Raymond Domenech
| Raymond Domenech | ||
Raymond Domenech im Jahre 2007 |
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| Spielerinformationen | ||
|---|---|---|
| Voller Name | Raymond Manuel Albert Domenech | |
| Geburtstag | 24. Januar 1952 | |
| Geburtsort | Lyon, Frankreich | |
| Größe | 176 cm | |
| Position | Abwehrspieler | |
| Vereine als Aktiver | ||
| Jahre | Verein | Spiele (Tore)1 |
| 1969–1977 1976–1977 1977–1981 1980–1981 1981–1982 1981–1982 1982–1984 1984–1985 |
Olympique Lyon Olympique Lyon B Racing Straßburg Racing Straßburg B Paris Saint-Germain Paris Saint-Germain B Girondins Bordeaux FC Mulhouse |
246 (7) 1 (0) 128 (4) 2 (0) 19 (1) 3 (0) 40 (3) 13 (0) |
| Nationalmannschaft | ||
| 1973–1979 | Frankreich | 8 (0) |
| Stationen als Trainer | ||
| 1984–1989 1989–1993 1993–2004 2004–2010 |
FC Mulhouse Olympique Lyon Frankreich U-21 Frankreich |
|
| 1 Angegeben sind nur Liga-Spiele. | ||
Raymond Manuel Albert Domenech (frz. Ausspr. [ʁɛmɔ̃ dɔmɛnɛk]) (* 24. Januar 1952 in Lyon) ist ein ehemaliger französischer Fußballspieler und war von 2004 bis 2010 Nationaltrainer der französischen Nationalmannschaft. Er ist katalanischer Abstammung; sein Vater emigrierte zur Zeit des Franquismus aus Spanien.
Inhaltsverzeichnis |
Spielerkarriere [Bearbeiten]
Verein [Bearbeiten]
Sein erstes Ligaspiel bestritt der eisenharte Außenverteidiger Domenech mit 18 Jahren für Olympique Lyon in Nizza (2:0). Mit Lyon wurde er 1973 französischer Pokalsieger. Von 1977 bis 1981 stand er bei Racing Strasbourg unter Vertrag und gewann 1979 den französischen Meistertitel. Danach spielte er noch ein Jahr bei Paris St. Germain und von 1982 bis 1984 bei Girondins Bordeaux, wo er 1984 erneut den französischen Pokal gewinnen konnte. Bis 1985 war er Spielertrainer und danach Chefcoach beim FC Mulhouse.
Mit insgesamt 432 Erstligaeinsätzen gehört er zwar nicht zum „500er-Klub“, war aber dennoch über anderthalb Jahrzehnte eine prägende Figur im französischen Fußball und sollte dies auch später als Trainer sein, insbesondere als Trainer der A-Nationalmannschaft.
Nationalmannschaft [Bearbeiten]
International lief er acht Mal für Frankreichs A-Nationalmannschaft auf.
Trainerkarriere [Bearbeiten]
Zu Beginn seiner Trainerkarriere arbeitete er als Chefcoach des FC Mulhouse zwischen 1984 und 1988. Ab 1989 war er Trainer von Olympique Lyon bevor er 1993 zur Direction Technique Nationale (DTN), dem Trainerstab der französischen Fußballnationalmannschaft, wechselte. In dieser Zeit trainierte er die U-20- und U-21-Nationalmannschaft von Frankreich, jedoch ohne einen Titel in der jeweiligen Altersklasse zu holen. Dort arbeitete er gut zehn Jahre im Hintergrund.
Am 12. Juli 2004 trat er nach der Europameisterschaft die Nachfolge von Nationaltrainer Jacques Santini an. In der Folgezeit hatte die Mannschaft selbst gegen kleine Fußballnationen im eigenen Stade de France größere Probleme bei der Qualifikation zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006. Bei der Weltmeisterschaftsendrunde in Deutschland erreichte die Mannschaft nach anfangs schwachen Leistungen dennoch das Finale.
Raymond Domenech legt Wert auf taktische Disziplin, die er vor allem im Elsass bei Racing Straßburg lernte. Seine Bilanz mit der Nationalmannschaft nach 79 Spielen ist positiv; gleichwohl stand der Sélectionneur vor allem wegen seiner taktischen Entscheidungen (Bevorzugung des 4-2-3-1-Systems) und dem vermeintlich zu langen Festhalten an „altgedienten“ Spielern immer wieder im Kreuzfeuer öffentlicher Kritik. Dabei hat es unter seiner Ägide zahlreiche Debütanten in der A-Elf gegeben.
Bei der Fußball-Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz schieden die Franzosen unter Domenech in der Gruppenphase als Gruppenletzte aus. Dennoch wurde am 3. Juli 2008 bekannt gegeben, dass Domenech weiter im Amt bleibt und die Équipe tricolore zur Fußball-Weltmeisterschaft 2010 führen soll. Dies gelang ihm nach einem Umweg über die Relegationsphase. Bei der WM 2010 schied die französische Nationalmannschaft ebenfalls als Gruppenletzter in der Vorrunde aus (siehe auch Fiasko von Knysna). Sein Vertrag als Sélectionneur lief Ende Juni 2010 aus; allerdings war er auch weiterhin Mitglied der einflussreichen Direction Technique Nationale (DTN) bei der FFF. Diese gut dotierte, unbefristete Stelle wurde ihm Anfang September 2010 gekündigt, begründet insbesondere mit „seinem Verhalten bei der WM … wie dem verweigerten Handschlag mit Carlos Alberto Parreira und dem Umgang mit der ‚Angelegenheit Anelka‘“.[1]
Im November 2010 sagte Domenech zu, vorübergehend die E-Jugend des französischen Amateurvereins Athletic Club de Boulogne-Billancourt zu trainieren.
Erfolge [Bearbeiten]
Erfolge als Spieler [Bearbeiten]
- Französischer Fußballpokal mit Olympique Lyon: 1973
- Französischer Meister mit Racing Straßburg: 1979
- Französischer Fußballpokal mit Girondins Bordeaux: 1984
Erfolge als Trainer [Bearbeiten]
- Vizeweltmeister mit Frankreich: 2006
Anmerkungen [Bearbeiten]
- ↑ Artikel „Verband entlässt Domenech“ bei France Football vom 5. September 2010
1904–1964, ohne Befugnis zur Mannschaftsaufstellung (entraîneur): Fred Pentland | T. Griffiths | Peter Farmer | Raoul Caudron | Sid Kimpton | Maurice Cottenet | Paul Baron | Pierre Pibarot | Jules Bigot | Albert Batteux
Seit 1964, mit Befugnis zur Mannschaftsaufstellung (entraîneur-sélectionneur): Henri Guérin | Jean Snella / José Arribas | Just Fontaine | Louis Dugauguez | Georges Boulogne | Ștefan Kovács | Michel Hidalgo | Henri Michel | Michel Platini | Gérard Houllier | Aimé Jacquet | Roger Lemerre | Jacques Santini | Raymond Domenech | Laurent Blanc | Didier Deschamps
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Domenech, Raymond |
| ALTERNATIVNAMEN | Domenech, Raymond Manuel Albert |
| KURZBESCHREIBUNG | französischer Fußballspieler und -trainer |
| GEBURTSDATUM | 24. Januar 1952 |
| GEBURTSORT | Lyon, Frankreich |