Anteile bekommen hat.

Vorstand [Bearbeiten]

Der Vorstand der EnBW-Holding:

Aufsichtsrat [Bearbeiten]

Den Aufsichrsrat beschreibt EnBW auf seiner Homepage wie folgt (Stand 22. Juni 2012):

  • Claus Dieter Hoffmann (geschäftsführender Gesellschafter der H + H Senior Advisors, Vorsitzender)
  • Dietrich Herd (Gesamtbetriebsratsvorsitzender der EnBW Kraftwerke, stellvertretender Vorsitzender)
  • Guenther Cramer (Aufsichtsratsvorsitzender der SMA Solar Technology)
  • Dirk Gaerte (Landrat des Landkreises Sigmaringen)
  • Reiner Koch (Referatsleiter Fachbereich Ver- und Entsorgung bei der ver.di Bundesverwaltung)
  • Silke Krebs (Ministerin im Staatsministerium des Landes Baden-Württemberg)
  • Marianne Kugler-Wendt (Bezirksgeschäftsführerin ver.di, Bezirk Heilbronn-Neckar-Franken)
  • Wolfgang Lang (Gesamtbetriebsratsvorsitzender der EnBW Systeme Infrastruktur Support GmbH)
  • Hubert Lienhard (Vorsitzender der Geschäftsführung Voith)
  • Sebastian Meier (Betriebsratsvorsitzender der EnBW Ostwürttemberg DonausRies AG)
  • Arnold Messner (Gesamtbetriebsratsvorsitzender der EnBW Regional)
  • Bodo Moray (Gewerkschaftssekretär ver.di / Landesfachbereichsleiter Ver- und Entsorgung Baden-Württemberg)
  • Gunda Röstel, Flöha (kaufmännische Geschäftsführerin der Stadtentwässerung Dresden GmbH und Prokuristin der Gelsenwasser AG)
  • Nils Schmid MdL (stellvertretender Ministerpräsident und Minister für Finanzen und Wirtschaft des Landes Baden-Württemberg)
  • Klaus Schörnich, Düsseldorf (Betriebsratsvorsitzender der Stadtwerke Düsseldorf)
  • Heinz Seiffert, Ehingen (Landrat des Alb-Donau-Kreises)
  • Gerhard Stratthaus MdL (Interimsvorstand der Badischen Staatsbrauerei Rothaus AG , Finanzminister des Landes Baden-Württemberg a. D.)
  • Dietmar Weber (Gesamtbetriebsratsvorsitzender der EnBW Operations)
  • Kurt Widmaier (Landrat des Landkreises Ravensburg)
  • Bernd-Michael Zinow (Leiter Wirtschaft und Politik EnBW)

Aktionäre [Bearbeiten]

Anteil Anteilseigner
46,75 % OEW Energie-Beteiligungs GmbH
46,75 % Neckarpri-Beteiligungsgesellschaft mbH (zu 100 % im Besitz des Landes Baden-Württemberg)
2,45 % Badische Energieaktionärs-Vereinigung
2,08 % eigene Anteile
0,87 % Gemeindeelektrizitätsverband Schwarzwald-Donau
0,63 % Neckar-Elektrizitätsverband
0,37 % Streubesitz
0,11 % Landeselektrizitätsverband Württemberg

Geschäftszahlen [Bearbeiten]

Kennzahl 2012 [15] 2011 [16] 2010[17] 2009[18] +/- in % (Vgl. 2011/2012)
Stromabsatz 135,4 Mrd kWh 155,7 Mrd kWh 146,9 Mrd. kWh 119,7 Mrd. kWh -12,8
Gasabsatz 73,1 Mrd kWh 57,4 Mrd kWh 63,6 Mrd. kwh 65,8 Mrd. kWh +27,4
Umsatz 19,2 Mrd Euro 18,8 Mrd Euro 17,5 Mrd. Euro 15,6 Mrd. Euro +2,6
EBITDA 2,29 Mrd Euro 1,8 Mrd. Euro 2,84 Mrd. Euro 2,62 Mrd. Euro +26,7
EBIT 1,27 Mrd Euro 0,67 Mrd. Euro 2,12 Mrd Euro 1,88 Mrd. Euro -88,1
Konzernfehlbetrag/-überschuss 0,47 Mrd Euro -0,86 Mrd. Euro 1,17 Mrd. Euro 0,88 Mrd. Euro -
Ergebnis je Aktie 1,84 Euro -3,45 Euro 4,06 Euro 3,60 Euro -
Mitarbeiter 20.098 20.851 20.450 20.914 -3,6

Stromkennzeichnung [Bearbeiten]

Nach §42 EnWG zur Stromkennzeichnung sind seit dem 15. Dezember 2005 alle Energieversorgungsunternehmen in Deutschland verpflichtet, die Herkunft ihres Stroms zu veröffentlichen. Für die deutsche EnBW Vertrieb und den gesamten EnBW-Konzern ergeben sich damit folgende Werte:

  Unternehmensmix
EnBW Vertriebs GmbH [19]
(2011)
Ökostromstrom-
Produkte
Normalstrom-
Produkte
EnBW Vertrieb GmbH[16]
(2011)
Deutschlandmix
Quelle: BDEW
Kernenergie 36% 0 % 34% 18%
Kohle 35% 0% 33% 42%
Erdgas 4% 0% 4% 14%
Sonstige fossile
Energieträger
3% 0% 3% 5%
Erneuerbare Energien
gefördert nach EEG
18% 0% 3% 5%
Sonstige Erneuer-
bare Energien
5% 76% 2% 5%
CO2-Emissionen (g/kWh) 354 g/kWh 0 g/kWh 338 g/kWh 503 g/kWh
Radioaktiver Abfall (mg/kWh) 0,10 0 0,09 0,05


Der von EnBW und somit auch von ihrer Tochter Yello vertriebene Strom enthielt bis zur Abschaltung der EnBW-Kernkraftwerke Neckarwestheim 1 und Philipsburg 1 am 6. August 2011 den größten Anteil an Kernkraft aller großen deutschen Energieversorger. Der Strommix hatte einen geringen Ausstoß an CO₂ und einen überdurchschnittlichen Anteil an erneuerbaren Energien, der vor allem aus großen Wasserkraftwerken kommt. Der Strommix des EnBW-Konzerns erzeugte somit eine überdurchschnittliche Menge radioaktiver Abfälle, trug aber – für einen Nicht-Ökostrom-Tarif – wenig zum Treibhauseffekt bei, da beim Uranbergbau weniger CO₂ emittiert wird als bei der Verstromung von Kohle.

Sponsoring [Bearbeiten]

Die EnBW versteht sich als Partner und Förderer des Sports in Baden-Württemberg und unterstützt zahlreiche Sportvereine und -verbände sowie Veranstaltungen des Breitensports.

So hat die EnBW im Sommer 2010 nach Ablauf des Fünfjahresvertrages als Trikotsponsor die Zusammenarbeit mit dem Fußballbundesligisten VfB Stuttgart durch einen Dreijahresvertrag als Exklusiv-Partner fortgesetzt. Ebenso ist die EnBW Exklusiv-Partner des Karlsruher SC.[20]

Die EnBW ist seit 2010 Hauptsponsor des Handball-Bundesligisten HBW Balingen-Weilstetten sowie des Basketball-Zweitligisten Kirchheim Knights, des Basketball-Bundesligisten EnBW Ludwigsburg und des Bruchsaler Fußballkreisligisten SV Philippsburg sowie der EnBW TV Rottenburg.

Von 2000 bis 2012 war die EnBW Hauptsponsor des Handballvereins Frisch Auf Göppingen.[21]

Die EnBW unterstützt als Sponsor und Mitveranstalter seit 2002 die Tour de Ländle und als Namensgeber und Sponsor die EnBW-Oberliga Junioren im Bereich Fußball.[22] Zudem werden gefördert Veranstaltungen des badischen und Schwäbischen Turnerbundes sowie eine Vielzahl von Breitensportveranstaltungen wie den Stuttgart Lauf oder den EnBW Oberschwaben Pokal. Als Haupt- und Presentingsponsor unterstützte die EnBW auch die Schacholympiade 2008 in Dresden

Zusätzlich war die EnBW nationaler Förderer der FIFA WM 2006 in Deutschland.

Das kulturelle Engagement der EnBW umfasst Partnerschaften mit renommierten Institutionen, wie dem Stuttgarter Ballett, dem Festspielhaus Baden-Baden, dem Kunstmuseum Stuttgart und dem ZKM Zentrum für Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe und auch eigene Ausstellungsreihen mit regionalen und überregionalen Kunstschaffenden. Die EnBW engagiert sich zudem auch für Bildung, Wissen, Soziales sowie Umwelt und sie betreibt zahlreiche eigene Programme wie die EnBW-Energiekiste, die Energie-Exponate, Schulwettbewerbe und ist z.B. Partner und Namensgeber des Ehrenamtspreises Impuls im Rahmen des Wettbewerbs 'Echt Gut! Ehrenamt in Baden-Württemberg'. Außerdem führt die EnBW in Kooperation mit der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg das Amphibienschutzprogramm „Impulse für die Vielfalt“ durch.

Weiteres Kultur- und Gesellschaftssponsoring (Bildung, Wissen, Soziales, Umwelt)

Seit 1998 vergibt die EnBW an Bildende Künstler und Künstlerinnen mit Bezug zum alemannischen Sprachraum den EnBW-Förderpreis.

Engagement Elektromobilität [Bearbeiten]

Öffentliche EnBW-Ladestation in Karlsruhe

Die EnBW beschäftigt sich seit 2008 mit verschiedenen Themen im Bereich Elektromobilität.[23] Dabei geht es bislang um die Entwicklung und den Betrieb einer Ladeinfrastruktur (Ladesäulen, Abrechnungssysteme, Integration in Smart Grid) sowie der Erprobung der Alltagstauglichkeit elektrisch angetriebener Fahrzeuge (E-Bike, Elektroauto, Elektrofahrräder).

Konkret war bzw. ist die EnBW an folgenden Projekten beteiligt

EnBW-E-Bike Elmoto
  • Rund 500 Testfahrer (sogenannte Elektronauten) wurden 2010 und 2011 mit E-Bikes der Marke Elmoto im Rahmen der Modellregion Elektromobilität Stuttgart ausgestattet. Deren Mobilitätsverhalten wurde zu Forschungszwecken protokolliert und ausgewertet. Das Projekt wurde mit Mitteln des Bundesministeriums für Verkehr gefördert.
  • Im Oktober 2011 wurden 45 Ladesäulen der EnBW gemeinsam mit DB Rent und der Landeshauptstadt Stuttgart in Betrieb genommen. Diese dienen der Energieversorgung von Pedelecs und E-Bikes mit denen das Fahrradverleihsystem Call-A-Bike der Deutschen Bahn AG erweitert wurde.
  • Insgesamt betreibt die EnBW in Baden-Württemberg derzeit ca. 300 Ladepunkte an denen Elektroautos, E-Bikes und Pedelecs laden können. Um die Ladestationen nutzen zu können, ist eine Ladekarte notwendig, die schon bald als reguläres EnBW-Produkt für alle Elektromobilisten verfügbar sein wird.
  • Im Projekt MeRegioMobil hat die EnBW 2010 und 2011 als Konsortialführer zusammen mit anderen Unternehmen die Integration der Elektromobilität in intelligente Verkehrs- und Energienetze erforscht.[24] Ziel war der Aufbau und Betrieb einer intelligenten Lade- und Rückspeiseinfrastruktur sowie die Entwicklung einer interoperablen Abrechnungsmöglichkeit für Elektrofahrzeuge. Das Projekt wurde durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie im Rahmen des Programms IKT für Elektromobilität gefördert.

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: EnBW – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. http://www.enbw.com/content/_media/_downloadcenter/gb_2011_de.pdf
  2. Spiegel online – E.on-Manager Villis wird neuer EnBW-Chef
  3. www.enbw.com – EWE und EnBW begrüßen Entscheidung des Bundeskartellamtes: Beginn einer neuen strategischen Partnerschaft (PDF; 81 kB)
  4. Professor Uwe Leprich von der Beratungsfirma E&E Consult in Saarbrücken in einem Gutachten, das er im Auftrag von Greenpeace erstellte. ZEIT 15/2011 / zeit.de: "Woher das Geld nehmen?" – Die grün-roten Wahlsieger von Stuttgart wollen den Energiekonzern EnBW zügig auf Ökostrom umpolen. Das stößt auf Widerstand.
  5. Maria Marquart: EnBW-Übernahme: Mappus droht die Kernkraftfalle. Der Spiegel, 16. März 2011, abgerufen am 19. März 2011.
  6. Atomkraft: EnBW-Deal könnte teuer werden. Stuttgarter Nachrichten, 19. März 2011, abgerufen am 19. März 2011.
  7. Rüdiger Bäßler: EnBW wird für Mappus zur Belastung. Die Zeit, 22. März 2011, abgerufen am 22. März 2011.
  8. Auch ENBW klagt gegen Brennelementesteuer. FAZ.NET, 15. Juli 2011, abgerufen am 22. Juli 2011.
  9. zeit.de 12. Januar 2012: EnBW scheitert mit Klage gegen Atomsteuer
  10. dpa: Aufsichtsrat stützt EnBW-Chef in: badische-zeitung.de, Nachrichten, Südwest, 27. Oktober 2011 (2. November 2011)
  11. Stefan Hupka, dpa: Energieversorger EnBW und Villis geraten unter Druck in: badische-zeitung.de, Nachrichten, Wirtschaft, 1. November 2011 (2. November 2011)
  12. Markus Balser, Roman Deininger, Karl-Heinz Büschemann: Grün-rot schaltet EnBW-Chef ab Süddeutsche, 6. Dezember 2011.
  13. Süddeutsche Zeitung online: Baden-Württemberg kauft EnBW-Anteile – Ein Deal mit G'schmäckle
  14. durch die damalige Regierung, media.php/607/111006_PM_Staatsgerichtshof_GR_2_%2011.pdf Staatsgerichtshofs verurteilt EnBW Aktienrückkauf Pressemitteilung vom 6. Oktober 2011 (pdf)
  15. enbw.com: Geschäftsbericht 2012 der EnBW AG (PDF; 5,8 MB), 7. März 2013
  16. a b enbw.com: Geschäftsbericht 2011 der EnBW AG (PDF; 5,8 MB), 7. März 2012
  17. enbw.com: Geschäftsbericht 2010 der EnBW AG, 17. Februar 2011
  18. enbw.com: Geschäftsbericht 2009 der EnBW AG (PDF; 6,1 MB), 10. März 2010
  19. enbw.com: Der Strommix der EnBW, 1. November 2012
  20. EnBW wird Exklusiv Partner des VfB. VfB Stuttgart. Abgerufen am 10. März 2010.
  21. EnBW Energie Baden-Württemberg AG / FRISCH AUF! Göppingen Management & Marketing GmbH (Hrsg.): EnBW beendet Sponsoring bei FRISCH AUF!Göppingen. 27. Februar 2012, abgerufen am 12. Juni 2012 (PDF; 50 kB).
  22. EnBW-Oberliga Junioren. EnBW. Abgerufen am 8. März 2012.
  23. www.enbw.com: Elektromobilität
  24. Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie: MeRegioMobil - Minimum Emission Region Mobil

49.0058048.436678Koordinaten: 49° 0′ 21″ N, 8° 26′ 12″ O