Roland Gerber (Fußballspieler)

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Roland Gerber
Spielerinformationen
Geburtstag 20. Mai 1953
Geburtsort GerlachsheimDeutschland
Sterbedatum 24. Februar 2015
Sterbeort Tauberbischofsheim, Deutschland
Größe 176 cm
Position Abwehr
Vereine in der Jugend
FV Lauda
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1975–1981
1981–1982
1982–1983
1. FC Köln
SV Darmstadt 98
VfL Osnabrück
127 (8)
16 (0)
33 (2)
Stationen als Trainer
1996–1997
1997–1998
1999–2003
2003
2006–2007
Würzburger Kickers
SV Distelhausen
DFB-Stützpunkttrainer in Walldürn
SV Westernhausen
VfB Bad Mergentheim
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Roland Gerber (* 20. Mai 1953 in Gerlachsheim; † 24. Februar 2015 in Tauberbischofsheim) war ein deutscher Fußballspieler. Als Spieler des 1. FC Köln gewann er mit der Elf aus der Domstadt 1977 und 1978 den DFB-Pokal sowie in der Saison 1977/78 die Deutsche Fußballmeisterschaft.

Karriere[Bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten]

In der 2. Amateurliga Odenwald beim FV Lauda wurden die Talentesucher des 1. FC Köln auf den Defensivspieler Roland Gerber in den Runden 1973/74 und 1974/75 aufmerksam. Nach seinem Wechsel im Sommer 1975 spielte Gerber in den Jahren von 1975 bis 1981 beim 1. FC Köln als Innenverteidiger und Libero. Unter Trainer Zlatko Cajkovski debütierte der vormalige Amateurspieler aus Nordbaden am 13. September 1975 bei einer 2:3-Auswärtsniederlage beim SV Werder Bremen in der Fußball-Bundesliga. Beim Zwischenstand von 2:2-Toren wurde er in der 65. Minute für Gerd Strack eingewechselt. Gegen die weiteren Konkurrenten in der Kölner Defensive wie Bernhard Cullmann, Herbert Hein, Harald Konopka, Wolfgang Weber und Herbert Zimmermann konnte er sich im Verlauf der weiteren Runde 1975/76 aber nicht behaupten und musste sich mit sechs weiteren Einsätzen begnügen. Zur Saison 1976/77 wurde der bei Borussia Mönchengladbach von 1964 bis 1975 sehr erfolgreiche Hennes Weisweiler als Trainer beim 1. FC Köln verpflichtet. Der neue Trainer setzte von Anfang an auf Gerber als Libero und Abwehrchef seiner Mannschaft. Der Mann aus dem Main-Tauber-Kreis gewann mit Köln unter Trainer Weisweiler 1977 nach einem 1:0 im Finale über Hertha BSC und im Jahr darauf durch ein 2:0 über Fortuna Düsseldorf den DFB-Pokal. 1978 wurde er mit der Mannschaft zudem deutscher Meister und konnte das Double feiern; Gerber fehlte in keinem Meisterschaftsspiel und erzielte in den 34 Ligaspielen noch zwei Tore. In den Halbfinalspielen um den Europapokal der Landesmeister 1978/79 spielte der 1. FC Köln mit Gerber 3:3 beim späteren Sieger Nottingham Forest, er kam aber im mit 0:1 verlorenen Rückspiel nicht zum Einsatz. Als der 1. FC Köln 1981/82 unter dem niederländischen Trainer Rinus Michels Vizemeister wurde, gehörte Gerber anfänglich noch zum Kader, kam aber in der Bundesliga, wie auch im DFB-Pokal, nicht mehr zum Einsatz.

Gerber bestritt für den 1. FC Köln 127 Bundesligaspiele, in denen er acht Tore erzielte. Im Europapokal der Landesmeister, der Pokalsieger und im UEFA-Cup machte er weitere 20 Spiele für den 1. FC Köln. Zu den prominentesten Mitstreitern seiner Zeit beim 1. FC Köln gehörten der Weltmeister von 1974 Wolfgang Overath, Heinz Flohe, Bernhard Cullmann, Bernd Schuster und der Torwart Harald „Toni“ Schumacher.

Nach Beginn der Saison 1981/82 wechselte er zum damaligen Bundesligaaufsteiger SV Darmstadt 98, für den er in 16 Spielen unter den Trainern Werner Olk und seinem Nachfolger Manfred Krafft zum Einsatz kam. Die „Lilien“ vom Stadion am Böllenfalltor stiegen jedoch am Ende als 17. ab. In der Folgesaison beendete Gerber seine Profilaufbahn in der 2. Bundesliga im Stadion an der Bremer Brücke beim VfL Osnabrück, mit dem er unter Trainer Carl-Heinz Rühl und Mitspielern wie Erwin Kostedde, Guido Szesni und Detlef Olaidotter den zehnten Platz erreichte und in 33 Ligaspielen zwei Tore erzielte. Aus Verletzungsgründen konnte er seine Profilaufbahn nicht mehr fortsetzen und kehrte zur Runde 1983/84 zu seinem Heimatverein FV Lauda zurück. Er konnte unter Spielertrainer Martin Kübler und dessen Trainernachfolger Richard Saller in der Amateuroberliga Baden-Württemberg aber lediglich noch neun (1 Tor) Pflichtspiele bestreiten und beendete dann endgültig seine Spielerlaufbahn.

Auswahlmannschaften[Bearbeiten]

In seiner erfolgreichen Zeit beim 1. FC Köln wurde der Abwehrorganisator zu acht Länderspielen in die B-Fußballnationalmannschaft durch den DFB berufen. Er debütierte in der Auswahl am 26. April 1977 bei einem 2:1-Erfolg in Aachen gegen Belgien als Libero an der Seite von Torhüter Dieter Burdenski sowie den zwei Defensivakteuren Karl-Heinz Körbel und Ditmar Jakobs.

Trainer[Bearbeiten]

Nach seiner Spielerlaufbahn hatte Roland Gerber diverse Engagements als Trainer bei unterklassigen Vereinen und bei einem DFB-Stützpunkt. 1996/97 trainierte er die Würzburger Kickers in der fünftklassigen Bayerischen Landesliga, die zum Ende jener Spielzeit als Erster aufstiegen.

Gerber starb am 24. Februar 2015 an den Folgen von Krebs.[1]

Erfolge[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Matthias Kropp: Deutschlands große Fußballmannschaften. Teil 10: 1. FC Köln. Agon Sportverlag. Kassel 1997. ISBN 3-928562-96-7.
  • Christian Karn, Reinhard Rehberg: Enzyklopädie des deutschen Ligafußballs. Spielerlexikon 1963-1994. Agon Sportverlag. Kassel 2012. ISBN 978-3-89784-214-4

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Der FC trauert um Roland Gerber. Meldung auf der Website des 1. FC Köln, abgerufen am 26. Februar 2015

Weblinks[Bearbeiten]