Radio Berlin International

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Radio Berlin International (RBI) war der Auslandssender des Rundfunks der DDR. Er wurde im Mai 1959 offiziell gegründet, nachdem bereits seit April 1956 von Radio DDR fremdsprachige Sendungen produziert und ausgestrahlt worden waren. RBI strahlte unter anderem Programme auf Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch, Dänisch, Arabisch und Suaheli aus.

Ziel des Senders war es, den Hörern in aller Welt „…den sozialistischen deutschen Staat näher zu bringen…“ und im Ausland lebende Deutsche über das Geschehen in der DDR zu informieren. RBI hatte eine weltweite Hörerschaft. Zur Verstärkung der Bindung der Hörer an den Sender wurden Hörerclubs auf fast allen Kontinenten gegründet. Im Laufe der Zeit wurden die Programme stetig ausgebaut und die Sendezeiten erweitert. Die Sendungen von RBI wurden über Kurz- und Mittelwelle verbreitet.

Pausenzeichen des Senders waren die ersten acht Töne der DDR-Nationalhymne.

Redaktion und Studios befanden sich am zentralen Standort des Rundfunks der DDR im Funkhaus Nalepastraße in Berlin-Oberschöneweide. Als Senderstandorte standen die Kurzwellensendezentren in Nauen und Königs-Wusterhausen zur Verfügung.

Im Zuge der Vereinigung der beiden deutschen Staaten am 3. Oktober 1990 stellte RBI mit Ablauf des 2. Oktober 1990 als erster Sender des DDR-Rundfunks seine Sendungen ein. Die Frequenzen und Sendeanlagen sowie einige der Mitarbeiter von RBI wurden von der Deutschen Welle übernommen und werden zum Teil von dieser heute noch genutzt.

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