Telefonvorwahl (Österreich)
Die Telefonvorwahl-Codes in Österreich werden von der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR) organisiert und vergeben. Es existieren Vorschriften und Richtlinien über die Vergabe von Nummernbereichen. Die Verantwortung über die Vergabe und Verwendung von Nummern innerhalb der Vorwahlbereiche obliegt dann den entsprechenden Netzbetreibern (bei regionalen Vorwahlen ist das in der Regel die A1 Telekom Austria, bei Mobilfunk-Vorwahlen der entsprechende Netzbetreiber, etc.).
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[Bearbeiten] Aufbau des Codes
Für die Schreibweise der Rufnummern gibt es in Österreich keine gesetzlichen Vorschriften, jedoch empfiehlt die RTR die Anwendung der DIN 5008. Mehr dazu unter Rufnummer / Schreibweisen.
Die erste Stelle der Ortsvorwahlen richtet sich annähernd nach den Bundesländern. Osttirol (zu Kärnten), Vorarlberg (zu Tirol), das Burgenland (nördlicher Teil zu Niederösterreich, südlicher Teil zur Steiermark) und einige Grenzbezirke in Oberösterreich (zu Salzburg) sowie Gebiete in Niederösterreich (zu Oberösterreich) bilden hier die Ausnahme.
[Bearbeiten] Schema
Die Anwahl einer österreichischen Rufnummer aus dem Ausland geschieht folgendermaßen:
- Internationale Verkehrsausscheidungsziffer + 43 (Ländercode) + Vorwahl (ohne die führende Null) + Telefonnummer
Die Anwahl innerhalb des Landes kann in der Regel so erfolgen:
- Vorwahl (mit 0) + Telefonnummer
Im Festnetz kann eine Nummer im selben Vorwahl-Bereich auch ohne Vorwahl angewählt werden. In den Mobilfunknetzen funktioniert dies nur bedingt.
Bei der Vorwahl handelt es sich um die Vorwahl eines Ortes, Mobilfunk- oder andersartigen Netzes. Seit der Einführung der Rufnummernportabilität im Mobilfunk kann das angewählte Netz nicht mehr mit Sicherheit anhand der Vorwahl bestimmt werden. Wenn eine angewählte Nummer sich tatsächlich in einem anderen als dem durch die Vorwahl zu erwarteten Mobilfunknetz befindet, erfolgt in der Regel ein automatischer kurzer Hinweis (Ansage) bei Verbindungsaufbau.
[Bearbeiten] Mobilfunk
In Österreich beginnen die Vorwahlen aller Mobilfunknetze mit der Ziffernfolge 06, gefolgt von zwei weiteren Ziffern (06xx). Da aber auch viele Ortskennzahlen im und um das Bundesland Salzburg mit 06 beginnen, kann man aus der Vorwahl 06xx nicht ohne weiteres erkennen, ob es sich um eine Mobilfunk- oder Festnetznummer handelt. So hat etwa Salzburg (Stadt) die Vorwahl 0662. Mit Stand vom 1. Februar 2009 sind von der RTR für Teilnehmernummern im Mobilfunk folgende Rufnummernbereiche festgelegt worden: [1]
- 0650 bis 0653
- 0655
- 0657
- 0659 bis 0661
- 0663 bis 0699
Aus dem obigen Vorrat sind mit Stand vom 1. Juni 2010 für Mobilfunkbetreiber folgende Rufnummernbereiche zugeteilt:
- 0650
- 0660
- 0661 0
- 0664
- 0676
- 0677 2 und 0677 8
- 0678 33, sowie 0678 90 bis 0678 91
- 0680 10 bis 14, 0680 20 bis 24, 0680 30 bis 33, 0680 40, 0680 44, 0680 50, 0680 55, 0680 60, 0680 77
- 0681 10 bis 11, 0681 20 bis 21, 0681 81 bis 84, 0681 90
- 0688 8 bis 0688 9
- 0699
[Bearbeiten] Liste der Telefonvorwahlen in Österreich
[Bearbeiten] Ortsvorwahlen
Die Orte der Wählämter sind alphabetisch sortiert, wobei die Umlaute zum Schluss angeführt sind.
[Bearbeiten] Mobilfunknetze
Nach Vorwahl in ansteigender Reihenfolge sortiert.
| Betreiber mit eigenem Netz | |||
|---|---|---|---|
| Betreiber | Vorwahl | ||
| 31 | 660 | ||
| Mobilkom Austria (A1) | 664 | ||
| T-Mobile Austria | 676 | ||
| Orange Austria (vormals ONE) | 699, 6819 | ||
| master-talk Austria Telekom Service GmbH2 | 678 | ||
| Betreiber ohne eigenes Netz | |||
| Betreiber | Netz-Betreiber | Vorwahl | |
| tele.ring3, YOUMOBILE | T-Mobile | 650 | |
| aonMobil | Mobilkom Austria | 66473 | |
| bob4 | Mobilkom Austria | 680 | |
| eTel5 | Mobilkom Austria | 6991599 | |
| Tele2 und C-Cube6 | Mobilkom Austria | 6888, 69988, 69989 | |
| Yesss4 | Orange Austria | 69981, 69982 sowie Teile von 681 | |
| eety4 | Orange Austria | 68183 | |
| Red Bull Mobile | Mobilkom Austria | 664 | |
| Ge org (tele.ring) | T-Mobile Austria | 650 | |
| Barablu Mobile7 | Mundio Mobile | 6889 (6610 nicht aktiv) | |
| Lycamobile | Noch nicht aktiv | 6815 | |
Darüber hinaus sind Teile der Vorwahlbereiche 0677 und 0678 T-Mobile bzw. der NETCO 3G GmbH (einer Tochter von Hutchison 3G Austria) zugeteilt, werden aber bislang nicht genutzt.
- 1 Hutchison 3G Austria betreibt ein reines UMTS Netzwerk, mit rund 95 % Netzabdeckung (Stand Anfang 2009). Außerhalb des selbst versorgten Gebiets wird im Wege eines Nationalen Roamings das GSM-Netz der mobilkom austria genutzt.
- 2 master-talk Austria Telekom Service GmbH war ursprünglich Netzbetreiber für ein digitales Bündelfunknetz nach dem TETRA-Standard - ausschließlich für Business-Kunden in den Branchen „drahtlose Kommunikation“ und „E-Business“. Gegründet 1999, aufgelöst 2003; Ziel war die Vermarktung von TETRA/GSM-Kombination aus einer Hand. Es war geplant, dass der Kunde nicht für den Netzausbau sorge zu tragen hatte. Vgl. zB Orange Austria oder A1 wo der Provider das System stellt und der Anwender sich einbucht.[2][3]
- 3 Telering wurde 2005 von T-Mobile aufgekauft und betreibt seitdem kein eigenes Mobilnetz mehr, sondern befindet sich im Netz von T-Mobile, das um ehemalige Telering-Ressourcen erweitert wurde. Aufgrund einer Auflage der europäischen Kommission wurden zahlreiche Sendeanlagen und Frequenzen an andere Netzbetreiber (insbesondere Drei) abgegeben.
- 4 BoB ist ein Discount-Unternehmen der Mobilkom Austria. Yesss und Eety sind Discount-Unternehmen von Orange Austria.
- 5 Die ehemalige Firma eTel ist seit Mitte 2008 gesellschaftsrechtlich mit der nunmehrigen A1 Telekom Austria verschmolzen und existiert als juristische Person nicht mehr.
- 6 Tele2mobil war eine Diskontsparte von Tele2 und nutzte das Netz von Orange Austria (damals one). Ende März 2008 verkaufte Tele2 ihre Mobilsparte an die nunmehrige A1 Telekom Austria, welche die Kunden in das Netz ihrer Diskontmarke "bob" integrierte.
- 7 Barablu wurde auf Mundio mobile (Austria) Limited umbenannt und verwendet den Markennamen Vectone. Es handelt sich hiebei um einen komplett eigenständigen Mobilbetreiber (MVNO) mit eigenem Telefonnetz, der jedoch kein eigenes Funknetz besitzt. Als Funknetz wird das Netz von A1 mitbenutzt. Es sind somit auch Portierungen von Mobilrufnummern von und zu Mundio Mobile denkbar und werden teilweise (da es keine Import-Verpflichtung gibt) auch angeboten.
Durch die Rufnummernportierung kann nicht mehr mit Sicherheit von der Vorwahl auf den Betreiber geschlossen werden. Die Betreiber verfügen weiterhin über die administrative Hoheit über ihre Vorwahlbereiche.
[Bearbeiten] Spezielle Nummernbereiche
In ansteigender Ordnung
| Dienst(e) | Vorwahl / Nummer |
|---|---|
| Call-by-Call Anbieter | 10 |
| Öffentliche (Notruf) Dienste | 1xx |
| Störungsstelle | 111 |
| Allgemeiner Notruf | 112 |
| Harmonisierte Dienste von sozialem Wert | 116 xxx |
| Verzeichnis- und Auskunft-Dienstleister | 118 |
| Hilfe bei KFZ-Gebrechen (ÖAMTC) | 120 |
| Feuerwehr-Notruf | 122 |
| Hilfe bei KFZ-Gebrechen (ARBÖ) | 123 |
| Notruf bei Gasgebrechen | 128 |
| Landeswarnzentrale | 130 |
| Polizei-Notruf | 133 |
| Bergrettung | 140 |
| Ärztenotdienst | 141 |
| Telefonseelsorge | 142 |
| Rettungsnotruf | 144 |
| Telefonberatung für Kinder und Jugendliche (Rat auf Draht) | 147 |
| Öffentliche Telefondienste | 1xxx |
| Aktuelle Uhrzeit (Zeitansage) | 0810 001503 (früher 1503) |
| Virtual Private Networks (VPN) | 50x, 517, 57, 59 |
| A1 Telekom Austria Mehrwertdienste | 711 (nicht mehr vorgesehen) |
| Personenspezifische Dienste | 710 (nicht mehr vorgesehen) |
| 730 (nicht mehr vorgesehen) | |
| 740 (nicht mehr vorgesehen) | |
| Ortsunabhängige Festnetznummern wie beispielsweise IP-Telefonie (VoIP) | 720 |
| Konvergente Dienste | 780 |
| Kostenlose Dienste | 802 (nicht mehr vorgesehen) |
| 800 | |
| Einwahl-Internetprovider | 804 |
| 718 | |
| Dienste mit vorgeschriebenen Maximaltarifen | 820 |
| 828 | |
| 810 | |
| 821 | |
| Mehrwert-Dienste | 901 |
| 930 | |
| 931 | |
| 900 | |
| Mehrwert-Onlinedienste (Dialer) | 939 |
[Bearbeiten] Besonderheiten
- Ursprünglich (bis um 1970) galten auch für die größeren Landeshauptstädte vierstellige Ortsnetzkennzahlen: Linz 7222, Klagenfurt 4222, Innsbruck 5222, Salzburg 6222, Graz 3122
- Bis 12. Mai 2007 war für Wien die Ortsnetzkennzahl 222 zulässig.
- Für Linz gilt bis 12. Mai 2014 die gleichzeitige Erreichbarkeit unter der Ortsnetzkennzahl 70 - diese wurde zwecks Verkürzung der Rufnummer für die voestalpine AG in den 60er Jahren eingeführt um die internationale Erreichbarkeit der Nebenstellen zu gewährleisten, da früher in einigen ausländischen Telefonnetzen (hauptsächlich Staaten des ehemaligen Ostblocks) eine maximale Rufnummernlänge von 14 Zeichen galt.
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Weblinks
- Rundfunk & Telekom Regulierungs GmbH
- Österreichischer Nummerierungsplan - mit arithmetisch aufsteigender Listung der Telefonvorwahlen
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Nationale Rufnummern lt. RTR
- ↑ Mobilfunk – und dann waren's 5 telekom-presse.at, 2001
- ↑ master-talk-die Business-Alternative im Bereich Betriebsfunk & Telekommunikation pte.at, 18. Jänner 2001