Richterin Barbara Salesch

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Seriendaten
Originaltitel Richterin Barbara Salesch
Barbarasalesch Logo.jpg
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Produktionsjahr(e) 1999–2012
Produktions-
unternehmen
filmpool GmbH
Länge 45 Minuten
Episoden 2140+[1] in 14 Staffeln
Ausstrahlungs-
turnus
Mo–Fr 11:00 Uhr
Mo–Sa 15:00 Uhr
Genre Pseudo-Doku, Gerichtsshow
Erstausstrahlung 27. September 1999 auf Sat.1

Richterin Barbara Salesch ist eine pseudo-dokumentarische Gerichtsshow, in der fiktive Gerichtsverhandlungen in Strafsachen dargestellt werden. Produziert wird die Sendung von filmpool. Wie bereits 2011 bekannt wurde, soll die Sendung im Frühjahr 2012 eingestellt werden. Als Nachfolger plant Sat.1 eine Doku-Serie namens Gerichtsreport.[2]

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Richterin Barbara Salesch wurde ab dem 27. September 1999 bis zum Oktober 2000 montags bis freitags als halbstündiges Format am Vorabend um 18:00 Uhr auf Sat.1 ausgestrahlt. In dieser Zeit waren die Folgen der Sendung Mitschnitte von Schiedsgerichtsverhandlungen, für die das Verbot von Ton- und Bildaufnahmen nicht gilt. Daher konnten echte Fälle gesendet werden. Allerdings sind Schiedsgerichtsverfahren auf zivilrechtliche Auseinandersetzungen beschränkt und nur mit Zustimmung aller Prozessparteien erlaubt. Die „QuotenbringerRaub, Vergewaltigung und Mord waren damit von den Verhandlungen ausgenommen. Auch die komplexen zivilen Rechtsfragen waren für den fachfremden Zuschauer schwerer zu verfolgen als die meist beweislastige Schuldfrage in Strafrechtsfällen. Daher werden seit Oktober 2000 nicht mehr reale Schiedsgerichtsprozesse, sondern fiktive Strafgerichtsprozesse gezeigt.

Am Anfang erreichte die Sendung lediglich einen Marktanteil von acht Prozent, nach Umstellung auf geschriebene Fälle mit Laiendarstellern lag er bei über 30 Prozent. Im Frühjahr 2000 wurde daher die Sendezeit verdoppelt und ein neuer Sendeplatz gewählt. Seitdem wird Richterin Barbara Salesch einstündig um 15:00 Uhr ausgestrahlt.

[Bearbeiten] Richterin Barbara Salesch Spezial – Nachbar gegen Nachbar

In der Woche vom 24. bis zum 28. Oktober 2011 wurden Sonderfolgen von Richterin Barbara Salesch gesendet, in denen keine Gerichtsverhandlungen, sondern Nachbarschaftsstreitereien dargestellt wurden.

[Bearbeiten] Sendezeiten

Am 8. Mai 2004 wurde die Sendung um eine Samstagsausgabe erweitert. Am 3. September 2004 wurde die 1000. Sendung ausgestrahlt. Seit dem 17. Juli 2007 wird die Sendung montags bis samstags zweimal täglich gesendet; neben der Ausstrahlung am Nachmittag werden montags bis freitags um 11:00 Uhr und samstags um 10:30 Uhr Wiederholungen älterer Folgen gezeigt. Die 1500. Folge der Gerichtsshow wurde am 20. März 2008 ausgestrahlt. Zwischen dem 14. November 2009 und dem 23. Januar 2010 wurde Samstagsausgabe eingestellt. Am 5. Mai 2011 feierte die Sendung ihre 2000. Folge in zwölf Jahren.

[Bearbeiten] Staffeln

Staffeln
Staffel Anzahl der Folgen von bis
1 ca. 100 27.09.1999 2000
2 ca. 200 2000 2001
3 ca. 200 2001 2002
4 ca. 200 2002 2003
5 ca. 200 2003 2004
6 ca. 200 2004 2005
7 ca. 200 2005 2006
8 ca. 150 2006 2007
9 187 2007 2008
10 310 07.01.2008 06.10.2009
11 37 07.10.2009 26.11.2009
12 94 11.01.2010 20.09.2010
13 240 21.09.2010 27.01.2012
14 10+ 30.01.2012 TBA

[Bearbeiten] Darsteller

[Bearbeiten] Ehemalige Darsteller

[Bearbeiten] Weitere Darsteller

Nebendarsteller sind in der Regel Beisitzer, gegebenenfalls Nebenkläger, Angeklagte(r), Zeuge(n), Gutachter, Protokollführer und gegebenenfalls Schöffen. Als Angeklagte, Nebenkläger, Zeugen, Gutachter usw. treten ausschließlich Laiendarsteller auf. Im Gerichtssaal befindliche uniformierte Polizisten werden allerdings von echten Polizisten dargestellt.

[Bearbeiten] Realitätsnähe

Wie auch in anderen Pseudo-Dokumentationen wird die Realität von Strafverhandlungen in der Serie nur sehr eingeschränkt widergespiegelt. Ein bedeutender Unterschied zum tatsächlichen Alltag in deutschen Gerichtssälen zeigt sich in den lautstarken, zum Teil polemischen Angriffen zwischen Staatsanwalt und Verteidiger. Auch unerwartete neue Entwicklungen im Prozessgeschehen, die die Unschuld des Angeklagten beweisen und einen anwesenden Zeugen als wahren Täter entlarven, zählen in der Sendung zum regelmäßigen Standard. Der Spannungseffekt wird dadurch erhöht, jedoch suggeriert diese Vorgehensweise dem Zuschauer eine nachlässige Voruntersuchung durch Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft. In der realen Rechtspraxis hingegen kommt es üblicherweise erst nach sorgfältigen Ermittlungen und bei ausreichender Beweislast überhaupt zur Erhebung einer Anklage, weswegen solche dramatischen Wendepunkte bei echten Gerichtsverhandlungen höchst selten sind.

[Bearbeiten] Sonstiges

Seit dem 2. Mai 2011 wird die Sendung im Breitbildformat 16:9 ausgestrahlt.

[Bearbeiten] DVD–Veröffentlichung

Am 2. September 2011 erschienen die ersten 80 Folgen der ersten Staffel auf DVD.[3][4][5][6] Alle vier DVD-Boxen sind laut FSK ab zwölf Jahren freigegeben.

[Bearbeiten] Die Sendung in Filmen

Am 26. Januar 2012 startet der Spielfilm Tage die bleiben in den deutschen Kinos. Barbara Salesch übernimmt in diesem Film in ihrer Rolle als Richterin Barbara Salesch im Originalstudio der Sendung eine kleine Nebenrolle.

[Bearbeiten] Adaption

Eine breite öffentliche Aufmerksamkeit erlangte das Format allerdings zunächst erst, nachdem Stefan Raab aus dem Originalton des Wortes „Maschendrahtzaun“ aus der Gerichtsshow Barbara Saleschs das Lied Maschen-Draht-Zaun komponierte.

[Bearbeiten] Auszeichnungen und Nominierungen

Deutscher Fernsehpreis
  • Ausgezeichnet – „Beste tägliche Serie“ (2002)
Goldene Henne
  • Nominiert – „Kategorie: Fernsehen“ (2002)

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

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