Ralf Höcker

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Ralf Höcker (* 4. März 1971 in Köln) ist ein deutscher Rechtsanwalt, Autor, Professor für Marken- und Medienrecht und Fernsehmoderator.

Leben[Bearbeiten]

Nach seiner deutschen Juristenausbildung und der Promotion zum Dr. jur. absolvierte er am King's College London ein Master-of-Laws-Studium (LL.M.) in Intellectual Property Law. Höcker vertritt als Rechtsanwalt Unternehmen und Prominente wie beispielsweise Heidi Klum im Medien- und Markenrecht. Vor Gründung der Kölner Kanzlei Höcker Rechtsanwälte arbeitete er für internationale Sozietäten in London (Willoughby & Partners) und Köln (Linklaters Oppenhoff & Rädler). Höcker ist außerdem Professor für deutsches und internationales Marken- und Medienrecht an der Cologne Business School GmbH und Wissenschaftlicher Direktor des dortigen „Deutschen Instituts für Kommunikation und Recht im Internet“ (DIKRI). Zusätzlich lehrt Höcker seit 2009 an der Europäischen Fachhochschule in Brühl (EUFH) GmbH die Fächer Handels-, Gesellschafts- und Arbeitsrecht. Weiterhin ist Höcker Gründungsmitglied des ständigen Bearbeiterteams der Zeitschrift Der IP-Rechtsberater aus dem Verlag Dr. Otto Schmidt. Als Autor der Kolumne Fünfte Gewalt schreibt er für das Debattenforum Vocer.

Im Kachelmann-Prozess vertrat er den Wettermoderator als dessen Medienanwalt und betrieb parallel zur Arbeit des Strafverteidigers Johann Schwenn anwaltliche Öffentlichkeitsarbeit für Jörg Kachelmann (sog. Litigation-PR).[1]

Den Fußball-Bundesligatrainer Felix Magath vertrat Höcker als Medienanwalt in der zunächst konfrontativ ausgetragenen Trennung von dessen Verein FC Schalke 04.[2]

Für die türkische Tageszeitung Sabah legte Höcker beim Bundesverfassungsgericht eine Verfassungsbeschwerde gegen die Sitzplatzvergabe im NSU-Prozess ein. Das Bundesverfassungsgericht gab der Beschwerde statt und ordnete an, dass für ausländische Medienvertreter ein Zusatzkontingent an Sitzplätzen zur Verfügung gestellt oder das Akkreditierungsverfahren für die Journalisten wiederholt wird.[3] Der Prozessbeginn wurde vom OLG München daraufhin um knapp drei Wochen verschoben, um das Akkreditierungsverfahren für die Journalisten neu zu regeln.

Medien[Bearbeiten]

Bücher[Bearbeiten]

Bekannt wurde Ralf Höcker durch drei Lexika, in denen er populäre Rechtsirrtümer aufklärt. Die Bücher gehören zur Mitte der 1990er Jahre entstandenen Sachbuchgattung der Irrtumslexika. Außerdem schilderte Höcker in einem weiteren Buch kuriose Fälle, die vor deutschen Gerichten verhandelt wurden. Im Langenscheidt-Wörterbuch Anwalt–Deutsch/Deutsch–Anwalt setzt er sich kritisch-humorvoll mit der Sprache der Anwälte auseinander. Laut dem Bestsellerarchiv von buchreport.de erreichten seine Bücher insgesamt 225 Platzierungen in der Bestsellerliste auf Spiegel Online.[4]

Fernsehen und Bühne[Bearbeiten]

2007 war Höcker als Experte einer Reihe in der Sat.1-Show Akte – Reporter decken auf zu sehen, in der er einige Rechtsirrtümer aufklärte. Im gleichen Jahr präsentierte er auf einer Deutschlandtournee seine Bühnenshow „Ein§pruch“.

Im Juni 2009 moderierte Höcker mit Andrea Kiewel eine Pilotsendung der RTL-Fernsehshow „Einspruch – Die Show der Rechtsirrtümer“,[5] die im Juli 2010 fortgesetzt wurde. Im Februar 2011 wurde eine neue Staffel auf RTL ausgestrahlt.

Werke[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatChristina Maria Berr: "Kampagne gegen Herrn Kachelmann". Medienanwalt Ralf Höcker im Gespräch. 16.12.2010, abgerufen am 16. März 2011.
  2. http://www.mopo.de/sport/fussball/darum-hat-felix-magath-gekuendigt/-/5067054/8236982/-/index.html
  3. http://www.spiegel.de/panorama/justiz/nsu-gericht-muss-sitzplaetze-fuer-auslaendische-presse-bereitstellen-a-893990.html
  4. http://www.buchreport.de/bestseller/ermittlung_der_bestseller.htm
  5. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatEinspruch! Die Show der Rechtsirrtümer. 26.07.10, abgerufen am 16. März 2011.