Raffaele Monaco La Valletta

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Raffaele Kardinal Monaco La Valletta, 1827-1896, zeitgenössische Fotografie

Raffaele Monaco La Valletta (* 23. Februar 1827 in L’Aquila in Italien; † 14. Juli 1896 in Agerola, Provinz Neapel) war ein Kurienkardinal der römisch-katholischen Kirche.

Leben[Bearbeiten]

Er studierte zunächst in Rom und erlangte 1846 die Doktorwürde für Theologie, Kanonisches Recht und Zivilrecht. Zum Priester wurde er 1849 geweiht und arbeitete als Prälat und Referent in der damaligen Kongregation zur Vollstreckung und Auslegung der Beschlüsse der Tridentiner Kirchenversammlung wie auch zur Erkennung über Dekrete der Provinzsynoden (Congregatio cardinalium Concilii Tridentini interpretum; heute: Kongregation für den Klerus).

Das Amt des Assessors in der Kongregation der römischen und allgemeinen Inquisition unter gleichzeitiger Ernennung zum Domherrn, übernahm er Anfang 1859 und hatte es bis 1868 inne.

Beim Konsistorium 1868 wurde Raffaele Monaco La Valletta als Kardinalpriester mit der Titelkirche Santa Croce in Gerusalemme in das Kardinalskollegium aufgenommen. Am 12. Januar 1874 wird er durch Papst Pius IX. zum Titularbischof des Bistums Heraclea in Europa geweiht. Von 1876 bis 1884 ist er Kardinalvikar des Bistums Rom.

1878 war er Teilnehmer des Konklaves zur Wahl Papst Leo XIII.. 1884 wird Monaco La Valetta von diesem zum Kardinalbischof von Albano erhoben bis ihm der Papst 1889 das Amt des Kardinalbischofs von Ostia und Velletri übertrug. Von 1884 bis 1889 war er Sekretär der Kongregation für die heilige römische und universielle Inquisition (Congregatio Romanae et universalis Inquisitionis; der heutigen Kongregation für die Glaubenslehre) und wurde 1889 zum Kardinalbischof von Ostia ernannt. Mit dieser Ernennung übernahm er dann bis zu seinem Tod im Jahre 1896 die Leitung der früheren Kongregation für Zeremonien. Zugleich war der Kardinal seit 1884 bis zu seinem Tode Kardinalgroßpönitentiar. Raffaele Monaco La Valletta war Ehren- und Devotions-Großkreuz-Bailli des Souveränen Malteserordens und von 1894 bis 1896 Großprior des Großpriorates von Rom des Malteserordens.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Liste der Großpriore von Rom

Weblinks[Bearbeiten]

Vorgänger Amt Nachfolger
Carlo Sacconi Kardinaldekan
1889–1896
Luigi Oreglia di Santo Stefano
Carlo Sacconi Kardinalbischof von Ostia (-Velletri)
1889–1896
Luigi Oreglia di Santo Stefano
Costantino Kardinal Patrizi Naro Kardinalvikar
1876–1884
Lucido Maria Kardinal Parocchi