Didier Deschamps
| Didier Deschamps | ||
Didier Deschamps im Jahr 2011 |
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| Spielerinformationen | ||
|---|---|---|
| Geburtstag | 15. Oktober 1968 | |
| Geburtsort | Bayonne, Frankreich | |
| Größe | 174 cm | |
| Position | Mittelfeldspieler | |
| Vereine in der Jugend | ||
| 1980–1983 1983–198? |
Aviron Bayonnais FC Nantes |
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| Vereine als Aktiver | ||
| Jahre | Verein | Spiele (Tore)1 |
| 1984–1988 1985–1989 1989–1990 1990–1991 1990–1991 1991–1994 1994–1999 1999–2000 2000–2001 |
FC Nantes B FC Nantes Olympique Marseille Girondins Bordeaux Girondins Bordeaux B Olympique Marseille Juventus Turin FC Chelsea FC Valencia |
52 (4) 111 (4) 17 (1) 29 (3) 1 (1) 106 (5) 124 (4) 27 (0) 13 (0) |
| Nationalmannschaft | ||
| 1989–2000 | Frankreich | 103 (4) |
| Stationen als Trainer | ||
| 2001–2005 2006–2007 2009–2012 2012– |
AS Monaco Juventus Turin Olympique Marseille Frankreich |
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| 1 Angegeben sind nur Liga-Spiele. | ||
Didier Deschamps (* 15. Oktober 1968 in Bayonne (Département Pyrénées-Atlantiques), Frankreich) ist ein französischer Fußballspieler und -trainer. Deschamps galt während seiner aktiven Zeit als einer der besten defensiven Mittelfeldspieler Europas. Mit der Nationalmannschaft wurde er Welt- und Europameister. Seit 2012 ist er Trainer der französischen Nationalmannschaft.
Inhaltsverzeichnis |
Spielerkarriere [Bearbeiten]
Verein [Bearbeiten]
Didier Deschamps begann seine Spielerkarriere beim Amateurklub Aviron Bayonnais, während er noch zur Schule ging. Seine Fähigkeiten fielen dem FC Nantes auf, der Deschamps im April 1983 unter Vertrag nahm. Deschamps gab sein Debüt am 27. September 1985 in der höchsten französischen Spielklasse.
Im Jahre 1989 ging er zu Olympique Marseille, ein Jahr später wechselte er für ein Jahr zu Girondins Bordeaux und kehrte 1991 wieder nach Marseille zurück, wo er bis 1994 spielte.
Mit Olympique wurde er zweimal französischer Meister (1991 und 1992) und war 1993 Teil der ersten und bisher einzigen französischen Mannschaft, die die Champions League gewinnen konnte.
Im Jahre 1994 wechselte Didier Deschamps dann zu Juventus Turin nach Italien, wo er drei italienische Meisterschaften, eine Coppa Italia, zwei italienische Supercups und 1996 seinen zweiten Champions-League-Titel gewann.
Im Jahre 1999 wechselte Deschamps zum FC Chelsea nach England, mit denen er 2000 den FA Cup gewann. Nach Ende dieser Saison wechselte er nach Spanien zum FC Valencia, wo er 2001 seine Spielerkarriere beendete.
Nationalmannschaft [Bearbeiten]
Zwischen 1989 und 2000 bestritt Deschamps 103 A-Länderspiele für die Équipe tricolore. Die Europameisterschaft 1992 in Schweden war sein erstes wichtiges Turnier. Jedoch kam Frankreich nicht über die Vorrunde hinaus. Die EM 1996 ließ zwar schon erste Ansätze einer großen Mannschaft erkennen, doch war in England bereits im Halbfinale gegen Tschechien das Turnier für Deschamps und sein Team beendet.
Der Höhepunkt seiner Karriere war dann die Fußball-Weltmeisterschaft 1998 im eigenen Land. Als Kapitän bekam er im Stade de France in Paris nach dem 3:0-Finalsieg gegen Brasilien den Weltpokal von Staatspräsident Jacques Chirac überreicht.
Nach dem Gewinn der Europameisterschaft 2000, die in Belgien und den Niederlanden stattfand, beendete Deschamps seine Nationalmannschaftskarriere mit einem weiteren Triumph. Zwischen 1999 und 2003 war er auch französischer Rekordnationalspieler.
Trainerkarriere [Bearbeiten]
Deschamps wurde 2001 Fußballtrainer bei der AS Monaco; 2004 erreichte er mit diesem Klub das Endspiel der Champions League, sein Verein unterlag allerdings dem FC Porto. 2003 wurde er zum Trainer des Jahres gewählt. Am 19. September 2005 trat er als Trainer der AS Monaco zurück.
Ab dem 10. Juli 2006 trainierte Didier Deschamps Juventus Turin. Bei Juve, die wegen des Fußball-Skandals 2005/2006 in der Spielzeit 2006/07 in der Serie B antreten mussten, startete er mit acht Siegen aus zehn Partien in die Saison. Deschamps konnte mit Turin den sofortigen Wiederaufstieg erreichen und darf sich als bisher einziger Trainer bezeichnen, der mit Juventus die Serie B gewinnen konnte. Dennoch war er in Turin nicht unumstritten, da er mehrmals betonte, dass er es für nahezu unmöglich hielt, in der folgenden Saison sofort um den Scudetto (Serie-A-Meisterschaft) mitspielen zu können. Am 26. Mai 2007 löste der Verein den bis 2008 laufenden Vertrag mit Deschamps im beiderseitigen Einvernehmen auf[1]. Sein Nachfolger wurde für den Rest der Spielzeit Giancarlo Corradini, der im Juni 2007 von Claudio Ranieri beerbt wurde.
Zur Saison 2009/10 übernahm er als Nachfolger von Eric Gerets das Training von Olympique Marseille, mit dem er im ersten Jahr den Ligapokal und die französische Meisterschaft gewann – Olympiques erste Titel nach 17-jähriger Durststrecke.
Am 8. Juli 2012 wurde Didier Deschamps als Nachfolger von Laurent Blanc von der FFF zum neuen Coach der Équipe Tricolore ernannt.[2] Er erhielt einen Zweijahresvertrag.
Erfolge [Bearbeiten]
Als Spieler im Verein [Bearbeiten]
- Champions League: 1992/93, 1995/96
- Weltpokal: 1996
- UEFA Super Cup: 1996
- Französische Meisterschaft: 1991/92
- Italienische Meisterschaft: 1994/95, 1996/97, 1997/98
- Coppa Italia: 1994/95
- Italienischer Supercup: 1995, 1997
- FA Cup: 1999/2000
- FA Community Shield: 2000
Als Spieler in der Nationalmannschaft [Bearbeiten]
Als Trainer [Bearbeiten]
- Champions-League-Finalist: 2003/04 (mit der AS Monaco)
- Italienische Serie-B-Meisterschaft: 2006/07 (mit Juventus Turin)
- Ligapokalsieger: 2003 (mit AS Monaco), 2010, 2011, 2012 (mit Olympique Marseille)
- Französische Meisterschaft: 2009/10
- Französischer Supercup: 2010, 2011 (mit Olympique Marseille)
Individuell [Bearbeiten]
- Frankreichs Fußballer des Jahres: 1996
- Französischer Fußballtrainer des Jahres: 2003, 2010[3]
Weblinks [Bearbeiten]
- Didier Deschamps in der Datenbank von Weltfussball.de
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ La Juve: «Risolto contratto con Deschamps». www.corriere.it, 26. Mai 2007, abgerufen am 17. Dezember 2008 (italienisch).
- ↑ Didier Deschamps, nouvel entraîneur des Bleus L'Express Online, aufgerufen 8. Juli 2012 (fr)
- ↑ Ankündigung bei France Football
Siehe auch [Bearbeiten]
1904–1964, ohne Befugnis zur Mannschaftsaufstellung (entraîneur): Fred Pentland | T. Griffiths | Peter Farmer | Raoul Caudron | Sid Kimpton | Maurice Cottenet | Paul Baron | Pierre Pibarot | Jules Bigot | Albert Batteux
Seit 1964, mit Befugnis zur Mannschaftsaufstellung (entraîneur-sélectionneur): Henri Guérin | Jean Snella / José Arribas | Just Fontaine | Louis Dugauguez | Georges Boulogne | Ștefan Kovács | Michel Hidalgo | Henri Michel | Michel Platini | Gérard Houllier | Aimé Jacquet | Roger Lemerre | Jacques Santini | Raymond Domenech | Laurent Blanc | Didier Deschamps
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Deschamps, Didier |
| KURZBESCHREIBUNG | französischer Fußballspieler und -trainer |
| GEBURTSDATUM | 15. Oktober 1968 |
| GEBURTSORT | Bayonne, Frankreich |