Ron Williams

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Ron Williams (2004)

Ron Williams (eigentlich Ronald Lee Williams-Clarke, * 2. Februar 1942 in Oakland, Kalifornien) ist ein US-amerikanischer Schauspieler, Synchronsprecher, Sänger und Moderator.

Wirken[Bearbeiten]

Williams besuchte bis 1960 die Oakland Technical High School in Oakland, Kalifornien. Er wurde zum Militär-Polizist im Bundesstaat Georgia ausgebildet. Er diente als einziger Afro-Amerikaner in seiner Einheit MP Einheit in Ft. Belvoir, Virginia. 1961 kam er als GI nach Stuttgart, wo er zum Radiosprecher und Print-Journalist umgeschult wurde. Er wurde zum ersten afro-amerikanischen Nachrichtensprecher beim Soldatensender American Forces Network in Deutschland. Er schrieb für die US-Militärzeitung Stars & Stripes, sowie für The Overseas Weekly.

Schon während seiner Dienstzeit in Stuttgart hatte er Auftritte als Sänger (Solist beim Horst-Jankowsky-Jazz-Chor, Solist mit der Süddeutsche-Rundfunk-Big-Band) und nach seiner Entlassung 1963 und verschiedenen Jobs, u.a. als Chauffeur, Butler, Cola-Verkaufsfahrer, Pan-Am Flughafen-Bodenpersonal, wurde er als Mitglied des Ensembles vom Renitenz-Theater Stuttgart engagiert. 1965/66 war er faktisch der erste US-amerikanische politische Kabarettist Deutschlands. Durch Gastspiele (u.a. bei den "Berliner Stachelschweinen") Radio- und TV-Auftritte ("Kinder des Olymps",1966 ZDF) wurde er einem immer größeren Publikum bekannt. Er war in der Rolle des „Hud” (Song: „Ich bin ein Farbiger”) Mitglied im ersten Ensemble des legendären Musicals Hair (1968-69). In den 1970er Jahren übernahm Williams die Regie von Hair und tourte damit durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Als Mitglied der San Quentin DramaWorkshop aus San Francisco trat er 1973–75 in England, Schottland und Deutschland in den Bühnenstücken „The Cage” und „The Wall is Mama” auf. 1975 wurde er von London's Black Theater of Brixton für die Hauptrolle im preisgekrönten Theaterstück Ceremonies in Dark Old Men engagiert und tourte damit in England und Wales. 1976 kam er aus London nach Deutschland zurück und begann in München eine One-Man-Show-Reihe u.a. mit Happy Birthday America1976, Es folgten D-Mark, D-Mark über alles 1978, "Frontbetreuung 1982, "Countdown" 1983, "Geh zum Teufel! 1984 mit Gastspielen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. 1985 war er Moderator/Sänger bei der "Harlem Story" im WDR/ARD. Von 1985 bis 1993 war er Moderator des TV-Musikmagazins Musik-Szene, ORF/WDR/ARD. Er wurde auch als Host/Anchorman für das Internationale Deutsche-Welle-TV Magazine "Focus on Europe engagiert von 1986 bis 1993. Eine eigene Samstagnacht-Sendung "Ron-Abend bekam er 1986 im WDR/ARD, in der er als Kabarettist, Sänger und Moderator auftrat.

Williams hatte über 800 TV-Gastauftritte und man sah ihn in mehr als 300 eigenen Sendungen im deutschsprachigen Raum.

Einem jüngeren Publikum ist Williams vor allem als Moderator der WDR/ARD-Serie Spaß am Dienstag - mit Zini bekannt. Überdies lieh er als Synchronsprecher u.a. seine Stimme dem Bösewicht „Oogie Boogie” in Nightmare Before Christmas; in Arielle, die Meerjungfrau und Arielle, die Meerjungfrau 2 – Sehnsucht nach dem Meer sprach er „Sebastian, die Krabbe”. Bei den Luisenburg-Festspielen im Sommer 2011/12 in Wunsiedel moderierte und spielte er als Stargast mehrere Rollen im Musical The Blues Brothers. Seit 2002 spielt er Titel-Rollen in Bühnenproduktionen der Kempf -Theater-Gastspiele (2002-05 "I Have a Dream - Die Martin Luther King Story”, 2005–2009 „Die Ray Charles Show”, 2009–2012 „Endlich Frei! - Die Nelson Mandela Story” und 2012–2016 „Die Harry Belafonte Story”). Ab Ende Sept. bis Mitte Nov. 2015 die 1. Tournee mit "Onkel Toms Hütte - Reloaded". Ab Mitte November 2015 ist eine weitere Tournee mit seinem neuen Solo-Programn "Hauthah"( ein Musikalische-Biographischer Abend mit dem Jörg Seidel Jazz Trio ) nach der erfolgreiche Premiere am 28.02.15 in Ascheim bei München geplant. Für sein Engagement gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Gewalt und für mehr Menschlichkeit wurde Williams am 13. Okt. 2004 vom Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

Familie[Bearbeiten]

Seine Tochter Ariane Roth, verheiratete Itt, aus der Beziehung mit der Schauspielerin Birgit Zamulo ist Stimmpädagogin, Komponistin, Musikerin und Sängerin. Sein Sohn Julian Taylor ist Song-Writer, Musiker und Sänger. Er wird öfter mit Julian "J-Luv" Williams, dem Rapper/Sänger, verwechselt, da dessen Vater auch Ron Williams heißt. Julian stammt aus der Ehe mit der Konzertpianistin Barbara Wunderlich, Tochter des legendären lyrischen Tenors Fritz Wunderlich.[1][2] Seine aktuelle Lebensgefährtin ist Gloria Opida.[3]

Soziales Engagement[Bearbeiten]

2002 übernahm Ron Williams die Schirmherrschaft der Kinder-Kultur-Karavane; 2006 wurde er Schirmherr der Stiftung Leben ohne Rassismus in Nordrhein-Westfalen; 2008 übernahm Ron Williams die Patenschaft für u.a. das Albert-Einstein-Gymnasium in Frankenthal (Pfalz) im Projekt Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage. Gemeinsam mit anderen bayerischen Musikern, Kabarettisten und Autoren engagiert sich Williams seit 2007 im Rahmen der Pflege-Kampagne ganz jung. ganz alt. ganz ohr.[4] Am 12. Juli 2013 übernahm er die Patenschaft für das Augustinus Gymnasium in Weiden, Bayern, im Projekt „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage”.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 2004: Bundesverdienstkreuz am Bande

TV/Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Diskografie (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Erfolgssongs aus: Die Nelson Mandela Story – Endlich frei (2009)
  • Ron Williams & Jörg Seidel Band: Jazzin' up the Soul (2008)
  • Ron Williams & The Bluesnight Band: Gotta Do The Right Thing (2005)
  • All you need is a friend (1993)
  • Hair 1993 Ron Williams, Nina Hagen, Udo Lindenberg und Uwe Ochsenknecht (1993)
  • Denn es ist Weihnachtszeit: Mary's Boychild (Musical-Stars singen Weihnachtslieder) (1996, Polydor)
  • Juke & The Blue Joint meets Ron Williams (1997 - Akustische Musik)
  • Ron und Julian Williams: Together bewegen wir die Welt (1998 – Polymedia)
  • Ron Williams feat. The Union Open your Heart (2000)
  • Ron Williams & Ariane Roth: Solange wir uns spüren (2001 – Whoopee Records)
  • Martin Luther King – King of Love, CD / LP (2007 - Sony/BMG)
  • Ron Williams & Stephan Wald: Helmut: Du, Du, Du. Ronnie: Yes, I Agree. (1985 - CBS)
  • Ron Williams: Soul Down (Soul-Medley) (Single, 1983)
  • King Kong (Is Alive And Well) (Single, als Ronnie Lee Williams, 1970er)
  • Judy Cheeks Please Give Me This Night[5] (US titel: Mellow Lovin') (Co-Songwriter) (Album, 1978 - Ariola)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ron Williams – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Edith von Welser-Ude feiert 70. Geburtstag – „Jetzt geht es mir nur unglaublich gut!”, merkur-online, 14. Januar 2009.
  2. Julian Taylor live in der Cube Lounge im Lehel, Schlemmerregion München, 2009.
  3. So urteilen die Zuschauer über das Premierenstück. In: Hamburger Abendblatt. 30. September 2002.
  4. Pflege-Kampagne „ganz jung. ganz alt. ganz ohr”, pflegen-online.de, 10. Oktober 2007.
  5. discogs.com: Judy Cheeks Please Give Me This Night