Pupping

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Pupping
Wappen von Pupping
Pupping (Österreich)
Pupping
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Eferding
Kfz-Kennzeichen: EF
Hauptort: Pupping
Fläche: 13,33 km²
Koordinaten: 48° 20′ N, 14° 0′ O48.33777777777814.000555555556270Koordinaten: 48° 20′ 16″ N, 14° 0′ 2″ O
Höhe: 270 m ü. A.
Einwohner: 1.880 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 141 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4070
Vorwahl: 07272
Gemeindekennziffer: 4 05 09
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Pupping 13
4070 Pupping
Website: www.pupping.at
Politik
Bürgermeister: Hubert Schlucker (ÖVP)
Gemeinderat: (2009)
(25 Mitglieder)
14 ÖVP, 6 SPÖ, 5 FPÖ
Lage der Gemeinde Pupping im Bezirk Eferding
Alkoven Aschach an der Donau Eferding Fraham Haibach ob der Donau Hartkirchen Hinzenbach Prambachkirchen Pupping St. Marienkirchen an der Polsenz Scharten Stroheim OberösterreichLage der Gemeinde Pupping im Bezirk Eferding (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Pupping ist eine Gemeinde mit 1880 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) in Oberösterreich im Bezirk Eferding im Hausruckviertel. Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Eferding.

Geografie[Bearbeiten]

Pupping liegt im Eferdinger Becken des Hausruckviertels, rechts – hier westlich – der Donau, auf um die 270 m ü. A.. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 6,9 km, von West nach Ost 6 km. Die Gesamtfläche beträgt 13,2 km². 15,9 % der Fläche sind bewaldet, 62,9 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Hartkirchen Donau   Feldkirchen an der Donau (Bez. Urfahr-Umg.)
Stroheim Nachbargemeinden Donau   Alkoven (Bez. Urfahr-Umg.)
Hinzenbach Eferding Fraham

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 16 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[1]):

  • Altau (26)
  • Au bei Brandstatt (66)
  • Au bei hohen Steg (74)
  • Auhof (18)
  • Brandstatt (99)
  • Friedlau (8)
  • Goldenberg (69)
  • Gstaltenhof (9)
  • Gstöttenau (211)
  • Leumühle (337)
  • Oberschaden (179)
  • Pupping (149)
  • Taubenbrunn (110)
  • Unterschaden (120)
  • Waschpoint (248)
  • Wörth (208)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Oberschaden und Pupping.

Einziger Zählsprengel ist Pupping.

Geschichte[Bearbeiten]

Pupping wurde 994 erstmals urkundlich erwähnt, im Zusammenhang mit dem Tod des Bischofs Wolfgang von Regensburg, der am 31. Oktober 994 in der Kapelle des heiligen Othmar in Pupping gestorben ist.

Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern liegend, gehörte der Ort seit dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich. Seit 1490 wird er dem Fürstentum Österreich ob der Enns zugerechnet. Während der Napoleonischen Kriege war der Ort mehrfach besetzt. Seit 1918 gehört der Ort zum Bundesland Oberösterreich.

Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum Gau Oberdonau. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Stammlager Stalag XVII D errichtet und war zunächst ein Zweiglager des Stalag XVII B Krems-Gneixendorf. Später wurde es in Stalag 237, Stalag  97 und Stalag 398 Pupping umbenannt. Das Lager bestand aus 15 Holzbaracken. Die Kommandantur und Unterkünfte der Wachmannschaft befanden sich im Puppinger Franziskanerkloster.[2] Verstorbene Kriegsgefangene wurden beim Lagerfriedhof Deinham (Gemeinde Hartkirchen), der bereits im Ersten Weltkrieg als Lagerfriedhof Verwendung fand, begraben. Heute wird auf dem Kriegerdenkmal 1032 sowjetischer Kriegsgefangener gedacht.

Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 1855 Einwohner, 2001 dann 1906 Einwohner.

Politik[Bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten]

14
6
5
14 
Von 25 Sitzen entfallen auf:

Der Gemeinderat besteht aus 25 Mitgliedern und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2009 aus Mandaten der folgenden Parteien zusammen:

Bürgermeister ist Hubert Schlucker, Vizebürgermeisterin ist Eva Maria Windhager, beide von der ÖVP.

Wappen[Bearbeiten]

AUT Pupping COA.jpg

Offizielle Beschreibung Gemeindewappens:[3]

In Grün über einem silbernen Zwillings-Wellenbalken eine goldene, mit einem grünen, lateinischen Kreuz bestickte Mitra; zwischen deren goldenen, nach beiden Seiten herabhängenden Bändern ein goldenes, schräglinks gestelltes Beil.

Die Gemeindefarben sind Grün-Weiß-Grün.

Die grüne Farbe symbolisiert die Fruchtbarkeit des Gebiets, die beiden Wellenbalken die Donau und die Aschach. Mitra und Beil sind die Heiligenattribute des 994 in Pupping gestorbenen heiligen Wolfgang.[3]
Das Wappen wurde 18. Februar 1980 verliehen.[3]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Bahnhaltestelle

Verkehr[Bearbeiten]

  • Straße: Der Ort liegt an der B 130 Nibelungen Straße.
  • Bahn: Das Ortszentrum ist durch die Bahnhaltestelle Pupping der Aschacher Bahn erschlossen. Eine weitere Bahnhaltestelle liegt in der Ortschaft Leumühle. Der Eisenbahn-Güterverkehr auf der Aschacher Bahn ist bedeutend, der Personenverkehr beschränkt sich derzeit auf ein Zugpaar an Werktagen und auf ein Zugpaar an Wochenenden (Stand 2008) und Sonderverkehre zur Puppinger Gemüsemesse.
  • Bus: Pupping liegt an den Buslinien:
    • Linz - Eferding - Passau/Haibach/St.Agatha/St.Ägidi (Liniennr. 2002/06)
    • Aschach - Eferding - Bad Schallerbach - Wels (660)
    • Bad Mühllacken - Eferding - Kirchberg - Pasching - Leonding Meixnerkreuzung (8177)
  • Flugplatz: Auf dem Gemeindegebiet in Gstaltenhof liegt der Flugplatz Eferding (ICAO-Code LOLE), primär ein Segelflugplatz, mit Graspiste
  • Schiff: Im Ortsteil Brandstatt liegt eine Schiffsanlegestelle der Donau.
  • Fahrrad: Der Donauradweg R1 (Passau - Wien) führt über Pupping (Ortsteil Brandstatt).

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Klosterkirche
St.-Wolfgang-Kapelle
  • Klosterkirche Pupping: Die 1879 eingeweihte heutige Filialkirche wurde an der Stelle der früheren Kapelle zum hl. Othmar erbaut. Am 31. Oktober 994 verstarb der hl. Wolfgang vor dem Altar der Kapelle.
  • Shalomkloster Pupping: Anstelle des alten Klosters (1477–1801) nach 1879 errichtet. Heute Begegnungsort.
  • St.-Wolfgang-Kapelle: Die Kapelle in der Ortschaft Brandstatt wurde an jener Stelle errichtet, an der der Bischof Wolfgang von Regensburg mit dem Schiff von Passau kommend, an Land gegangen sein soll, bevor er in die St.-Othmar-Kapelle nach Pupping gebracht wurde.
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Pupping

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Pupping – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011
  2. Hubert Speckner: In der Gewalt des Feindes: Kriegsgefangenenlager in der "Ostmark" 1939 bis 1945. R. Oldenbourg, München/Wien 2003, ISBN 3-486-56713-6, S. 258.
  3. a b c Zahlen und Fakten, Gemeinde Pupping